21. Januar 2009

Sachsen-Anhalt: Anbau von Winterraps wieder ausgedehnt

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erreicht der Winterrapsanbau in Sachsen-Anhalt zur kommenden Ernte 2009 eine Anbaufläche von 169 000 Hektar und damit – nach einem Rückgang im vergangenen Jahr – wieder eine Ausdehnung. Wintergetreide wurde auf einer Ackerfläche von 551 000 Hektar ausgesät, knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Den größten Flächenanteil an den Wintergetreidearten nimmt mit 60 Prozent weiterhin der Winterweizen mit 332 000 Hektar ein. Er hat damit wie die Wintergerste mit 108 000 Hektar als zweitwichtigste Getreideart und wie der Roggen mit 90 000 Hektar nach einer deutlicheren Ausdehnung im Jahr 2008 nur einen geringfügigen Flächenzuwachs gegenüber dem Vorjahr erreicht. Der Anbau von 551 000 Hektar Wintergetreide insgesamt ist der bisher höchste nach dem Jahr 2002 (= 558 000 Hektar).

Nach einer deutlichen Reduzierung der Winterrapsfläche im vergangenen Jahr, wurde der Anbau zur Ernte 2009 um 8 000 Hektar bzw. 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr wieder ausgedehnt. Mit 169 000 Hektar wird jedoch der Höchststand des Jahres 2007 (181 000 Hektar) noch nicht wieder erreicht.

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15. Januar 2009

Thüringen: Leichte Ausdehnung des Anbaus von Winterfeldfrüchten

Themen: Anbauflächen,Getreide,Raps,Statistik,Thüringen — info @ 12:01

Erfurt (agrar.de) – Nach den hochgerechneten Ergebnissen der ersten Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter zur Herbstaussaat 2008 für die Ernte 2009 bestellten die Thüringer Landwirte rund 448.900 Hektar mit Winterfeldfrüchten. Damit stehen zur Ernte 2009 gegenüber dem Vorjahr knapp 4 Prozent mehr Winterfeldfrüchte im Feld.

Die anbaustärkste Getreideart – der Winterweizen – liegt nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik nach ersten Prognosen mit 224.500 Hektar um 4 Prozent über dem Anbauniveau von 2008 (Anbau 2008: 215.642 Hektar).

Die Aussaat von Wintergerste erfolgte auf 74.600 Hektar (+ 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Winterroggen hat mit einer Steigerung um 14 Prozent auf 13.600 Hektar eine weitere Ausdehnung erfahren und erreicht damit annähernd das Niveau von 2002 (13.695 Hektar).

Triticale, einer Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, wird nach ersten Berechnungen auf 14.400 Hektar stehen. Das sind rund 400 Hektar bzw. 3 Prozent weniger als 2008.

Wintermenggetreide (verschiedene Getreidearten im gemischten Anbau) wurde auf 1.200 Hektar gedrillt. Das entspricht einer Zunahme gegenüber dem Anbau des Vorjahres um mehr als vier Zehntel.

Auf 120.700 Hektar wurde Winterraps ausgesät. Werden die Pflanzen nicht durch Kälte oder andere Schäden zerstört, könnte nach 2007 die 120.000 Hektargrenze wieder überschritten werden.

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Herbstaussaaten zur Ernte 2009: wieder mehr Winterraps

Themen: Anbauflächen,Getreide,Statistik — info @ 10:01

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der in Berlin stattfindenden „Grünen Woche“ mitteilt, erreicht der Winterrapsanbau in Deutschland zur kommenden Ernte 2009 eine Anbaufläche von 1,46 Millionen Hektar.
Dies entspricht – nach einem Rückgang im vergangenen Jahr – einem Zuwachs von mehr als 7 % gegenüber den Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2008. Der Höchststand des Jahres
2007 (1,54 Millionen Hektar) wird jedoch noch nicht wieder erreicht.

Die größten Flächenausdehnungen sind in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein mit einem Zuwachs von nahezu 14 % und in Niedersachsen mit knapp 13% zu verzeichnen.

Die Wintergetreidearten wurden deutschlandweit insgesamt auf einer Ackerfläche von 5,82 Millionen Hektar ausgesät – eine Steigerung von 1,6 % gegenüber 2008. Den größten Flächenanteil nimmt mit 55 % weiterhin der Winterweizen mit 3,2 Millionen Hektar ein. Er hat damit bei einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 1,3 % wie der Anbau von Wintergetreide insgesamt einen bisherigen Höchststand erreicht. Die größten prozentualen Flächenzuwächse beim Winterweizen weisen Thüringen mit 4 % und Bayern mit über 3 % auf, während die Anbauflächen von Winterweizen in Mecklenburg-Vorpommern um 3 % gegenüber dem Vorjahr reduziert wurden.

Wintergerste, die zweitwichtigste Wintergetreideart, nimmt 1,47 Millionen Hektar ein. Sie ist nach dem Winterraps die Winterfeldfrucht mit dem zweithöchsten bundesweiten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (gut 3 %). Weitere in Deutschland angebaute Wintergetreidearten wie Winterroggen mit 740.000 Hektar und Triticale
(Weizen-Roggen-Kreuzung) mit nahezu 400.000 Hektar zeigen bundesweit kaum Flächenveränderungen gegenüber 2008. In den einzelnen Bundesländern sind jedoch teilweise unterschiedliche Entwicklungen festzustellen.

Die Angaben beruhen auf Mitteilungen einer begrenzten Anzahl Ernteberichterstatter in den Bundesländern von Ende November 2008. Daher sind die Ergebnisse als vorläufige Anbautendenzen zu bewerten, zumal eventuelle Auswinterungsschäden aufgrund der extremen Winterwitterung noch nicht berücksichtigt werden konnten.

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13. Januar 2009

Rinderzahl in Brandenburg bei 587.500

Themen: Brandenburg,Rinder,Statistik,Tierbestände — info @ 11:01

Entlastung der Landwirte von Statistikpflichten durch Rinderregister
Potsdam (agrar.de) – Zum Stichtag 3. November 2008 gab es im Land Brandenburg 587.500 Rinder. Dies ist das Ergebnis der Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HIT) durch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

Aufgrund der Auswertung der HIT-Datenbank konnte erneut bundesweit auf die Erhebung der Rinderbestände verzichtet werden und damit eine Entlastung von entsprechenden Statistikpflichten der landwirtschaftlichen Betriebe erzielt werden.

Nach Auswertung der HIT-Daten bezifferte sich die Zahl der Milchkühe auf 167.000 Tiere. Das waren 28 Prozent des gesamten Rinderbestandes Brandenburgs. Bei den 96.100 sonstigen Kühen in Brandenburg (16 Prozent der Rinder) handelt es sich fast ausschließlich um Ammen- und Mutterkühe. Die Zahl der Kälber unter einem halben Jahr belief sich
auf 86.200 Tiere. Das waren 15 Prozent des Brandenburger Rinderbestandes. Weiterhin wurden 177.100 weibliche Rinder erfasst, die noch nicht gekalbt haben. Von diesen wurden insgesamt 112.800 Tiere den Zucht- und Nutztieren zugerechnet, durch die vorwiegend der Bestand an Milchkühen erneuert wird.

Die 55.800 männlichen Rinder unter zwei Jahren dienen größtenteils der Rindfleischerzeugung, während die 5.300 männlichen Rinder über zwei Jahren überwiegend zur Zucht gehalten wurden.

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Gemüseanbau in Hamburg und Schleswig-Holstein

Kohl bleibt beim Gemüseanbau in Schleswig-Holstein wichtigste Sorte
Kiel (agrar.de) – In Hamburg ist 2008 auf insgesamt 490 Hektar (ha) – darunter 48 ha unter Glas – Gemüse angebaut worden. Dabei dominierte mit 226 ha auf dem Freiland der Anbau von Salaten, die größten Anbauflächen entfielen auf Lollosalat mit 85 ha und Kopfsalat mit 28 ha. Unter Glas waren 17 ha mit Tomaten, 13 ha mit Gurken sowie neun ha mit Feldsalat bestellt, so das Statistikamt Nord.

In Schleswig-Holstein ist auf insgesamt 6.466 ha – darunter 23 ha unter Glas – Gemüse angebaut worden. Dabei ist der Kopfkohl mit einer Fläche von 3.382 ha die Hauptkultur unter den angebauten Gemüsearten. Allein 3.016 ha der Gemüseanbauflächen liegen im bundesweit größten geschlossenen Kohlanbaugebiet Dithmarschen. Das zweitwichtigste Gemüse sind die Möhren, die landesweit auf einer Fläche von 1.003 ha angebaut wurden. Auch hier liegt der größte Teil der Anbauflächen (873 ha) in Dithmarschen.

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12. Januar 2009

DLG: Image der Landwirte deutlich verbessert

Themen: Bildung,Forschung,Lebensmittel,Umwelt,Wirtschaft — info @ 14:01

Hohe Erwartungen an die Landwirtschaft – Sehr differenzierte Einstellungen in Sachen Gentechnik
Frankfurt/Berlin (agrar.de) – Das Image wie auch das Bild der deutschen Landwirtschaft hat sich bei den Verbrauchern in den letzten Jahren in mehreren Punkten deutlich verbessert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage vom November/Dezember 2008, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchführte.

Die Geschäftsführerin des Allensbacher Instituts, Prof. Dr. Renate Köcher, stellt die Ergebnisse jetzt im Rahmen der DLG-Wintertagung in Berlin vor. Die Verbesserungen beziehen sich sowohl auf die Einschätzungen zu den Qualitätsstandards als auch auf die Attribute Modernität, Fortschrittlichkeit und Innovationsoffenheit. „Dass Landwirte für neue Entwicklungen offen und umweltbewusst sind sowie sich für die Interessen der Verbraucher einsetzen und sich an den Prinzipien einer artgerechten Tierhaltung ausrichten, dieses Bild verstärkt sich in der Bevölkerung“, so formuliert sie es in ihrem Ergebnisbericht.

Allerdings habe die deutsche Bevölkerung nach den Aussagen von Professor Köcher „nach wie vor eine tiefe emotionale Zuneigung zu dem Bilderbuch-Bauernhof aus Kindertagen und revoltiert daher innerlich gegen die Transformation der Landwirtschaft“. Dies zeige sich auch an der nur begrenzten Bereitschaft, Veränderungen in der Landwirtschaft mitzutragen, selbst wenn dadurch die Lebensmittelpreise deutlich gesenkt werden könnten.

Hohe Erwartungen der Verbraucher an die Landwirtschaft

Der Verbraucher in Deutschland stelle hohe Anforderungen an die Landwirtschaft, so Professor Renate Köcher. Dies gelte insbesondere bei tierischen Erzeugnissen. Artgerechte Tierhaltung stehe an der Spitze der Erwartungen, noch vor Qualitätsgarantien der Sicherung der Ernährung in Deutschland und nachhaltigen Produktionsmethoden. 79 Prozent der gesamten Bevölkerung erwarten von der Landwirtschaft eine artgerechte Tierhaltung, 75 Prozent die Garantie der Qualität von Fleischprodukten, 73 Prozent, dass sie die Ernährung der Bevölkerung in Deutschland sichert, und 72 Prozent, dass sie bei der Produktion von Nahrungsmitteln auf Nachhaltigkeit setzt. Wichtig ist für den Verbraucher auch die Erhaltung des ländlichen Raums und der Dorfgemeinschaften.

Das Bild der Tierhaltung in der Öffentlichkeit verbessert sich

Trotz der hohen Erwartungen hat sich das Bild der Tierhaltung in der Öffentlichkeit in den letzten sechs Jahren deutlich hin zum Positiven entwickelt, stellt die Direktorin des Allensbach-Instituts fest. So seien mehr als die Hälfte der Bevölkerung überzeugt, dass sich die Tierhaltung in den letzten Jahren durch modernere Ställe, mehr Freilandflächen oder andere Maßnahmen deutlich verbessert habe. Insbesondere die ältere Bevölkerung ziehe diese positive Bilanz. 64 Prozent der über 60-Jährigen sehen deutliche Verbesserungen bei der Tierhaltung in Deutschland.

Gesundheit, Frische und Qualität stehen beim Verbraucher obenan

Gesundheit stehe bei den Verbrauchern bei den persönlichen Wünschen ganz obenan, sie gehöre zu „den grundlegenden Voraussetzungen für Lebensqualität“. Gesunde Lebensmittel sollen dies fördern helfen. Und die Landwirtschaft hat als Erzeuger für gute, gesunde und nach höchstem Qualitätsstandard produzierte Rohstoffe zu sorgen.

Der weit verbreitete Eindruck, der deutsche Verbraucher sei einseitig preisorientiert und wenig qualitätsbewusst, könne nach den vorliegenden Ergebnissen nicht bestätigt werden, erklärt Professor Renate Köcher. Zwar sei der Preis für die Mehrzahl ein wichtiges Kriterium, doch die Bedürfnisse der Verbraucher seien wesentlich heterogener und würden sowohl Qualitätsaspekte als auch Methoden der Nahrungsmittelproduktion und -verarbeitung einschließen. „Das Wichtigste ist den Verbrauchern die Frische der Produkte, weitaus mehr als der Preis“, so Professor Köcher. Eine große Rolle spielten auch die Heimat und die nähere Region, aus denen die Produkte kommen. „Hierin liegen für die Erzeuger große Chancen, gerade bei Gemüse und Obst.“

Was prägt das Bild der Landwirtschaft beim Verbraucher besonders stark?

Generell hätten nach den Angaben von Frau Köcher weite Teile der Bevölkerung Mühe, sich die Landwirtschaft als modernen Wirtschaftszweig vorzustellen, der von Rationalisierung, Innovationen und modernen Produktionsmethoden wie auch von einem tiefgreifenden Strukturwandel gekennzeichnet sei. „Das Bild von der deutschen Landwirtschaft prägen vor allem die Vorstellungen, dass sie die nähere Region mit frischen Lebensmitteln versorgt, wichtig für die Erhaltung des ländlichen Raums und der Dorfgemeinschaften ist und gesunde Lebensmittel produziert“, so eine grundsätzliche Feststellung.

Das Bild von der Landwirtschaft werde erheblich davon beeinflusst, ob Kontakte zu den in der Landwirtschaft Beschäftigten bestehen und damit die eigenen Vorstellungen nicht nur auf Schulwissen, Medienberichten und Hörensagen beruhen. „Personen mit persönlichen Kontakten zu in der Landwirtschaft Beschäftigten haben ein deutlich positiveres Bild von der Landwirtschaft als diejenigen, die sich nur über Medien und Hörensagen ein Bild machen“, konstatiert Frau Professor Köcher.

Positives Nahbild von der Landwirtschaft

Gerade auch bei den Einschätzungen zur Tierhaltung treffe diese Feststellung zu, dass diejenigen, die Landwirte kennen und Kontakt mit ihnen haben, positiver über Tierhalter urteilen. Für diese hätten die Landwirte zudem eine hohe berufliche Qualifikation, seien gute Unternehmer und starke Persönlichkeiten. Für Personen, die Landwirte persönlich kennen, zähle die Landwirtschaft zu den modernen Wirtschaftszweigen. Diese Tatsache verdeutliche, welche Chancen in der zunehmenden Verbreitung der Direktvermarktung oder des Absatzes über die Wochenmärkte für die weitere Verbesserung des Nahbildes von der Landwirtschaft liegen, betont Professor Renate Köcher.

Bemerkenswert: Sehr differenzierte Einstellungen zur Gentechnik bei Themen Lebensmittel, Nahrungsmittelknappheit und Energieproduktion

Während der Einsatz der Gentechnologie für die Entwicklung von Medikamenten von der Gesellschaft weit überwiegend positiv bewertet wird, werde der Einsatz in der Landwirtschaft kritisch gesehen, stellt Professor Renate Köcher in ihrem Bericht fest. Als bemerkenswert bezeichnete sie die Antworten auf entsprechende Fragen, die auf klare „differenzierte Einstellungen“ hinweisen. So würde knapp die Hälfte der Befragten die Nutzung von Gentechnik zur Entwicklung von Getreidesorten zum Anbau und zur Verbesserung der Versorgung in kargen Gegenden der Dritten Welt gutheißen. Ähnlich verhalte es sich bei der Züchtung von Pflanzen zur Deckung des Energiebedarfs durch Biomasse. Auch hierbei würde mit 46 Prozent fast die Hälfte der Bevölkerung positiv zum Einsatz von Gentechnik in der Züchtung stehen.

Deutlich anders falle die Reaktion dagegen aus, wenn es um die Optimierung bzw. Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion gehe, die für die Nahrungsmittelversorgung in Deutschland gedacht sei. So würden nur 27 Prozent den Einsatz der Gentechnologie zur Immunisierung von Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge unterstützen und nur 18 Prozent zur Erhöhung der Ernteerträge. Am kritischsten werde der Einsatz der Gentechnologie zur Erhöhung der Milchleistung von Kühen gesehen. 81 Prozent würden dies ablehnen.

Professor Renate Köcher erklärt diese Haltung in der Bevölkerung damit, dass eine Überflussgesellschaft, die aus einem derart breiten Angebot an Nahrungsmitteln auswählen könne wie die deutsche, „sich zwangsläufig wenig von einer Erhöhung der Ernteerträge verspricht“. Zugleich seien die weltweite Entwicklung des Nahrungsmittelbedarfs angesichts der stark wachsenden Weltbevölkerung und eventuelle Nahrungsmittelknappheiten für die große Mehrheit der Bevölkerung kein Thema. „Die Feststellungen der FAO über den weltweit stark steigenden Nahrungsmittelbedarf in den kommenden Jahren sind zwei Dritteln der Bevölkerung völlig unbekannt“, ist ihre abschließende Begründung für die stark differenzierten Einschätzungen zur grünen Gentechnik.

Mehr Winterraps und -getreide in Brandenburg

Themen: Anbauflächen,Brandenburg,Getreide,Raps,Statistik — info @ 11:01

Potsdam (agrar.de) – Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vergrößerte sich die Aussaatfläche von Winterraps im Herbst 2008 um mehr als 6 Prozent. Nach vorläufigen Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg erfolgte die Aussaat dieser wichtigsten heimischen Ölfrucht im August/September 2008 auf rund 128.800 Hektar.

Winterraps ist damit zum achten Mal in Folge von einer Fläche von mehr als 100.000 Hektar zu ernten. Die Anbaufläche von Wintergetreide zur Ernte 2009 beläuft sich in Brandenburg auf 498.200 Hektar (+2.800 Hektar). Winterweizen wurde auf einer Fläche von 143.600 Hektar gedrillt, die Anbaufläche vergrößerte sich um gut 2 Prozent gegenüber 2007.

Während im Herbst 2007 noch 227.000 Hektar Winterroggen (Brandenburgs wichtigster Getreideart) ausgesät wurden, kam es ein Jahr später bei dieser Kultur zu einem Flächenrückgang um 3 Prozent auf 220.100 Hektar. Diese Entwicklung beim Roggen ist unter anderem auch auf die schwierigeren Marktbedingungen im Jahr 2008 zurückzuführen.

Die relativ gesehen größte Anbauausdehnung erfuhr die Wintergerste mit fast 10 Prozent. Im Herbst 2008 wurden 83.600 Hektar mit Wintergerste bestellt. Wiederum leicht rückläufig ist der Anbau von Triticale (–2 Prozent). Im Aussaatjahr 2008 wurden rund 50.900 Hektar mit dieser Getreideart bestellt.

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09. Januar 2009

BVVG erwirtschaftet 2008 Überschuss von 366 Millionen

EALG-Verkauf von Acker- und Grünland wird 2009 beendet
Berlin (agrar.de) – Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) hat im Jahr 2008 in den neuen Bundesländern knapp 82.500 Hektar Fläche veräußert und dabei rund 366 Millionen Euro Überschuss erzielt und an den Bund abgeführt. Das Ergebnis liegt damit 41 Millionen EUR über dem Plan, obwohl rund 2.700 Hektar weniger Fläche verkauft wurde als vorgesehen.

In 2008 veräußerte die BVVG rund 75.500 Hektar Acker- und Grünland, davon 46.800 Hektar nach dem Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz (EALG). Die Geschäftsführer Dr. Wolfgang Horstmann und Dr. Wilhelm Müller begründeten das wiederum gute Ergebnis im letzten Jahr erneut mit deutlich gestiegenen Preisen bei dem Verkauf und der Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen bei gleichzeitig gesunkenem Aufwand der BVVG. „Der durchschnittliche Verkaufspreis landwirtschaftlicher Flächen zum Verkehrswert lag 2008 bei 6.319 Euro/Hektar und stieg damit um 15,3 Prozent zum Vorjahr. Der Preis bei Neuverpachtungen erhöhte sich 2008 noch deutlicher gegenüber dem Vorjahr um 44 Prozent auf rund 267 Euro/Hektar und Jahr“, erläuterte der Sprecher der Geschäftsführung Dr. Wolfgang Horstmann. Das bereits sehr gute Ergebnis des Jahres 2007 sei damit noch einmal überboten worden.

Die Nachfrage nach landwirtschaftlicher Fläche sei weiterhin unter anderem durch den global wachsenden Nahrungsmittelbedarf und durch den Anbau nachwachsender Rohstoffe für die Energiegewinnung ungebrochen. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hätten zudem das Bewusstsein für werthaltige Investments gestärkt. Dies wirke sich weltweit positiv auf die Entwicklung der Preise für landwirtschaftliche Flächen aus, so Horstmann auf der Pressekonferenz.

Letztes Jahr für EALG-Verkäufe

Die BVVG konzentriert ihre Tätigkeit im Jahr 2009 aufgrund einer von der EU-Kommission erlassenen Verordnung auf den Verkauf landwirtschaftlicher Flächen nach dem EALG. Die noch vorliegenden 1.263 Anträge von Pächtern müssen bis zum 31. Dezember 2009 bearbeitet sein; Verkäufe an Alteigentümer sind von dieser zeitlichen Begrenzung nicht betroffen. „Mit jedem berechtigten Antragsteller, der vollständige Unterlagen eingereicht hat und seinen Teil zum Vertragsabschluss beiträgt, wird die BVVG auch einen Kaufvertrag abschließen“, so Geschäftsführer Dr. Wilhelm Müller. Insgesamt rechnet die BVVG derzeit noch mit einem Flächenbedarf von etwa 70.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche für den begünstigten Verkauf nach dem EALG.

Die Geschäftsführer betonten weiterhin, dass die BVVG bei alternativen Ausschreibungen landwirtschaftlicher Flächen zum Verkauf oder zur Verpachtung aufgrund der hohen Pachtgebote etwa drei Viertel verpachtet. So wurden 2008 von circa 10.000 Hektar ausgeschriebener Fläche bislang 7.000 Hektar verpachtet. Nach dem mit Bund und Ländern abgestimmten Privatisierungskonzept soll bei Ausschreibungen durch die BVVG ein Betrieb jeweils innerhalb von sechs Jahren nicht mehr als 20 Prozent seiner langjährigen Gesamtbetriebsfläche verlieren.

Bürgschaften für EALG-Kauf bisher nur wenig genutzt

Bislang hat die BVVG 62 Bürgschaften über 13 Millionen Euro ausgegeben. Mit insgesamt 39 Banken wurden Rahmenverträge abgeschlossen. Die Bürgschaft der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) als Anstalt des öffentlichen Rechts über 100 Prozent des begünstigten Kaufpreises kann allen Erwerbsberechtigten für den EALG-Kauf landwirtschaftlicher Flächen gewährt werden. Die Europäische Kommission hatte nach einem langwierigen Prüfungsverfahren das Bürgschaftsprogramm der BVVG Ende 2007 gebilligt.

Anspruchsvolle Ziele für 2009

Im Jahr 2009 soll durch Verkauf und Verpachtung vor allem landwirtschaftlicher Flächen ein Überschuss von rund 430 Millionen EUR erzielt werden. Insgesamt sollen 85.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen, davon 55.600 Hektar zum EALG, sowie 6.215 Hektar forstwirtschaftliche Flächen verkauft werden. Rund 1.300 Hektar Umwidmungsflächen will die BVVG verkaufen vorrangig für investive Zwecke wie Infrastruktur, Wohnungsbau oder Gewerbeansiedlung.

Ab Januar 2009 hat die BVVG neue Aufgaben übernommen. Sie erledigt jetzt auch einen Teil der Restaufgaben der bisher durch die Finanzierungs- und Beratungsgesellschaft mbH (FuB) betreuten Aufgaben der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben. Im Durchschnitt des Jahres 2009 wird die BVVG mit ihren acht Niederlassungen in den neuen Bundesländern und dem Hauptsitz in Berlin noch rund 770 Mitarbeiter beschäftigen.

Die BVVG wurde 1992 gegründet und ist vom Bund beauftragt, die ehemals volkseigenen land- und forstwirtschaftlichen Flächen zu privatisieren. Das Unternehmen hat in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen noch rund 480.000 Hektar landwirtschaftliche sowie etwa 85.000 Hektar forstwirtschaftliche Flächen zu privatisieren.

Einzelresultate 2008 (vorläufiger Stand 31.12.2008):

Finanzen
• Erlöse Verkauf von Flächen 2008 (inkl. Tausch) 396 Millionen Euro
• Erlöse Verpachtung 72 Millionen Euro
• Überschuss 2008 366 Millionen Euro

Landwirtschaftsflächen
• Verkauf Agrarflächen 2008 (inkl. Tausch) 75.671 Hektar
• darunter nach EALG 46.777 Hektar
• Verkaufspreis Agrarflächen (ohne Tausch)
• Ø Kaufpreis Verkehrswert 2008 (2007)
alle neuen Bundesländer 6.319 (5.479) EUR/Hektar
• Ø Kaufpreis Verkehrswert 2008 (2007)
Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 7.492 (5.692) EUR/Hektar
• Ø Kaufpreis Verkehrswert 2008 (2007)
Bundesland Brandenburg 5.139 (3.886) EUR/Hektar
• Ø Kaufpreis Verkehrswert 2008 (2007)
Bundesland Sachsen-Anhalt 8.488 (8.804) EUR/Hektar
• Ø Kaufpreis Verkehrswert 2008 (2007)
Bundesland Sachsen 5.777 (5.427) EUR/Hektar
• Ø Kaufpreis Verkehrswert 2008 (2007)
Bundesland Thüringen 5.555 (5.173) EUR/Hektar
• Verpachtung Agrarflächen
• Verpachtete Fläche (31.12.2008) 456.066 Hektar
• Ø Pachtzins bei Bestandspachten 2008 (2007) 149 (127) Euro/Hektar und Jahr
• Ø Pachtzins bei Neupachten 2008 (2007) 267 (186) Euro/Hektar und Jahr

Forstflächen
• Verkauf Wald 2008 4.447 Hektar
• darunter nach EALG § 3, Absatz 5 und 8 2.695 Hektar Umwidmungsflächen
• Verkauf Umwidmung 2008 2.110 Hektar
• Verkauf und Rückgabe von Objekten 2008 3.113 Ställe, Scheunen etc.

BVVG-Flächen-Portfolio
• Aktueller Flächenbestand Agrarflächen 478.500 Hektar
• Aktueller Flächenbestand Wald 85.200 Hektar

Vorhaben im Geschäftsjahr 2009:
Finanzielle Ziele
• Erlöse Verkauf 449 Millionen Euro
• Erlöse Verpachtung 63 Millionen Euro
• Überschuss 431 Millionen Euro
Landwirtschaftsflächen
• Verkauf Agrarflächen 2009 85.018 Hektar
• darunter nach EALG 55.598 Hektar
• noch zu bearbeitende EALG-Anträge
alle neuen Bundesländer (Pächter) 1.263 Stück
• noch zu bearbeitende EALG-Anträge
Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 291 Stück
• noch zu bearbeitende EALG-Anträge
Bundesland Brandenburg 307 Stück
• noch zu bearbeitende EALG-Anträge
Bundesland Sachsen-Anhalt 314 Stück
• noch zu bearbeitende EALG-Anträge
Bundesland Sachsen 246 Stück
• noch zu bearbeitende EALG-Anträge
Bundesland Thüringen 105 Stück
Forstflächen
• Verkauf Wald 2009 6.215 Hektar
Umwidmungsflächen
• Verkauf Umwidmung 2009 1.320 Hektar

Niedersachsen: Immer weniger landwirtschaftliche Betriebe

Themen: Agrarstruktur,Niedersachsen,Statistik — info @ 11:01

Jeden Tag schließen 4,4 Höfe für immer ihre Tore
Hannover (agrar.de) – In Niedersachsen nimmt die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe stetig ab. Jedes Jahr schließen 3 % der Höfe, das sind 4,4 Betriebe pro Tag, für immer ihre Tore, so die Landwirtschaftskammer in einer Pressemitteilung. Laut Agrarstrukturerhebung gab es in 2007 noch 49.917 Höfe zwischen Harz und Nordsee. Sie bewirtschafteten insgesamt 2.618.465 ha landwirtschaftliche Fläche (LF).

Parallel zu dieser Entwicklung werden die verbleibenden landwirtschaftlichen Unternehmen immer größer. Von den 300.000 Betrieben im Jahr 1949 mit einer Durchschnittsgröße von 9 ha verblieb bis 2007 nur ein Sechstel. Allerdings stieg die Flächenausstattung dieser Höfe um fast das Sechsfache. Heute liegt der Betriebsdurchschnitt bei 53 ha (deutschlandweit 46 ha). Die größten Höfe finden sich in der Ackerbauregion des ehemaligen Regierungsbezirks Braunschweig. Dagegen liegen die Veredelungsbetriebe in Weser-Ems unter dem Landesdurchschnitt.

Der Strukturwandel spiegelt sich auch in der Betriebsgrößenstruktur wider. Dominierten 1991 noch die Betriebe zwischen 20 bis 50 ha, bewirtschaften sie heute nur noch 14 % der Fläche. Zahlenmäßigen Zuwachs verbuchen nur noch die Betriebe über 100 ha. Aktuell erreichen sie bereits einen Flächenanteil von 46 %. Es ist absehbar, dass sich die Wachstumsschwelle weiter in Richtung 200 ha verschiebt.

Heute verdienen 60 % aller Betriebsleiter als Haupterwerbslandwirte ihr Geld überwiegend mit der Landwirtschaft. Die verbleibenden 40 % wirtschaften im Nebenerwerb und beziehen ihre Einkünfte zum größten Teil nicht vom Hof.

Bei den 49.917 niedersächsischen Betrieben handelt es sich zu 93 % um Einzelunternehmen, die als klassische Familienbetriebe bewirtschaftet werden. Die übrigen werden in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) als Personengesellschaft geführt. Juristische Personen, zum Beispiel Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), kommen nur selten vor.

Links zum Bundesland Niedersachsen.

BVA: Stimmung im Agrarhandel positiv

Themen: Handel,Verbände — info @ 11:01

Vorsichtige Preisprognosen – Rund ein Drittel der Ernte noch bei Erfassern und Erzeugern
Bonn (agrar.de) – Die Finanzkrise treibt dem privaten Agrarhandel nicht die Sorgenfalten auf die Stirn. „Die Stimmung ist gut. Von Juli bis Oktober 2008 haben die deutschen Landwirte deutlich mehr Getreide an den Handel verkauft als im gleichen Zeitraum 2007. Der Handel hat den Markt kontinuierlich versorgt und sich im Ein- und Verkauf kontinuierlich der Marktsituation angepasst. Trotz der Marktschwankungen erwarten wir für 2009 normale Erlöse“, sagte Bruno Fehse (Leeseringen), Präsident des Bundesverbandes der agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), am Mittwoch vor Journalisten in Bonn.

Gemeinsam mit Vorstandskollegen und Geschäftsführer Robert Künzel nahm er zur aktuellen Situation an den Getreide- und Ölsaatenmärkten Stellung. „Der Handel ist gut aufgestellt. Wir sehen eine hohe Investitionsbereitschaft in Spezialmärkte und Innovationen bei unseren Mitgliedern“, unterstrich Bernd Kleeschulte (Büren) als Vorsitzender des BVA-Ölsaatenausschusses diesen positiven Ausblick. Karl-Friedrich Wirtz (Bornheim-Sechtem), Vorstandsmitglied des BVA, hält die gesamte Branche für belastbar. „Ich bin gelassen, unsere Produkte sind immer verkäuflich“, so Wirtz. Für Karlheinz Lichtschläger (Erftstadt) ist künftig noch entscheidender, wer seine Kosten richtig kalkuliert hat.

„Wir haben stabile Fundamente und unterstützen die Landwirte“, so Lichtschläger, der auch Vorsitzender des Bundesverbandes der VO-Firmen ist. Das sehen offensichtlich auch die Banken und Kreditversicherer, die das private Agrargewerbe grundsätzlich positiv einschätzen, bekräftigte Präsident Fehse. Ärgerlich empfindet er deshalb Vorwürfe an den Handel, dieser habe den Landwirten nicht wie sonst die Ernte im großen Stil abgekauft. Vielmehr wurde in der Landwirtschaft in die Einlagerung investiert und auf höhere Preise spekuliert. Dass der Markt sich anders verhalten hat, ist nicht die Schuld des Handels. Der Landhandel hat auf Anfrage jederzeit einen aktuellen Marktpreis genannt.

Die BVA-Vertreter schätzten, dass höchstens ein Drittel der letzten Getreideernte noch bei den Erfassern oder den Landwirten liegt. Überlagerung in das nächste Wirtschafts-jahr sei nur dann eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative, wenn der Landwirt die Ware selbst am Hof habe.

Wie entwickeln sich die Märkte in 2009?

Mit einem Ausblick taten sich die Landhändler schwer. „Wir sehen derzeit eine feste Tendenz mit leicht steigenden Preisen“, sagte Bruno Fehse. Er gab allerdings zu bedenken, dass durch die Feiertage noch kaum Handel stattgefunden habe. Der Preistiefpunkt ist seiner Meinung nach überwunden. Positiv wird sich der weltweit steigende Fleischbedarf und die damit verbundene wachsende Nachfrage aus der Veredelung auswirken. Negativ bewertet er in diesem Zusammenhang die ständigen Währungsschwankungen. Auf einen konkreten Preis für die kommende Ernte mochten sich die BVA-Vertreter zu diesem frühen Zeitpunkt nur schwerlich festlegen. „Bei einer normalen Ernte mit rund 45 Millionen Tonnen könnten 130 bis 150 Euro pro Tonne erzielt werden“, wagte Fehse eine erste Einschätzung.

Eine Prognose sei letztendlich schwierig, da der Markt von verschiedenen unkalkulierbaren Impulsen (wie Spekulation) abhängig sei. Hinzu komme die Unsicherheit, die durch die angekündigten Exportsubventionen Russlands ausgelöst werde. Ende Januar, Anfang Februar rechnet er mit einer Belebung und einem zügigen Abfluss der Ware. Als „absolut zukunftsfähig“ schätzt Bernd Kleeschulte den Rapsmarkt ein. „Auch wenn der Preis sich derzeit stark am Rohölpreis orientiere, haben die Landwirte damit ein Produkt mit hohem Nachfragepotential aus der Ernährungsindustrie und dem technischen Sektor, das wir in beiden Märkten anbieten müssen“, so Kleeschulte. Er kritisierte die ständigen „bürokratischen Geißelungen“ durch die Bundesregierung, obwohl es auf EU-Ebene ein klares Votum für nachwachsende Rohstoffe gebe. Eine kurzfristige Änderung des Energiesteuergesetzes und Bundes-Immissionsschutzgesetzes sieht Kleeschulte nicht, daher ergibt sich durch den Ausschluss von Soja und Palmöl im Biodiesel ein Rapsölbedarf in der Größenordnung um 1-1,5 Mio. t. In diesem Zusammenhang sprach er sich klar für die BVA-Verbandsposition aus, Biokraftstoff- und Bioenergie-Rohstoffe nachhaltig zu erzeugen. Am Ende könnte auch der derzeit strenge Frost über die Ernte 2009 entscheiden. „Die Ausnahmejahre scheinen nicht abzureißen“, schloss Bruno Fehse.

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