24. Juli 2008

Hessen: Erheblich weniger Schweine

Themen: Hessen,Schafe,Schweine,Statistik,Tierbestände — info @ 11:07

Wiesbaden (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen der im Mai durchgeführten Erhebung über die Viehbestände wurden insgesamt 730.500 Schweine und gut 149.000 Schafe gezählt. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit 65.400 oder 8,2 Prozent weniger Schweine gehalten als im Mai 2007. In ähnlicher Größenordnung nahmen die Betriebszahlen ab (8,4 Prozent). Zum Zeitpunkt der Erhebung gab es 7.600 Betriebe mit Schweinehaltung in Hessen, darunter knapp 1.800 mit Zuchtsauenhaltung.

Auch der Schafbestand verringerte sich deutlich auf gut 149.000 Tiere (minus zwölf Prozent gegenüber 2007). Die Betriebe mit Schafhaltung nahmen sogar um gut 16 Prozent auf 1.680 Betriebe ab.

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Thüringen: Mehr Getreide – weniger Raps

Vorläufige Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung 2008
Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Landwirte bestellten nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung im Jahr 2008 auf fast zwei Drittel (62 Prozent) ihrer 614.000 Hektar umfassenden Ackerfläche Getreide. Damit stehen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik zur diesjährigen Ernte mit 383.500 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) 17.100 Hektar bzw. 4,7 Prozent mehr im Feld als im Jahr 2007.

Auf knapp 60 Prozent der Getreidefläche (215.800 Hektar) reift Winterweizen heran. Die Anbaufläche wurde gegenüber dem Vorjahr um 1.700 Hektar bzw. 0,8 Prozent ausgedehnt. Ebenso wurde mehr Sommergerste, die vorwiegend als Braugerste verwendet wird, ausgesät. Die diesjährige Anbaufläche von 50.300 Hektar bedeutet eine Erweiterung gegenüber 2007 um 5.200 Hektar bzw. 11,5 Prozent.

Der Anbau der Wintergerste wurde auf 70.700 Hektar ausgedehnt. Die Fläche ist somit um 2.900 Hektar bzw. 4,3 Prozent größer als im Vorjahr. Die Anbaufläche für Roggen stieg um 400 Hektar auf 12.000 Hektar.

Der Anbau von Triticale, einer Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, hat bei einer Fläche von 14.800 Hektar gemessen am Vorjahresniveau um 1.000 Hektar bzw. 7,4 Prozent zugenommen.

Der Anbau von Ölfrüchten lag mit 122.000 Hektar um 5.200 Hektar bzw. 4,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang ist auf die Reduzierung der Anbaufläche von Winterraps um 5.700 auf 119.400 Hektar zurückzuführen. Da Rapsöl auch für technische Zwecke eingesetzt wird, können die veränderten Rahmenbedingungen bei der Biodieselproduktion zu dieser Anbauentscheidung der Thüringer Landwirte geführt haben.

Auf 11.400 Hektar stehen Hackfrüchte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 2.100 Hektar bzw. 15,5 Prozent. Zuckerrüben stehen dabei auf 8.700 Hektar und obwohl diese inzwischen auch zur Energiegewinnung auf der Grundlage des erzeugten Ethanols eingesetzt werden, ist ein Rückgang um 18 Prozent bzw. 1.900 Hektar zu verzeichnen.

Der Rohstoff für Thüringer Klöße – die Kartoffel – wurde auf 2.300 Hektar gelegt. Dies entspricht einer Flächenrücknahme um 200 Hektar bzw. 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auf 10.000 Hektar reifen Hülsenfrüchte, darunter 8.100 Hektar Futtererbsen, 1.500 Hektar Ackerbohnen und 400 Hektar Lupinen. Infolge des erneuten Rückgangs des Anbaus von Futtererbsen (Flächenreduzierung gegenüber 2007 um 3.200 ha) wurden in diesem Jahr knapp ein Viertel (3.200 Hektar bzw. 24,0 Prozent) weniger mit Hülsenfrüchten bestellt als vor einem Jahr.

Der Anbau von Ackerfutterpflanzen wurde um 4.200 Hektar bzw. 5,9 Prozent auf 76.300 Hektar ausgedehnt.
Insbesondere zur Gewinnung von regenerativen Energien aus Biomasse wurde der Anbau von Grün- und Silomais auf 44.400 Hektar erweitert. Er hält damit einen Anteil an der gesamten Ackerfutterfläche von 58 Prozent (Vorjahr: 42.600 ha bzw. 59 Prozent).

Ackergras steht auf 12.000 Hektar (+ 400 Hektar bzw. 3,3 Prozent) und Luzerne wurde wie im Vorjahr auf etwa 7.500 Hektar angebaut. Der Anbau von Klee, Kleegras und Klee-Luzerne-Gemisch wurde um 400 auf 5.400 Hektar zurückgenommen.

6.100 Hektar sind Brache einschließlich zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen (Betriebsprämien) stillgelegter Flächen bzw. freiwillig aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommene Flächen (ohne Anbau von nachwachsenden Rohstoffen). Dieser Rückgang um 10.200 Hektar gegenüber dem Vorjahr ist auf die Aussetzung der obligatorischen Flächenstilllegung zurückzuführen. Diese im Jahr 2008 zusätzlich zur Verfügung stehenden Flächen wurden für den Getreide- und den Futterpflanzenanbau genutzt.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 09:07

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 490 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,81 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,81 Euro bis 1,82 Euro verkauft.

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23. Juli 2008

Spanien und Niederlande: kräftige Abnahme der Zuchtsauenbestände

Bonn (agrar.de) – Ähnliche Entwicklungen wie in Dänemark und Polen zeigen auch nach neuester Erhebung die Zuchtschweinebestände in Spanien und den Niederlanden. Die starken Rückgänge der EU-Schweinebestände, die insbesondere seit der zweiten Hälfte des Jahres 2007 ansetzten, deuten nach Einschätzung des Verbandes der Fleischwirtschaft (VdF) auf strukturelle Veränderungen hin. Der Bestandsabbau hängt in erster Linie mit Rentabilitätsfragen zusammen.

Spanien hat nach Deutschland den zweitgrößten Schweinebestand innerhalt der EU. In der Aprilzählung 2008 wurde im Vergleich zur Vorjahreszählung sowohl beim Zuchtsauenbestand als auch beim Schweinebestand insgesamt ein Rückgang um jeweils 8 Prozent festgestellt. Verglichen mit der Dezemberzählung von 2007 betrug der Rückgang gut 5 Prozent. Dies bestätigt die Vorhersage des spanischen Schweinehalterverbandes über den Abzug von ca. 200.000 Sauen aus der Produktion infolge steigender Futterkosten und geringerer Rentabilität der Schweinehaltung. Eine weitere Abnahme des spanischen Schweinebestandes scheint aufgrund des starken Rückgangs der Anzahl der trächtigen Jungsauen um 14 Prozent unausweichlich zu sein. Da sich die Schweinepreise in letzter Zeit jedoch kräftig erholt und sich die Futterpreise inzwischen vergünstigt haben, kann mit einer gewissen Entspannung der Situation für die Schweinehalter gerechnet werden.

Auch die Anzahl der Schlachtschweine sank gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent. Die Schweinefleischproduktion wird angesichts dieser Zahlen sicherlich in einem bemerkbaren Umfang zurückgehen, wenngleich die Schweineschlachtungen im ersten Quartal gegenüber dem selben Zeitraum des Vorjahres um 2 Prozent höher lagen.

Der Rückgang der Zuchtsauenbestände fiel in den Niederlanden etwas moderater aus als in Spanien (-6,6 Prozent). Die Anzahl der Schweine insgesamt lag sogar im Vergleich zur Vorjahreszählung um 1,5 Prozent höher. Ein weiterer Rückgang des Zuchtschweinebestandes wird allerdings angesichts der niedrigen Anzahl trächtiger Jungsauen immer wahrscheinlicher. Auch hier monieren die Landwirte geringe Marktleistung bei um ein Drittel höheren Futterkosten im Vergleich zum Vorjahr.

Die Schweineschlachtungen in den Niederlanden nahmen bei einer erhöhten Anzahl an Schlachtschweinen der Kategorien unter und über 50 kg zu. Diese Steigerung wird allerdings auf die geringe Exportnachfrage nach Absetzferkeln im Zuge geringerer Endmastrentabilität in den Zielländern zurückgeführt. Nach PVE-Angaben gingen die Exporte von Absetzferkeln im Vorjahreszeitraum bis Ende Mai um 8 Prozent zurück.

Vorläufige Zahlen über Schweineschlachtungen im ersten Halbjahr 2008 zeigen eine Zunahme um 6 Prozent. Für die Nettoeigenerzeugung im zweiten Halbjahr wird allerdings eine deutlich geringere Ausdehnung prognostiziert.

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RLV: Von einem Brötchen bekommt der Getreidebauer nur 0,5 Cent

Themen: Getreide,Statistik,Verbände,Wirtschaft — info @ 13:07

Getreidepreis hat wenig Einfluss auf Brotpreise
Bonn (agrar.de) – Brötchen werden aus Getreide gemacht – das ist klar. Für das Produkt, aus dem das täglich verzehrte Lebensmittel hergestellt wird, erhält der Getreidebauer aber nur einen minimalen Anteil im Vergleich zum Verkaufspreis des Brötchens.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, gehen gerade einmal 2 Prozent vom Ladenpreis, also 0,5 Cent, pro Brötchen an den Landwirt.

Nach Angaben des RLV kostete im Juni 2008 1 kg Roggenbrot 2,56 Euro. Davon erhielt der Getreidebauer gerade mal 4 Prozent, also 12 Cent. Der Erzeugerpreis für Roggen unterlag im Laufe der letzten 15 Jahre kräftigen Schwankungen. Während dabei aber der Durchschnittspreis etwa beim Roggenbrot im Einzelhandel seit 1995 kontinuierlich teurer wurde, stieg der Erlös für den Bauern nicht. Eine Preisanpassung sei daher dringend nötig, fordert der RLV. Denn die Gewinne für die Landwirte würden immer geringer und die Kosten für Energie zögen an.

Wie der RLV weiter mitteilt, gelte es in der Diskussion über gestiegene Lebensmittelpreise auch zu bedenken, dass zahlreiche Nahrungsmittel immer noch preiswerter als in den 80er und 90er Jahren angeboten werden. Trotz Preiserhöhungen könnten sich die Verbraucher in Deutschland günstiger ernähren als noch vor einigen Jahrzehnten. Zum Beispiel Butter: 1995 kostete ein 250-g-Päckchen Markenbutter umgerechnet 92 Cent, im Juni 2008 hingegen zahlte der Verbraucher nur noch 74 Cent. Zudem, so der RLV, lägen Deutschlands Lebensmittelpreise 6 Prozent unter dem EU-Durchschnitt.

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Sachsen-Anhalt: Minus bei Raps und Stilllegung zugunsten von Getreide

Magdeburg (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung haben die Landwirte wieder mehr Getreide angebaut. Wie das Statistische Landesamt dazu mitteilt, ist mit nahezu 0,6 Mill. Hektar die Getreidefläche um 41.300 Hektar bzw. 7,4 Prozent größer als im Jahr 2007. Dagegen wurden der Rapsanbau um fast 12 Prozent eingeschränkt und auch die Stilllegungsflächen deutlich reduziert.

Knapp 60 Prozent der Ackerfläche des Landes sind mit Getreide bestellt. Mit 598.700 Hektar im Anbau ist dies der höchste Wert nach dem Jahr 2002 (600.800 Hektar). Flächenausweitungen sind bei allen Sommer- sowie Wintergetreidearten zu verzeichnen. Anbaustärkste Getreideart ist weiterhin mit 328.800 Hektar der Winterweizen. Seine Anbaufläche nahm gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent zu. Wie schon im letzten Jahr wurde der Anbau von Roggen weiter verstärkt. Hier ist eine Flächenausdehnung zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 89.100 Hektar zu verzeichnen.
Im Gegensatz dazu wurde gegenüber dem Vorjahr der Winterrapsanbau um 21.000 Hektar (- 11,6 Prozent) wieder eingeschränkt und entspricht mit einem Anbau auf 160.200 Hektar etwa dem Niveau des Jahres 2006. Neben den wetterbedingten schwierigen Aussaatbedingungen wirkten hier die gestiegenen Getreidepreise als auch die Aussetzung der obligatorischen Flächenstilllegungen. So hat sich der Umfang des brachliegenden Ackerlandes gegenüber dem Vorjahr um fast 40 Prozent (= 25.600 Hektar) auf jetzt 40.400 Hektar verringert.

Die Ausdehnung des Feldfutteranbaus hat sich mit 12.200 Hektar (+ 12,0 Prozent) mehr gegenüber dem Vorjahr fortgesetzt. Insbesondere ist beim Silomais, der neben seiner Verwertung als Futter als energiereicher Rohstoff in Biogasanlagen immer mehr Verwendung findet, mit fast 80.000 Hektar ein neuer Höchststand erreicht.

Hackfrüchte stehen auf fast 60.000 Hektar, dabei sind 45.600 Hektar Zuckerrüben (- 5,6 Prozent zum Vorjahr) und 12.600 Hektar Kartoffeln (- 1,6 Prozent zum Vorjahr).

Erneut beträchtlich reduziert wurde der Anbau von Hülsenfrüchten auf 12.100 Hektar. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der seit einigen Jahren zu verzeichnende Einschränkung des Anbaus von Futtererbsen, der mit 6.500 Hektar ein Drittel unter dem des Vorjahres liegt.

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Brandenburg: Auf 53 Prozent des Ackerlandes wächst Getreide

Themen: Anbauflächen,Brandenburg,Getreide,Statistik — info @ 12:07

Potsdam (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2008 bauten die Brandenburger Landwirte auf 551.300 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) an. Damit vergrößerte sich nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg die Getreideanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um fast 30.000 Hektar.

Getreide wächst auf gut der Hälfte des Brandenburger Ackerlandes. Beim Roggenanbau gab es nach 2007 erneut eine Anbauausdehnung (+9 Prozent). Roggen steht mit 226.900 Hektar auf einem Fünftel des Ackerlandes. Winterweizen, die zweitwichtigste Getreideart in Brandenburg, ist in diesem Jahr von 140.600 Hektar vom Halm zu holen (2007: 131.000 Hektar). Beim Sommergetreide dominiert der Hafer mit 16.600 Hektar (+9 Prozent gegenüber 2007).

Die Ernte der Ölfrüchte erfolgt 2008 von 142.900 Hektar. Seit 2003 gab es mit 120.700 Hektar erstmals einen Anbaurückgang bei der bestimmenden Ölfrucht, dem Winterraps (–9 Prozent). Beim Körnersonnenblumenanbau kam es in diesem Jahr zu einem deutlichen Flächenzuwachs um über 50 Prozent. Sonnenblumen wachsen 2008 auf 18.200 Hektar.

Futterpflanzen auf dem Ackerland sind 2008 von 231.600 Hektar (+15 Prozent) zu bergen und nehmen damit 22 Prozent des Ackerlandes ein. Die wichtigste Futterpflanze, der Silomais, steht auf 130.100 Hektar (+16 Prozent).

Die bestimmenden Hülsenfrüchte im Land sind Lupinen mit 11.500 Hektar und Futtererbsen mit 8.000 Hektar. Allerdings ist hier die Entwicklung stark rückläufig (Lupinen: –21 Prozent, Futtererbsen: –33 Prozent). Hackfrüchte werden auf 16.900 Hektar angebaut (–14 Prozent). Dabei sind im Jahr 2008 mit 9.600 Hektar so wenig Kartoffeln zu roden wie noch nie.

Stark verringert hat sich das stillgelegte Ackerland (–44 Prozent), da die obligatorische Stilllegung 2008 nicht zur Anwendung kam (2008: 57.200 Hektar).

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Zahl der Schweine in Brandenburg auf 757.000 gesunken

Potsdam (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der repräsentativen Viehbestandserhebung am 3. Mai 2008 gab es zum Stichtag in Brandenburg 757.000 Schweine und 126.400 Schafe.

Der Bestand an Schweinen ging im Vergleich zum Vorjahr um 51.200 Tiere oder 6,3 Prozent zurück. Während die Zahl der Ferkel mit 260.900 im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,1 Prozent abnahm, ist der Rückgang bei den Jungschweinen um 25.400 auf 162.000 Tiere deutlich stärker (–13,5 Prozent). Bei den Mastschweinen ist ein Rückgang um 13.000 auf noch 241.000 Tiere (–5,1 Prozent) festzustellen. Die Zahl der Zuchtsauen ging um 14.200 auf 91.500 Tiere zurück (–13,4 Prozent).

Ursache dieser Entwicklung sind unter anderem die stark gestiegenen Preise für Futtermittel und Energie sowie die niedrigen Aufkaufpreise für Schweinefleisch. Die im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich große Zahl der Ferkel lässt jedoch vermuten, dass der Bestand an Schweinen wieder zunehmen wird.

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg weiterhin mitteilt, verringerte sich die Zahl der im Land gehaltenen Schafe gegenüber dem 3. Mai 2007 um 2.700 auf 126.400 Tiere (–2,1 Prozent). Dabei nahm die Zahl der Schafe unter einem Jahr einschließlich der Lämmer binnen Jahresfrist um 800 auf 41.900 Tiere zu (+2,0 Prozent). Bei den weiblichen Schafen zur Zucht war dagegen ein Rückgang um 4.300 auf 80.700 Tiere zu verzeichnen (–5,1 Prozent).

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Strukturwandel: Nur noch 47.500 Bauernhöfe in NRW

Bonn/Münster (agrar.de) – Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen ist auch in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Nach einer Auswertung der Agrarstrukturerhebung 2007 durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen gab es im vergangenen Jahr noch knapp 47.500 Bauernhöfe in NRW, 7.020 weniger als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2003.

Gegenüber 1979, als noch mehr als 107.000 landwirtschaftliche Betriebe gezählt wurden, entspricht dies sogar einem Rückgang von 56 Prozent. Im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre haben damit pro Jahr etwa zwei Prozent der Bauern im Land ihre Betriebe aufgegeben. Im selben Zeitraum sind die verbliebenen Betriebe um durchschnittlich 10,5 Hektar gewachsen.

Im Rheinland gab es im vergangenen Jahr noch 14.100 land- und gartenbauliche Betriebe. Somit hat in den vergangenen zehn Jahren jeder vierte rheinische Bauernhof aufgegeben. Die durchschnittliche Betriebsgröße im Rheinland beträgt 37 Hektar. Spart man die Gruppe mit weniger als fünf Hektar aus, in der vor allem Garten- und Obstbaubetriebe anzutreffen sind, errechnet sich eine Durchschnittsgröße von 47,5 Hektar für die verbleibenden 10.710 Höfe.

Die meisten Bauernhöfe im Rheinland gibt es im Kreis Kleve mit 2.223 Betrieben, gefolgt von den Kreisen Wesel (1.523), dem Rhein-Sieg-Kreis (1.376), dem Kreis Euskirchen (1.226) und dem Oberbergischen Kreis mit 1.053 Betrieben. Zwischen 500 und 600 Bauernhöfe gibt es im Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Kreis Aachen. Schlusslicht bildet der Kreis Mettmann mit nur noch knapp 400 Betrieben. In den kreisfreien Städten des Rheinlandes wurden 2007 immerhin noch 1.405 Höfe gezählt.

In Westfalen-Lippe hat in den vergangenen Jahren jeder dritte Bauernhof aufgegeben. 2007 gab es dort noch 33.410 land- und gartenbauliche Betriebe mit einer Durchschnittsgröße von 29,5 Hektar. Lässt man in Westfalen-Lippe die Betriebe mit weniger als fünf Hektar beiseite, errechnet sich eine Durchschnittsgröße von 38,4 Hektar in etwa 25.000 Betrieben.

Die meisten Bauernhöfe gibt es im Kreis Steinfurt mit 3.617 Betrieben, dicht gefolgt vom Kreis Borken mit 3.504 Betrieben. Jeweils deutlich mehr als 2.000 Höfe gibt es in den Kreisen Gütersloh (2.405), Minden-Lübbecke (2.348) und Coesfeld (2.315). Weniger als 800 Bauernhöfe wirtschaften in den Kreisen Olpe und Unna. Schlusslicht bildet der Ennepe-Ruhr-Kreis mit 588 Betrieben. In den kreisfreien Städten Westfalen-Lippes gibt es noch 1.660 Bauernhöfe.

In den westfälisch-lippischen Kreisen gibt es besonders deutliche regionale Unterschiede beim Strukturwandel. Die höchsten Abnahmeraten bei Betrieben mit mehr als zwei Hektar gab es in den vergangenen zehn Jahren in den Kreisen Minden-Lübbecke mit 33 Prozent, Herford-Bielefeld mit 28,6 Prozent, Soest mit 24 Prozent sowie Paderborn und Gütersloh mit 23,5 Prozent. Die höchsten Abnahmeraten im Rheinland gab es im Rhein-Erft-Kreis, den Kreisen Düren, Heinsberg, Euskirchen sowie dem Oberbergischen Kreis.

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351 000 Rinder in Thüringen

Themen: Rinder,Statistik,Thüringen,Tierbestände — info @ 11:07

Erstmalige Nutzung des Rinderregisters HIT zur Entlastung der Landwirte von Statistikpflichten
Erfurt (agrar.de) – Anfang Mai 2008 wurden in Thüringen 351.114 Rinder gehalten. Dies ergab nach Feststellung des Thüringer Landesamtes für Statistik eine Auswertung des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HIT) zum Stichtag 3. Mai 2008. Dieses einheitliche System zur Kennzeichnung und Registrierung von Rindern in der EU wurde vor dem Hintergrund der BSE-Krise im Jahr 1996 beschlossen.

Zur Entlastung der Landwirte von statistischen Berichtspflichten wurden diese auf Einzeltierbasis vorliegenden Verwaltungsdaten erstmals genutzt und auf Halterebene zusammengefasst. Im HIT-Register fehlende Angaben zur Nutzungsrichtung der Kühe (Milch- bzw. Ammen- und Mutterkühe) bzw. dem Nutzungszweck von Rindern (zum Schlachten oder zur Zucht) wurden rechnerisch u.a. an Hand der Produktionsrichtung der Rinderhaltung und der Rinderrasse ermittelt.

Von den rund 351.000 Tieren waren 43 Prozent Kühe (154.104 Tiere), von denen 116.226 Tiere ausschließlich zur Milcherzeugung gehalten wurden. Damit lag der Milchkuhanteil in Thüringen bei einem Drittel des gesamten Rinderbestandes.

Weiterhin wurden 101.286 Kälber und Jungrinder unter einem Jahr alt, 74.872 Rinder zwischen 1 und 2 Jahren alt und 20.852 Rinder, die älter als 2 Jahre sind, festgestellt.

228.495 Tiere (65 Prozent) der Rinder wurden in Bestandsgrößen von mehr als 500 Tieren gehalten.

Die dominierende Rinderrasse in Thüringen war mit einem Anteil von 65 Prozent die Rasse Holstein-Schwarzbunt.

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