06. Januar 2009

Rheinland-Pfalz: Geringster Schweinebestand seit Bestehen des Landes

Rinderbestand fast unverändert
Bad Ems 8agrar.de) – Die Schweinehaltung wird für die rheinland-pfälzische Landwirtschaft von immer geringerem Interesse. Binnen Jahresfrist reduzierte sich der Schweinebestand nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems um fast 13 Prozent auf 268.000 Tiere. Das ist der niedrigste Bestand seit Bestehen des Landes Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1949 wurden 522.000 Schweine gehalten, fast doppelt soviel wie heute.

Der Rückgang betrifft alle Kategorien der Schweinehaltung. Die für die Reproduktion wichtigen Zuchtsauenbestände nahmen um 12 Prozent auf 22.800 Tiere ab. Die Zahl der Ferkel fiel um fast 16 Prozent auf 62.500 Tiere. Die Zahl der Mastschweine mit 50 Kilogramm und mehr Lebendgewicht verringerte sich um 13 Prozent auf knapp 110.300.

Der Rinderbestand blieb gegenüber Mai 2008 fast unverändert. Anfang November 2008 wurden 389.500 Rinder gehalten, rund 2.100 weniger als im Mai. Dies ergab die Auswertung des Herkunfts- und Informationssystems Tier (HIT) zum Stichtag 3. November 2008. Nach der erstmaligen Auswertung des HIT im Zuge der Viehzählung vom Mai 2008 konnten die Rinderhalter durch die Nutzung vorhandener Verwaltungsdaten bereits zum zweiten Mal von statistischen Berichtspflichten entlastet werden (vg. PM Nr. 72/08). Aus methodischen Gründen ist ein Vergleich mit dem Rinderbestand von November 2007 nicht sinnvoll.

Der Rinderbestand umfasst 165.600 Kühe, 157.200 weitere weibliche Rinder sowie 66.700 männliche Rinder. In Rheinland-Pfalz konzentriert sich die Rinderhaltung auf die Milchproduktion und die Ammen-/Mutterkuhhaltung. Der Anteil der Milchkühe lag bei rund 72 Prozent der Kühe. Dieser Anteilswert wird aufgrund der Produktionsrichtung des Betriebes und der Rasse berechnet.

Die aktuellen Daten stammen aus dem vorläufigen Ergebnis über die Erhebung der Schweinebestände zum 3. November 2008. Hierzu wurden in einer Stichprobenerhebung landesweit rund 600 landwirtschaftliche Betriebe befragt. Für die Ergebnisse über die Rinderbestände wurde das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) ausgewertet.

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02. Januar 2009

Thüringen: Weniger Gemüse geerntet

Themen: Erntebericht,Gemüse,Statistik,Thüringen — info @ 14:01

Erfurt (agrar.de) – Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wird der Gemüseanbau in Thüringen von fünf Gemüsearten geprägt.

Auf diese entfielen im Jahr 2008 drei Viertel der gesamten Gemüseerntemenge. Das waren 17 564 Tonnen Weißkohl (2007: 19.843 Tonnen, – 11,5 Prozent), 6.863 Tonnen Blumenkohl (2007: 6.969 Tonnen, – 1,5 Prozent), 5.082 Tonnen Speisezwiebeln (2007: 6.299 Tonnen, – 19,3 Prozent), 2.902 Tonnen Buschbohnen (2007: 4.096 Tonnen, – 29,1 Prozent) und 1.839 Tonnen Spargel (2007: 2.182 Tonnen, – 15,7 Prozent).

Die hohen Ertragsleistungen vom Jahr 2007 wurden bei den genannten Gemüsearten nicht erreicht und es wurde mit Ausnahme von Blumenkohl auch das langjährige Mittel der Jahre 2002 bis 2007 verfehlt.

Auf der Grundlage der Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter berechnete das Thüringer Landesamt für Statistik für die in Thüringen verbreiteten Gemüsearten im Landesdurchschnitt folgende Flächenerträge: Weißkohl erbrachte einen Flächenertrag von 73,6 Tonnen je Hektar (t/ha). Damit wurden je Hektar 2,5 Tonnen weniger geerntet als im Jahr 2007 und der Ertrag im langjährigen Mittel der Jahre 2002 bis 2007 wurde um 7,4 Tonnen je Hektar unterschritten.

Bei Blumenkohl wurde bei mit einem Flächenertrag von 24,3 Tonnen der Vorjahreswert gleichfalls um 2,5 Tonnen unterschritten, lag jedoch um 2,0 Tonnen über dem sechsjährigen Mittel 2002 bis 2007.

Bei Speisezwiebeln wurde ein Hektarertrag von 35,3 Tonnen erreicht. Das entsprach zum Ergebnis 2007 einem Minderertrag von 3,3 Tonnen. Der langjährige Durchschnitt wurde gleichfalls um 0,5 Tonnen leicht verfehlt.

Buschbohnen brachten im vergangenen Jahr einen Ertrag von 8,6 Tonnen je Hektar. Das Niveau des Jahres 2007 wurde um 3,5 Tonnen und das sechsjährige Mittel um 1,7 Tonnen unterschritten. Niedrigere Erträge waren letztmalig im Jahr 2003 zu verzeichnen.

Die Spargelernte schloss im vergangenen Jahr mit einem Flächenertrag von 5,5 Tonnen ab und verfehlte damit das Niveau des Jahres zuvor um 0,3 Tonnen (2007: 5,8 t/ha) als auch das langjährige Mittel leicht um 0,1 Tonnen (2002/2007: 5,6 t/ha).

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Schleswig-Holstein: 2008 wieder leichter Rückgang der Waldschäden

Deutliche Erholung bei Buchenbeständen
Kiel (agrar.de) – Der Zustand des Waldes in Schleswig-Holstein hat sich auch 2008 weiter leicht erholt. Im Jahr 2007 waren 30 Prozent aller Wälder deutlich geschädigt, d. h. deren Kronenzustand wurde durch die Förster als kritisch bezeichnet. In diesem Jahr wird der entsprechende Wert im Waldzustandsbericht des Landes mit nur noch 28 Prozent ausgewiesen. Minister Dr. Christian von Boetticher: „Das ist eine erfreuliche Tendenz im Hinblick darauf, dass 2004 immerhin noch 39 Prozent der Wälder in extrem schlechten Zustand gewesen sind.“

Die schadensfreie Waldfläche blieb mit 34 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Die Waldfläche mit leichten Schäden vergrößerte sich um 2 Prozent auf jetzt 38 Prozent. Forstminister Dr. Christian von Boetticher: „Fichten und Kiefern der jüngeren Altersklasse haben leider – trotz der relativ günstigen klimatischen Verhältnisse 2008 – etwas an ihrer Vitalität verloren. Erfreulich ist die Situation bei der Buche. Diese war lange die am stärksten geschädigte Baumart. In diesem Jahr konnten sich besonders die über 60-jährigen Bäume außergewöhnlich gut regenerieren.“

„Diese positive Entwicklung darf jedoch nicht zu einem Nachlassen der gemeinsamen Anstrengungen zur Entlastung der Umwelt führen“, so der Minister: “ Maßnahmen zur Luftreinhaltung und Verringerung der Schadstoffeinträge in den Boden sind ebenso unverzichtbar wie eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauches oder eine Verringerung der Emissionen aus Heizanlagen. Die Landesregierung fördert daher die verstärkte Nutzung erneuerbarer Rohstoffe und Energien.“

Die jährliche Waldzustandserhebung, die 2008 zum fünfundzwanzigsten Male durchgeführt wurde, liefert die Ergebnisse der Begutachtung von 4.800 Bäumen auf 199 Dauerbeobachtungsflächen im ganzen Land. Diese Ergebnisse fließen in den jährlichen Waldzustandsbericht ein. Der ausführliche, mit aktuellen Grafiken versehene Waldzustandsbericht 2008 für Schleswig-Holstein wird in der zweiten Januarwoche 2009 im Internet der Landes-Regierung veröffentlicht.

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