08. August 2008

Schleswig-Holstein: Weniger Schweine und Schafe

Kiel (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Erhebung über die Viehbestände am 3. Mai 2008 sind in den landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins 1,49 Millionen Schweine und 352.000 Schafe gehalten worden, so das Statistikamt Nord.

Der Gesamtbestand an Schweinen war erstmals seit zehn Jahren wieder rückläufig und nahm gegenüber dem Mai 2007 um 26.000 Tiere (minus zwei Prozent) ab. Dabei ging der Bestand an Ferkeln und Jungschweinen in Jahresfrist um vier Prozent zurück. Auch der Sauenbestand insgesamt verringerte sich deutlich um rund 9.500 Tiere oder acht Prozent: Die Anzahl der Jungsauen reduzierte sich um 4.000 Tiere (minus 13 Prozent), die der anderen Sauen um 5.500 Tiere (minus sechs Prozent). Lediglich die Gesamtzahl der Mastschweine erhöhte sich in Jahresfrist um zwei Prozent. Bei den Rückgängen dürften unter anderem die stark gestiegenen Futter- und Energiekosten eine Rolle gespielt haben.

Der Bestand an Schafen ging mit Ausnahme der Hammel ebenfalls deutlich zurück. Seit Mai 2007 verringerte sich der Gesamtbestand um vier Prozent oder 16.000 Tiere.

Der Rinderbestand wurde in diesem Jahr erstmals bundesweit zum 3. Mai durch die Auswertung einer Verwaltungsdatenbank (Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier, kurz HIT) statt durch eine Befragung der landwirtschaftlichen Betriebe gewonnen. Diese neue Methode der Datengewinnung ergab einen Bestand von 1.181.630 Rindern insgesamt, darunter waren 359.442 Milchkühe.

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Flächenstilllegung: Landwirte können nächste Aussaat planen

Themen: Agrarrecht,EU,Flächenstilllegung — info @ 08:08

Brüssel/Berlin (agrar.de) – „Die Landwirte haben jetzt mehr Gewissheit. Sie können nun für die kommende Aussaat konkret planen.“, begrüßte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium die Mitteilung der EU-Kommission.

Darin heißt es, dass die Landwirte nicht mehr verpflichtet seien, Flächen aus der landwirtschaftlichen Erzeugung zu nehmen, um den mit ihren Zahlungsansprüchen festgesetzten Betrag zu erhalten. Die besonderen Zahlungsansprüche für Flächenstilllegungen würden in normale Zahlungsansprüche umgewandelt. Die Landwirte könnten diese Bestimmung bereits für die Herbstaussaat 2008 und die Frühjahrsaussaat 2009 nutzen.

Im Zusammenhang mit der Überprüfung der Agrarreformen von 2003 bis 2005, des so genannten Health Check, soll die obligatorische Flächenstilllegung ab dem Jahr 2009 abgeschafft werden. Dieser entsprechende Vorschlag wurde auch aufgrund deutscher Forderungen in die Verhandlungen zum Health Check aufgenommen.

Nach Angaben der Kommission sei er am 20. Mai 2008 angenommen worden und werde derzeitig im Rat, im Europäischen Parlament und in den übrigen europäischen Organen erörtert. Der Vorschlag sei eine logische Folge der Verordnung (EG) Nr. 1107/2007 des Rates, mit der der Satz der obligatorischen Flächenstilllegung 2008 auf Null gesetzt worden sei.

Die Europäische Kommission hat die Mitteilung an alle Landwirte im Amtsblatt C 186, Seite 6, am 23. Juli 2008 veröffentlicht.

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07. August 2008

EU-Kommission erwartet überdurchschnittliche Getreideernte

Brüssel (agrar.de) – Günstige Wetterbedingungen und eine vergröβerte Anbaufläche sollten dieses Jahr zu einer Ernte von 301 Millionen Tonnen führen und damit 43 Millionen Tonnen mehr als in 2007. Dies bedeutet eine Steigerung von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 9 Prozent gegenüber der Durchschnittsproduktion der letzten fünf Jahre. Diese heute von der Europäischen Kommission veröffentlichte Vorhersage beruht auf einer aktualisierten Analyse des Kommissions-internen wissenschaftlichen Dienstes, Joint Research Centre (JRC), unter Nutzung eines fortschrittlichen Erntevorhersagesystems [1].

Die Ertragsvorhersage für Getreide liegt bei 5 Tonnen je Hektar für die EU und ist damit deutlich höher als im letzten Jahr und als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Für die gesamte Getreideanbaufläche wird ein Anstieg von 5 Prozent gegenüber 2007 angenommen, welcher unter anderem auf die Flächenstilllegungsrate von 0 Prozent und die hohen Getreidepreise zurückzuführen ist.

Bezogen auf die einzelnen Kulturen zeichnet sich laut aktuellen Vorhersagen vom 5. August 2008 für die Erträge der 27 EU-Mitgliedstaaten folgende Tendenz ab. Die Angaben in Klammern zeigen die Veränderungen gegenüber den letzten fünf Jahren.

Weichweizen: 5.6 t/ha (+4.8 Prozent)
Hartweizen: 3.1 t/ha (+12.8 Prozent)
Gerste: 4.4 t/ha (+5.7 Prozent)
Körnermais: 6.9 t/ha (+9.5 Prozent)
Raps: 2.9 t/ha (-2,1 Prozent)
Sonnenblumen: 1.6 t/ha (+1.7 Prozent)
Kartoffeln: 26.5 t/ha (-1.1 Prozent)
Zuckerrüben: 70.3 t/ha (+19.0 Prozent)

Die größte Ertragssteigerung ergibt sich für Zuckerrüben, die hauptsächlich im Norden Europas von den Hauptproduzenten Deutschland und Frankreich angebaut werden. Hier haben die für Zuckerrüben guten Wetterbedingungen zu einem deutlichen Anstieg des zu erwartenden Ertrags geführt.

Der vorhergesagte Ertrag liegt für Mais 20,1 Prozent höher als im letzten Jahr und 9.5 Prozent höher als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Besonders in den Ländern, die letztes Jahr Einbuβen wegen Trockenheit hatten, zeichnen sich starke Ertragssteigerungen gegenüber dem Vorjahr ab: Rumänien (+122 Prozent), Bulgarien (+193 Prozent) und Ungarn (+94 Prozent).

Insgesamt war der Winter 2007/2008 recht mild, insbesondere in Zentral- und Osteuropa, jedoch kälter als der außerordentlich milde Winter 2006/07. Die weitere Temperaturentwicklung verlief jahreszeitlich normal, mit Temperaturen jedoch über dem langjährigen Mittel. Juni und Juli waren etwas kühler in Frankreich, Nordspanien und im Vereinigten Königreich mit günstigen Wachstumsbedingungen für noch auf dem Feld stehende Fruchtarten.

Spanien erhielt reichlichen und gut verteilten Niederschlag, wohingegen es in Frankreich und Norditalien teilweise zu einem Überangebot an Niederschlag kam. Dem gegenüber steht eine lang anhaltende Trockenperiode in Norddeutschland, Polen, den Niederlanden und Dänemark, welche im Frühjahr begann und bis in den Juni hinein anhielt, teilweise in Verbindung mit hohen Temperaturen. Diese Bedingungen haben die Produktivität des Wintergetreides beeinträchtigt und lokal zu Ernteausfällen geführt.

Trotz der starken Regenfälle Ende Juli in Rumänien, waren die Wetterbedingungen in den Ländern, die im Vorjahr besonders unter Trockenheit litten, überwiegend gut.

[1] Die Vorausschätzungen der Ernteerträge basieren auf der integrierten Nutzung statistischer Analysen, Pflanzenwachstumssimulationsmodellen, Klimabeobachtungen und mit Hilfe von Fernerkundungssystemen gewonnenen Erkenntnissen. Sie wurden unter der Annahme erstellt, dass während des Rests der Saison keine weiteren Extremereignisse mehr auftreten, die Auswirkungen auf Sommerkulturen (Mais, Kartoffeln, Sonnenblumen, Zuckerrüben) haben. Die letzten Vorhersagen stammen vom 5. August und basieren auf Daten bis zum 31. Juli 2008.

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VDB: Agrarpreise im freien Fall

Themen: Energie,NaWaRos,Verbände,Wirtschaft — info @ 11:08

Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie sieht Vorhersagen bestätigt

Berlin (agrar.de) – Seit Anfang Juli sind die Preise für Agrarrohstoffe wie Weizen und Raps in erheblichem Umfang gefallen und haben wieder das Niveau vom Herbst 2007 erreicht. Nach Ansicht von Experten wird sich dieser Trend in den nächsten Wochen fortsetzen.

Diese Entwicklung widerspricht verschiedenen Studien, wie die der Weltbank und der OECD, die steigende Preise für Agrarrohstoffe prognostizierten. Der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) betonte bereits, dass Biokraftstoffe nicht für kurzfristige Preisschwankungen in der Vergangenheit verantwortlich seien. „Leider reflektieren auch Studien trotz wissenschaftlichem Anspruch oft nur platten Populismus“, stellt Johannes Lackmann, Geschäftsführer des VDB, fest.

Die Landwirtschaft habe den Menschen schon immer Nahrung, Rohstoffe und Energie geliefert, wobei diese vielfältigen Aufgaben plötzlich negativ dargestellt würden. Dabei sei der relative Anteil der Agrarproduktion für die energetische Nutzung in den letzten Jahrzehnten trotz des Booms der Bioenergie nicht einmal gestiegen. Gegenwärtig beanspruchen Biokraftstoffe weltweit nur ca. zwei Prozent der Agrarflächen. Ein Großteil der Getreideernte wird als Tierfutter verwendet. Dieser Anteil beträgt beispielsweise in Europa 58 Prozent.

„Die Landwirtschaft kann sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für die Energiegewinnung ausreichend Rohstoffe nachhaltig erzeugen. Dafür muss kein Regenwald vernichtet werden – es stehen ausreichend Brachflächen zur Verfügung“, erklärt Johannes Lackmann. Mehr Bioenergie ermögliche eine Stabilisierung der Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft. Dies komme auch den Entwicklungs- und Schwellenländern zu Gute.

Die „Tank-oder-Teller“ Debatte erweise sich als haltlos. Es gebe keinen Grund, die gesetzlichen Zielmengen für Biokraftstoffe abzusenken, wie es das Umweltministerium jetzt vorschlägt, so Lackmann.

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Thüringen: Schlachtungen leicht unter Vorjahresniveau

Themen: Fleisch,Statistik,Thüringen,Tiere,Wirtschaft — info @ 10:08

Erfurt (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2008 wurden in Thüringen 910.449 als tauglich beurteilte Tiere, darunter 38.145 Rinder, 951 Kälber, 867.165 Schweine und 3.463 Schafe geschlachtet. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 7.157 Tiere bzw. 0,8 Prozent weniger Tiere als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Zurückzuführen ist dieses Ergebnis auf eine geringere Anzahl von geschlachteten Schweinen bis Juni 2008. Diese fielen um 11.268 Tiere bzw. um 1,3 Prozent niedriger aus als in der ersten Jahreshälfte 2007. Dagegen wurden 3.917 Rinder (+ 11,4 Prozent) und 76 Kälber (+ 8,7 Prozent) mehr geschlachtet. Die Schafschlachtungen erreichten das Vorjahresergebnis (- 5 Tiere).

Aus den geschlachteten Tieren wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 91.735 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge fiel um 298 Tonnen bzw. 0,3 Prozent geringer aus als in der ersten Jahreshälfte 2007.
Auf die einzelnen Fleischarten entfielen: 11.612 Tonnen Rindfleisch (Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum: + 1.115 Tonnen bzw. + 10,6 Prozent), 76 Tonnen Kalbfleisch (+ 16 Tonnen bzw. + 26,4 Prozent), 79.939 Tonnen Schweinefleisch (- 1.425 Tonnen bzw. – 1,8 Prozent), 76 Tonnen Schaffleisch (- 0,1 Tonne bzw. – 0,1 Prozent) und 33 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (- 4 Tonnen bzw. – 10,1 Prozent).

Die Auszahlungspreise für Schlachttiere lagen generell über dem Niveau des ersten Halbjahres 2007.
Für Schlachtrinder wurden nach den Meldungen der Freistaaten Thüringen und Sachsen im ersten Halbjahr 2008 durchschnittlich 2,48 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg/SG) erzielt und damit 24 Cent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2007. Dabei beliefen sich die Auszahlungspreise im ersten Quartal 2008 auf 2,40 Euro/kg SG und im zweiten Quartal 2008 auf 2,48 Euro/kg SG. Im Einzelnen wurden je Kilogramm Schlachtgewicht für Ochsen 2,61 Euro (I. Quartal 2008: 2,59 Euro; II. Quartal 2008: 2,63 Euro) erlöst, für Bullen 2,93 Euro/kg SG (I. Quartal 2008: 2,99 Euro; II. Quartal 2008: 2,89 Euro), für Kühe 2,26 Euro/kg SG (I. Quartal 2008: 2,15 Euro; II. Quartal 2008: 2,36 Euro) und für Färsen 2,40 Euro/kg SG (I. Quartal 20082,24 Euro; II. Quartal 2008: 2,51 Euro).

Für Kälber wurden im Halbjahresdurchschnitt 2,88 Euro/kg SG erzielt (I. Quartal 2008: 3,06 Euro, II. Quartal 2008: 2,73 Euro). Der Auszahlungspreis lag auch hier um 20 Cent über dem Niveau des ersten Halbjahres 2007.

Für Schweine bekamen die Landwirte im Durchschnitt aller Handelsklassen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 für ein Kilogramm Schlachtgewicht 1,44 Euro. Dabei wurden im ersten Quartal 2008 1,36 Euro/kg SG und im zweiten Quartal 2008 1,54 Euro/kg SG gezahlt. Im ersten Halbjahr 2007 lagen die Auszahlungspreise bei 1,28 Euro/kg SG.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 10:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 460 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,82 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,82 Euro bis 1,83 Euro verkauft.

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Blauzungenkrankheit: Impfstoff mit Nebenwirkungen?

Themen: Blauzungenkrankheit,Rinder,Schafe,Schweiz,Ziegen — info @ 09:08

Schweizer Bauer: Aborte und hohe Zellzahlen nach Impfung
Bern (agrar.de) – Auch in der Schweiz wurden in den letzten Monaten Kühe, Schafe und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit geimpft. Offenbar treten dort bei geimpften Tieren vermehrt Aborte bei trächtigen Kühen oder erhöhte Zellzahlen in der Milch auf. Der Schweizer Bauer fragt seine Leser nach ihren Erfahrungen.

Vermehrt klagen Bauern über negative Folgen der Impfung: „Nach den Impfungen sind in vielen Betrieben die Zellzahlen in der Milch praktisch explodiert, so auch bei mir“, ist in den Kommentaren zum Artikel zu lesen.

Andere Tierhalter klagen über vermehrte Aborte bei hochträchtigen Kühen oder unerwartete Todesfälle von Tieren, welche sie auf die Impfung zurück führen.

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Brasilien: Leichte Steigerung EU-zugelassener Viehhaltungsbetriebe

Themen: EU,Fleisch,Handel,International,Statistik — info @ 09:08

Bonn (agrar.de) – Die Anzahl der Viehhaltungsbetriebe in Brasilien, die für den Export in die EU zugelassen sind, ist nach Meldung des Verbandes der Fleischwirtschaft (VDF) erneut leicht gestiegen. Die neu veröffentlichte Liste enthält 142 Betriebe (zuletzt 123 Betriebe) mit folgender Verteilung auf die Bundesstaaten (in Klammern die Zahlen der vorigen Liste):

Espiritu Santo: 5 (5) Betriebe
Goiás: 16 (13) Betriebe
Minas Gerais: 92 (80) Betriebe
Mato Grosso: 15 (12) Betriebe
Rio Grande do Sul: 14 (13) Betriebe

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06. August 2008

Fleckvieh dominiert in Baden-Württemberg

Aber auch 2 700 Galloways aus Schottland grasen im Südwesten
Stuttgart (agrar.de) – Von den 1,05 Millionen Rindern, die nach Auswertung des Herkunfts- und Informationssystems Tier (HIT) in Baden-Württemberg am 3. Mai ermittelt wurden, zählen 459.200 Tiere zur Rinderrasse Fleckvieh. Damit entfallen nach Feststellungen des Statistischen Landesamts fast 44 Prozent der Rinder auf diese sogenannte Zweinutzungsrasse. Zweinutzungsrassen zeichnen sich dadurch aus, dass die Zuchtziele Milchleistung und Fleischerzeugung gleichermaßen verfolgt werden.

Mit 222.500 Tieren (21,2 Prozent) folgt das Milchnutzungsrind Holstein-Schwarzbunt auf dem zweiten Rang. Von größerer Bedeutung ist noch das Braunvieh mit 97.800 Tieren (9,3 Prozent), das jedoch nur an regionalen Schwerpunkten gehalten wird. 56.100 Tiere oder über 57 Prozent des Gesamtbestands dieser Rasse stehen allein im Landkreis Ravensburg. Ebenfalls größere Bedeutung erlangt diese Rasse mit 28.000 Tieren noch im Landkreis Biberach. Braunvieh zählt zwar zu den Zweinutzungsrindern, allerdings wird der Milchnutzung deutliche Priorität eingeräumt. Auf die drei wichtigsten Rinderrassen Fleckvieh, Holstein-Schwarzbunt und Braunvieh entfallen mit 779.500 Tieren über 74 Prozent des gesamten Rinderbestandes im Land.

Im Hinblick auf die unterschiedlichen Züchtungsziele sind annähernd zwei Drittel der Rinder in Baden-Württemberg den Zwei- oder Doppelnutzungsrassen (677.900 Tiere) zuzurechnen. Ein gutes Viertel (26 Prozent des Bestands oder 271.600 Tiere) zählen zu den Milchnutzungsrassen. Der Anteil der Fleischnutzungsrassen liegt bei gut 9 Prozent (98.600 Tiere). Fleischnutzungsrassen werden vielfach in der extensiven Landschaftsnutzung eingesetzt, häufig in der Form der Ammen- und Mutterkuhhaltung. Zu den Fleischrassen zählen viele Rinder, die aus anderen Ländern und Regionen stammen. Zum Beispiel die Charolaisrinder (7.900 Tiere) oder Rinder der Rasse Limousin (12.400 Tiere) aus Frankreich oder die für ihre Robustheit bekannten Galloways (2.700 Tiere) aus Schottland.

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Rentenbank senkt Zinsen

Themen: Banken,Wirtschaft — info @ 09:08

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer hauseigenen Sonderkreditprogramme „Landwirtschaft“, „Junglandwirte“, „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ sowie „Ländliche Entwicklung“ mit sofortiger Wirkung um bis zu 0,30 Prozentpunkte (nominal) gesenkt. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt in der günstigsten Preisklasse (A) des von der Landwirtschaftlichen Rentenbank am 1. Juli 2008 eingeführten Risikogerechten Zinssystems (RGZS) im Sonderkreditprogramm „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ und für Junglandwirte effektiv 5,37 Prozent bei 10-jähriger Zinsbindung und 5,42 Prozent bei 5-jähriger Zinsbindung.

Die Sonderkredite der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, z. B. Zuschüssen, eingesetzt werden. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor.

Frankfurt (agrar.de) – Die %url1%Landwirtschaftliche Rentenbank%/% hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite gesenkt. Die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘, ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ verbilligen sich mit sofortiger Wirkung um bis zu 0,20 Prozentpunkte (nominal). Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 4,35 Prozent, bei 5 jähriger Zinsbindung effektiv 4,30 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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