03. September 2008

Landmaschinen-Fachbetriebe: Umsatz-Plus im zweiten Quartal

Themen: Landtechnik,Verbände,Wirtschaft — info @ 20:09

Essen (agrar.de) – Die Hauptarbeitsgemeinschaft des Landmaschinen-Handels und -Handwerks (H.A.G.) kommt in der Auswertung des zweiten Quartals 2008 auf ein durchschnittliches Umsatzplus von 10,4 Prozent gegenüber Vorjahr, 63 Prozent der rund 5.000 angeschlossenen Landmaschinen-Fachbetriebe in Deutschland konnten sich über Umsatzzuwächse freuen, 24 Prozent vermeldeten Gleichstand und 13 Prozent Rückgänge.

Dabei gibt es erneut eine erhebliche Bandbreite, drei Viertel der Rückmeldungen bewegen sich allein beim Umsatzentwicklung in einem Korridor zwischen +23,2 und -2,4 Prozent. Hauptverantwortlich für das gute Ergebnis ist das erneut boomende Neumaschinen-Handelsgeschäft (+11,4 Prozent), dem gegenüber hat der Gebrauchtmaschinenmarkt durchschnittlich „nur“ um 4,2 Prozent zugelegt. Werkstatt und Teilelager entwickelten sich bei Durchschnittssteigerungen von 3,6 Prozent und 3,8 Prozent ebenfalls erfreulich.

Die Stimmung in der Branche scheint jedoch zu kippen: Waren es im ersten Quartal noch nur 17 Prozent der Kollegenbetriebe, die weitere Umsatzzuwächse erwarten, so sind es im Sommer bereits 34 Prozent gewesen. Je ein Drittel erwarten Gleichstand und Zuwachs beim Umsatz. Auf der Kostenseite verzeichneten die Fachbetriebe ebenfalls erhebliche Steigerungen von bei Personalkosten 5,9 Prozent und Betriebskosten 5,5 Prozent – das sind die seit langem höchsten Zuwächse an dieser Stelle. Zudem melden 95 Prozent der Betriebe spürbare Anhebungen bei den Einkaufspreisen.

Der Personalbestand in den Fachbetrieben stieg weiter (+2,5 Prozent), es werden weiter und dringend Auszubildende gesucht, ausgebildet und übernommen.

Die Lager sind weniger prall gefüllt als zuvor, insbesondere bei Maschinen, der Teilebestand ist hingegen aus Servicegründen zu Erntebeginn immer etwas voller. Investitionen in Gebäude und Einrichtung sind erneut gestiegen (+2,6 Prozent).

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IVA: Höherer Mineraldüngereinsatz durch gute Ernte belohnt

Themen: Düngung,Statistik,Verbände — info @ 08:09

Frankfurt (agrar.de) – Der Absatz von Mineraldüngern hat im Düngejahr 2007/2008 (Juli/Juni) deutlich zugenommen. Das geht nach mitteilung des Industrieverbandes Agrar (IVA) aus den jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Bei Stickstoffdüngemitteln stieg er um 12,9 Prozent auf gut 1,8 Millionen Tonnen N. Das entspricht etwa dem Niveau von 2005/2006. Die Lieferungen von Phosphatdüngemitteln wuchsen um 19,6 Prozent auf 317.000 Tonnen P2O5. Bei Kali war eine Zunahme um 15,3 Prozent auf 511.000 Tonnen K2O zu verzeichnen. Der Kalkabsatz stabilisierte sich bei insgesamt 2,2 Millionen Tonnen.

Zu dieser Entwicklung hat zum einen die Ausdehnung der Getreideanbaufläche in Deutschland um durchschnittlich 7,3 Prozent beigetragen. Zum anderen haben günstigere Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft den Einsatz von Mineraldüngern lohnender gemacht. Beides zusammen führte zu einer gegenüber dem Vorjahr über 20 Prozent höheren Getreideernte. Ein Mehr an Nährstoffen brachte also ein deutliches Plus an Nahrungsmitteln. Das belegt, dass die Landwirte Düngemittel effizient und damit Umwelt und Klima schonend einsetzen.

Gegenüber dem schwachen Vorjahr nahm der Absatz von Stickstoffdüngern im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um rund 200.000 Tonnen N zu. 2007 waren wegen der Frühjahrstrockenheit viele Düngemaßnahmen unterblieben. Der jetzige Zuwachs kam besonders der Sorte Kalkammonsalpeter zugute. Sie konnte ihren Marktanteil wieder um vier Punkte auf 45 Prozent steigern.

Die Grunddüngung mit Phosphat und Kali war seit Jahren stark rückläufig. Immer wieder hatte die Offizialberatung die Landwirte darauf hingewiesen, dass die Versorgung mit diesen Nährstoffen nicht endlos vernachlässigt werden darf. Diese Warnungen scheinen jetzt Wirkung zu zeigen. Nach historischem Tiefststand im Düngejahr 2006/2007 hat der Absatz von Phosphatdüngern jetzt um 52 000 Tonnen P2O5 oder 19,6 Prozent zugelegt. Bei Kalidüngemitteln betrug die Absatzsteigerung 68 000 Tonnen K2O oder 15,3 Prozent. Der Absatz von Kalk blieb mit 2,2 Millionen Tonnen CaO fast exakt auf Höhe der vorausgegangenen Saison.

Angesichts der weltweiten Nachfragesteigerung nach Düngemitteln im vergangenen Jahr war verschiedentlich befürchtet worden, es könnte zu massiven Lieferengpässen für Mineraldünger in Deutschland kommen. Diese Sorge wird mit den vorliegenden Absatzzahlen entkräftet. Und die Ernteergebnisse zeigen, dass ein effizienter Mineraldüngereinsatz belohnt wird.

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01. September 2008

Thüringen: Milchanlieferung im 1. Halbjahr 2008

Themen: Milch,Rinder,Statistik,Thüringen — info @ 10:09

Erfurt (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2008 lieferten Thüringer Milcherzeuger 466.348 Tonnen Rohmilch zur weiteren Verarbeitung zu Konsummilch, Käse, Quark, Joghurt und anderen Milchprodukten an Molkereien und Milchsammelstellen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 1.268 Tonnen bzw. 0,3 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2007. Im Januar und Februar lag die angelieferte Milchmenge über dem entsprechenden Vorjahresergebnis, danach kehrte sich das Bild. In den Monaten Mai und Juni wurde auch auf Grund der Streiks weniger Milch geliefert.

Über dem Vorjahresniveau lag die Milchmenge, die von Thüringer Erzeugern in der ersten Jahreshälfte an hiesige Molkereien geliefert wurde. An Molkereien in Thüringen wurden 239.128 Tonnen geliefert und damit 5.965 Tonnen bzw. 2,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Molkereien in neun weiteren Bundesländern nahmen 227.220 Tonnen Rohmilch ab. Das waren 4.697 Tonnen bzw. 2,0 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2007. Hauptabnehmer von Thüringer Milch sind die Molkereien in Bayern. Über ein Viertel (123.207 Tonnen) der in Thüringen erzeugten Milch nahm den Weg nach Bayern. Nach Rheinland-Pfalz wurden 39.074 Tonnen und nach Sachsen-Anhalt 26.073 Tonnen geliefert. Molkereien in Sachsen kauften 18.115 Tonnen und Nordrhein-Westfalen 11.443 Tonnen Rohmilch auf. Weitere Milch wurde nach Berlin (4.308 Tonnen), Mecklenburg-Vorpommern (2.688 Tonnen), Niedersachsen (1.961 Tonnen) und Hessen (351 Tonnen) geliefert.

Die Thüringer Molkereien bezogen auch Milch aus vier anderen Bundesländern. Von Januar bis Juni 2008 wurden 24.519 Tonnen Rohmilch (1. Halbjahr 2007: 28.303 Tonnen) von Milcherzeugern außerhalb Thüringens aufgekauft. Hauptlieferanten waren die Erzeuger aus Hessen mit 14.396 Tonnen und Niedersachsen mit 7.397 Tonnen. Von Erzeugern aus Sachsen-Anhalt und Sachsen wurden 1.905 bzw. 821 Tonnen Rohmilch bezogen.

Insgesamt veredelten Thüringer Molkereien im ersten Halbjahr 263.647 Tonnen Rohmilch zu Molkereiprodukten. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 261.466 Tonnen (+ 0,8 Prozent).

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NRW: Getreideernte fast ein Drittel über Vorjahresniveau

Themen: Erntebericht,Nordrhein-Westfalen,Statistik — info @ 10:09

Düsseldorf (agrar.de) – Die Landwirte in Nordrhein-Westfalen konnten in diesem Jahr eine Getreideernte einfahren, die mit 4,53 Millionen Tonnen (ohne Körnermais) das Vorjahresergebnis um fast ein Drittel (30,3 Prozent) übertraf und das bisherige Rekordergebnis aus dem Jahr 2001 um nur 2,3 Prozent verfehlte.
Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, lagen dabei für alle Getreidearten die Hektarerträge deutlich über dem Vorjahresniveau.

Beim Weizen, der nach wie vor anbaustärksten Getreideart im nordrhein-westfälischen Ackerbau, errechnete sich bei einem um 22,7 Prozent auf 8,93 Tonnen gestiegenen Hektarertrag eine vorläufige Gesamterntemenge von 2,62 Millionen Tonnen, 33,7 Prozent mehr als im Vorjahr und 19,8 Prozent mehr als im Sechs- Jahres-Mittel.

6,89 Tonnen je Hektar wurden im Durchschnitt bei der Gerste gedroschen und damit 22,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Bei einer nur leicht ausgedehnten Anbaufläche wird eine Gesamternte von 1,31 Millionen Tonnen (+ 23,3 Prozent) erwartet.

Der durchschnittliche Flächenertrag von Triticale lag mit 7,01 Tonnen um 30,1 Prozent über dem Vorjahreswert, so dass für diese Getreideart mit einer Erntemenge von 371.546 Tonnen gerechnet werden kann, die damit das letztjährige Ertragsniveau um 32,8 Prozent überschreitet.

Bei einem Flächenertrag, der mit 6,88 Tonnen je Hektar um 48,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis lag, wird auch die Roggenernte mit 127.538 Tonnen um 36,2 Prozent höher als im letzten Jahr veranschlagt.

Für Hafer konnte mit 91.541 Tonnen ebenfalls eine um 25,2 Prozent höhere Gesamternte eingefahren werden; der Ertrag stieg um 21,3 Prozent auf 5,23 Tonnen je Hektar.

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