05. Dezember 2008

Baden-Württemberg: Zahl der Schweine geht weiter zurück

Nur noch etwas mehr als 10 000 Betriebe mit Schweinehaltung
Stuttgart (agrar.de) – Die rückläufige Entwicklung in der Schweinehaltung im Land hält weiter an. Nach Feststellung des Statistischen Landesamts bezifferte sich die Zahl der Schweine im Südwesten zum Stichtag 3. November 2008 auf 2.146.000. Dies entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent oder 72.800 zur vergleichbaren Erhebung des Vorjahres. Zusätzlich zeichnet sich ein deutlicher Rückzug der Schweinehaltung aus vielen landwirtschaftlichen Betrieben ab. Mit 10.100 sind nur noch knapp mehr als zehntausend Schweine haltende Betriebe in Baden-Württemberg zu verzeichnen. Gegenüber der vergleichbaren Vorjahreserhebung hat mehr als jeder sechste Betrieb (−17,6 Prozent) die Schweinehaltung aufgegeben.

Der Abbau der Schweinebestände verteilt sich auf nahezu alle Kategorien. Ferkelerzeugung wie Schweinemast wurden gleichermaßen eingeschränkt, mit einem etwas stärkeren Abbau bei den Zuchtschweinebeständen. Die Zahl der Zuchtschweine hat im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 244.800 abgenommen, die Zahl der Mastschweine (ab 50 kg Lebendgewicht) ging um 3,6 Prozent auf 731.500 zurück. Einzig die Unterkategorie der schweren Mastschweine mit 110 kg und mehr Lebendgewicht zeigt eine für die Jahreszeit nicht unübliche Zunahme (+7 Prozent auf 58.900). Bei Ferkeln ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von minus 4,8 Prozent auf 639.500 und bei Jungschweinen bis 50 kg Lebendgewicht von minus 0,3 Prozent auf 530.200 zu verzeichnen.

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Baden-Württemberg: Preisverfall beim Schleifholz erschüttert Waldbesitzer

Stuttgart 8agrar.de) – Mit Bestürzung und Unmut haben viele private und kommunale Forstbetriebe in Baden-Württemberg auf den von der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg vereinbarten Schleifholzpreis für das Jahr 2009 reagiert. Der Abschluss in Höhe von 25,90 €/Rm entspricht einem Einbruch von mehr als 20 % im Vergleich zum Vorjahr (33,- €/Rm).

Nachdem die Rundholzpreise für Nadelstammholz in den vergangenen Monaten ebenfalls schon um mehr als 20 % nachgelassen hatten, trifft dieser zusätzliche Rückgang die Forstbetriebe besonders hart. Vor allem bei den kleineren Betrieben ist laut der Forstkammer Baden-Württemberg zweifelhaft, ob auf einem solchen Preisniveau noch positive Einkünfte erzielt werden können. „Ohne diese Einnahmen können Waldpflegemaßnahmen, die für die Stabilisierung und die Regulierung der Baumartenmischung dringend notwendig sind, nicht mehr durchgeführt werden“, so Jerg Hilt, Geschäftsführer der Forstkammer. „Gerade in Zeiten des Klimawandels ist eine derartige Entwicklung verheerend.“
Zwar wurde die Verarbeitungskapazität in der Papier- und Zellstoffbranche im Gegensatz zur Sägeindustrie zuletzt teilweise reduziert. Die weitere Marktentwicklung ist jedoch noch unklar. Eine derart massive Preisrücknahme für das ganze kommende Jahr ist in dieser Situation nach Ansicht der Forstkammer daher nicht zu rechtfertigen.
Die privaten und kommunalen Waldbesitzer werden den Abschluss der Landesforstverwaltung bei ihren eigenen Preisverhandlungen nicht als Leitlinie akzeptieren. Forstkammer Geschäftsführer Hilt: „Wir können es uns nicht leisten, unser Holz unter Wert zu verkaufen. Gegebenenfalls werden die Forstbetriebe die Industrieholzmengen zurückfahren und anderweitige Absatzkanäle mit mehr Zukunftsperspektive suchen.“

Hintergrund: Schleifholz dient der Papierherstellung und ist in der Regel frisches Fichtenholz, mit geringem Durchmesser aber hoher Holzqualität (ohne Fäule etc.). Schleifholz zählt zum Industrieholz, das in Baden-Württemberg ca. 10 % der geernteten Holzmengen umfasst.

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Thüringen: Schweinebestände unter Vorjahresniveau

Themen: Schweine,Statistik,Thüringen,Tierbestände — info @ 12:12

Erfurt (agrar.de) – In den landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens standen nach dem vorläufigen Ergebnis der Viehbestandserhebung vom November dieses Jahres 736.400 Schweine. Das waren 37.600 Tiere bzw. 4,9 Prozent weniger als zur Erhebung vom November 2007.

Mit Ausnahme von Jungschweinen bis unter 50 Kilogramm Lebendgewicht (182.300 Tiere) waren in allen anderen Nutzungskategorien geringere Bestände zu verzeichnen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik trat die massivste Bestandsabstockung bei Mastschweinen ein. Insgesamt wurden 213.000 Tiere dieser Nutzungsart ermittelt und damit 36.900 Tiere (- 14,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Bei Zuchtsauen wurde ein Bestand von 82.800 Tieren festgestellt, was einer Abnahme um 4,0 Prozent bzw. um 3.500 Tiere entsprach. Dabei erreichten die trächtigen Sauen mit 60.000 Stück annähernd das Niveau vom November 2007 (- 0,9 Prozent). Dagegen lag der Bestand von 22.800 nicht trächtigen Sauen um 11,3 Prozent unter der Vorjahresgröße.

Die Zahl der Ferkel war mit 257.800 Tieren um 3.700 Tiere bzw. 1,4 Prozent niedriger als vor Jahresfrist.

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Rentenbank senkt Zinsen

Themen: Banken,Förderung,Wirtschaft — info @ 10:12

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Förderkredite um 0,50 Prozentpunkte (nominal) gesenkt. In der günstigsten Preisklasse (A) liegt der Top-Zins für Förderkredite an Junglandwirte mit einer Laufzeit von 10 Jahren und 10-jähriger Zinsbindung jetzt bei effektiv 3,89 % und 3,63 % bei 5 jähriger Zinsbindung. Zum günstigen Top-Zins werden auch nachhaltige Investitionen z. B. in den Umwelt- und Ressourcenschutz, den Verbraucherschutz oder im Bereich Bioenergie finanziert.

Die Programmkredite der Förderbank für das Agribusiness und den ländlichen Raum dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, z. B. Zuschüssen, eingesetzt werden, soweit die von der EU vorgegebenen Beihilfeobergrenzen eingehalten werden. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor.

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04. Dezember 2008

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Wirtschaft — info @ 10:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 520 angebotenen Schweinen, 520 Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,56 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,56 Euro bis 1,57 Euro verkauft.

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03. Dezember 2008

RLV: Sauenhalter und Schweinemäster trifft Strukturwandel am härtesten

Themen: Schweine,Statistik,Verbände,Wirtschaft — info @ 14:12

Zahl der Betriebe sinkt weiter
Bonn (agrar.de) – „Immer weniger Betriebe bei gleichzeitig steigender Bestandsgröße – der Strukturwandel trifft Sauenhalter und Schweinemäster am härtesten“, erklärt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV).

Zurzeit stünden die Schweinehalter erheblich unter Druck. Mit einem Jahresgewinn von nur 8.000 € im Wirtschaftsjahr 2007/08, habe sich das Einkommen der Schweinehalter um 84 % verschlechtert. Damit müsse der Schweinehalter im Rheinland zu Recht kommen oder die Produktion einstellen. Ursache für den enormen Kostendruck sei vor allem, so der RLV, der Anstieg der Kosten für Futter- und Düngemittel sowie für Energie im vergangenen Jahr. Gleichzeitig blieben die Ferkel- und Schweinefleischpreise extrem niedrig. Zudem müssten Schweinemäster und Ferkelerzeuger große Preisschwankungen und eine zunehmende Konkurrenz aus dem Ausland aushalten, betont der RLV.

Im Jahr 2006 gaben dem RLV zufolge erschreckend viele Ferkelerzeuger ihren Betrieb in Nordrhein-Westfalen auf: 16,2 %. Im Jahr 2007 nahm die Zahl weiter ab. So reduzierte sich die Zahl der Sauenhalter um 4,8 % in Nordrhein-Westfalen. Nach Ergebnissen der Viehbestandserhebung wurden deutschlandweit im Frühjahr 2007 nur noch rund 80.000 Schweine haltende Betriebe gezählt. Damit haben innerhalb der vergangenen zehn Jahre rund 60.000 Höfe die Schweineproduktion aufgegeben. Die Sauenhalter hat der Strukturwandel der vergangenen Jahre noch deutlich stärker getroffen als die Mäster: Hier verringerte sich die Zahl der Betriebe seit 1996 um die Hälfte auf weniger als 29.000.

Dabei ist der allgemeiner Trend zu beobachten, dass die großen Betriebe ihren Bestand aufstocken und die kleinen Betriebe aufgeben. Die Wachstumsschwelle liegt nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) bei Schweinemastbetrieben bei einer Bestandsgröße von mindestens 400 Tieren. Ab dieser Größenklasse wurde ein Zuwachs sowohl bei den Betrieben als auch bei der Tierzahl festgestellt. Ähnlich wie bei den Mästern zeigte sich bei den Sauernhaltern ebenfalls eine Verschiebung zugunsten größerer Tierbestände. Der Durchschnittsbetrieb hielt im vergangenen Jahr nach Angaben der ZMP kaum mehr als 90 Sauen, aber erst für eine Bestandsgröße von mehr als 200 Sauen verzeichnete die Statistik Zuwächse sowohl bei der Zahl der Betriebe als auch bei der Zahl der insgesamt gehaltenen Tiere.

Hier offenbarte sich nach Ansicht der ZMP eine Marktanpassung: Im gleichen Maße, wie die Mastbetriebe wuchsen, mussten auch die Sauenbestände zulegen, da der Markt große und einheitliche Ferkelpartien forderte. Trotz dieser Anpassung rutschten die Sauenhalter in den zurückliegenden zwei Jahren in eine wirtschaftliche Schieflage. Die Erlöse reichten für eine kostendeckende Produktion nicht mehr aus. Aus diesem Grund erwarten die Bonner Marktbeobachter auch für die kommende Agrarstrukturerhebung einen weiteren Rückgang bei den Sauenhaltern.

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