05. November 2008

Höchste Hopfenernte in Bayern seit 12 Jahren

Themen: Bayern,Bier,Erntebericht,Pflanzen,Statistik — info @ 18:11

Langjähriges Mittel um 22 Prozent übertroffen

München (agrar.de) – Nach der aktuellsten Schätzung hat es dieses Jahr in Bayern eine sehr gute Hopfenernte von rund 32.800 Tonnen (t) gegeben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, ist dies die höchste Ernte seit 12 Jahren und bedeutet gegenüber dem Vorjahr (27 800 t) eine Steigerung um gut 18 Prozent. Der mehrjährige Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2007 (26 900 t) wurde sogar um 22 Prozent übertroffen.

Ausschlaggebend für diese ausgezeichnete Ernte war zum einen die Zunahme der Anbaubaufläche binnen Jahresfrist um 6,1 Prozent auf knapp 16.100 Hektar (ha), zum anderen die Steigerung des durchschnittlichen
Hektarertrags um gut 11 Prozent auf 20,4 Dezitonnen (dt) aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen.

Der im Mittel je Hektar erzielte Ertrag lag damit um 13,5 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt (18,0 dt/ha). Dieses Jahr haben die Hopfenbauern eine sehr gute Ernte mit sehr guter Qualität eingefahren. Die günstigen Witterungsbedingungen im Sommer mit ausreichenden Niederschlägen wirkten sich auf die Entwicklung des Hopfens positiv aus. Örtliche Unwetter mit Sturm- und Hagelschäden verhinderten allerdings ein noch besseres Ergebnis.

Gemäß Schätzung der Ernteberichterstatter wurde 2008 ein überdurchschnittlicher Hektarertrag von 20,4 dt erzielt, gegenüber dem Vorjahr (18,4 dt/ha) ein Plus von 11,3 Prozent. Der Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2007 (18,0 dt/ha) wurde um 13,5 Prozent übertroffen. Da sich auch die Anbaufläche binnen Jahresfrist um 6,1 Prozent auf 16.064 ha erhöhte, wird die diesjährige Hopfenernte auf rund 32.800 t geschätzt. Dies ist die höchste Ernte seit dem Jahr 1996 und bedeutet im Vergleich zum Vorjahr (27.800 t) eine Steigerung um 5.000 t bzw. 18,1 Prozent. Der langjährige Durchschnitt der vorangegangenen sechs Jahre (26.900 t) wird um beachtliche 22 Prozent übertroffen.

Rund 57 Prozent der geschätzten Erntemenge entfallen auf Aromahopfen (18.500 t), 43 Prozent auf Bitterhopfen (14.100 t). Die später reifenden Bitterhopfensorten wiesen 2008 mit 23,1 dt/ha im Schnitt einen deutlich höheren Ertrag auf als der Aromahopfen mit 20,7 dt/ha. Sechs Zehntel der Hopfenernte entfielen auf die Bitterhopfensorte Hallertauer Magnum (7.800 t) sowie die beiden Aromahopfensorten Perle (6.500 t) und Hallertauer Tradition (5.200 t).

Fast 86 Prozent der Hopfenanbauflächen Deutschlands liegen in Bayern. Mit 15.678 ha entfallen 97,6
Prozent der bayerischen Anbaufläche auf die Hallertau, die damit zugleich das größte geschlossene
Hopfenanbaugebiet der Welt ist. Etwa zwei Drittel der bayerischen Hopfenproduktion werden exportiert.
Für 100 Liter Bier werden im Durchschnitt etwa 120 g Hopfen benötigt.

Links zum Thema Brenner und Brauer.

Brandenburg: Höhere Ausgleichszulage für Grünlandbewirtschafter

Themen: Brandenburg,Förderung,Umwelt — info @ 17:11

Potsdam (agrar.de) – Von je her müssen Bauern auf der märkischen Streusandbüchse mehr Aufwand betreiben, um ihre Betriebe wirtschaftlich in der Bahn zu halten. Im Zeitalter des europäischen Binnenmarkts und der zunehmenden Globalisierung der Agrarwirtschaft sollen Wettbewerbsnachteile für heimische Landwirte wenigstens teilweise durch eine Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete aufgefangen werden. In Brandenburg gehören knapp 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche zu diesen benachteiligten Gebieten. Die für die Ausgleichzulage verfügbaren Mittel können nach den Worten von Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke nun für das Jahr 2008 aufgestockt werden.

Sie werden für eine Erhöhung des Fördersatzes bei Grünland von 25 Euro je Hektar auf 50 Euro je Hektar eingesetzt. Alle übrigen Konditionen bleiben davon unberührt.

Die jährlich zu beantragende Ausgleichszulage dient dem Erhalt einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Bodennutzung in Gebieten mit natürlichen und wirtschaftlichen Nachteilen wie in Brandenburg mit seinen leichten Böden und den oft zu geringen Niederschlägen.

Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete ist bis 2013 gesichert mit dem Schwerpunkt der Unterstützung für viehhaltende Betriebe. Betriebe, die Tiere halten, schaffen mehr Arbeitsplätze als Betriebe ohne Tiere. Mit der nun angezeigten Anhebung soll den Nachteilen bei der Futtererzeugung auf dem Grünland gegenüber dem Ackerland deutlicher Rechnung getragen werden. Darüber hinaus soll sie als Anreiz zur Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung des Grünlands, insbesondere durch Milchproduktion, dienen.

Fördermaßnahme Ausgleichszulage für landwirtschaftliche Unternehmen in benachteiligten Gebieten

Links zum Thema Förderung.

Jakobskreuzkraut – Empfehlungen zur Eindämmung

Hannover (agrar.de) – Das Jakobskreuzkraut konnte sich in den letzten Jahren stark ausbreiten und erlangte bereits 2007 einen hohen Bekanntheitsgrad aufgrund seiner schönen und auffälligen Blütenstände. An Autobahnen und Wegesrändern ist die gelb blühende Pflanze häufig nicht mehr zu übersehen.

Auf die Giftigkeit der Pflanze insbesondere für Pferde und Rinder, aber auch für Schafe und Ziegen bei einer Aufnahme durchs Futter wird in der Fach- und Tagespresse regelmäßig hingewiesen. Ein Massenvorkommen der Pflanze weist eindeutig auf mehrjährig mangelhafte Pflege und Nutzung des Grünlands hin und wird durch eine Vernachlässigung von Pflege und Nutzung deutlich gefördert, so das niedersächsische Landwirtschaftsministerium. Insbesondere seien aus der Nutzung genommene landwirtschaftliche Flächen, Wiesenstandorte mit Schnittterminen ab Mitte Juni sowie mäßig bis gar nicht gepflegte Viehweiden und Straßenbegleitgrün zu nennen.

Das Massenaufkommen von Jakobskreuzkraut ist grundsätzlich einzudämmen. Auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden in der Vergangenheit zahlreiche Rahmenbedingungen geändert, um Möglichkeiten zur Bekämpfung von Jakobskreuzkraut zu ermöglichen. Flächennutzer und -bewirtschafter werden regelmäßig in der Presse und durch die Warnhinweise der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf die von dieser Pflanze ausgehende Gefahr hingewiesen. Nur durch eine offensive Kontrollstrategie kann der weiteren Ausbreitung sicher begegnet werden. Hier bedarf es der Aufklärung über geeignete Maßnahmen zur Kontrolle, sobald Kenntnis über das Vorkommen der Pflanze erlangt wurde.

Zur Unterstützung der freiwilligen Aktivitäten zur Regulierung des Jakobskreuzkrautbesatzes auf privaten und öffentlichen Flächen informiert die Landwirtschaftskammer darüber, welche Maßnahmen im speziellen Fall zu ergreifen sind. Es ist darauf zu achten, dass die unterschiedlichsten Fälle berücksichtigt werden, z.B. das Vorkommen im ökologischen Landbau, auf Naturschutzflächen, auf Pferdeweiden, auf aus der Nutzung genommenen landwirtschaftlichen Flächen sowie im Straßenbegleitgrün und auf Industriebrachen. Mit einem frühen und auch häufigen Schnitt von Grünlandflächen und Straßenbegleitgrün lässt sich das Jakobskreuzkraut in der weiteren Ausbreitung regulieren. Das reicht aber in vielen Fällen nicht ausschließlich, oft ist auch eine Unterstützung durch chemische Pflanzenschutzmittel erforderlich.

Der Problematik des Jakobskreuzkrauts wird von den zuständigen Behörden aktiv begegnet. Am 23.10.08 hat im Landwirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Landwirtschaftsministeriums, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, des Niedersächsischen Landkreistages, des Niedersächsischen Städtetages, des Städte- und Gemeindbundes, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, des Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz und des Umweltministeriums getagt und gemeinsame Maßnahmen abgestimmt.

Als erste Maßnahme wird ein Merkblatt erarbeitet, das veröffentlicht und insbesondere über die kommunalen Spitzenverbände den Gemeinden zur Verfügung gestellt wird. Im weiteren Verlauf werden Kontrollmaßnahmen kommuniziert und aufeinander abgestimmt, um eine weitere Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes zu verhindern, bzw. das Auftreten einzudämmen. Das Vorgehen erfolgt unter Berücksichtigung naturschutzrechtlicher Aspekte.
Empfehlungen der LWK Hannover zur Kenntnis:

Empfehlungen

Allgemeine Hinweise zur Eindämmung des Jakobskreuzkrautes:

– Narbenpflege zu Vegetationsbeginn (Schleppen, Walzen).

– Nach Weidenutzung spätestens bis Mitte Juni Weidereste ausmähen.

– Ruhezeiten intensiv beweideter Grasnarben von etwa 21 Tagen einhalten, damit diese sich regenerieren und Reservestoffe einlagern können.

– Nachsaaten regelmäßig im Frühjahr (Weide) oder Spätsommer (Wiese).

– Düngung zur Förderung der narbenbildenden Untergräser

– Wechsel von Schnitt- und Weidenutzung

– Standweiden intensiv nutzen und regelmäßig nachputzen.
Spezielle Hinweise

– Flächenkontrollen im zeitigen Frühjahr durchführen, um die noch in der vegetativen Phase befindlichen Pflanzen des Jakobskreuzkrauts in Menge und Verbreitung zu quantifizieren und Einzelpflanzen zu entsorgen bzw. bei Massenvorkommen rechtzeitig mit geeigneten Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen. Beachten Sie dazu die Hinweise des Pflanzenschutzdienstes.

– Bewirtschafter von aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommenen Acker- und Grünlandflächen sind darauf hinzuweisen, dass diese Bestände im Sinne einer ordnungsgemäßen Landbewirtschaftung außerhalb der Sperrfrist (1. April bis 30. Juni) vor dem Aussamen kulturschädlicher Pflanzenarten mindestens gemulcht werden sollten.

– Als sicherste Methode in nicht dominanten Beständen kann das Ausreißen der Einzelpflanzen gelten. Das Ausreißen von Einzelpflanzen hat sorgfältig zu geschehen, damit nicht neue Lücken entstehen, in denen sich Samen derselben Art etablieren können.

– Größere Anteile Jakobskreuzkraut in der Gesamtfläche sind mit vertretbarem Zeit- und Kostenaufwand nur durch den Einsatz von Pflanzenschutz einzudämmen.

– Flächen, die aufgrund von Naturschutzauflagen oder im Ökologischen Landbau nicht gespritzt werden dürfen, müssen durch Schröpfschnitte und intensive Pflegemaßnahmen saniert werden.

– Bei der Mahd und Abfuhr etwa zum Zeitpunkt der Blüte, aber noch vor der Samenreife, kann von unschädlicher Kompostierung ausgegangen werden, samenreife Bestände können aber auch nach Kompostierung noch keimfähige Samen verbreiten.

– Das Verbrennen von Erntegut (als Rund- oder Quaderballen) derartiger Aufwüchse muß auf kommunaler Ebene angezeigt und ggf. genehmigt werden.

– Bei sehr starker Verkrautung der Flächen ist auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben keine andere Lösung möglich als eine Neuansaat der Wiese nach dem Zerstören des alten, verunkrauteten Bestandes. Die Gefahr der Wiederbesiedlung aus dem Samenvorrat des Bodens ist dabei groß, deshalb sollte auf hohe Aussaatstärke (40 kg / ha) und gleichmäßige Standraumverteilung der Grassaat, etwa durch Einsatz von Übersaatverfahren mit Striegel geachtet werden. Außerdem ist bei Neuansaaten eine gute Nährstoffversorgung der Gräser durch entsprechende Düngung sicherzustellen, um hier die Konkurrenzverhältnisse im Vorfeld zu regulieren.

Fazit: Massenvorkommen von Jakobskreuzkraut müssen ernsthafte Besorgnis auslösen. Schafe und Ziegen gelten zwar als relativ unempfindlich gegenüber der Aufnahme von PA könnten aber insbesondere bei erheblichen Anteilen Kreuzkraut im Heu stark gesundheitsschädigende Mengen aufnehmen. Regelmäßige Pflege und Ausmahd von Weideresten sowie die Anwendung pflanzenbaulicher Grundsätze in der Grünlandbewirtschaftung verhindern die Massenausbreitung dieser Ruderalpflanze im Grünland.

Eigentümer und Bewirtschafter von „aus der Erzeugung genommenen Flächen“ sollten auf die Notwendigkeit einer frühzeitigen Flächenpflege zur Vermeidung der Ausbreitung von unerwünschten Kräutern hingewiesen werden.

Ein Anzeige- und Bekämpfungsgebot besteht in Niedersachsen derzeit nicht, könnte aber bei zunehmender Ausbreitung in Kulturflächen durchaus in Betracht kommen.

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Sachsen: Milcherzeugung in im 1. Halbjahr um 6.000 t gestiegen

Themen: Agrarbericht,Mecklenburg-Vorp.,Milch,Rinder — info @ 10:11

Dresden (agrar.de) – 812.100 Tonnen Milch gaben die rund 192.100 sächsischen Milchkühe im ersten Halbjahr 2008. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind das knapp 6.000 Tonnen (0,7 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Die „Durchschnittskuh“ brachte es dabei auf 4.227 Kilogramm Milch – dies entspricht einer Tagesleistung von 23,4 Kilogramm. Gleichzeitig erhöhte sich der Milchkuhbestand zum Vorjahr geringfügig um knapp 400 Milchkühe (0,2 Prozent).

Mit 790.700 Tonnen wurde der überwiegende Teil der Milch (97,4 Prozent) an Molkereien zur Weiterverarbeitung verkauft. Weitere 21.000 Tonnen (2,6 Prozent) kamen in den landwirtschaftlichen Betrieben als Futtermilch zum Einsatz. Rund 400 Tonnen wurden in den Haushalten der Landwirte frisch verbraucht, zu Butter und Käse verarbeitet bzw. über Direktvermarktung abgesetzt. Die Marktproduktion im ersten Halbjahr entsprach einer Erzeugung von knapp 188 Kilogramm Milch pro Kopf der sächsischen Bevölkerung. Die Rohmilch wurde zu knapp 87 Prozent (685.400 Tonnen) an sächsische Molkereien verkauft. Weitere Abnehmer sind Betriebe in Sachsen-Anhalt (52.800 Tonnen), Bayern (36.700 Tonnen), Brandenburg (12.200 Tonnen), Mecklenburg-Vorpommern (2.700 Tonnen) und Thüringen (800 Tonnen).

Mit 371.700 Tonnen wurde knapp die Hälfte der Milch (47 Prozent) im Direktionsbezirk Chemnitz erzeugt. Unter den Landkreisen war Mittelsachsen mit 144.400 Tonnen Spitzenreiter.

Sachsen behauptete auch 2007 mit einer Jahresmilchleistung von 8.279 Kilogramm je Kuh den 2000 errungenen Spitzenplatz unter den Bundesländern. Es folgen Mecklenburg-Vorpommern mit 8.210 und Brandenburg mit 8.201 Kilogramm. Bundesweit lag die durchschnittliche Jahresleistung bei 6.944 Kilogramm.

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Rheinland-Pfalz: Gemüseanbau weiter auf Expansionskurs

57 Prozent der Gemüseanbaufläche im Rhein-Pfalz-Kreis
Bad Ems (agrar.de) – Der Gemüseanbau im Freiland hat sich weiter ausgedehnt. Inzwischen bauen nach Angaben des Statistischen Landesamtes 560 rheinland-pfälzische Landwirte auf fast 17.700 Hektar Gemüse an. Damit hat sich innerhalb von 16 Jahren die Anbaufläche mehr als verdoppelt – im Jahr 1992 hatte sie noch bei 8.700 Hektar gelegen. Allein gegenüber dem Jahr 2007 gab es eine Ausweitung um 4,7 Prozent.

Der Gemüseanbau konzentriert sich auf die Vorderpfalz. Mit rund 10.100 Hektar bewirtschaften allein die im Rhein-Pfalz-Kreis ansässigen Betriebe 57 Prozent der landesweiten Anbaufläche. Im benachbarten Landkreis Germersheim wird auf 3.300 Hektar Gemüse erzeugt, das entspricht 19 Prozent der Anbaufläche im Land.

Der Anbau von Blattgemüse, wie Salat oder Spinat, wies mit einem Zuwachs von 11 Prozent auf 4.200 Hektar erneut die größte Zunahme aus. Bereits 2007 war die Anbaufläche um knapp 15 Prozent erweitert worden. Die Anbaufläche von Zwiebeln und Porree ist um 12 Prozent auf 3.000 Hektar gewachsen. Die größte Fläche entfiel mit fast 5.100 Hektar (minus 2,6 Prozent) auf das Wurzel- und Knollengemüse, zu dem beispielsweise Radieschen und Möhren zählen.

Der Anbau konzentriert sich auf wenige Arten. Die wichtigste Gemüseart sind Radieschen mit 2.660 Hektar oder 15 Prozent der Anbaufläche. Es folgen Möhren und Karotten (1.700 Hektar), Blumenkohl (1.340 Hektar), Bundzwiebeln (1.240 Hektar), Feldsalat (1.160 Hektar), Speisezwiebeln (1.120 Hektar) und Spargel (1.080 Hektar).

Gemüseanbau Landkreise Rheinland-Pfalz
Gemüseanbau Rheinland-Pfalz

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Gemüseanbau in Mecklenburg-Vorpommern: Große Betriebe , wenige Arten

Schwerin (agrar.de) – Freilandgemüse wird 2008 in Mecklenburg-Vorpommern von 92 Betrieben auf insgesamt 1.961 Hektar angebaut. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes erzeugen allein 53 Betriebe nur jeweils bis zu fünf Gemüsearten auf zusammen 1.888 Hektar, das sind 96 Prozent der Gemüsefläche. Wesentlich geringere Bedeutung hat das klassische Gärtnereisortiment mit einer Vielzahl von Gemüsearten: Nur 16 Betriebe haben 20 und mehr Gemüsearten auf zusammen lediglich 16 Hektar im Anbau. Unter Glas und in Folienzelten beträgt die Gemüsefläche 18,5 Hektar.

Umfang und Sortiment des Gemüseanbaus haben sich zunehmend stabilisiert. Allerdings ist die Gesamtfläche gegenüber den beiden vorangegangenen Jahren leicht rückläufig (2006: 2.044 Hektar; 2007: 2.015 Hektar).

Größte Anbaubedeutung haben nach wie vor die verschiedenen Salate. In diesem Jahr nehmen sie 884 Hektar ein, das sind 45 Prozent der Gemüsefläche (2007: 962 Hektar bzw. 48 Prozent der Fläche). Darunter entfallen 481 Hektar auf Römischen Salat (auch Salatherzen oder Mini-Romana genannt), 236 Hektar auf Eissalat, 107 Hektar auf Kopfsalat und 55 Hektar auf Chicorée.

Kohlgemüse erstreckt sich mit 576 Hektar auf 29 Prozent des Gemüseanbaus. Brokkoli (371 Hektar) und Rosenkohl (122 Hektar) haben hier den größten Anteil. Auf nur noch zusammen 29 Hektar ist die Fläche für Kopfkohl (Rotkohl, Weißkohl, Wirsing) zurückgegangen.

Der Spargelanbau wurde gegenüber 2007 um 7 Prozent auf 320 Hektar, darunter 286 Hektar im Ertrag, ausgedehnt und nimmt damit 16 Prozent der Gemüsefläche ein. Der Anbau von Möhren blieb mit 141 Hektar auf dem Niveau des Vorjahres.

Andere Gemüsearten, wie Sellerie, Rote Bete, Kürbisse, Buschbohnen, Speisezwiebeln und Porree, werden, wie auch in den Vorjahren, landesweit auf zusammen lediglich 40 Hektar bzw. 2 Prozent der Gemüsefläche angebaut.

Gemüse in Gewächshäusern und Folienzelten ist in diesem Jahr von 18,5 Hektar zu ernten (2007: 19,5 Hektar). Am bedeutendsten sind hier Tomaten auf 15,2 Hektar.

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Zuckerrübenertrag 2008 in Brandenburg deutlich niedriger als im Vorjahr

Potsdam (agrar.de) – Nach ersten Schätzungen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung wird sich der Hektarertrag für Zuckerrüben auf 435 Dezitonnen pro Hektar belaufen, 23 Prozent weniger als im Vorjahr.

Da sich die aktuelle Anbaufläche mit fast 7 100 Hektar um fast 22 Prozent verringert hat, wird derzeit von einer Erntemenge von 306 Tausend Tonnen ausgegangen. Damit werden rund 40 Prozent weniger Zuckerrüben von Brandenburgs Feldern geholt.

Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg werden in Brandenburg im Jahr 2008 auf rund 9.500 Hektar Kartoffeln gerodet. (2007: 10.360 Hektar). Der vorläufige Kartoffelertrag beläuft sich auf 312 Dezitonnen pro Hektar und liegt etwas unter dem langjährigen Mittel (2002 bis 2007). Aufgrund der kleineren Anbaufläche wird sich die Erntemenge um 12 Prozent auf rund 297.000 Tonnen verringern (2007: 337.000 Tonnen).

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04. November 2008

Kein Naturland-Zeichen für Discounter

Themen: Biolandbau,Handel,Milch,Verbände — info @ 15:11

Gräfelfing (agrar.de) – Discounter wie Aldi, Lidl und Penny senken diese Woche ihre Preise für konventionelle Milchprodukte um bis zu 20 Prozent. Der ruinöse Preiskampf beschleunigt nach Einschätzung von Naturland das Höfesterben.

Das Dumping-Verhalten des Handels bestätigt Naturland in seiner Entscheidung, das Naturland Zeichen für Marken des Discounts nicht zu vergeben. „Faire Erzeugerpreise, langfristige Handelsbeziehungen und eine ökologisch orientierte und zukunftsfähige Unternehmenspolitik sehen wir bei den Discountern derzeit nicht“, erklärt Michael Stienen, Geschäftsführer der Naturland Zeichen GmbH. Anfragen einzelner Discounter für eine Naturland Zertifizierung lehnte Naturland deshalb ab.

Ruinöser Preiskampf trifft Bauern

Die Forderung der konventionellen Bauern-Kollegen im Rahmen des Milchstreikes für mindestens 43 Cent pro Liter führte zu einer kurzfristigen Erhöhung der Erzeugerpreise sowie der Milchpreise im Laden. Eine Forderung des Milchgipfels im Sommer, die Mengenbegrenzung über die Bundesländer zu erreichen, scheitert bisher am Agrarausschuss des Bundesrates, der eine Mengenbegrenzung ablehnt. Große Produktionsmengen und eine geringere Nachfrage führen zu Preiskämpfen zu Lasten der Bauern, öko wie konventionell. Die bundesweiten Öko-Milchpreise sind seit Mitte 2007 ebenfalls gestiegen und verharren derzeit bei einem Durchschnittspreis von 47,7 Cent. Molkereien, die das Naturland Zeichen verwenden, zahlen den Öko-Bauern derzeit einen Durchschnittspreis von 49,3 Cent.

Die erneut von den Discountern in Gang gesetzte Preisspirale für konventionelle Milchprodukte nach unten kann zeitverzögert Auswirkungen auf den Öko-Milchmarkt haben. Naturland appelliert daher an den Bundesrat, die Empfehlungen des Milchgipfels umzusetzen. Die Forderungen müssen in der Folge europaweit umgesetzt werden.

Insgesamt liefern im Jahre 2008 über 600 Naturland Bauern Öko-Milch an Molkereien im gesamten Bundesgebiet.

Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 49.000 Bauern und über 400 Unternehmen einer der größten ökologischen Anbauverbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.

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Waldzustandsbericht 2008: Dem Wald in NRW geht es etwas besser

Düsseldorf (agrar.de) – Dem Wald in Nordrhein-Westfalen geht es, wie schon 2007, insgesamt etwas besser. Das ist das Ergebnis des Waldzustandsberichts 2008, den Umweltminister Eckhard Uhlenberg heute in Düsseldorf vorstellte. Der Anteil der ungeschädigten Bäume hat sich demnach im Vergleich zum Vorjahr um erfreuliche weitere zwei Prozent verbessert. Der Anteil deutlich geschädigter Bäume hat ebenfalls um 2 Prozent abgenommen. Der Bestand der schwach geschädigten Bäumen bleibt mit 44 Prozent stabil auf Vorjahresniveau.

„Das Jahr 2008 ist gekennzeichnet durch einen, für das Waldwachstum, günstigen Witterungsverlauf“, so Minister Uhlenberg. „Der Borkenkäfer hat sich durch das feuchte Wetter nicht groß vermehren können. Auch die Wiederbewaldung nach Kyrill geht jetzt in die entscheidende Phase und wir bereiten den Wald mit unserem Wiederbewaldungskonzept auf den Klimawandel vor. Der Wald in Nordrhein-Westfalen stabilisiert sich also, hat aber immer noch mit Schadstoffeinträgen zu kämpfen, wodurch Bäume und Böden geschädigt werden. Deshalb ist es ein wichtiges Anliegen der Landesregierung, Schadstoffeinträge weiterhin zu minimieren.“

Bei der Betrachtung der einzelnen Baumarten haben sich vor allem Fichte und Buche positiv entwickelt. Der Anteil der Bäume ohne Schäden ist bei der Fichte von 31 Prozent im letzten Jahr auf 36 Prozent in diesem Jahr gestiegen. Bei der Buche weisen 29 Prozent der Bäume keine Schadensmerkmale auf, eine Steigerung um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Kiefer dagegen geht es in diesem Jahr schlechter als noch 2007. Hier stieg der Anteil der deutlich geschädigten Bäume von 13 auf 20 Prozent. Auch bei der Eiche haben die Schäden zugenommen. 51 Prozent der Eichen weisen deutliche Schäden auf, das sind 8 Prozent mehr als 2007. Hauptursache hierfür ist das verstärkte Auftreten von Eichenmehltau in Verbindung mit einer mittleren Fraßbelastung durch Eichenwickler- und Frostspannerraupen.

Besondere Befürchtungen bestanden nach den Orkanen Kyrill und Emma, dass sich der Borkenkäfer stark ausbreitet. Das atlantisch geprägte, feuchte Wetter hat aber 2008 einen starken Befall durch den Borkenkäfer verhindert. Unterstützt wurde dies durch eine konsequente und schnelle Aufarbeitung des Sturmholzes. Eine Entwarnung kann allerdings noch nicht gegeben werden. Die Entwicklung des Borkenkäfers muss in Zukunft gut beobachtet werden, um geeignete Maßnahmen gegen Massenvermehrungen einleiten zu können.

Auch die Wiederbewaldung nach Kyrill tritt in eine entscheidende Phase. Mit dem Wiederbewaldungskonzept des Umweltministeriums wurden Empfehlungen gegeben, wie ein zukunftsfähiger Mischwald mit Blick auf den Klimawandel aussehen kann. Dazu gehört die Anpflanzung heimischer Baumarten wie Buche, Eiche oder Kirsche sowie bewährter fremdländischer Baumarten wie zum Beispiel die Douglasie. Hinzu kommt eine natürliche Verjüngung durch Birke, Weide oder Vogelbeere. Die Wiederbewaldung mit diesen Bäumen wird vom Umweltministerium gefördert.

Ebenfalls gefördert wird die Kalkung von Böden in Privat- und Kommunalwald. Besonders Stickoxide und Ammoniak in der Luft greifen die Wälder an. In den Waldböden werden Schadstoffe zudem über Jahrzehnte gespeichert, so dass die Böden inzwischen stark versauert und nährstoffarm sind. Durch die Bodenschutzkalkungen wird der Waldboden stabilisiert und die Versauerung für einen Zeitraum von rund 10 Jahren neutralisiert.

Um den Waldzustandsbericht 2008 zu erstellen, haben im Juli und August geschulte Fachleute den Baumkronenzustand von etwa 9.500 zufällig ausgesuchten Bäumen erhoben. Die Analyse des Zustandes von Blättern und Nadeln gibt Auskunft über die gesundheitliche Verfassung der Bäume. Zusätzlich werden Klimawerte, Ergebnisse aus Dauerbeobachtungsflächen und Erhebungen zum Schädlingsbefall ausgewertet. Der Waldzustandsbericht wird seit 1984 jährlich erstellt, die Ergebnisse 2008 können im Internet eingesehen werden.

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BWV: Schwarzwildpopulation wächst weiter an

Themen: Jagd,Schweinepest,Tiere,Umwelt,Verbände — info @ 14:11

Blum: Gefahren durch Wildschweine endlich bekämpfen!
Koblenz (agrar.de) – In vielen Teilen des Landes werden zur Zeit Grünlandflächen und Äcker durch Wildschweine regelrecht umgegraben. „Die Zahl der Wildschweine muss dringend reduziert werden. Eine intensive Bejagung ist dringend geboten, damit die wirtschaftlichen Schäden in der Landwirtschaft nicht weiter anwachsen“, erklärt der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Leo Blum. „Darüber hinaus nehmen die Gefahren für Leib und Leben aller am Straßenverkehr beteiligten Menschen deutlich zu, wie die jüngsten Berichte zeigen würden. In den Präsidiumsbereichen der Polizei von Koblenz und Trier wurden in diesem Jahr bereits rund 9.000 Wildunfälle gezählt“. Es gehe längst nicht mehr nur um den Schaden an landwirtschaftlichen Kulturen, sondern um die Sicherheit im Straßenverkehr und den volkswirtschaftlichen Schaden, den die Schwarzkittel u. a. auch auf Friedhöfen und Vorgärten anrichten würden, so Blum

Aufgrund des milden Winters im vergangenen Jahr gab es ausreichend Futter für das Schwarzwild. Es herrschten ideale Bedingungen zur Vermehrung der Wildschweine vor. „Angesichts des enormen Zuwachses an Wildscheinen und einer jährlichen Reproduktionsrate von 300 Prozent sind jetzt revierübergreifende und flächendeckende Bejagungen vor allem von Frischlingen dringend erforderlich“, so der Präsident. Mindestens 80 Prozent Frischlinge und Überläufer an der Gesamtstrecke und 15 Prozent Bachen müssten geschossen werden, damit die Population nicht weiter anwachse, sagen die Wildbiologen. Das trage auch der Landesjagdverband mit.

„Die Zerstörung von Grünland sowie Mais- und Kartoffelflächen, die Zerstörung von Vorgärten und Friedhöfen, die Gefahren für Vögel, Niederwild und Rehe, die Gefahr des erneuten Ausbruchs von Schweinpest mit riesigen wirtschaftlichen Schäden für die Schweine haltenden Betriebe und vor allem auch die tagtägliche, zunehmende Gefahr und Feststellung von – auch tödlichen – Unfällen im Straßenverkehr zwingen zum Handeln.“ Präsident Blum fordert deshalb Jäger, Kommunen und Politik zum sofortigen und gemeinsamen Handeln auf. Der Kampf gegen die zunehmende Wildschweinepopulation sei das Gebot der Stunde. Hier dürfe sich niemand mehr aus dieser gesellschaftlichen Verantwortung stehlen.

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