31. August 2008

NRW: Uhlenberg eröffnet die zehnten Aktionstage Ökolandbau

Themen: Biolandbau,Nordrhein-Westfalen — info @ 11:08

Harsewinkel (agrar.de) – Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg hat heute im Rahmen eines Hoffestes auf dem Bioland-Betrieb Strotdrees in Harsewinkel den offiziellen Startschuss für die zehnten Aktionstage Ökolandbau gegeben. Die Aktionstage, die noch bis zum 7. September laufen, sind eine Gemeinschaftsaktion von Landwirten, Verarbeitern und Händlern, von Ökoverbänden, Landwirtschaftskammer, CMA und Landwirtschaftsministerium. Auf dem Programm stehen Betriebsbesichtigungen mit einem Blick hinter die Kulissen, Ernährungsberatungen und Verköstigungen, Traktorfahrten, Führungen speziell für Schulklassen, Märkte und Hoffeste. Insgesamt sind über 250 Veranstaltungen in ganz Nordrhein-Westfalen geplant.

„Mit den Aktionstagen haben wir in den vergangenen Jahren viele Menschen neugierig gemacht und die Entwicklung des Biomarktes unterstützt“, so der Minister. „Die Entwicklung des ökologischen Landbaus ist positiv, der wachsende Markt bietet weiteren Landwirten die Chance, ihren Betrieb umzustellen. Deshalb habe ich mit den Bauernverbänden, Ökoverbänden und der Landwirtschaftskammer ein Bündel von Maßnahmen zur Stärkung des Ökologischen Landbaus in Nordrhein-Westfalen beschlossen.“

Unter anderem haben die beteiligten Institutionen verabredet, die Landwirte noch besser über die Entwicklung des Ökomarktes zu informieren, Ausbildung, Beratung und Forschung zu intensivieren und die Förderung zu optimieren. So sollen mehr Landwirte für die Umstellung auf ökologischen Landbau gewonnen werden.

In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit gut 1.700 Öko-Betriebe mit 62.000 Hektar Fläche. Rund 4,2 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in NRW werden damit ökologisch bewirtschaftet. 1.150 Unternehmen in NRW verarbeiten diese landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Der bundesweite Umsatz mit Ökolebensmitteln betrug im letzten Jahr 5,3 Mrd. Euro. In den letzten vier Jahren wuchs der Markt jährlich zwischen elf und 18 Prozent.

Das komplette Programm der Aktionstage Ökolandbau ist im Internet zu finden.

Links zum Thema Bio-Landbau,
Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

28. August 2008

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 16:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 590 angebotenen Schweinen alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,86 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,86 Euro bis 1,87 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

Rheinland-pfälzische Landwirte bringen Rekordernte ein

Themen: Erntebericht,Rheinland-Pfalz,Statistik — info @ 11:08

Größere Anbauflächen und höhere Hektarerträge
Bad Ems (agrar.de) – So viel Getreide wie in diesem Sommer wurde in Rheinland-Pfalz seit Bestehen des Landes noch nicht geerntet. Nach einer ersten Bilanz des Statistischen Landesamtes in Bad Ems fuhren die Landwirte knapp 1,66 Millionen Tonnen Getreide ein, das waren 34 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Der Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2007 wurde um 21 Prozent übertroffen. Zurückzuführen ist die starke Zunahme auf eine Ausweitung der Anbauflächen und auf höhere Erträge. Der durchschnittliche Getreideertrag je Hektar stieg auf 6,6 Tonnen, das waren 1,2 Tonnen mehr als im vergangenen Jahr und 0,8 Tonnen mehr als im sechsjährigen Durchschnitt. Die Getreidefläche wurde gegenüber dem Jahr 2007 um 9,2 Prozent auf 250.700 Hektar ausgedehnt.

Bundesweit stieg die Getreideernte auf 45 Millionen Tonnen (plus 22,2 Prozent gegenüber 2007), die Anbaufläche war um 5,9 Prozent höher als im Vorjahr. Der rheinland-pfälzische Anteil an der deutschen Getreideernte hat sich von 3,4 Prozent im Jahr 2007 auf nunmehr 3,7 Prozent erhöht.

Ursache für die kräftige Flächenzunahme ist das Ende der obligatorischen Flächenstilllegung. Bis zum Jahr 2006 waren die Landwirte verpflichtet, einen Teil ihrer Flächen nicht zu nutzen, wenn sie Fördermittel in Anspruch nehmen wollten. Wegen der weltweiten Verknappung des Angebots und der daraufhin deutlich gestiegenen Getreidepreise wurde die Verpflichtung zur Flächenstilllegung zunächst ausgesetzt und zwischenzeitlich aufgehoben.

Rund 51 Prozent der diesjährigen Getreideernte entfielen in Rheinland-Pfalz auf Winterweizen (843.000 Tonnen). Der Ertrag lag bei 7,5 Tonnen je Hektar (plus 19 Prozent), die Anbaufläche nahm um gut ein Zehntel auf 111.500 Hektar zu.

Der Sommergerstenanbau hat in Rheinland-Pfalz traditionell eine große Bedeutung. Nachdem in den zurückliegenden Jahren die Fläche stetig reduziert worden war, stieg sie dieses Jahr um über elf Prozent auf 60.100 Hektar an. Auch der Ertrag konnte auf 5,4 Tonnen je Hektar zulegen (plus 32 Prozent). Aufgrund der Flächenzunahme und des höheren Hektarertrages lag die Erntemenge bei 324.000 Tonnen (plus 47 Prozent). Damit stammt zwölf Prozent der deutschen Sommergerstenernte aus Rheinland-Pfalz.

Drittwichtigste Fruchtart auf dem Ackerland ist der Winterraps. Die Fläche wurde entgegen dem Bundestrend um 2,2 Prozent auf 43.400 Hektar ausgeweitet. Ertraglich kam der Winterraps auf 3,9 Tonnen je Hektar (plus elf Prozent). Die Erntemenge stieg damit auf den bisherigen Höchststand von 167.000 Tonnen (plus 13 Prozent). Bundesweit nahm die Anbaufläche um 11 Prozent und die Erntemenge um 3,3 Prozent ab.

Weitere wichtige Getreidearten sind in Rheinland-Pfalz Wintergerste (38.100 Hektar; plus 1,2 Prozent), Triticale (16.100 Hektar; plus neun Prozent) und Roggen (12.000 Hektar; plus 22 Prozent). Neben der Ausweitung der Anbauflächen sorgten auch hier höhere Hektarerträge für größere Erntemengen. Sie beliefen sich für Wintergerste auf 240.000 Tonnen (plus 24 Prozent), für Triticale auf 107.000 Tonnen (plus 37 Prozent) und für Roggen auf 76.000 Tonnen (plus 54 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Thüringen: 2008 insgesamt hohe Getreideernte

Erträge regional jedoch sehr differenziert – Winterraps ebenfalls mit überdurchschnittlicher Ertragsleistung
Erfurt (agrar.de) – Für die Ernte 2008 rechnen die Thüringer Bauern mit einer hohen Getreideernte (ohne Corn-Cob-Mix und Körnermais) von 2,6 Millionen Tonnen. Die Erntemenge wird mit einer Ertragsleistung von 69,7 dt/ha um knapp 14 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Grund hierfür ist nach Mitteilung des Thüringer Landesamt für Statistik einerseits eine um über 15.600 Hektar (+ 4 Prozent) auf 378.300 Hektar vergrößerte Anbaufläche und andererseits der um knapp 6 Dezitonnen höhere Hektarertrag (+ 9 Prozent) gegenüber 2007. Die Erntemenge von 2008 wird auch um 11 Prozent über dem sechsjährigen Mittel der Jahre 2002 bis 2007 liegen.

Die Getreideernte 2008 begann in der ersten Juliwoche und konnte nach Druschunterbrechung bei Wintergerste dennoch zügig eingefahren werden. Der extrem trockene Mai führte regional zu Wasserdefiziten. Insbesondere im Südthüringer Raum liegen die Erträge örtlich weit unter dem Landesdurchschnitt. Insgesamt sind noch knapp 10 Prozent der rund 378.300 Hektar Getreidefläche abzuernten.

Bei Winterweizen, der mit knapp 215.800 Hektar auf 57 Prozent der Getreidefläche steht, wurde ein Flächenertrag von 77,0 dt/ha ermittelt. Die Ertragsleistung liegt um knapp 14 Prozent über dem Vorjahresniveau (67,6 dt/ha). Das mehrjährige Mittel von 68,1 dt/ha wird um 13,0 Prozent überschritten. Die Erntemenge erreicht mit knapp 1,7 Millionen Tonnen ein Ergebnis, das um 14,8 Prozent über dem des Vorjahres liegt. Ausschlaggebend ist neben der höheren Ertragsleistung auch die um 1.700 Hektar größere Anbaufläche.

Bei Roggen wird mit einem Ertrag von 64,5 dt/ha gerechnet (2007: 61,7 dt/ha) und damit auf dem Niveau des langjährigen Mittels liegen (64,2 dt/ha). Infolge der um 4,5 Prozent höheren Erträge und der Ausweitung der Roggenanbaufläche um knapp 4 Prozent auf 12.000 Hektar in diesem Jahr wird die Erntemenge mit 77,3 Tausend Tonnen um 8,3 Prozent über der Vorjahresmenge liegen.

Wintergerste, die bereits vollständig abgeerntet ist, liegt mit 67,1 dt/ha um 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau (2007: 65,8 dt/ha) und um 4,7 Prozent über dem langjährigen Mittel (64,1 dt/ha). Durch einen Flächenzuwachs um 4,3 Prozent auf 70.700 Hektar konnte eine Gesamterntemenge von 474.500 Tonnen (+ 6,4 Prozent) eingefahren werden.

Sommergerste liegt mit 52,5 dt/ha um 6,6 Prozent über dem niedrigen Vorjahresniveau (2007: 49,3 dt/ha). Das langjährige Mittel (50,5 dt/ha) wird um 3,9 Prozent überboten. Voraussichtlich werden 264.000 Tonnen Sommergerste eingefahren werden. Damit liegt die Erntemenge um knapp ein Fünftel (18,9 Prozent) über dem Vorjahresergebnis.

Hafer erreicht voraussichtlich einen Ertrag je Hektar von 45,1 Dezitonnen. Die Ertragsleistung liegt damit um 8,6 Prozent über der von 2007 (41,5 dt/ha), verfehlt die Flächenleistung der Jahre 2002 bis 2007 von 49,2 dt/ha jedoch um 8,4 Prozent. Bei Hafer wird mit einer Gesamterntemenge von 27.500 Tonnen mit einer um ein Fünftel höheren Ernte gerechnet als 2007.

Mit einem erwarteten Flächenertrag von 56,0 dt/ha wird Triticale, eine Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, das durchschnittliche Ertragspotential der Jahre 2002 bis 2007 um 2,3 dt/ha (- 3,9 Prozent) und den Ertrag des Vorjahres um 3,7 dt/ha (- 6,2 Prozent) unterschreiten. Insgesamt werden nach den vorläufigen Ergebnissen von 14.800 Hektar Anbaufläche 82.900 Tonnen Triticale geerntet (2007: 13.781 ha und 82.300 Tonnen).

Die Ernte von Winterraps wurde mit einem Flächenertrag von 35,8 dt/ha abgeschlossen. Damit wurde das Ertragsniveau des Vorjahres um 9,1 Prozent und das Mittel der Jahre 2002/2007 noch um 4,2 Prozent überschritten. Die hohen Flächenerträge konnten den Rückgang des Winterrapsanbaus gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent auf 119.400 Hektar nicht voll kompensieren. Die Erntemenge von 427.900 Tonnen lag somit nur um 4,2 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Wie auch bei Wintergerste kam es bei Winterraps während der Ernte zu vorübergehenden Druschunterbrechungen auf Grund hoher Niederschläge.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Thüringen.

Landwirtschaftliche Flächen wurden etwas teurer

Agrarland blieb in den neuen Bundesländern günstiger als im Westen
Hannover (agrar.de) – Die Preiskurve für landwirtschaftliche Grundstücke zeigte jahrelang talwärts. Im vergangenen Jahre mussten die deutschen Landwirte für den Kauf landwirtschaftlicher Grundstücke jedoch wieder etwas mehr Geld anlegen, zitiert der Landvolk-Pressedienst Berechnungen des Statistischen Bundesamtes.

So lag der Preis für landwirtschaftliche Grundstücke in Deutschland vor zehn Jahren im gewogenen Mittel noch bei 9.500 Euro je Hektar (ha). Seitdem ist der Preis ständig gesunken. In 2001 kosteten die Flächen im Bundesdurchschnitt noch 9.427 Euro/ha, zwei Jahre später mit 9.184 Euro/ ha bereits 2,5 Prozent weniger. In 2005 wurde Agrarland noch einmal zu deutlich geringeren Preisen gehandelt, mit rund 8.692 Euro mussten die Landwirte je ha 5,36 Prozent weniger Geld anlegen als in 2003. Im Jahr darauf stabilisierten sich die Preise auf diesem Niveau, bevor sie in 2007 wieder leicht anzogen. Die Parzellen wurden im gewogenen Durchschnitt für 9.205 Euro/ha gehandelt, das bedeutete sogar ein deutliches Plus um 5,9 Prozent gegenüber 2005.

Die Preisentwicklung verlief allerdings auch im vergangenen Jahr für den Osten und den Westen der Republik sehr unterschiedlich. So waren landwirtschaftliche Flächen vor allem in den alten Bundesländern gesucht; in der Folge lag der Preis für Agrarland dort mit 16.394 Euro /ha um 2,8 Prozent oder 453 Euro je ha über dem Vorjahresniveau. In den neuen Bundesländern erhöhte sich der Kaufpreis dagegen im gewogenen Durchschnitt um 2,3 Prozent oder 94 Euro je ha auf 4.134 Euro/ha. Das kräftige bundesweite Plus von 3,3 Prozent fußt auf der unterschiedlichen Entwicklung des Umfangs der veräußerten Flächen in Ost und West. So wurden sowohl in den alten wie auch in den neuen Bundesländern erheblich mehr Flächen veräußert als in 2006. Die veräußerte Fläche stieg in Westdeutschland um 5.959 ha oder 15 Prozent auf 45.755 ha, während sie in den neuen Bundesländern „nur“ um 7.385 ha oder 12,8 Prozent auf 64.864 ha zunahm.

Insgesamt wechselten 2007 bundesweit 110.619 ha Agrarland den Besitzer, was gegenüber 2006 eine kräftige Zunahme um 13.344 ha bedeutete. Die meiste Fläche wurde mit 25.080 ha in Brandenburg verkauft, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 18.466 ha und Niedersachsen, wo mit 16.418 ha rund elf Prozent mehr den Besitzer wechselten als in 2006. Am meisten Geld kosteten landwirtschaftliche Flächen jedoch in Nordrhein-Westfalen: Durchschnittlich 26.750 Euro/ha bedeuten im Ländervergleich die Spitze. Es folgten Bayern mit 23.431 Euro/ha, Baden-Württemberg mit 18.305 Euro/ha und Niedersachsen mit 13.582 Euro. Dabei wurden die Preise für landwirtschaftliche Flächen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen-Anhalt gegen den Bundestrend sogar um drei bis fünf Prozent günstiger als in 2006.

Informationen zu Pachtpreisen in den Bundesländern.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Thema Besitz und Pacht.

27. August 2008

Rheinland-Pfalz: Gute Ernte

Koblenz (agrar.de) – In Rheinland-Pfalz hat sich das Ackerland seit 2006 von 390.000 Hektar auf 405.000 Hektar ausgedehnt. Dies liegt, nach Angaben des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV), zum einen an der nicht mehr vorhandenen obligatorischen Flächenstilllegung und zum anderen an der positiven Preisentwicklung für Getreide im Jahr 2007. Sie führte dazu, dass die zuvor stillgelegten Flächen für den Getreidebau nun verstärkt genutzt werden.

Diese Entwicklung und der – vom Monat April abgesehene – insgesamt gute Witterungsverlauf, erhöhte in Deutschland die Gesamtgetreideerträge gegenüber dem langjährigen Mittel (2002 bis 2007) um 12,1 Prozent. In Rheinland-Pfalz stiegen beispielsweise die Durchschnittserträge des Winterweizens innerhalb eines Jahres von 61 auf 64 Dezitonnen pro Hektar an. Auch Roggen und Triticale profitierten von der Witterung, was zu höheren Durchschnittserträgen von zwei bis drei Dezitonnen pro Hektar in 2008 führte.

Das Getreide ist nahezu vollständig abgeerntet. Lediglich bei der Sommergerste stehen noch ca. 20 bis 30 Prozent auf dem Feld. Dies ist auf die feuchte Witterung im April zurückzuführen, was zu einer späteren Aussaat und schließlich zu einer späteren Erntereife führte. Hinzu kam das durchwachsene Erntewetter, sodass die Sommergerste zu einem erheblichen Teil nicht zum optimalen Zeitpunkt abgeerntet werden konnte. Gerade die nur mit großem Qualitätsrisiko anzubauende Braugerste leidet unter stark schwankenden Qualitäten. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau kritisiert hierbei die Mälzer, die aufgrund des steigenden Braugersteangebotes die Eiweißgrenzwerte in der Regel wieder auf 11,5 Prozent festgesetzt haben. Ein Eiweißgrenzwert von 12 Prozent wäre durchaus vertretbar und würde nicht zu Qualitätseinbußen bei der Bierproduktion führen. Wer sich in Zeiten ausreichender Braugerstenangebote kompromisslos verhält, braucht auch in Zeiten knapper Angebote nicht auf entgegenkommendes Verhalten seitens der Erzeuger hoffen. Zwar hat sich gerade in Rheinland-Pfalz die Braugerstenfläche von 54.000 Hektar auf 60.000 Hektar erhöht, dennoch macht sich gerade bei den Braugerstenerzeugern Unmut durch das Verhalten der aufnehmenden Hand breit.

Eine erfreuliche und für die Zukunft hoffnungsfroh stimmende Entwicklung zeichnet sich beim Weltgetreideverbrauch ab. Der Verbrauch stieg in den vergangenen zehn Jahren von 1,87 Mrd. Tonnen auf 2,12 Mrd. Tonnen an. Selbst die weltweit gute Ernte deckt in diesem Jahr gerade einmal den Verbrauch ab. Während aber die Getreideernte jährlich schwankt, wird der Verbrauch nicht abnehmen, sodass auch in Zukunft mit stabilen Preisen im Getreidemarkt zu rechnen sein wird. Hinzu kommt die stetig steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien. Diese trägt ebenfalls zu stabilen bzw. steigenden Preisen im Getreidebereich bei. Die Landwirtschaft ist allerdings auf eine solche Preisentwicklung angewiesen, da steigende Produktionskosten aufgrund gestiegener Energie- und Düngemittelkosten durch steigende Einnahmen abgedeckt werden müssten.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Mehr Altersgeldempfänger als Beitragszahler

Themen: Förderung,Statistik,Verbände,Wirtschaft — info @ 13:08

Bonn (agrar.de) – Die Zahl der Empfänger von Geldleistungen in der Alterskasse für Landwirte ist im Jahr 2007 (Stand: 31. Dezember) in Deutschland nach Angaben des Gesamtverbandes der Landwirtschaftlichen Alterskassen gegenüber dem Vorjahr gestiegen und zwar um 1.202 auf 628.943.

Bei den Beitragszahlern wurde gleichzeitig wieder ein Rückgang um 10.048 auf 281.429 verzeichnet. Statistisch gesehen entfallen damit nach Mitteilung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) auf jeden „aktiven“ mehr als zwei (2,23) zu versorgende Ruheständler.

1960 brachten im (alten) Bundesgebiet noch 770.870 Beitragspflichtige Unternehmer und Weiterversicherte jene Mittel auf, aus denen 320.390 Altenteiler ihre Altergelder erhielten. Diese in Folge des enormen Strukturwandels sich ergebene Verschiebung der Relationen in den vergangenen Jahrzehnten bedeutet einen Beitragsanstieg, den keine andere Berufsgruppe zu verkraften hatte. Seit 1980 haben sich die monatlichen Zahlungen der Landwirte an ihre Alterskassen fast versechsfacht. Ohne eine Beteiligung des Bundes von rund 2,3 Mrd. Euro wäre die Beitragsbelastung der Landwirte, die selbst rund 679 Mio. Euro für die Alterssicherung aufbringen, heute kaum noch erträglich.

Links zum Thema Versicherungen,
Links zum Thema Verbände.

Holstein-Schwarzbunt bedeutendste Rinderrasse in Sachsen-Anhalt

Themen: Rinder,Sachsen-Anhalt,Statistik,Tierbestände — info @ 13:08

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, gehörten 69 Prozent (242.100 Tiere) der im Mai 2008 ermittelten 350.300 Rinder der Milchnutzungsrasse Holstein-Schwarzbunt an.
Hinsichtlich der unterschiedlichen Züchtungsziele waren 71 Prozent der Rinder (249.100 Tiere) den Milchnutzungsrassen zuzurechnen. 16 Prozent (55.500 Tiere) zählten zu den Fleischnutzungsrassen und 13 Prozent (45.700 Tiere) zu den Zwei- oder Doppelnutzungsrassen.

Bei den Fleischnutzungsrassen sind u.a. Rinder zu finden, die aus anderen Ländern oder Regionen stammen, wie z.B. die Charolaisrinder und die Rinder der Rasse Limousin aus Frankreich (6.800 Tiere) oder die Galloway- und Highland-Rinder aus Schottland (1.700 Tiere).

Diese Aussagen zu den Rassen macht die erstmalige Ermittlung des Rinderbestandes durch Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere – der sogenannten HIT-Rinderdatenbank – möglich. Mit Nutzung den vorliegenden Verwaltungsdaten wurden die landwirtschaftlichen Betriebe von der Berichtspflicht zu den Rinderbeständen befreit. Die Veränderung der Methode führt allerdings dazu, dass die Ergebnisse nicht direkt mit denen der Vorerhebungen verglichen werden können, da nicht – wie bisher – nur die Rinder in landwirtschaftlichen Betrieben, sondern alle Rinder bis zur kleinsten Hobbyhaltung erfasst werden. So „stieg“ bei einem Vergleich mit der letzten Befragung im November 2007 der Rinderbestand im Land scheinbar um 4 Prozent an.

Links zum Thema Rinder,
Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

RLV: Agrarsubventionen des Bundes auf historischem Tief

Themen: Förderung,Statistik,Verbände — info @ 13:08

Landwirtschaft spielt als Empfänger von Subventionen des Bundes eine immer kleinere Rolle
Bonn (agrar.de) – Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, gehen laut dem 21. Subventionsbericht der Bundesregierung die dem Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zugeordneten Subventionen von 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf 0,9 Mrd. Euro im Jahr 2008 zurück. Der Anteil des Agrarsektors an den gesamten Subventionen des Bundes sinkt in dieser Zeit von 5,7 Prozent auf 4,3 Prozent.

Während die gesamten Subventionen des Bundes von 2005 bis 2008 um circa 8 Prozent rückläufig sind, gingen die Agrarsubventionen im gleichen Zeitraum um 31 Prozent zurück. Damit setze sich der Trend der 90er Jahre unvermindert fort, wonach die Agrarsubventionen sowie ihr Anteil an den Gesamtsubventionen weiter stark rückläufig sind. 1990 machten die Agrarsubventionen des Bundes mit 2,9 Mrd. Euro noch 20 Prozent an den Gesamtsubventionen aus, hebt der RLV hervor.

Allein bei den Finanzhilfen erbrachte die Landwirtschaft zwischen 2005 und 2008 mit Einsparungen von 137 Mio. Euro den größten Einsparbetrag nach dem Wohnungsbau. Bei den Finanzhilfen an die Landwirtschaft schlagen insbesondere die Reduzierung des Bundeszuschusses zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) auf 100 Mio. Euro im Haushalt 2008, der sinkende Bedarf für auslaufende Maßnahmen wie die Landabgaberente und die Förderung der Einstellung der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit (FELEG) sowie die Reduzierung des Zuschusses an die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein zu Buche. Beim Abbau von Steuervergünstigungen trägt die Landwirtschaft allein mit den Einschränkungen bei der Agrardieselvergütung im Berichtszeitraum zu Mehreinnahmen des Bundes in Höhe von 275 Mio. Euro bei.

Links zum Thema Verbände.

Rentenbank: Zweistellige Zuwachsraten bei Förderkrediten und operativem Ergebnis

Themen: Banken,Statistik,Wirtschaft — info @ 11:08

Frankfurt (agrar.de) – Ein sehr lebhaftes Neugeschäft und eine deutlich bessere Ertragslage kennzeichneten die Geschäftsentwicklung der Landwirtschaftlichen Rentenbank im ersten Halbjahr 2008.

Wie die Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum im heute veröffentlichten Halbjahresbericht ausführt, gingen die Wachstumsimpulse sowohl von den Sonder- und Programmkrediten zur Förderung spezieller Verwendungszwecke als auch von den allgemeinen Förderkrediten für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum sowie den verbrieften Finanzierungen aus. Die Förderkredite für Wirtschaftsgebäude und Flächenkäufe wiesen erneut hohe Zuwachsraten auf. Erstmals seit mehreren Jahren waren auch Finanzierungen für Fotovoltaikanlagen wieder stärker gefragt.

Insgesamt erreichten die Neuabschlüsse im Fördergeschäft einschließlich Prolongationen und Zinsanpassungen 13,4 Mrd. Euro (8,9). Davon entfielen 3,7 Mrd. Euro (2,8) auf allgemeine Förderkredite für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum, 2,0 Mrd. Euro (1,5) auf Sonder- und Programmkredite und 3,6 Mrd. Euro (2,2) auf verbriefte Finanzierungen. Der Bestand mittel- und langfristiger Kredite in der Bilanz wuchs um 8,3 Prozent auf 40,5 Mrd. Euro (37,4).

Im ersten Halbjahr 2008 konnte die Förderbank aufgrund des höheren Neugeschäftes und der verbesserten Margen einen deutlich höheren Zinsüberschuss (HGB) als in der ersten Hälfte des Vorjahres erzielen.
Obwohl die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf 20,1 Mio. Euro (16,6) stiegen, verbesserte sich die Cost-Income-Ratio von 14,5 Prozent auf 12,7 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Bewertung erreichte nach HGB 144,0 Mio. Euro (101,5) und lag damit 41,9 Prozent über dem Ergebnis der ersten sechs Monate des Vorjahres.

Ähnliche Zuwachsraten verzeichneten auch der nach IFRS ermittelte Konzernzinsüberschuss und das Konzernbetriebsergebnis vor Fair Value- und Hedge-Bewertung. Dem standen Bewertungskorrekturen gegenüber, die aus Bonitätsverschlechterungen der Partnerbanken im Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise resultieren. Allerdings waren keinerlei Ausfälle zu verzeichnen. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass alle Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nachkommen werden und sämtliche Bewertungskorrekturen spätestens bei Fälligkeit wieder aufgelöst werden können“, so Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstandes. Trotz erhöhter Niederstwertabschreibungen nach dem strengen Niederstwertprinzip weist der Einzelabschluss nach HGB für das erste Halbjahr nach Bewertung einen Zwischengewinn von 27,9 Mio. Euro (65,6) aus. „Die hohen Zuwachsraten werden sich zwar weder beim Neugeschäft noch beim operativen Ergebnis in der zweiten Hälfte des Jahres in gleicher Weise fortsetzen, dennoch erwarten wir für die kommenden Monate eine anhaltend positive Entwicklung. Wir sind zuversichtlich, die operativen Ergebnisse des Vorjahres im laufenden Geschäftsjahr übertreffen zu können“, so Dr. Marcus Dahmen.

Wie die Bank im Halbjahresbericht weiter informiert, lag die Bilanzsumme (HGB) mit 95,9 Mrd. Euro Ende Juni 2008 um 8,0 Prozent über dem zum Jahresultimo ausgewiesenen Niveau. Der besonderen Geschäftsstruktur der Förderbank entsprechend bilden die Forderungen an Kreditinstitute den größten Posten auf der Aktivseite der Bilanz. Diese Bilanzposition wuchs im ersten Halbjahr 2008 um 6,9 Prozent auf 65,3 Mrd. Euro. Aufgrund des Neugeschäfts bei verbrieften Finanzierungen stieg der Wertpapierbestand in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 29,4 Mrd. Euro (25,9).

Auf der Passivseite der Bilanz wuchs der Bestand der verbrieften Verbindlichkeiten als Folge der Emissionstätigkeit im ersten Halbjahr 2008 auf 72,4 Mrd. Euro (70,0). Zur Finanzierung ihres Aktivgeschäfts nahm die Förderbank in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 7,9 Mrd. Euro (8,3) mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel neu auf, darunter 5,3 Mrd. Euro (5,4) im Rahmen des Euro-Medium-Term-Note-Programms (EMTN) und 2,0 Mrd. Euro (2,0) über die Emission SEC-registrierter Globalanleihen. Die bilanziellen Eigenmittel (einschließlich nachrangiger Verbindlichkeiten) beliefen sich am 30.06.2008 auf 2,9 Mrd. Euro (2,9).

Links zum Thema Banken.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 >>



   (c)1997-2017 @grar.de