17. Juli 2008

Niedersachsen: Landwirte warnen vor giftigem Jakobskreuzkraut

Themen: Futtermittel,Pferde,Pflanzen,Schafe,Umwelt,Ziegen — info @ 08:07

Jakobskreuzkraut
Hannover (agrar.de) – Die gelben Blüten des es leuchten derzeit von vielen Grabenrändern, extensiv genutzten Grünlandflächen und weniger gepflegten Weiden. Was so schön aussieht, stellt jedoch vor allem für Pferde und Rinder, aber auch für Schafe und Ziegen eine Gefahr dar, berichtet der Landvolk-Pressedienst.

Die Pflanze bildet sehr viele Samen, die durch Wind verbreitet werden können. Es ist deshalb notwenig, auftretende Pflanzen des Jakobskreuzkrautes zu vernichten oder zu mähen und das Mähgut von den Grünlandflächen zu entfernen, ehe die Pflanzen zur Blüte und Samenreife kommen. In England, Irland und der Schweiz gibt es bereits Bekämpfungsgebote von Seiten des Gesetzgebers. Da das Gift auch in Heu und Silage noch wirksam ist, können sich auch kleine Mengen summieren und im Laufe der Zeit zu einer chronischen Vergiftung bei den Weidetieren führen. Bei akuten Vergiftungen tritt der Tod der Weidetiere innerhalb weniger Tage ein, bei chronischer Vergiftung erst nach Wochen oder Monaten. Sowohl bei akuter Vergiftung nach Aufnahme höherer Mengen an Jakobskreuzkraut als auch bei chronischer Vergiftung durch Aufnahme kleinerer Menge über einen längeren Zeitraum hinweg ist eine Behandlung und Heilung der Tiere aussichtslos.




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