05. August 2008

Trend: Immer mehr Sojaerzeugnisse mit GVO-Spuren

Themen: Gentechnik,Lebensmittel,Statistik — info @ 09:08

(29.07.2008) In sojahaltigen Lebensmitteln sind immer häufiger geringe Spuren von gentechnisch veränderten Sojabohnen nachweisbar. Das lassen nach Mitteilung des Informationsdienstes Transgen erste Ergebnisse der Überwachungsbehörden für das Jahr 2007 vermuten. In einigen Bundesländern waren dreißig bis fünfzig Prozent der getesteten Soja-Produkte GVO-positiv. Der Schwellenwert für die Kennzeichnung von 0,9 Prozent wurde jedoch nur in wenigen Fällen überschritten.

Auf dem deutschen Markt finden Verbraucher nur vereinzelt kennzeichnungspflichtige Nahrungsmittel. Die Zahl der Verstöße hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Bei sojahaltigen Lebensmitteln ist der Anteil “GVO-positiver” Proben tendenziell gestiegen, wohingegen er bei Maiserzeugnissen rückläufig ist. Häufig liegen die Werte an der Nachweisgrenze von 0,1 Prozent und weit unter dem Schwellenwert für die Kennzeichnung von 0,9 Prozent.

Zwischen den Bundesländern gab es große Unterschiede: So fanden die hessischen Kontrolleure in 2007 in mehr als jedem zweiten Soja-Produkt fremde Erbsubstanz. In Bayern waren es rund 43 Prozent, in Baden-Württemberg 39 Prozent. In Niedersachsen hingegen enthielt nur jedes sechste Lebensmittel geringe Spuren gentechnisch veränderter Sojabohnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 war im bundesweiten Durchschnitt etwa jedes vierte Soja-Produkt “GVO-positiv”.

Aktuelle Ergebnisse für das Jahr 2007 liegen TransGen bislang für sieben Bundesländer vor: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland und Thüringen.

Links zum Thema Lebensmittel,
Links zum Thema Biotechnologie.




   (c)1997-2010 @grar.de