31. Juli 2008

bio-offensive für mehr Bio-Landwirtschaft in Deutschland gestartet

Themen: Biolandbau,Förderung,Wirtschaft — info @ 14:07

Berlin (agrar.de) – Die Zahlen sprechen für sich: Während die Wachstumsraten für Bioprodukte in Deutschland deutlich zweistellig sind, nehmen die heimischen Bio-Anbauflächen nur um 6 Prozent pro Jahr zu. Das führt dazu, dass immer mehr Bio-Lebensmittel aus dem Ausland eingeführt werden. Dieses große Marktpotenzial deutschen Landwirten zu erschließen, ist das Ziel der „bio-offensive“. Konven­tionelle landwirtschaftliche Betriebe können hierbei erfahren, wo ihre Chancen im Biomarkt liegen. Gleichzeitig werden Sie mit Abnehmern der Bioprodukte zusammengeführt.

Die Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL) hat die Initiative zusammen mit dem Verband der Landwirt­schaftskammern (VLK) ins Leben gerufen. Sowohl der Deutsche Bauernverband (DBV) als auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) begleiten das Projekt beratend. Außerdem wird die bio-offensive durch die Land­wirtschaft­liche Rentenbank unterstützt.

Die bio-offensive bietet gemeinsam mit Handels- und Verarbeitungsbetrieben etablierte Berater an, die einen so genannten „Betriebs-Check“ durchführen. Dieser zeigt auf, welche Chancen eine Umstellung auf ökologische Erzeugung eröffnet. Die Berater analy­sieren gemeinsam mit dem Betriebsleiter, ob die Voraussetzungen für eine Umstellung gegeben und günstig sind. Auch die betriebswirtschaftlichen Folgen werden genau berechnet. Gleich­zeitig werden den Landwirten potenzielle Kunden „mitgebracht“. Gerade dieses Zusammen­führen von Lieferanten und Abnehmern macht den besonderen Reiz der bio-offensive aus. Möglichen Umsteigern werden nicht nur theoretische Marktchancen eröffnet, sondern handfeste praktische. Die beteiligten Unternehmen profitieren zweifach: Erstens durch die neuen Kontakte zu möglichen Lieferanten, zweitens von sehr fundierten Daten über die Potenziale dieser Betriebe.

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