30. Dezember 2008

Neue EG-Öko-Verordnung tritt in Kraft

Themen: Biolandbau,EU,Verbände — info @ 10:12

DBV fordert Nachbesserungen bei Herkunftskennzeichnung
Berlin (agrar.de) – Am 1. Januar 2009 tritt die neue EG-Öko-Verordnung Nr. 834/2007 („Basis-Verordnung“) in Kraft und löst damit die bisherige Öko-Verordnung Nr. 2092/91 ab. Zwar werden damit auf den Großteil der Biolandwirte keine wesentlichen Änderungen zukommen. Tierhaltende Biobetriebe müssen aber beispielsweise beachten, dass ab 2012 die Ferkelkastration nur noch mit Schmerzbehandlung und/oder Betäubung gesetzlich zulässig ist. Für die Anbindehaltung von Rindern in Altgebäuden gelten dagegen verlängerte Übergangsfristen bis 2013, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Für die Biolandwirte ist neben der Basis-Verordnung insbesondere die Verordnung Nr. 889/2008 relevant, die konkrete Durchführungsbestimmungen für die Erzeugung, Verarbeitung und Kontrolle enthält.

Das einheitliche, verpflichtende EU-Öko-Logo wird dagegen noch nicht im Jahr 2009, sondern erst zum 1. Juli 2010 eingeführt. Gleiches gilt für die ebenfall verpflichtende Herkunftskennzeichnung, die der DBV-Fachausschuss Ökologischer Landbau zwar grundsätzlich gefordert, in der geplanten Ausgestaltung jedoch heftig kritisiert hat. So wird hierbei nur zwischen EU- und Nicht-EU-Herkünften unterschieden, die Angabe des genauen Herkunftslandes wird nur auf freiwilliger Basis möglich sein, wenn mindestens 98 Prozent aller Zutaten aus dem jeweiligen Herkunftsland stammen. Dies ist nach Einschätzung des DBV verbraucherfeindlich, weil dann in vielen verarbeiteten Lebensmitteln bereits der Gewürzanteil eine transparente Herkunftskenn­zeichnung ausschließt. Selbst vollständig regionale Produkte – bei Bezug auf die landwirtschaftlichen Hauptzutaten wie Fleisch, Milch, Getreide – drohen somit in der Anonymität einer „EU-/Nicht-EU-Herkunft“ zu versinken. Der DBV mahnt daher eine zügige Nachjustierung der EG-Öko-Verordnung im Sinne der Landwirte und der Verbraucher an.

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Sachsen-Anhalt übernimmt AMK-Vorsitz

Themen: Bundesländer,Sachsen-Anhalt — info @ 10:12

Magdeburg (agrar.de) – Sachsen-Anhalt übernimmt für das Jahr 2009 den Vorsitz der Agrarministerkonferenz. Damit wird es federführend die Fachkonferenz für Agrarwirtschaft und ländliche Entwicklung der Agrarminister/innen und Senator/in des Bundes und der Länder leiten.

Der Vorsitz der AMK wechselt in alphabetischer Reihenfolge jährlich. 2008 hat der Freistaat Sachsen den Vorsitz.

Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke sieht als eines der bestimmenden Themen im kommenden Jahr die Umsetzung der Beschlüsse der EU-Agrarminister zum Health Check. Diese „Gesundheits-Überprüfung“ der Agrarreform hat veränderte Beihilfe-Regelungen zur Folge.

Sachsen-Anhalt wird zwei Konferenzen ausrichten. Vom 25.-27. März tagt die AMK im Magdeburger Herrenkrughotel, vom 16.-18. September in Kloster Helfta.

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23. Dezember 2008

Sachsen-Anhalt: Schweinebestand weiter über 1 Million

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden im November 2008 in Sachsen-Anhalt 354.200 Rinder, darunter 128.100 Milchkühe gehalten. Weiter wurden mit der Viehbestandserhebung in den landwirtschaftlichen Betrieben 1.053.500 Schweine ermittelt und damit 1,8 Prozent bzw. 18.800 Tiere weniger als vor einem Jahr.

Nach einem Rückgang des Schweinebestandes im Zeitraum November 2007 bis Mai 2008 auf 1.007.600 Tiere erfolgte innerhalb des vergangenen halben Jahres wieder eine Bestandsaufstockung um 45.900 Tiere bzw. 4,6 Prozent. Damit standen im November diesen Jahres mit 1.053.500 Schweinen noch 18.800 Tiere weniger in den Ställen als zur Erhebung im November 2007. Geringere Bestände als vor einem Jahr sind bei Ferkeln und Jungschweinen mit 575.900 Tieren und bei Zuchtsauen mit 124.700 Tieren (- 6,8 Prozent bzw. – 7,4 Prozent) zu verzeichnen. Eine Aufstockung der Bestände erfolgt bei Mastschweinen. Hier wurden 352.000 Tiere ermittelt und damit 33.000 Tiere (+ 10,4 Prozent) mehr als im November des Vorjahres.

Bei den Rindern war im November 2008 mit einem Bestand von 354.200 Tieren ein Zuwachs von 3.800 Tieren bzw. 1,1 Prozent gegenüber den Ergebnissen des Monats Mai diesen Jahres zu verzeichnen. Verringert haben sich in diesem Zeitraum die Kälber- und Milchkuhbestände. Die Zahl der Milchkühe machte mit 128.100 Tieren (Mai 2008 = 129.400 Tiere) 36,2 Prozent des Rinderbestandes aus. Die Ermittlung der Rinderbestände erfolgt seit diesem Jahr auf der Grundlage der Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HIT-Datenbank).

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Baden-Württemberg: Rekordernte bei Körnermais

Anbau von Wintergetreide und Winterraps ausgedehnt
Stuttgart (agrar.de) – Die baden-württembergische Getreideernte des Jahres 2008 (ohne Körnermais) beläuft sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes auf 3,22 Millionen Tonnen. Damit stehen den 10,7 Mill. Einwohnern im Südwesten aus der diesjährigen Ernte pro Kopf rund 0,3 t Getreide (300 Kilogramm oder 3 Dezitonnen) zur Verfügung. Im Vorjahr konnten die Landwirte mit 2,95 Mill. t etwas weniger als im langjährigen Mittel (2,96 Mill. t) einbringen.

Mit Ausnahme von Wintergerste, bei der ein Ergebnis von 58,4 Dezitonnen je Hektar (dt/ha, -1,3 Prozent) erzielt wurde, liegen die Erträge aller Getreidearten deutlich über den langjährigen Vergleichswerten 2002/2007. Allen voran gilt dies für die Sommergetreidearten Hafer (55,5 dt/ha; +11 Prozent) und Sommergerste (53,2 dt/ha; +8 Prozent). Winterweizen liegt mit 74,4 dt/ha 6 Prozent über dem langjährigen Mittel. Berücksichtigt werden muss bei der Einordnung der Erntemengen zudem, dass die Getreideanbaufläche nach dem Aussetzen der Stilllegungsverpflichtung im Vergleich zu 2007 um 17.000 ha oder 3,6 Prozent ausgedehnt wurde.

Getreideernte von ordentlicher Qualität

Unter Qualitätsgesichtspunkten fiel die diesjährige Getreideernte etwas besser als die des Vorjahres aus. Wie beispielsweise die Qualitätsuntersuchungen im Rahmen der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung bei Winterweizen gezeigt haben, liegt der durchschnittliche Proteingehalt bei für die hiesigen Verhältnisse ordentlichen 13,1 Prozent (2007: 12,7 Prozent; 2002/2007: 13 Prozent). Der Sedimentationswert, ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Eiweißqualität, ist mit 46 Einheiten als überdurchschnittlich einzustufen. Obwohl witterungsbedingt die Ernte im August immer wieder unterbrochen werden musste, konnte die weitaus überwiegende Zahl an Getreidepartien problemlos gedroschen werden. Die Feuchtigkeitsgehalte lagen teilweise deutlich unter 14 Prozent. Eine Nachtrocknung war dann nicht erforderlich. Lediglich bei Sommergerste mussten teilweise höhere Feuchtigkeitsgehalte in Kauf genommen werden.

Rekordertrag bei Körnermais, gute Ergebnisse bei Winterraps und Zuckerrüben

Was sich schon länger abzeichnete, wurde jetzt Realität. Bei Körnermais konnte im Landesmittel ein herausragendes Ergebnis erzielt werden. Der Ertrag von 105,4 dt/ha liegt deutlich über der bisherigen Höchstmarke von 2002 (100,8 dt/ha). Überaus erfreulich ist auch das diesjährige Ernteergebnis bei Winterraps mit einem Flächenertrag von 37,4 dt/ha, und das bei einem hohen durchschnittlichen Ölgehalt von 43,1 Prozent. Und auch bei Zuckerrüben konnte die Flächenleistung (66,8 t/ha) gegenüber dem Vorjahr (64,4 t/ha) und dem langjährigen Mittel (62,6 t/ha) gesteigert werden. Die heimische Zuckerrübenproduktion beziffert sich bei einer Anbaufläche von rund 17.300 ha auf 1,16 Mill. t gegenüber 1,50 Mill. t im langjährigen Mittel bzw. 1,19 Mill. t im Vorjahr.

Mehr Wintergetreide, aber auch mehr Raps

Sofern die Winterfrüchte zeitig ausgebracht werden konnten, sind die Kulturen im Allgemeinen gut entwickelt. Spät gesätes Getreide ist dagegen teilweise noch nicht aufgelaufen. Wie sich aus den Meldungen der Berichterstatter des Statistischen Landesamtes zur Herbstaussaat ergibt, setzen die Landwirte zur Ernte 2009 verstärkt auf Wintergetreide. Der Anbau von Winterweizen (238.700 ha), Triticale (23.300 ha) und Roggen (10.700 ha) wurde um 3 bis 7 Prozent ausgedehnt. Dies dürfte im Frühjahr voraussichtlich zulasten des Hafer- und des Sommergerstenanbaus gehen. Denn zum einen ist der Haferanbau seit Jahren rückläufig und ein Anlass zur Trendumkehr nicht in Sicht, und zum anderen sind attraktive Preise auf dem Braugerstenmarkt in weiter Ferne. Der Wintergerstenanbau (104.800 ha) zeigt kaum Veränderungen Der Anbau von Winterraps, der wichtigsten heimischen Ölfrucht, wurde kräftig (+14 Prozent) auf 80.900 ha ausgedehnt. Möglicherweise versprechen sich die Landwirte durch die von 5 auf 7 Prozent erhöhte Zwangsbeimischung für Biodiesel günstige Verkaufskonditionen für Winterraps.

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Mehr Rinder in NRW

Zahl im November um 1,3 Prozent höher als im Mai
Düsseldorf (agrar.de) – Die Zahl der Rinder in Nordrhein-Westfalen war im November 2008 mit 1,44 Millionen Tieren um 1,3 Prozent höher als im Mai 2008. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, war dabei die Zahl der Milchkühe mit 397.000 sogar um 1,7 Prozent höher als im Frühjahr. Die Zahl der Rinderhaltungen verringerte sich dagegen im Zeitraum Mai bis November um 0,8 Prozent auf 22.100.

Die vorliegenden Ergebnisse hat das Landesamt anhand von Daten des „Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere“ (HIT) erstellt. Aufgrund methodischer Unterschiede in der Erfassung sind die Daten aus der HIT-Rinderdatenbank nur eingeschränkt mit den Ergebnissen aus den früheren Viehbestandserhebungen des Landesamtes vergleichbar. Regionalisierte Ergebnisse aus der HIT-Rinderdatenbank für November 2008 werden voraussichtlich im Frühjahr 2009 vorliegen.

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22. Dezember 2008

Rinderzahl in Baden-Württemberg bei 1,05 Millionen

Entlastung der Landwirte von Statistikpflichten – Zweite Auswertung der Bestände aus dem Rinderregister HIT
Stuttgart (agrar.de) – Anfang November 2008 wurden in Baden-Württemberg 1.051.300 Rinder gehalten. Dies ergab nach Feststellung des Statistischen Landesamts eine Auswertung des Herkunfts- und Informationssystems Tier (HIT) zum Stichtag 3.November 2008. Nach der erstmaligen Auswertung von HIT im Zuge der Viehzählung vom Mai 2008 konnte bereits zum zweiten Mal auf eine Direkterhebung der Rinderbestände in den landwirtschaftlichen Betrieben verzichtet und die betroffenen Landwirte somit von der entsprechenden Statistikpflicht entlastet werden.

Nach der Auswertung des Rinderregisters beziffert sich die Zahl der Milchkühe in Baden-Württemberg auf rund 360.600 Tiere, was einem Anteil von knapp über einem Drittel (rund 34 Prozent) an den Rindern insgesamt entspricht. Bei den Kälbern (unter sechs Monaten) wurden zum Stichtag 3.November 2008 rund 155.700 Tiere gezählt. Hinzu kommen 260.500 weibliche Jungrinder (6 bis 24 Monate) und 67.500 weibliche Rinder im Alter von über 24 Monaten, die noch nicht abgekalbt haben. Von den insgesamt 328.000 weiblichen Rindern zählen 216.400 Tiere zu den Zucht- und Nutztieren, durch die vorwiegend der Bestand an Milchkühen erneuert wird. Die Zahl der männlichen Rinder im Alter von 6 bis 24 Monaten beläuft sich auf 134.700 Tiere. Diese werden vorwiegend für die Fleischerzeugung gehalten, während die 8.600 männlichen Rinder über 24 Monate wohl überwiegend für den Einsatz zur Zucht gehalten werden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Obsternte 2008

Themen: Erntebericht,Mecklenburg-Vorp.,Obst,Statistik — info @ 15:12

Rekord bei Äpfeln drückt die Erzeugerpreise im Marktobstbau

Schwerin (agrar.de) – Die diesjährige Apfelernte war mit 53.000 Tonnen die größte seit Einführung der Marktwirtschaft. Wie das Statistische Amt mitteilt, haben damit Äpfel an der gesamten Obsternte von 57.729 Tonnen einen Anteil von 92 Prozent (2007: 89 Prozent). Getrübt wird dieser Rekord durch sehr niedrige Erzeugerpreise vor allem für Verwertungs- und Industrieobst, das an der einheimischen Apfelerzeugung in diesem Jahr einen Anteil von 88 Prozent hat. Außer weiterem Baumobst mit zusammen 509 Tonnen wurden 2008 insgesamt 891 Tonnen Strauchbeerenobst und 3.323 Tonnen Erdbeeren geerntet.

Wie schon im Vorjahr ließen auch 2008 erste Schätzungen zur Obsternte ein eher unterdurchschnittliches Ergebnis erwarten. Begünstigt jedoch durch fast optimale Witterungsbedingungen besonders für Äpfel war vielerorts bis Anfang Dezember ein beträchtlicher Ertragszuwachs zu verzeichnen. Die Gesamternte an Äpfeln von zusammen 1.255 Hektar belief sich somit auf 53.000 Tonnen; der Durchschnittsertrag lag bei bisher noch nie erreichten 420 Dezitonnen pro Hektar.

Andere Baumobstarten, wie Birnen, Pflaumen und Kirschen, haben in Mecklenburg-Vorpommern nur geringe Bedeutung. Sie erbrachten mit zusammen 509 Tonnen nur 0,9 Prozent der Obsternte.

Strauchbeerenobst, dazu zählen u. a. Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Sanddorn, erbrachte eine Erntemenge von 891 Tonnen. Daran hatten fast ausschließlich Schwarze Johannisbeeren mit 799 Tonnen den größten Anteil.

Erdbeeren wurden in diesem Jahr auf 307 Hektar gepflückt. Mit der Ertragsleistung von 108 Dezitonnen pro Hektar wurde der Spitzenwert des Vorjahres wiederholt und eine Gesamternte von 3.319 Tonnen erreicht. Hinzu kamen 3,7 Tonnen aus dem Erdbeeranbau unter Glas.

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19. Dezember 2008

Viehbestandserhebung Schleswig-Holstein und Hamburg

Schweinebestände in Schleswig-Holstein weiter rückläufig – Rinderbestände in beiden Ländern leicht verringert
Kiel (agrar.de) – In den landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins werden 1,46 Mio. Schweine gehalten, so das Statistikamt Nord auf Grund der Ergebnisse der repräsentativen Erhebung über die Schweinebestände am 3. November 2008. Des Weiteren wurde durch die Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssystems Tier (HIT) ein Bestand von 1,18 Mio. Rindern für Schleswig-Holstein und von rund 6 500 Rindern für Hamburg festgestellt.

Mit dem Rückgang der Schweinebestände in Schleswig-Holstein um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr bestätigt sich der bereits im Mai festgestellte abnehmende Trend. Am deutlichsten verringerte sich in Jahresfrist die Zahl der Ferkel um 29.000 oder acht Prozent auf nunmehr 339.000 Tiere. Diese Reduzierung korrespondiert mit der Abnahme der Sauenbetriebe, hier gaben im Laufe des Jahres 18 Prozent die Zuchtschweinehaltung auf. Parallel dazu sank auch die Zahl der Zuchtschweine, nämlich um 11.000 (neun Prozent) auf jetzt 111.000 Tiere.

Nach der Umstellung der Rinderbestandserhebung auf die Verwaltungsdatenauswertung wurde zum zweiten Mal ein Ergebnis nach diesem neuen, die Landwirte entlastenden Verfahren erstellt. In Schleswig-Holstein blieb die Zahl der Rinder insgesamt im Vergleich zur Mai-Auswertung fast konstant (minus 0,4 Prozent). Deutlicher verringerte sich jedoch die Zahl der Rinderhaltungen; sie ging in Halbjahresfrist um 1,7 Prozent auf jetzt 9.818 Haltungen zurück. Einen leichten Rückgang verzeichnete darunter auch die Zahl der Milchkuhhaltungen (minus 0,8 Prozent) auf nunmehr 5.559 Haltungen. Diese hielten allerdings mit 373.185 Tieren 3,8 Prozent mehr Milchkühe als noch im Mai. Der Bestand an sonstigen Kühen verringerte sich im gleichen Zeitraum um sieben Prozent auf 51.895 Tiere.

Weiterhin wurden 189.218 Kälber unter einem halben Jahr (plus 8,9 Prozent seit Mai), 168.212 Jungrinder (minus 12,1 Prozent) sowie 293.053 Rinder zwischen einem und zwei Jahren (minus 0,9 Prozent) ermittelt. Die Zahl der männlichen Rinder über zwei Jahren blieb mit 11.408 Tieren (plus 0,5 Prozent) stabil.

Durch die Verwaltungsdatennutzung konnten erstmalig auch im November für Hamburg Rinderdaten festgestellt werden. Insgesamt hielten 134 Rinderhaltungen 6.518 Tiere, darunter 1.097 Milchkühe (in 24 Haltungen), 1.184 sonstige Kühe (in 93 Haltungen), 790 Kälber, 989 Jungrinder und 1.712 Rinder von ein bis zwei Jahren.

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Bauern in Baden-Württemberg erwirtschaften 2007 knapp 4,1 Milliarden Euro

Produktionswert der Landwirtschaft im Südwesten 2007 annähernd 10 Prozent höher als im Vorjahr
Stuttgart (agrar.de) – Die Landwirte in Baden-Württemberg erwirtschafteten gemäß den Ergebnissen der regionalen Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (R-LGR) 2007 mit pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen sowie landwirtschaftlichen Dienstleistungen insgesamt knapp 4,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr mit 3,7 Mrd. Euro ist das ein Zuwachs um fast 10 Prozent.

Der Südwesten zählt nach Feststellung des Statistischen Landesamtes mit annähernd einem Zehntel des gesamtdeutschen Produktionswerts der Landwirtschaft zu den größten Agrarproduzenten in Deutschland. Gemessen am Gesamtwert der Produktion liegt Baden-Württemberg nach Bayern und Niedersachsen, die 2007 mit knapp 9,3 bzw. gut 9,1 Mrd. Euro jeweils etwa gut ein Fünftel zum Produktionswert der landwirtschaftlichen Erzeugung Deutschlands beitrugen, sowie nach Nordrhein-Westfalen mit 5,8 Mrd. Euro auf Platz vier unter den Bundesländern. Zusammen mit Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz an fünfter und sechster Stelle stellten diese sechs Flächenländer 2007 rund drei Viertel des Produktionswerts der deutschen Landwirtschaft.

Mehr als die Hälfte des Gesamtproduktionswerts aus pflanzlicher Erzeugung

Die heimische Landwirtschaft ist vielseitig differenziert. In Abhängigkeit vorherrschender Standortfaktoren, wie beispielsweise Klima, Bodenqualität und –relief bzw. Vermarktungsbedingungen, wird sie geprägt von Rebland und Obstflächen, intensivem Ackerbau oder auch der Weidewirtschaft sowie von mittlerweile regional stark konzentrierter Mastschweine- und Zuchtsauenhaltung.

Die pflanzliche Erzeugung trägt mehr als die Hälfte (54 Prozent) zum Gesamtproduktionswert der Landwirtschaft Baden-Württembergs bei. Der Produktionswert von Getreide stieg 2007 um gut 52 Prozent auf 619 Millionen Euro bzw. gut 28 Prozent des Werts der pflanzlichen Erzeugung. Ölsaaten stiegen um 42 Prozent auf rund 90 Mill. Euro. Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen höhere Erzeugerpreise. Positiv hat sich der Produktionswert 2007 auch bei Gemüse (173 Mill. Euro) und Wein (366 Mill. Euro) entwickelt. Der Obstbau (208 Mill. Euro) fiel dagegen schwächer aus.

Vor allem die sogenannten Sonderkulturen Obst, Gemüse und Champignons, Wein, Blumen- und Zierpflanzen, Baumschulgewächse sowie Hopfen und Tabak haben mit einem Anteil von 25 Prozent am landwirtschaftlichen Gesamtproduktionswert hier zu Lande in der Agrarwirtschaft eine vergleichsweise große Bedeutung. Im Bundesdurchschnitt erreichten die Sonderkulturen demgegenüber lediglich knapp 16 Prozent.

Der Wert der tierischen Erzeugung betrug 2007 etwa 1,6 Mrd. Euro und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent angestiegen. Bei Milch erhöhte sich der Produktionswert deutlich um rund 16 Prozent auf 740 Mill. Euro. Die Milcherzeugung in Verbindung mit Rinderhaltung und Kälberzucht (265 Mill. Euro) stellen damit im tierischen Produktionsbereich gemessen am Produktionswert zu Erzeugerpreisen die wichtigsten Produktionszweige für die baden-württembergischen Landwirte dar. Im Jahr 2007 entfiel knapp ein Viertel des Gesamtwerts der Agrarerzeugung allein auf diese Produkte. Weitere rund 11 Prozent Anteil am Produktionswert erwirtschafteten die Agrarbetriebe mit Mastschweinehaltung und Ferkelerzeugung (450 Mill. Euro).

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Mecklenburg-Vorpommern: Rückgang der Getreidefläche, 7 Prozent mehr Raps

Schwerin (agrar.de) – Zur Herbstaussaat für die Ernte im Sommer 2009 veröffentlicht das Statistische Amt vorläufige Ergebnisse: Demnach entspricht der Anbau von Wintergetreide mit landesweit 566.600 Hektar dem Niveau des Vorjahres (569.100 Hektar). Bei Winterraps wurde nach vorübergehender Einschränkung 2008 die Anbaufläche um 7 Prozent auf 239.400 Hektar ausgedehnt. Der Wachstumsstand der Winterkulturen zum jetzigen Zeitpunkt wird von den Landwirten besser als im Vorjahr beurteilt.

Die mit Winterweizen bestellte Fläche verringerte sich gegenüber dem Anbau zur Ernte 2008 um 3 Prozent auf 324.600 Hektar. Roggen wird im nächsten Jahr von fast 89.000 Hektar zu ernten sein, das sind 2 Prozent mehr als 2008. Wintergerste erfuhr die relativ größte Ausdehnung im Anbau: 136.500 Hektar sind 7 Prozent mehr, als in diesem Jahr zu ernten waren. Die mit Triticale, einer Kreuzung zwischen Weizen und Roggen, bestellte Fläche, verringerte sich weiter auf 16.600 Hektar, das sind 12 Prozent weniger als zur Ernte 2008.

Der Anbau von Winterraps, mit der gelben Blüte auf ausgedehnten Flächen im Frühjahr ein Markenzeichen von Mecklenburg-Vorpommern, beläuft sich bei einem Flächenzuwachs von 7 Prozent gegenüber 2008 auf 239.400 Hektar zur Ernte im kommenden Sommer.

Die Angaben zur Herbstbestellung sind vorläufig; ihnen liegen die Meldungen von fast 500 Landwirten aus allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zugrunde. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich Auswinterung und Schädlingsbefall auf die tatsächlichen Ernteflächen 2009 auswirken.

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