28. November 2008

Sachsen-Anhalt: Waldzustandsberichtes 2008

Themen: Sachsen-Anhalt,Statistik,Umwelt,Wald,Waldbericht — info @ 16:11

Wernicke: Waldbäume sind vital und trotzen dem bestehenden Stress
Magdeburg (agrar.de) – Der Wald in Sachsen-Anhalt hat an seiner Vitalität nichts eingebüßt. Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke hat heute in Magdeburg bei der Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2008 den Zustand der Wälder in den vergangenen Jahren als stabil bezeichnet. Auch im Vergleich zum Vorjahr lassen sich nur minimale Veränderungen erkennen.

Wernicke: „Der Zustand der Wälder ist trotz regionaler Schädigungen durch Kyrill und Borkenkäfer relativ stabil.“ Die Vitalität der Wälder ermögliche, dem seit Jahren anhaltendem Stress wie Temperaturanstieg in der Vegetationszeit, Schadstoffbelastungen, Sturmschäden und Schädlingsbefall zu trotzen. Wernicke konstatierte, dass sich der Zustand der Wälder seit Ende der 90iger Jahre wenig verändert habe. Die forstwirtschaftlichen Maßnahmen, um die Schäden von Kyrill und Borkenkäferbefall zu beseitigen, halten weiter an und sollen dazu beitragen, den vitalen Grundzustand der Wälder aufrecht zu erhalten, so Wernicke.

Wernicke informierte, dass die Waldbäume im Anschluss an den Extremsommer 2003 mit erhöhter Kronenverlichtung reagiert hatten. Inzwischen sind die Verlichtungswerte zurückgegangen. Der Kronenzustand der Waldbäume weist gegenüber 2006 eine deutliche Verbesserung aus. Nur 18 Prozent der Waldbäume mit deutlichen Schäden sind 2008 einer Schadstufe 2 bis 4 zuzuordnen. Die mittlere Kronenverlichtung des Gesamtwaldes hat sich von 14 Prozent im vergangenen Jahr auf 16 Prozent verändert.

Seit 1994 zeigt dabei die Kiefer im Vergleich zu anderen Baumarten die geringsten Kronenverlichtungen. Nur acht Prozent der älteren Kiefern haben deutliche Kronenschäden. Im vergangenen Jahr waren es zwei und 2006 sechs Prozent. Da die Kiefer als Baumart am häufigsten in Sachsen-Anhalt anzutreffen ist, bestimmten diese Ergebnisse maßgeblich den Gesamtzustand des Waldes, so die Ministerin.

Die Schädigungen bei Fichten sind gegenüber dem Vorjahr annähernd gleich geblieben. An 33 Prozent der begutachteten Bäume sind deutliche Schäden festgestellt worden. Mit 62 Prozent sind besonders ältere Fichten geschädigt. Ausgangspunkt für den hohen Schädigungsgrad der Fichten sind der Extremsommer 2003 und der Sturm Kyrill im Januar 2007, so Wernicke,

Wernicke führte weiter aus, dass seit Jahren der Anteil geschädigter Eichen nach wie vor hoch ist. Trotz eines leichten Rückgangs beträgt dieser bei älteren Bäumen 58 Prozent und bei unter 60 Jahre alten Eichen vier Prozent. Auch bei älteren Buchen ist trotz leichter Verbesserung der Kronenzustand nicht befriedigend. 2008 betrug der Anteil der begutachteten Buchen mit deutlichen Schäden 52 Prozent.

Seit 1991 wird jährlich der Zustand der Baumkronen im Wald untersucht. Wie in den Vorjahren wurden in Sachsen-Anhalt 6.672 Waldbäume an bereits feststehenden 278 Aufnahmepunkten in einem Areal von je 16 Quadratkilometer begutachtet. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt Göttingen führte zum dritten Mal im Auftrag des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt die Erhebung durch und legte dazu den Waldzustandsbericht 2008 vor.

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Deutsche Gemüseerzeuger weiteten Anbaufläche aus

Nordrhein-Westfalen vor Niedersachsen – Spargel ist die wichtigste Kultur
Hannover (agrar.de) – Die deutschen Gemüseanbauer haben die Anbaufläche im Freiland erneut ausgeweitet. Nach den vorläufigen Ergebnissen der jüngsten Vollerhebung stieg die Gemüsefläche gegenüber 2007 um knapp drei Prozent auf bundesweit 115.000 Hektar (ha), berichtet der Landvolk-Pressedienst.

Verglichen mit der vorherigen Vollerhebung des Jahres 2004 nahm der Feldgemüsebau in Deutschland um rund vier Prozent zu. Das größte Anbauareal weist die Statistik erneut für Nordrhein-Westfalen aus. Mit 20.013 ha ist die Gemüseanbaufläche dort jedoch gegenüber 2004 um knapp zwei Prozent gesunken. Auf Platz zwei folgt Niedersachsen, wo die Erzeuger ihre Anbaufläche gegenüber 2004 um rund fünf Prozent auf nunmehr 19.305 ha ausgedehnt haben. Noch stärker expandierte der Feld-gemüsebau in Rheinland-Pfalz, und zwar um kräftige 15 Prozent auf 17.654 ha. Zu den größten Gemüseerzeugern zählte darüber hinaus Bayern mit 13.109 ha. In allen anderen Bundesländern wuchs das Gemüse auf weniger als 6.500 ha.

Nicht überall haben die Erzeuger ihre Gemüseanbauflächen im Freiland gegenüber der Vollerhebung 2004 ausgeweitet. Außer in Nordrhein-Westfalen verkleinerten nach den Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) auch die Landwirte in Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie im Saarland und in Sachsen ihre Flächen.

Dennoch werden die deutschen Gemüseerzeuger auch in diesem Jahr wieder eine gute Ernte einfahren. Mit voraussichtlich 3,23 Mio. Tonnen (t) Gemüse könnten sie das Vorjahresergebnis sogar um knapp zwei Prozent übertreffen. Gegenüber der Vollerhebung 2004 würde das Plus sogar fast fünf Prozent beziehungsweise rund 150.000 t betragen. Die guten Ernteergebnisse führen die Bonner Marktbeobachter auf Flächensteigerungen in den übrigen Bundesländern zurück. Zudem sind bei vielen Gemüsearten die Durchschnittserträge gegenüber 2004 gestiegen, auch wenn das Erntejahr 2008 von Marktexperten nicht als herausragend bezeichnet wird. Denn in diesem Jahr haben häufig regional eng begrenzte Witterungsextreme den Landwirten die Produktion schwer gemacht.

Wichtigstes Gemüse im Freilandanbau ist nach wie vor der Spargel, dessen Anbaufläche für das laufende Jahr auf 18.405 ha veranschlagt wird. Im Vergleich mit 2007 wäre dies zwar eine Einschränkung um rund ein Prozent, gegenüber 2004 würde jedoch immer noch ein dickes Plus zu Buche schlagen. Damals standen bundesweit erst 16.744 ha im Ertrag. Auch in diesem Jahr war Niedersachsen mit 4.018 ha wieder das Bundesland mit der größten Anbaufläche der Edelgemüseart. Die flächenmäßig zweitwichtigste Gemüseart waren bundesweit wiederum die Möhren, deren Anbau mit 10.492 ha etwa der Fläche aus 2004 entspricht.

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Niedersachsen: Milchleistung weiter auf höchstem Niveau

Nur moderater Anstieg gegenüber 2007 – Osnabrück an der Spitze
Hannover (agrar.de) – Erneut haben die niedersächsischen Kühe die Schwelle von 8.500 kg Milch pro Jahr überschritten. Nachdem die „Schallmauer“ im vergangenen Jahr erstmals geknackt wurde, stieg die Milchleistung pro Kuh im gerade abgelaufenen Kontrolljahr 2007/08 (1.10. bis 30.9.) nach Angaben des Landvolks Niedersachsen weiter um 26 kg Milch auf nunmehr 8.534 kg im Durchschnitt.

Kaum eine Änderung gab es bei den Milchinhaltsstoffen. Der Fettgehalt der Milch lag im Durchschnitt bei 4,12 Prozent und war damit geringfügig niedriger als im Jahr zuvor, dank der höheren Milchmenge blieb die Fettmenge aber mit 352 kg pro Kuh gleich. Unverändert blieb der durchschnittliche Eiweißgehalt der Milch mit 3,40 Prozent, die Eiweißmenge erhöhte sich gleichzeitig um zwei auf 291 kg pro Kuh. Der Leistungsanstieg der Kühe fiel allerdings verhaltener aus als in den Jahren zuvor. Bereits im vergangenen Jahr war die Milchleistung geringer als sonst gestiegen. Ursache dürfte eine weniger scharfe Selektion der Kühe aufgrund der guten Marktsituation für Milch im ver-gangenen Herbst und Winter sein, aber auch die große Hitze im Mai und Juni hat vermutlich den Leistungsanstieg etwas gebremst.

Stärker zugelegt haben die Kühe im Gebiet der früheren Landwirtschaftskammer Hannover. Mit 8.567 kg Leistungsdurchschnitt, das waren 65 kg mehr als im vergangenen Jahr, haben sie die Kühe in Weser-Ems jetzt wieder überrundet. Dort sank die Milchleistung sogar um 12 kg auf 8.501 kg im Mittel. Deutlich höher als im Landesdurchschnitt liegen aber die in einem Zuchtverband registrierten Kühe. Unverändert Spitzenreiter ist das Osnabrücker Herdbuch mit fast 1.000 kg mehr. Dort wurden im Mittel 9.499 kg Milch erreicht. An zweiter Stelle liegt die Verdener Masterrind mit einem Leistungsdurchschnitt von 8.767 kg bei den Schwarzbunten und 8.155 kg bei den Rotbunten. Hier erreichten die Schwarzbunten mit einem Plus von 73 kg auch den höchsten Leistungszuwachs in Niedersachsen. Dieser Wert wurde nur von den Rotbunten in der Weser-Ems-Union übertroffen, die sich sogar um 81 kg auf 8.188 kg steigerten. Die Schwarzbunten lagen dort allerdings mit 8.731 kg, 20 kg weniger als im Vorjahr, lediglich an dritter Stelle. Die Kühe im Verein ostfriesischer Stammviehzüchter schafften durchschnittlich 8.470 kg bei Schwarzbunt und 7.884 bei Rotbunt.

Spuren hinterlassen hat das abgelaufene Kontrolljahr bei der Zahl der Betriebe. Nur noch auf 10.979 Bauernhöfen wurde die Milchkontrolle durchgeführt, gegenüber 11.479 Höfen im vergangenen Jahr ist das ein Rückgang um 4,4 Prozent. Ursache ist der Strukturwandel. Die Zahl der kontrollierten Kühe stieg dagegen sogar von 615.526 auf 639.935. Im Durchschnitt standen auf jedem Betrieb 58,3 Milchkühe im Stall, im Jahr zuvor waren es 56,7 Kühe.

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27. November 2008

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Wirtschaft — info @ 10:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 570 angebotenen Schweinen, 570 Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,56 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,56 Euro bis 1,57 Euro verkauft.

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Mehr Schnittblumen in Nordrhein-Westfalen angebaut

Düsseldorf (agrar.de) – In diesem Jahr wurden in Nordrhein- Westfalen – dem für den Zierpflanzenanbau bedeutendsten Bundesland – auf 2.752 Hektar Blumen und Zierpflanzen zu Verkaufszwecken angebaut. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der allgemeinen Zierpflanzenerhebung mitteilt, waren das 6,8 Prozent weniger als 2004. Den Rückgang führen die Statistiker u. a. auf die allgemeine Marktentwicklung bei Zierpflanzen und auf extreme Hagelschäden in einigen Regionen von Nordrhein-Westfalen zurück. Die Zahl der Betriebe, die Blumen und Zierpflanzen anbauten, war 2008 mit 1 797 um 15,1 Prozent niedriger als vier Jahre zuvor.

Entgegen der allgemeinen Entwicklung konnte die Anbaufläche für Schnittblumen und andere Zierpflanzen zum Schnitt gegenüber 2004 um 13,6 Prozent auf 1.147 Hektar ausgedehnt werden.

Die Anbaufläche von Zierpflanzen unter Glas oder anderen Schutzabdeckungen war mit 797 Hektar um 7,4 Prozent niedriger als 2004 und auch die Zahl der Betriebe (1.560) in diesem Segment war niedriger als vier Jahre zuvor (-21,3 Prozent).

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25. November 2008

Brandenburger Baumschulfläche 2008 um 30 Prozent gestiegen

Weihnachtsbäume auf 16 Hektar
Potsdam (agrar.de) – Nach den aktuell vorliegenden Ergebnissen der Baumschulerhebung gibt es im Land Brandenburg 105 Baumschulbetriebe, die 1.300 Hektar Baumschulfläche bewirtschaften. Gegenüber dem Jahr 2004 vergrößerte sich die Fläche für die Baumschulproduktion in Brandenburg um 30 Prozent (2004: 997 Hektar).

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiter mitteilt, liegt mit ca. 64 Prozent der Fläche (830 Hektar) der Schwerpunkt der brandenburgischen Baumschulproduktion bei der Anzucht von Ziergehölzen. Forstpflanzen werden auf ca. 18 Prozent der Baumschulfläche (230 Hektar) angezogen. Weihnachtsbäume wachsen auf gut einem Prozent der Fläche (16 Hektar).

Mit 41 Betrieben konzentrieren sich über 40 Prozent aller Baumschulen im Süden und Westen Brandenburgs. Diese bewirtschaften mit 978 Hektar 75 Prozent der Baumschulflächen des Landes. Allein im Havelland befinden sich fast 42 Prozent dieser Flächen.

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Schleswig-Holstein: Ministerium fördert bessere Lagerkapazitäten für Gülle

Kiel (agrar.de) – Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher hat eine Richtlinie zur Förderung von Investitionen in erweiterte Lagerkapazitäten für Gülle unterzeichnet. „Wir wollen den Landwirten einen Anreiz für Investitionen in zusätzliche Lagerkapazitäten geben um damit den wertvollen Dünger gezielter und effizienter verwerten zu können“, sagte von Boetticher heute.

Die EU-rechtliche Mindestvorgabe einer sechsmonatigen Lagerkapazität für Gülle und Jauche, die zum 1. Januar 2009 umgesetzt wird, sei sowohl aus pflanzenbaulicher Sicht als auch aus Gründen des Gewässerschutzes nicht optimal. In vielen Jahren komme es damit zu einer Gülleausbringung zu einem Zeitpunkt, in dem die Nährstoffverwertung unzureichend oder die Gewässerbelastung hoch sei. „Wir wollen daher einen Anreiz setzen für höhere Lagerkapazitäten, die sowohl den pflanzenbaulichen Erfordernissen als auch dem Gewässerschutz dienen. Außerdem stärkt ein gezielter Gülleeinsatz angesichts der gestiegenen Düngerkosten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe“, betonte der Landwirtschaftsminister.

Aufgrund der neuen Richtlinie können Investitionen zwischen 30.000 und 100.000 Euro zur Erhöhung der Güllelagerkapazitäten von sechs auf mindestens neun Monate gefördert werden. Dazu ist ein Nachweis über die vorhandenen und geplanten Güllelagerkapazitäten erforderlich. Es kann ein fester Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro pro Antragsteller gewährt werden. Allerdings sind die zu fördernden Lagerbehälter mit geeigneten Einrichtungen zur Leckageerkennung auszurüsten. Außerdem ist der Bau von Gülleerdbecken, so genannten Güllelagunen, aus Gründen des Klimaschutzes von der Förderung ausgeschlossen.

Anträge können ab sofort bei den Ämtern für ländliche Räume gestellt werden.

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Niedersachsen: Landesjagdbericht 2007

Themen: Jagd,Niedersachsen,Statistik — info @ 10:11

Hannover (agrar.de) – Zum sechsten Mal in Folge erscheint in Zusammenarbeit zwischen dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. der Landesjagdbericht, der einer breiten Öffentlichkeit die jagdlichen Belange erläutert.

Auch dieser Landesjagdbericht beinhaltet das aktuelle jagdpolitische Geschehen. Minister Hans-Heinrich Ehlen würdigte ausführlich die Leistungen der niedersächsischen Jägerinnen und Jäger im Naturschutzbereich.

19 Haar- und Federwildarten werden umfangreich beschrieben. Neben der erforderlichen Wildtiererfassung werden Veränderungen in der Strecken hinterfragt.

Die jagdlichen Schwerpunktthemen stellen den Birkhuhnschutz in der Lüneburger Heide, die Rückkehr des Wolfes oder die Entwicklung der Falknerei und des Jagdhornblasens in Niedersachsen vor.

Ein begonnenes Forschungsprojekt zur Untersuchung der Auswirkungen des großflächigen Anbaus von Energiepflanzen auf die Tierwelt der Agrarlandschaft wird ebenso beschrieben wie die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die biologische Vielfalt aus jagdlicher Sicht.

Zusätzlich wartet der Bericht mit vielen aktuellen Zahlen zum jagdlichen Geschehen in Niedersachsen auf. Aber auch das abwechslungsreiche Flächenland Niedersachsen wird mit vielen interessanten Zahlen und Beschreibungen vorgestellt.

Der Landesjagdbericht weist auf Probleme und Herausforderungen der niedersächsischen Jägerinnen und Jäger hin und bietet Interessierten Einblick in das jagdliche Geschehen.

Landesjagdbericht 2007 (PDF-Datei).

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25 Jahre forstliches Umweltmonitoring in Niedersachsen

Wald muss an Klimawandel angepasst werden
Hannover (agrar.de) – Wie ist es aktuell um die Gesundheit von Buche, Eiche, Fichte und Kiefer bestellt? Sind unsere Wälder auf den Klimawandel vorbereitet? Diese und viele andere Fragen beantwortet der aktuelle Waldzustandsbericht 2008. Niedersachsens Forstminister Hans-Heinrich Ehlen stellte in Hannover die druckfrische Broschüre vor.

„Der schädliche Säureeintrag ist stark zurück gegangen. Das belegen Daten aus 25 Jahren Forschung“, stellte Minister Ehlen fest. „Sorgen bereiten unseren Bäumen nach wie vor die unverändert hohen Stickstoffeinträge. Dieser Zustand muss sich deutlich verbessern.“ Ein gesunder Baum hat eine dicht belaubte oder benadelte Krone. Kronenverlichtungen deuten immer auf Vitalitätsstörungen hin, an der auch Insekten und Pilze beteiligt sein können. Die Gesundheit der Waldbäume schwankt von Jahr zu Jahr und bleibt labil. Doch weiterhin sterben insgesamt nur wenige Bäume ab. Auch das ist ein Ergebnis des umfangreichen und reich bebilderten Waldzustandsberichtes.

Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf die niedersächsischen Wälder sind neben der Waldzustandserhebung und dem Umweltmonitoring in den Brennpunkt der Forschung gerückt. „Unsere Wälder sind anpassungsfähig und werden auch mit Klimaveränderungen fertig“, ist sich Minister Ehlen sicher. „Aber wir müssen sie darauf vorbereiten und rechtzeitig an veränderte Wuchsbedingungen anpassen.“ Die Forstwirtschaft ist insgesamt riskanter geworden. Wenn die Klimaszenarien und -prognosen zutreffen, könnte die Fichte als Flachwurzler in einigen Bereichen

Niedersachsens als erste Baumart in Bedrängnis geraten. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt in Göttingen entwickelt praxisorientierte Empfehlungen für die Waldbesitzer. Dadurch können die Risiken für die zukünftige Forstwirtschaft deutlich reduziert werden.

Der Waldzustandsbericht 2008 kann auf der Website des Landwirtschaftsministeriums kostenlos heruntergeladen werden.

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Thüringen: 71 Betriebe ziehen im Jahr 2008 Baumschulgewächse heran

Themen: Anbauflächen,Gartenbau,Obst,Statistik,Thüringen — info @ 10:11

Erfurt (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der aller vier Jahre durchzuführenden Baumschulerhebung ziehen in diesem Jahr in Thüringen 71 Betriebe Baumschulgewächse auf 269 Hektar heran. Zur letzten Erhebung im Jahr 2004 wurden 69 Betriebe mit einer Baumschulfläche von 280 Hektar ermittelt. Die Zahl der Betriebe entspricht nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik also fast der vor vier Jahren, die Baumschulfläche ist um knapp 11 Hektar kleiner als zur letzten Erhebung.

Die Produktion von Baumschulpflanzen in Thüringen erfolgt überwiegend in klein strukturierten Betrieben. Nahezu jeder zweite Betrieb (31 Betriebe) erzeugt seine Produkte auf Flächen, die kleiner als ein Hektar sind. Drei Zehntel (22 Betriebe) haben eine Baumschulfläche von einem bis unter fünf Hektar und ein Viertel (18 Betriebe) verfügt über Flächen ab fünf Hektar.
Im Durchschnitt bewirtschaften die Betriebe im Jahr 2008 damit 3,8 Hektar Baumschulflächen. Die durchschnittliche Flächenausstattung der Betriebe im Jahr 2004 lag bei 4,1 Hektar.

Den größten Anteil an den Baumschulflächen insgesamt haben mit 87 Hektar (32,3 Prozent der Fläche insgesamt) die Ziersträucher und Ziergehölze, die für Pflanzungen an Straßen, in Parkanlagen und Gärten vorgesehen sind sowie Gehölze für die Landschaftsgestaltung. Weitere 40 Hektar sind Veredlungsflächen auf denen überwiegend Obstgehölze (26 Hektar) veredelt werden.

Forstpflanzen werden auf 33 Hektar, davon auf 15 Hektar Nadelgehölze (ohne Weihnachtsbaumkulturen) und auf 18 Hektar Laubgehölze, herangezogen.

Nadelgehölze zur Anzucht von Weihnachtsbaumkulturen (ohne Flächen mit Weihnachtbäumen zum Hieb) stehen auf 17 Hektar und weitere 74 Hektar sind sonstige Baumschulflächen.

Überwiegend werden die Pflanzen im Freiland erzeugt. Dafür werden 253 Hektar Freilandfläche genutzt. Lediglich 16 Hektar sind Flächen, auf denen Container stehen oder Flächen unter Glas und/oder Hochfolie.

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1) für Straßen, Parks, Gärten

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