24. Juli 2008

Niedersachsen: Getreideernte wird unterdurchschnittlich ausfallen

Themen: Erntebericht,Getreide,Niedersachsen,Statistik — info @ 16:07

Hannover (agrar.de) – Mit der Wetterprognose auf einige sonnige Tage freuen sich Niedersachsens Landwirte, die seit gut 14 Tagen unterbrochene Getreideernte fortsetzen zu können. Die Erwartungen an die Erträge fallen nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes allerdings recht verhalten aus. Er beruft sich auf erste Schätzungen des Landesbetriebes für Statistik. Danach wird die Getreideernte mit knapp 6,2 Mio. t Getreide insgesamt die „Missernte“ von 2007 mit 5,2 Mio. t deutlich übertreffen, die durchschnittlichen Erträge fallen danach aber niedriger aus als im langjährigen Durchschnitt.

Die höhere Gesamternte basiert daher auch nicht unwesentlich auf der um 5,7 Prozent größeren Anbaufläche. Während die Wintergerste, die in erster Linie als Futtergetreide Verwendung findet, die lang anhaltende Trockenheit im Mai und Juni noch mit am Besten verkraftet hat, fallen die Ertragsschätzungen für Winterweizen, Roggen, Triticale, aber auch Raps recht verhalten aus. Die Prognosen beruhen auf Erhebungen von 1.320 Ernteberichterstattern, die am 30. Juni befragt wurden. Daher fließen Ertragseinbußen, die das anhaltende Regenwetter im Juli verursacht haben kann, noch nicht mit ein. Die endgültige Wahrheit erfahren die Landwirte nach der Ernte, wenn sie mit ihren Wagen über die Waage fahren. Und betriebswirtschaftlich entscheidet sich erst mit dem Verkauf der Ernte, der sich je nach Marktlage bis zum Sommer kommenden Jahres hinziehen wird, wie die Ernte 2008 zu bewerten ist.

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