30. Oktober 2008

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 08:10

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 625 angebotenen Schweinen, alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,51 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,50 Euro bis 1,52 Euro verkauft.

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29. Oktober 2008

Im Rheinland wird eine gute Zuckerrübenernte eingefahren

Bonn (agrar.de) – Die Zuckerrübenernte im Rheinland läuft auf Hochtouren. Der Startschuss für die Rübenkampagne 2008 fiel am 15. September und die Rübenkampagne hat inzwischen die Halbzeit erreicht. Die rheinischen Rübenanbauer können sich dabei in diesem Jahr über hohe Rübenerträge und besonders süße Rüben freuen. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn hin. Nach Informationen des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes (RRV) werde in diesem Jahr im Rheinland ein durchschnittlicher Rübenertrag von etwa 63 t Rüben pro ha erwartet und dieser Wert liege damit nur knapp unter dem hervorragenden Vorjahresergebnis von 65 t.

Deutlich größer dürften jedoch in diesem Jahr, so der RLV, die Zuckergehalte der rheinischen Rüben ausfallen. Der RRV gehe derzeit von einem Zuckergehalt in Höhe von über 17 Prozent aus. Das Vorjahresergebnis von 16,6 Prozent Zuckergehalt würde damit deutlich übertroffen. Wie der RLV weiter mitteilt, kämen die süßen Zuckerrüben nicht von ungefähr. Grund hierfür sei die günstige Witterung in den vergangenen Wochen. Die milden Tage und die kühlen Nächte hätten zu einem hohen Zuckergehalt in den Rüben geführt.

Die Rübenernte im Rheinland wird voraussichtlich bis Silvester dauern und damit eine Woche vor der letztjährigen Kampagne enden. Insgesamt bauen in diesem Jahr im Rheinland rund 4.500 Landwirte auf rund 49.000 ha Rüben an.

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RLV: Weizenpreise stark gefallen, aber Brot wird teurer

Themen: Getreide,Lebensmittel,Verbände,Wirtschaft — info @ 13:10

Verband wirft Großbäckern Verbrauchertäuschung vor
Bonn (agrar.de) – Obwohl die Getreidepreise um nahezu die Hälfte gesunken sind, kündigten die Großbäcker an, wegen gestiegener Energie- und Rohstoffpreise die Brotpreise anheben zu wollen. „Im letzten Jahr wurde die Brotpreise aufgrund des gestiegenen Getreidepreises erhöht, in diesem Jahr sollen es die Betriebskosten sein – hier wird der Verbraucher getäuscht“, kritisierte der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) die bequeme Begründung für die Verteuerung des Brotes.

Die Ackerbauern verwahren sich entschieden dagegen, steigende Brotpreise mit den Rohstoffpreisen zu begründen. „Die Kostensteigerungen pro Hektar Brotweizen beträgt im Zeitraum der Ernten 2006 bis 2008 über 270 Euro, während die Erlöse für die Bauern lediglich um rund 80 Euro gestiegen sind. Wer angesichts solcher Zahlen rohstoffbedingte Preissteigerungen ankündigt, täuscht Verbraucher und Öffentlichkeit“, betont der RLV. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Erzeugerpreise für Weizen, Roggen und Gerste um 40 bis 45 Prozent gefallen. Zudem müssen die Landwirte enorm gestiegene Produktionskosten, worunter auch Energiekosten fallen, verkraften.

Wie der RLV dazu weiter mitteilt, ist der wertmäßige Anteil von Getreide im Brot sehr gering: In 1 kg Mischbrot, das durchschnittlich 2,40 Euro kostet, steckt ein Getreidewert von 23 Cent (9,5 Prozent).

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28. Oktober 2008

Beträchtliche Spannweite landwirtschaftlicher Betriebsgrößen in Baden-Württemberg

Themen: Agrarstruktur,Baden-Württemberg,Statistik — info @ 13:10

Stuttgart (agrar.de) – Die durchschnittliche landwirtschaftliche Betriebsgröße beträgt in Baden-Württemberg nach Angaben des Statistischen Landesamtes 25,2 Hektar. Damit hat das Land die im Durchschnitt kleinsten Betriebe in Deutschland. Innerhalb des Landes zeigen sich nach einer aktuellen Sonderauswertung des Statistischen Landesamtes dagegen große Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden. In den Gemeinden mit den durchschnittlich größten Betrieben sind diese nahezu 100-mal größer als in den Gemeinden mit den kleinsten Betrieben.

In den Gemeinden mit den kleinsten landwirtschaftlichen Betriebsstrukturen Baden-Württembergs bestimmen wertschöpfungsintensive Sonderkulturen – vor allem der Weinbau – das landwirtschaftliche Bild. Die im Schnitt kleinsten Betriebe mit 1,9 Hektar (ha) hat Pfaffenweiler im badischen Landesteil aufzuweisen. Hier ist der Weinbau dominant, fast drei Viertel der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) sind mit Reben bestockt. An zweiter Stelle unter den landwirtschaftlich »klein strukturierten« Kommunen im Land steht allerdings die Reichenau. Ein intensiver Gemüseanbau auf der klimatisch begünstigten Insel führte zu einer durchschnittlichen Betriebsfläche von 2,1 ha. An Nummer drei steht die Gemeinde Rohrdorf im Kreis Calw (2,5 ha), die sich dadurch auszeichnet, dass nur wenige kleine örtliche Betriebe vorhanden sind und die Fläche im Wesentlichen durch auswärtige Betriebe bewirtschaftet wird. Auf Position vier und fünf folgen wiederum Weinbaugemeinden: Bühlertal im Landkreis Rastatt mit 2,6 ha und das südbadische Ebringen mit 2,7 ha.

In ganz anderen Dimensionen bewegen sich dagegen die landwirtschaftlichen Betriebe in den fünf Gemeinden mit den durchschnittlich größten Betrieben im Land. An der Spitze steht Kirchentellinsfurt im Landkreis Tübingen, gefolgt von Iffezheim (Landkreis Rastatt) und Philippsburg (Landkreis Karlsruhe). In diesen Gemeinden sind jedoch nicht zwangsläufig alle Betriebe groß, vielfach gibt eine Mischung aus kleinen, mittleren und besonders großen Betrieben. Die für baden-württembergische Verhältnisse ungewöhnlich großen Betriebsflächen von durchschnittlich über 100 ha werden hier zu über 80 Prozent von Ackerflächen bestimmt, auf denen vorwiegend Getreide, Körnermais und andere Feldfrüchte angebaut werden, die sich für eine hoch mechanisierte und arbeitsextensive Bewirtschaftung anbieten.

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Kommission genehmigt 186 Millionen Euro für 143 neue LIFE+-Projekte

Themen: EU,Förderung,GAP,Umwelt — info @ 10:10

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat im Rahmen der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen die Förderung von 143 neuen Projekten für das Finanzierungsinstrument für die Umwelt 2007-2013 (LIFE+) genehmigt. Die Projekte stammen aus der ganzen EU und betreffen Aktionen in den Bereichen Naturschutz, Umweltpolitik sowie Information und Kommunikation. Insgesamt stellen sie eine Investition von 367 Mio. EUR dar, wovon 186 Mio. EUR von der EU bereitgestellt werden.

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hierzu: „Die Vielfältigkeit und die hohe Qualität der in diesem Jahr eingereichten Vorschläge haben mich sehr beeindruckt. Die ausgewählten Projekte werden sich nicht nur nachhaltig auf die Umwelt auswirken, sondern auch für andere Akteure richtungsweisend sein.“

Im Rahmen der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für das LIFE+-Programm gingen bei der Kommission mehr als 700 Vorschläge öffentlicher und privater Einrichtungen aus den 27 Mitgliedstaaten ein. Davon wurden 143 Vorschläge für eine Kofinanzierung über die drei Komponenten des neuen Programms ausgewählt: LIFE+-Natur und biologische Vielfalt, LIFE+-Umweltpolitik und Verwaltungspraxis sowie LIFE+-Information und Kommunikation.

LIFE+-Natur und biologische Vielfalt: Mit den Projekten soll die Erhaltung gefährdeter Arten und natürlicher Lebensräume verbessert werden. Von den eingegangenen 264 Vorschlägen wählte die Kommission 58 Förderprojekte aus, die Umweltschutzverbände, Behörden und andere Vereinigungen eingereicht hatten. Sie werden in 21 Mitgliedstaaten durchgeführt und entsprechen einer Gesamtinvestition von 165 Mio. EUR, wovon die EU mehr als 94 Mio. EUR bereitstellt. Die meisten (54) Projekte sind Naturschutzprojekte, die zur Umsetzung der Vogel- und/oder Habitat-Richtlinien und zum Natura 2000-Netz beitragen. Die übrigen vier Projekte betreffen die biologische Vielfalt, eine neue Kategorie von LIFE+-Projekten für Pilotvorhaben, die Fragen der biologischen Vielfalt behandeln.

LIFE+-Umweltpolitik und Verwaltungspraxis: Hierbei handelt es sich um Pilotprojekte, die zur Entwicklung innovativer politischer Konzepte, Technologien, Methoden und Instrumente beitragen. Von den eingegangenen 325 Projekten wählte die Kommission 74 Förderprojekte aus, die von einer Vielzahl öffentlicher und privater Organisationen aus den verschiedensten Bereichen vorgelegt wurden. Die Gesamtinvestition für die ausgewählten Projekte in 21 Mitgliedstaaten beläuft sich auf 185 Mio. EUR, wovon die EU 84 Mio. EUR bereitstellen wird. (29) Projekte, die Abfallwirtschaft und natürliche Ressourcen betreffen, beanspruchen den größten Teil der EU-Förderung (rund 26 Mio. EUR). Der Klimawandel ist mit 22 Projekten der zweite Schwerpunktbereich (rund 24 Mio. EUR). Weitere 24 Projekte betreffen Themen wie Wasser, städtisches Umfeld, Boden, Lärmbelastung, Wälder, Chemikalien, Luftqualität, Umwelt und Gesundheit.

LIFE+-Information und Kommunikation: Projekte zur Verbreitung von Informationen und Verbesserung der Wahrnehmung von Umweltproblemen sowie Ausbildung und Sensibilisierung für die Verhütung von Waldbränden. Von den eingegangenen 118 Vorschlägen wählte die Kommission 11 Förderprojekte aus, die von einer großen Zahl öffentlicher und privater Organisationen und/oder Umweltorganisationen eingereicht wurden. Die Projekte werden in Spanien, Frankreich, Finnland, Italien, Malta, Schweden und im Vereinigten Königreich durchgeführt und entsprechen einer Gesamtinvestition in Höhe von 16 Mio. EUR, wovon die EU 8 Mio. EUR bereitstellt.

LIFE+-Programm

LIFE+ ist das neueste Finanzierungsinstrument für die Umwelt mit einer Mittelausstattung von insgesamt 2 143 Mio. EUR (zweitausendeinhundertdreiundvierzig Millionen) für den Zeitraum 2007-2013. In diesem Zeitraum veröffentlicht die Kommission jährlich eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für LIFE+-Projekte.

Informationen über LIFE+
Kontaktdaten der zuständigen nationalen Behörden

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27. Oktober 2008

Blauzungenkrankheit: Neuer Virustyp – Sperr- und Kontrollzonen im westlichen Münsterland

Düsseldorf (agrar.de) – Ein neuer Virustyp der Blauzungenkrankheit hat die östlichen Niederlande an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen betroffen und führt zu Vorsorgeentscheidungen und Beschränkungen in Nordrhein-Westfalen.

Nachdem in vier landwirtschaftlichen Betrieben vom Blauzungenvirus Typ 6 (BTV6) befallene Tiere festgestellt wurden, hat das niederländische Landwirtschaftsministerium Sperr- und Kontrollzonen für den Handel mit Tieren eingerichtet. Von der 20 Kilometer großen Sperrzone betroffen sind landwirtschaftliche Betriebe im näheren Umkreis von Gronau. Bis auf Weiteres sind hier Transporte von Rindern, Schafen oder Ziegen nur mit besonders strengen Auflagen erlaubt.

Eine Kontroll- und Beobachtungszone reicht weit ins Münsterland hinein und betrifft auch am Niederrhein die Bereiche Kleve, Emmerich und Hamminkeln. Insgesamt umfasst diese Zone einen Bereich von 150 Kilometern, ausgehend von den betroffenen niederländischen Betrieben.

Innerhalb und außerhalb der Beobachtungszone sind Transporte nur dann möglich, wenn die Tiere zuvor auf klinische Unauffälligkeit untersucht wurden. Die entsprechenden Bereiche wurden durch das nordrhein-westfälische Umweltministerium in Absprache mit den Kreisbehörden und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) festgelegt. Die Regelungen wurden mit Niedersachsen und dem Bund abgestimmt. Auch die Tiergesundheitsbehörden der EU wurden informiert.

Der Blauzungenvirus Typ 6 taucht erstmals in Europa auf. Bisher ist in Nordrhein-Westfalen nur der Typ 8 des Blauzungenvirus vorgekommen und 2008 mit einer Impfaktion erfolgreich bekämpft worden. Für den neuen Virustyp ist derzeit noch kein Impfstoff vorhanden. Von der Blauzungenkrankheit geht keine Gefahr für den Menschen aus.

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23. Oktober 2008

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 08:10

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 570 angebotenen Schweinen, 370 Schweine in 2 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,62 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,62 Euro bis 1,62 Euro verkauft.

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22. Oktober 2008

DBV: Bauern lehnen zusätzliche Bürokratie durch Cross Compliance ab

Themen: EU,Förderung,GAP,Verbände — info @ 16:10

Berlin (agrar.de) – Vor den entscheidenden Verhandlungen zum Health Check in der kommenden Woche im Agrarministerrat in Luxemburg weist der Deutsche Bauernverband (DBV) erneut besonders auf die drohenden Verschärfungen bei Cross Compliance hin, also bei der Bindung der Direktzahlungen an Auflagen im Umwelt- und Tierschutz sowie bei der Lebensmittelsicherheit.

Der DBV befürchtet, dass die von Bundesminister Horst Seehofer im Jahr 2007 während der deutschen Ratspräsidentschaft angestoßene Initiative zur Entbürokrati­sierung und Vereinfachung in der EU-Agrarpolitik dadurch wieder zunichte gemacht wird. Der DBV fordert vor allem das Bundesministerium auf, im Agrarrat unnachgiebig auf eine Entschlackung bei Cross Compliance hinzuarbeiten und sich jeder neuen Bürokratisierung entgegen zu stellen. Völlig inakzeptabel ist es aus Sicht des DBV, wenn es zu einem politischen Tauschhandel kommen würde, wonach es im Gegenzug zum endgültigen Wegfall der Flächenstilllegung zu einer Verschärfung von Cross Compliance käme.

Die deutschen Bauern lehnen auch ab, künftig pauschal Randstreifen an Gewässern über Cross Compliance vorzuschreiben. Damit droht, dass auf Landesebene mühsam gefundene Regelungen zur Landbewirtschaftung entlang von Gewässern ausgehebelt werden, befürchtet der DBV. Gerade bei der Forderung nach pauschalen Gewässerrandstreifen reagieren die Landwirte sehr sensibel. Denn dies wird als Angriff auf ihre Bewirtschaftungs­rechte, quasi ein Stück weit als Enteignung, verstanden, ohne dass dies im Sinne des Umweltschutzes fachlich notwendig ist. Hinzu kommen Folgeprobleme wie die einge­schränkte Förderfähigkeit von Randstreifen über Agrarumweltprogramme, sofern Randstreifen als Cross Compliance-Standard festgelegt werden.

Im Übrigen lehnt der DBV auch Forderungen des Europäischen Parlamentes ab, Kriterien der Arbeitssicherheit in Cross Compliance aufzunehmen. Dies wäre die nächste Bürokratie- und Kontrollwelle, die ein bewährtes System der Betriebsprüfungen durch die Berufsgenossenschaften und die Gewerbeaufsicht zerstört.

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Auswirkungen der Finanzkrise für die Landwirtschaft

Themen: Düngung,Kraftstoffe,Verbände,Wirtschaft — info @ 16:10

RLV: Kostenintensivere Produktion und geringere Erlöse machen Kostenentlastung nötig!
Bonn (agrar.de) – Die weltweite Finanzkrise trifft die Land- und Ernährungswirtschaft nach Einschätzung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) gleich mehrfach: Zum einen könnte eine mögliche Rezession die Kaufkraft der Konsumenten schwächen, die Nachfrage nach Lebensmitteln würde zurückgehen.

Zum anderen steigen die Betriebsmittel, also Energie-, Düngemittel- und Futtermittelpreise werden teurer, – vielfach um bis zu 100 Prozent – und die landwirtschaftliche Produktion wird damit kostenintensiver. Gleichzeitig sinken auf Grund eines reichlichen Angebotes die Erlöse für viele landwirtschaftliche Produkte. Aber die einbrechenden Preise haben noch eine weitere Ursache: Die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte stehen aufgrund der Finanzkrise unter starkem Druck, da viel Kapital aus den Märkten abgezogen wird, erklärt der RLV. Folglich sinken die Kurse und die Preise für die heimischen Ackerbauern brechen ein.

Wie der RLV dazu weiter mitteilt, haben die Landwirte wegen den hohen Kosten für Betriebsmittel viel Kapital in die Ernte investieren müssen, der jetzige Getreidepreis vermag die Kosten jedoch nicht zu decken. Die meisten Düngemittel haben sich im Preis verdoppelt (Stickstoff), manche gar verdreifacht (Phosphat, Kali). Mit ihrem Verkaufserlös für die Getreideernte sind die Landwirte weit davon entfernt, ihre Produktionskosten zu decken.

Für die hiesigen Landwirte ist es nun wichtig, dass sie von ihren steigenden Kosten entlastet werden. „Die Politik kann den Bauern und ihren Familien in dieser Krise an einer Stelle leicht unterstützen“, meint der RLV und erinnert: „Noch immer steht ein günstigerer Steuersatz bei Agrardiesel aus.“ Im Vergleich zu den europäischen Nachbarn, die zwischen 0 und 10 Cent Steuer pro Liter Agrardiesel zahlen, muss der deutsche Bauer 40 Cent drauflegen. „Das ist eine Wettbewerbsverzerrung innerhalb der EU, die wir nicht länger dulden“, kritisiert der RLV. Hier müsse endlich eine Harmonisierung umgesetzt werden.

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Spargel dominiert auch 2008 den Gemüseanbau Brandenburgs

Potsdam (agrar.de) – Die Brandenburger Gemüseanbauer bewirtschaften 2008 nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg 6.404 Hektar Anbaufläche für Gemüse zum Verkauf. Vor 10 Jahren waren es rund 3.950 Hektar, 62 Prozent weniger.

Auf dem größten Teil der Fläche (6.355 Hektar) bauen die Betriebe Freilandgemüse an. Der Spargel nimmt davon mit 3.080 Hektar fast die Hälfte ein. Weitere anbaurelevante Gemüsearten auf dem Freiland sind Gurken (839 Hektar), Möhren/Karotten (575 Hektar), Frischerbsen (434 Hektar) sowie Buschbohnen (332 Hektar).

Der Anbau von Gemüse unter Glas wird in Brandenburg von 192 Betrieben auf 49 Hektar durchgeführt. Dabei dominieren Tomaten auf 17 Hektar, gefolgt von Gurken auf einer Anbaufläche von 11 Hektar.

Schwerpunkte des Gemüseanbaus Brandenburgs bilden die Kreise Potsdam-Mittelmark (2.478 Hektar Freilandgemüseanbau und 14 Hektar Anbau von Gemüse unter Glas) und Märkisch-Oderland (999 und 5 Hektar).

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