23. Juli 2008

Brandenburg: Auf 53 Prozent des Ackerlandes wächst Getreide

Themen: Anbauflächen,Brandenburg,Getreide,Statistik — info @ 12:07

Potsdam (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2008 bauten die Brandenburger Landwirte auf 551.300 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) an. Damit vergrößerte sich nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg die Getreideanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um fast 30.000 Hektar.

Getreide wächst auf gut der Hälfte des Brandenburger Ackerlandes. Beim Roggenanbau gab es nach 2007 erneut eine Anbauausdehnung (+9 Prozent). Roggen steht mit 226.900 Hektar auf einem Fünftel des Ackerlandes. Winterweizen, die zweitwichtigste Getreideart in Brandenburg, ist in diesem Jahr von 140.600 Hektar vom Halm zu holen (2007: 131.000 Hektar). Beim Sommergetreide dominiert der Hafer mit 16.600 Hektar (+9 Prozent gegenüber 2007).

Die Ernte der Ölfrüchte erfolgt 2008 von 142.900 Hektar. Seit 2003 gab es mit 120.700 Hektar erstmals einen Anbaurückgang bei der bestimmenden Ölfrucht, dem Winterraps (–9 Prozent). Beim Körnersonnenblumenanbau kam es in diesem Jahr zu einem deutlichen Flächenzuwachs um über 50 Prozent. Sonnenblumen wachsen 2008 auf 18.200 Hektar.

Futterpflanzen auf dem Ackerland sind 2008 von 231.600 Hektar (+15 Prozent) zu bergen und nehmen damit 22 Prozent des Ackerlandes ein. Die wichtigste Futterpflanze, der Silomais, steht auf 130.100 Hektar (+16 Prozent).

Die bestimmenden Hülsenfrüchte im Land sind Lupinen mit 11.500 Hektar und Futtererbsen mit 8.000 Hektar. Allerdings ist hier die Entwicklung stark rückläufig (Lupinen: –21 Prozent, Futtererbsen: –33 Prozent). Hackfrüchte werden auf 16.900 Hektar angebaut (–14 Prozent). Dabei sind im Jahr 2008 mit 9.600 Hektar so wenig Kartoffeln zu roden wie noch nie.

Stark verringert hat sich das stillgelegte Ackerland (–44 Prozent), da die obligatorische Stilllegung 2008 nicht zur Anwendung kam (2008: 57.200 Hektar).

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