15. August 2008

Regierung: Flächenverbrauch soll drastisch reduziert werden

Themen: Agrarstruktur,Statistik,Umwelt — info @ 09:08

Berlin (agrar.de) – Die Bundesregierung hält an ihrem Ziel fest, den Flächenverbrauch in Deutschland bis 2020 auf 30 Hektar (ha) pro Tag zu senken. Das unterstreicht sie in ihrer Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu Instrumenten zur Reduzierung des Flächenverbrauchs. Nach aktuellen Zahlen lagt der Flächenverbrauch 2006 bei 113 Hektar pro Tag, wie die Bundesregierung in einer weiteren Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen schreibt.

Um die Reduzierung zu erreichen, sei eine Bündelung von Maßnahmen der Bundesregierung und anderer öffentlicher und privater Akteure erforderlich. Die Bundesregierung beabsichtige allerdings nicht, das 30-Hektar-Ziel gesetzlich zu fixieren. „Eine derartige Regelung hätte in der praktischen Umsetzung nur eine Aussicht auf Erfolg, falls Bund und Länder im Vorfeld einen Konsens darüber erzielen würden, wie viel jedes einzelne Bundesland zu dem 30-ha-Ziel beitragen soll“, schreibt die Bundesregierung. Die Bundesregierung weist gleichzeitig darauf hin, dass die Verringerung der Flächeninanspruchnahme eine wichtige Zielsetzung der Raumordnung sei.

Nach Meinung der Bundesregierung wird eine Reduktion der verbrauchten Flächen in Deutschland trotz rückläufiger Baufertigstellungen infolge einer schrumpfenden Bevölkerung nur durch eine konsequente Flächeneinsparpolitik zu erreichen sein. Der Schwerpunkt aller anzustrebenden Maßnahmen zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme sei die Wiedernutzung ungenutzter Siedlungsflächen, so genanntes Flächenrecycling, und eine maßvolle Nachverdichtung im Bestand. Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2006 zufolge betrug die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland Ende 2006 13 Prozent, das entspricht 46.438 Quadratkilometern. 8,1 Prozent entfielen auf Siedlungs- und 4,9 Prozent auf Verkehrsfläche. Die deutsche Gesamtbodenfläche umfasst 357.115 Quadratkilometer.

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche setzt sich zusammen aus: Gebäude- und Freiflächen (52 Prozent), Betriebsflächen (1,7 Prozent), Verkehrsfläche (38 Prozent), Erholungsfläche (7,6 Prozent) und Friedhof (0,8 Prozent).

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14. August 2008

Sachsen-Anhalt: Durchschnittlicher Ertrag bei Äpfeln – Steinobst enttäuscht

Themen: Erntebericht,Obst,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 15:08

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wird nach den ersten Schätzungen durch die Erzeugerbetriebe mit einer durchschnittlichen Apfelernte von 27.000 Tonnen gerechnet, die knapp unter dem Vorjahr liegt (2007: 27.300 t). Im Durchschnitt der vergangenen 6 Jahre waren 28.500 Tonnen auf den Markt gelangt. Der geschätzte Ertrag liegt bei 268 Dezitonnen je Hektar.

Die nasse, kalte Witterung während der Blüte bedingte zunächst einen schlechten Fruchtansatz und später haben ortsweise aufgetretene Spätfröste, Hagelschlag und Starkregen beim Steinobst, insbesondere bei Sauerkirschen und Pflaumen/Zwetschen eine deutlich geringere Erntemenge als im Vorjahr zur Folge.
Bei Sauerkirschen wird eine Gesamternte von knapp 600 Tonnen (40 Prozent der Vorjahresmenge) und bei Pflaumen/Zwetschen von 1.200 Tonnen (zwei Drittel der Vorjahresmenge) eingeschätzt. Die Süßkirschenernte liegt mit 1.500 Tonnen geringfügig über der Vorjahresmenge.

Die ermittelten Ertragsleistungen bei Sauerkirschen mit 33 Dezitonnen je Hektar und bei Pflaumen/Zwetschen mit 112 Dezitonnen je Hektar liegen jeweils erheblich unter dem langjährigen Mittel (2002/2007): 77 dt/ha bzw. 164 dt/ha. Bei Süßkirschen wird der Ertrag auf 42 Dezitonnen je Hektar eingeschätzt (2002/2007: 43 dt/ha).

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 11:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 465 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,83 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,83 Euro bis 1,84 Euro verkauft.

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Stroh wird wertvoller Rohstoff

Themen: Getreide,Pflanzen,Umwelt,Wirtschaft — info @ 10:08

Angesichts extrem angestiegener Düngemittelpreise wird Stroh zur echten Alternative
Bonn (agrar.de) – Die Getreideernte ist nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) zu großen Teilen im Rheinland eingefahren, nun liegen eckige und runde Strohballriesen auf den Feldern.

Das Stroh schimmert nicht nur golden in der Sonne, seine Farbe ist in diesem Jahr auch finanziell Programm: Wird Getreidestroh vor allem zur Einstreu genutzt, gewinnt es in diesem Jahr als Düngemittel an Wert. Denn Düngemittel sind nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) innerhalb eines Jahres um rund 70 Prozent angestiegen. Bis 2009 sollen sich die Düngemittel nach Angaben des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes Zuckerrübe (LIZ) noch um 314 Prozent verteuern.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, kann Stroh angesichts der stark angestiegenen Düngerpreise in diesem Jahr zu einer echten Alternative zu den Düngemitteln werden. Getreidestroh enthält große Mengen an Phosphat und Kali, die als Düngemittel nutzbar sind. Verteilt man das gehäckselte Stroh auf dem Acker, ist es rund ein halbes Jahr später zersetzt und kann dann als Dünger wirken. Im kommenden Frühjahr regen die Nährstoffe im Boden das Wachstum der Pflanzen an.

Stroh enthält nach RLV-Angaben rund 3 kg/t Phosphat und 14 bis 20 kg/t Kali. Dabei gelten auch bei Stroh die Regeln eines Naturproduktes, das heißt die Werte schwanken je nach Getreideart und Bodenbeschaffenheit. Phosphat kostet nach Angaben des RLV zurzeit 1 Euro/kg, Kali 0,75 Euro/kg, so dass sich ein Düngewert für das Stroh von 13,50 Euro/t für Phosphat und 15,75 Euro/t für Kali ergibt. Dazu teilt der RLV weiter mit, dass die Strohdüngung zusätzlich zu dieser positiven Nährstoffwirkung den Humusgehalt des Bodens erhöht. Eine ausgeglichene Humusbilanz ist für die Fruchtbarkeit des Bodens wichtig.

Eine noch stärkere Düngerwirkung enthält das Stroh, wenn es zur Einstreu verwendet wurde und als Mist tierischer Herkunft angereichert auf den Acker ausgetragen wird, betont der RLV. Dann kommen zu den Phosphat- und Kalimengen kommen rund 4,5 kg/t Natrium hinzu. Zudem enthält Stallmist nicht unerhebliche Anteile von nachhaltig wirkenden Stickstoff. So wird etwa Pferdemist aus Weizenstroh aufgrund seiner reichhaltigen Nährstoffe besonders in der Champignonproduktion eingesetzt.

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NRW: Landwirtschaftliche Bodennutzung im Wandel

Düsseldorf (agrar.de) – Die Ackerfläche in Nordrhein-Westfalen war im Frühjahr 2008 mit 1,069 Millionen Hektar um 0,3 Prozent größer als ein Jahr zuvor; dabei ergaben sich im Hinblick auf die angebauten Kulturen teils deutliche Verschiebungen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2008 mitteilt, haben die hohen Weizenpreise bei der letzten Ernte unter anderem dazu geführt, dass in Nordrhein-Westfalen der Anbau von Winterweizen auf nahezu 291.000 Hektar (+ 8,9 Prozent) angestiegen ist. Ausgedehnt wurden auch die Anbauflächen von Körnermais, Corn-Cob-Mix und Silomais auf fast 260.000 Hektar (+12,8 Prozent). Hier wirkte sich die stetig zunehmende Nachfrage nach Mais als Substrat für Biogasanlagen aus.

Als Folge der EU-Agrarpolitik wurde der Zuckerrübenanbau auf knapp 53.400 Hektar (-13,9 Prozent) reduziert und durch den Wegfall der obligatorischen Flächenstilllegung sind die Brachflächen auf unter 16.000 Hektar (-63,3 Prozent) zurückgegangen.

Bei regionaler Betrachtung der Ergebnisse ergeben sich für die Landesteile Rheinland und Westfalen bei einigen Kulturen zum Teil deutliche Unterschiede: Während die Anbaufläche von Verarbeitungskartoffeln für Speisezwecke im Rheinland gegenüber dem Vorjahr um 25,0 Prozent auf 3.367 Hektar anstieg, war in Westfalen ein Rückgang um 3,9 Prozent auf knapp über 1.000 Hektar zu verzeichnen. Auch beim Anbau von Gemüse, Erdbeeren und anderen Gartengewächsen sind gegenläufige Tendenzen feststellbar: Während diese Anbauflächen im Rheinland erstmals unter 16.000 Hektar (-4,7 Prozent) gefallen sind, war in Westfalen ein Anstieg um 1,7 Prozent auf fast 9.200 Hektar zu verzeichnen. Unterschiedlich hoch fiel der Rückgang bei den Brachen aus; im Rheinland gingen die Brachflächen auf 2.514 Hektar (-74,3 Prozent) zurück, in Westfalen war ein Rückgang auf 13.378 Hektar (-60,1 Prozent) zu verzeichnen.

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13. August 2008

Rentenbank senkt Zinsen

Themen: Banken,Statistik,Wirtschaft — info @ 20:08

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer hauseigenen Sonderkreditprogramme „Landwirtschaft“, „Junglandwirte“, „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ sowie „Ländliche Entwicklung“ mit sofortiger Wirkung um bis zu 0,25 Prozentpunkte (nominal) gesenkt. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt in der günstigsten Preisklasse (A) des von der Landwirtschaftlichen Rentenbank am 1. Juli 2008 eingeführten Risikogerechten Zinssystems (RGZS) im Sonderkreditprogramm „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ und für Junglandwirte sowohl bei 10-jähriger als auch bei 5 jähriger Zinsbindung effektiv 5,17 Prozent.

Die Sonderkredite der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum dürfen neben anderen öffentlichen Mitteln, z. B. Zuschüssen, eingesetzt werden. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten. In Abhängigkeit von der Bonität und der Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten nehmen die Hausbanken auch die Einstufung in die jeweilige Preisklasse vor.

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Weniger landwirtschaftliche Fläche in NRW

Bonn (agrar.de) – Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Nordrhein-Westfalen hat von 1998 bis 2008 um 684 km² abgenommen – eine Größenordnung, die in etwa der Gesamtfläche des Rhein-Erft-Kreises (705 km²) entspricht.

Dies geht, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, aus den Ergebnissen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen hervor. Der Hauptgrund für diesen Rückgang sei der zunehmende Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen. Immer mehr Landwirte gäben ihre Betriebe auf und die nicht mehr genutzte Fläche werde vielerorts in Bauland oder Gewerbegebiete umgewandelt. Auch der Straßenbau und die sogenannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen „fressen“ nach RLV-Angaben an der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Zwar nehme nach wie vor – so der RLV weiter – die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit 16.902 km² immer noch den größten Teil der gesamten Landesfläche (34.087 km²) ein, mit 49,6 Prozent liege ihr Anteil aber erstmalig unter der 50-Prozent-Marke. Ein Viertel NRWs (25,4 Prozent; 8.642 km²) ist bewaldet; hier sei gegenüber 1998 ein Zuwachs um 2,6 Prozent zu verzeichnen. Auf Gebäude- und zugehörige Freiflächen (4.326 km²) entfielen 12,7 Prozent der Landesfläche, auf Verkehrsflächen (2.362 km²) 6,9 Prozent, auf Wasserflächen (656 km²) 1,9 Prozent, auf Erholungsflächen (584 km²) 1,7 Prozent und auf Betriebsflächen (370 km²) 1,1 Prozent.

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Investitionsförderung in Hessen: Gute Zwischenbilanz

Themen: Förderung,Hessen — info @ 14:08

Herbstein-Stockhausen (agrar.de) – „Das Hessische Einzelbetriebliche Förderungsprogramm Landwirtschaft dient einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, umweltschonenden, tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft. Mit dem Programm können investive Maßnahmen in landwirtschaftlichen Unternehmen gefördert werden, die insbesondere zur Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen, Rationalisierung und Senkung der Produktionskosten und Erhöhung der betrieblichen Wertschöpfung beitragen“, erklärte heute der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Karl-Winfried Seif, anlässlich der Bescheidübergabe für die Erweiterung des Boxenlaufstalles an den Betrieb Walter und Sabine Lang in Herbstein-Stockhausen.

Im Betrieb Lang können nach Abschluss der Maßnahme 100 Milchkühe in einem modernen und tiergerechten Stallgebäude untergebracht werden. „Mit dieser Fördermaßnahme wird wieder ein zukunftsorientierter Betrieb zum Wohle des ländlichen Raumes weiterentwickelt“, so Staatssekretär Seif weiter.

Für Neubewilligungen stehen für das laufende Jahr 2008 für die Einzelbetriebliche Förderung insgesamt mehr als 14 Millionen Euro zur Verfügung.

Laut einer Abfrage bei den Bewilligungsstellen planen im laufenden Jahr 2008 bis zu 200 Betriebe in Hessen überwiegend größere bauliche Investitionen, davon alleine rund 140 im Milchviehbereich, die restlichen in den Bereichen Schweinemast bzw. -aufzucht, Mutterkuhhaltung und Bullenmast. Im laufenden Jahr konnten bereits 76 Bewilligungen nach den Richtlinien EFP mit einem Gesamtvolumen von mehr als acht Millionen Euro ausgesprochen werden und es ist davon auszugehen, dass sich diese Zahl bis zum Ende des laufenden Jahres noch fast verdoppelt.

„Diese Entwicklung zeigt, dass die hessischen Landwirte ungeachtet der schwierigen Erlössituation im Milchbereich, die landwirtschaftliche Produktion in Hessen konsequent weiter ausbauen. Wir sind stolz auf unsere landwirtschaftlichen Betriebe, welche wir gerne bei der Durchführung von betrieblichen Wachstumsprozessen unterstützen, um das gemeinsame Ziel Stärkung des ländlichen Raumes zu erreichen“, betonte der Staatssekretär.

„Wir verfügen hier in Hessen über exzellente Absatzbedingungen für Nahrungsmittel, welche es zu bedienen gilt“, forderte Staatssekretär Seif die Landwirtschaft abschließend auf.

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Neue Internet-Datenbank zum Recht der erneuerbaren Energien

Berlin (agrar.de) – Das Bundesumweltministerium (BMU) hat heute die Internet-Datenbank „Rechtsquellen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien“ (RES LEGAL) freigeschaltet.

Die Datzenbank ermöglicht es Interessierten aus Politik, Verwaltungen, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, wesentliche juristische Inhalte zur Förderung und zum Netzzugang von Strom aus erneuerbaren Energien aus 25 EU-Mitgliedstaaten zu recherchieren. Dabei werden auch die Regelungen für die einzelnen Technologien wie Wind, Solar, Geothermie, Biomasse oder Wasserkraft im Detail aufgeführt. Das in Europa einzigartige Angebot ist kostenlos. RES LEGAL bietet eine juristische Auswertung der Gesetzestexte, die im Original und – soweit vorhanden – auch in englischer Übersetzung verfügbar sind.

Die Datenbank RES LEGAL bietet für jedes der 25 erfassten Länder (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Zypern) eine einheitliche Informationsarchitektur. Die Daten sind in den beiden Teilbereichen Förderung und Netzzugang jeweils in drei Ebenen unterteilt: Rechtslage im Überblick, Förderung im Überblick bzw. Netzzugang im Überblick und schließlich Förderinstrument bzw. die Regelungen zu Netzanschluss, Netznutzung und Netzausbau im Detail.

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Baden–Württemberg: Gute Ernte bei Mostobst

Stuttgart (agrar.de) – Die diesjährige Situation bei Äpfeln zur Saftproduktion (Mostäpfeln) ist geprägt von einer hohen Erntemenge in Baden – Württemberg, Deutschland und des Haupterzeugers Polen. Nach einer Missernte in Polen 2007 wird in 2008 mit einer Apfelernte in Höhe von 3 Mio. t gerechnet. Dies sind 700.000 t über dem langjährigen Durchschnitt. Dies wurde nach Mitteilung des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) anlässlich der Mitgliederversammlung des baden–Württembergischen Fruchtsaftverbandes in Esslingen am 12.08.2008 bekannt.

In Deutschland werden nach Zahlen des Verbandes der Deutschen Fruchtsaftindustrie 800.000 t erwartet, wie Präsidiumsmitglied Dieter Burkhardt, gleichzeitig Vorsitzender des baden- württembergischen Fruchtsaftverbandes mitteilte. Hiervon werden 50 Prozent in Baden–Württemberg verarbeitet, also ca. 400.000 t. Bedingt durch die sogenannte Alternanz, d.h. des Wechsels einer schwächeren mit einer guten Ernte wird in Baden–Württemberg die Vorjahresmenge im Streuobst übertroffen werden. Der Behang der Bäume ist sehr hoch. Die Äpfel sind aufgrund der ausreichenden Wasserversorgung sehr groß und wachsen aufgrund der Regenfälle der letzten Tage noch weiter. Jeder Millimeter Zuwachs pro Durchmesser erhöht die Ernte um 4 Prozent. In diesem Jahr zeigen sich besonders die Unterschiede zwischen gut und schlecht gepflegten Streuobstwiesen, welche die Hauptgrundlage des heimischen Fruchtsaftes darstellen. Zusammen mit dem System des Lohnmostes (Tausch Obst gegen Saft) kann eine bessere Rentabilität im Streuobst erzielt werden

Die Fruchtsafthersteller rufen alle Obsterzeuger dazu auf, ihre Bäume abzuernten, auf jeden Fall jedoch die Reife der Äpfel abzuwarten. Es werden auch im Oktober voraussichtlich steigende Preise für die Äpfel erzielt werden, da die Qualität der Äpfel witterungsbedingt im Lauf der Saison ansteigt.

In Baden – Württemberg gibt es ca. 120 Fruchtsafthersteller, so viele wie in keinem anderen Bundesland. Sie erzeugen im Durchschnitt der Jahre ca. 250 Mio. Liter Apfelsaft, dies ist die Hälfte der deutschen Produktion von 500 Mio. Liter. Insgesamt werden in Deutschland pro Kopf 12 Liter Apfelsaft getrunken, in Summe 1 Mrd. Liter Apfelsaft pro Jahr. Ca. 500 Mio. Liter kommen aus dem Ausland (Polen, Tschechien, Italien, China).

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