31. Juli 2008

DRV-Ernteschätzung: Getreide plus 18 Prozent, Raps minus vier Prozent

Themen: Erntebericht,Getreide,Raps,Statistik,Verbände — info @ 17:07

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet, dass nach den bislang vorliegenden Ernteergebnissen seine bisherigen Vorschätzungen zur Ernte 2008 übertroffen werden. Bei abgeschlossener Gerstenernte und bislang guten Druschergebnissen bei Weizen, Roggen, Triticale und Sommergerste erwartet der DRV jetzt mit 6,84 t/ha knapp 11 Prozent höhere Durchschnittserträge und eine Erntemenge von 47,7 Mio. t Getreide. Das Ergebnis des Vorjahres (40,5 Mio. t) wird um voraussichtlich 7,3 Mio. t oder knapp 18 Prozent übertroffen. Kurz vor Erntebeginn schätzte der DRV die Menge noch 1 Mio. t geringer ein. Der Getreidebedarf in Deutschland wird vom DRV bis zur nächsten Ernte auf knapp 40 Mio. t veranschlagt.

Regional fallen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus. Das Ertragsniveau des Vorjahres wird voraussichtlich nur in Bayern und Sachsen verfehlt. Die Qualitäten sind gut bis befriedigend, geringere Proteinwerte bei Weizen werden den Angebotsdruck für Futtergetreide verstärken. Das unbeständige Sommerwetter mit zahlreichen Unterbrechungen der Ernte stellt die Erfassungslager der Genossenschaften durch die zeitgleiche Anlieferung verschiedener Getreidearten und Raps jetzt vor logistische Herausforderungen.

Auch bei Raps zeigen sich – mit regionalen Unterschieden – gute Erträge einhergehend mit besseren Qualitäten und Ölgehalten als im Vorjahr. Der DRV schätzt den bundesweiten Durchschnittsertrag weiterhin auf 3,61 t je ha. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Zuwachs von 200 kg oder 6 Prozent je ha. Da die Rapsfläche um 8,4 Prozent oder knapp 130.000 ha auf 1,4 Mio. ha eingeschränkt wurde, wird die vom DRV erwartete Rapsernte von 5,1 Mio. t das Vorjahresergebnis von 5,3 Mio. t voraussichtlich nur um 4 Prozent verfehlen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Thema Landhandel und Genossenschaften.

NRW: Neue Broschüre: Tierhaltung und Umweltschutz

Düsseldorf (agrar.de) – Die neue Broschüre „Tierhaltung und Umweltschutz“ des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums beschreibt, wie moderne Haltungsformen von Nutztieren ein umweltschonendes Wirtschaften ermöglichen.

Nordrhein-Westfalen ist eines der größten Agrarländer in Deutschland. Die landwirtschaftliche Tierhaltung spielt dabei eine besonders große Rolle. Mehr als 70 Prozent der landwirtschaftlichen Erlöse stammen aus dem Verkauf von Fleisch, Milch und Eiern. Das Ziel der Landesregierung sind deshalb faire Wettbewerbsbedingungen in der Landwirtschaft in Verbindung mit einem starken Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz.

Dabei richtet sich die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen bei der Produktion nicht nur nach den Markterfordernissen, sondern auch nach rechtlichen und gesellschaftlichen Vorgaben zum Umwelt- und Tierschutz.

Die Broschüre „Tierhaltung und Umweltschutz“ fasst diese Informationen für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Halter von Nutztieren zusammen. Sie ist kostenlos erhältlich beim Infoservice des Umweltministeriums unter 0211-4566 -666, per Fax unter 0211-4566 -388, per E-Mail und steht zum Download bereit.

Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

bio-offensive für mehr Bio-Landwirtschaft in Deutschland gestartet

Themen: Biolandbau,Förderung,Wirtschaft — info @ 14:07

Berlin (agrar.de) – Die Zahlen sprechen für sich: Während die Wachstumsraten für Bioprodukte in Deutschland deutlich zweistellig sind, nehmen die heimischen Bio-Anbauflächen nur um 6 Prozent pro Jahr zu. Das führt dazu, dass immer mehr Bio-Lebensmittel aus dem Ausland eingeführt werden. Dieses große Marktpotenzial deutschen Landwirten zu erschließen, ist das Ziel der „bio-offensive“. Konven­tionelle landwirtschaftliche Betriebe können hierbei erfahren, wo ihre Chancen im Biomarkt liegen. Gleichzeitig werden Sie mit Abnehmern der Bioprodukte zusammengeführt.

Die Stiftung Ökologie und Landbau (SÖL) hat die Initiative zusammen mit dem Verband der Landwirt­schaftskammern (VLK) ins Leben gerufen. Sowohl der Deutsche Bauernverband (DBV) als auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) begleiten das Projekt beratend. Außerdem wird die bio-offensive durch die Land­wirtschaft­liche Rentenbank unterstützt.

Die bio-offensive bietet gemeinsam mit Handels- und Verarbeitungsbetrieben etablierte Berater an, die einen so genannten „Betriebs-Check“ durchführen. Dieser zeigt auf, welche Chancen eine Umstellung auf ökologische Erzeugung eröffnet. Die Berater analy­sieren gemeinsam mit dem Betriebsleiter, ob die Voraussetzungen für eine Umstellung gegeben und günstig sind. Auch die betriebswirtschaftlichen Folgen werden genau berechnet. Gleich­zeitig werden den Landwirten potenzielle Kunden „mitgebracht“. Gerade dieses Zusammen­führen von Lieferanten und Abnehmern macht den besonderen Reiz der bio-offensive aus. Möglichen Umsteigern werden nicht nur theoretische Marktchancen eröffnet, sondern handfeste praktische. Die beteiligten Unternehmen profitieren zweifach: Erstens durch die neuen Kontakte zu möglichen Lieferanten, zweitens von sehr fundierten Daten über die Potenziale dieser Betriebe.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Neue BfN-Studie: Allergene Ambrosie kommt deutschlandweit vor

Themen: Medien,Pflanzen,Umwelt — info @ 14:07

BfN-Präsidentin Jessel: „Ausbreitung sollte verhindert werden“
AmbrosiaBonn (agrar.de) – Die aus Nordamerika stammende Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) verursacht in vielen Gebieten der Erde Probleme für die menschliche Gesundheit und die Landwirtschaft und steht in Deutschland seit 2005 verstärkt in der Aufmerksamkeit der Fachöffentlichkeit und der Medien. Lange Zeit kam die Wärme liebende Pflanze bei uns nur vereinzelt vor.
Wie eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zeigt, hat sich die Art in den letzten Jahren ausgebreitet und kommt inzwischen deutschlandweit in 267 Landkreisen vor. Die zumeist kleinen Bestände wachsen in Gärten, wohin sie meist mit verunreinigtem Vogelfutter gelangen und von wo aus sie verwildern und sich in die freie Landschaft ausbreiten können. In einigen Bundesländern, überwiegend im Süden Deutschlands, wurden bereits größere Vorkommen in der freien Natur gefunden. Insgesamt vermag die Art eine große Bandbreite von Standorten zu besiedeln, wobei meist stark menschlich geprägte Flächen betroffen sind, aber auch Naturschutzgebiete. Die Pollen der Pflanze können starke Allergien auslösen. Mit bis zu 47 Mio. Euro an dadurch jährlich im Gesundheitswesen verursachten Kosten kann die Beifussblättrige Ambrosie als die teuerste Pflanze Deutschlands gelten. Zumindest potentiell ist ihre Ausbreitung in Deutschland neben den gesundheitlichen Auswirkungen auch für den Naturschutz problematisch. Dies gilt aufgrund von Verdrängungseffekten besonders für Vorkommen in Sandmagerrasen.

Zusätzlich birgt ihre weitere Ausbreitung indirekte Gefahren, indem naturschutzfachlich bedeutsame Vegetation auf den betroffenen Flächen in Mitleidenschaft gezogen werden kann, wenn die Art durch Gegenmaßnahmen wie Herbizideinsatz oder Mahd bekämpft wird.

„Aus Gründen der Gesundheitsfürsorge und wegen der noch nicht hinreichend geklärten Einflüsse auf die heimische Vegetation sollten unachtsame Aktivitäten, durch die die weitere Ausbreitung der Art begünstigt werden kann, vermieden werden“, sagte Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz zur BfN-Studie.

„Auch Privatpersonen können einen wichtigen Beitrag gegen die Ausbreitung leisten, indem sie ihren Garten regelmäßig auf Ambrosia-Pflanzen kontrollieren und diese, wenn möglich, vor der Blütezeit mitsamt der Wurzel ausreißen und im Hausmüll entsorgen. Vogelfreunde sollten die Wintervogelfütterung auf Flächen in ihrem Garten beschränken, die sie regelmäßig kontrollieren. Beim Kauf von Vogelfutter sollte man nach ambrosiafreiem Vogelfutter fragen,“ rät die BfN-Präsidentin.

Die Studie ist unter der Nummer 235 in der BfN-Skriptenreihe publiziert und steht auf der BfN-website und unter www.neophyten.de zum Download zur Verfügung.

Hintergrundinformationen zur Beifußblättrige Ambrosie

Die Beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisifolia) ist eine unauffällige Art aus der Familie der Korbblütler, die ihren Namen der Ähnlichkeit mit dem Gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris) verdankt. Sie breitet sich als einjährige Art über Samen aus und kann je nach Standortbedingungen bis zu zwei Meter groß werden, meist ist sie in Deutschland jedoch kleiner.

Die Sprosse der Beifußblättrigen Ambrosie sind verzweigt oder unverzweigt und tragen zweifach fiederteilige Blätter. Die gelblichen Blüten sind getrennt geschlechtlich. Männliche Blütenköpfe entwickeln sich am Ende der Sprossachse oder der Seitenzweige und sind hier traubig angeordnet. Als windblütige Art produziert die Beifußblättrige Ambrosie eine große Menge an Pollen. Weibliche Blütenköpfe sind einblütig, sitzend und befinden sich am Grund des männlichen Blütenstandes oder in den Achseln der oberen Blätter.

Die Frucht ist etwa 2,5 mm breit, 3,5 mm lang und im oberen Bereich etwa 2 mm ausgezogen. Sie enthält einen einzigen Samen. Bei einer großen Pflanze wurden bis zu 62.000 Samen nachgewiesen, eine durchschnittlich große Pflanze produziert ca. 3.000 bis 4.000 Samen.

Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wo sie in der Landwirtschaft ein gefürchtetes Unkraut ist, wurde die Pflanze Mitte des 19. Jahrhunderts nach Südeuropa eingeschleppt. Ab etwa 1990 hat sie sich, unterstützt durch menschliche Aktivitäten, in Mitteleuropa rasant ausgebreitet. Die Beifußblättrige Ambrosie kommt heute in zahlreichen europäischen Ländern vor und hat teils beachtliche Bestandsgrößen erreicht. Bislang waren hiervon besonders wärmere Gebiete in Süd- und Osteuropa betroffen. Begünstigt durch die Klimaerwärmung wird aber eine Zunahme der Ambrosia-Bestände zunehmend auch in verschiedenen Ländern mit kühlerem Klima beobachtet, z.B. in Schweden.

Die Ambrosie kann schwere Pollenallergien und Asthma beim Menschen hervorrufen. Bis zu zwölf Prozent der Bevölkerung leiden in Gebieten mit großen Ambrosia-Vorkommen, wie z. B. einigen Regionen Frankreichs und Italiens, an Allergien in Zusammenhang mit Ambrosia-Pollen. Solche Allergien verursachen im deutschen Gesundheitswesen laut einer Studie des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2003 bereits zwischen 17 und 47 Millionen Euro Kosten jährlich – Tendenz steigend, sollte es zu einer weiteren Ausbreitung der Pflanze kommen.

Links zum Thema Pflanzen.

Brandenburger Agrarbericht 2008

Potsdam (agrar.de) – Agrar- und Umweltstaatssekretär Dietmar Schulze hat heute in Potsdam den neuen Agrarbericht zur Land- und Ernährungswirtschaft das Landes Brandenburg vorgestellt: „Die Agrarpolitik ist im Zeichen des Klimaschutzes und steigender Lebensmittelpreise wieder in den Mittelpunkt öffentlicher Debatten gerückt. Die Landwirtschaft ist weiter das wirtschaftliche Rückgrat im ländlichen Raum. Die Agrarbetriebe sind auch unser wichtigster Partner bei der Umsetzung von Projekten im Bereich der ländlichen Entwicklung. Die Unternehmen haben sich insgesamt gefestigt. Dennoch können sich Brandenburgs Bauern auf dem Erreichten nicht ausruhen. Der leichte Rückgang bei den Beschäftigungszahlen in der Landwirtschaft zeigt, dass wir nicht nachlassen dürfen, um Arbeit und Einkommen in unseren Dörfern zu sichern. Vor diesem Hintergrund sehen wir auch einige der Vorschläge der EU-Kommission zum health check mit Sorge, die in letzter Konsequenz dazu führen würden, dass vor allem die neuen Bundesländer einen Großteil der Reformziele finanzieren müssten.“

Im Vergleich zum letzten Jahr fließen in den diesjährigen Agrarbericht wieder aktuelle Vergleichsergebnisse ein, für die nur alle zwei Jahre Erhebungen nach dem Agrarstatistikgesetz festgelegt sind.

Die Unternehmensstruktur der brandenburgischen Landwirtschaft kann als stabil bezeichnet werden. Insgesamt gibt es 6.704 Unternehmen. Das sind 0,5 Prozent Betriebe mehr als 2005.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche ist um 8.300 Hektar zurückgegangen und beträgt jetzt 1.328.100 Hektar. Davon werden 77,9 Prozent als Ackerfläche genutzt und 21,7 Prozent als Grünland. Bei der Stilllegungsfläche setzt sich der rückläufige Trend in Brandenburg fort Mit der Veränderung von Fördermodalitäten seit dem Jahr 2005 verringerte sich die einfache Stilllegungsfläche seit 2004 um mehr als 37.000 Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Stilllegungsfläche um knapp 10 Prozent ab.

Die Juristischen Personen, 797, bewirtschaften 58,2 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Das sind zirka 773.000 Hektar.

Die mittlere Betriebsgröße aller Brandenburger Unternehmen liegt jetzt bei 198 Hektar.

Allerdings ist ein leichter Rückgang auf nunmehr 38.568 Arbeitskräfte Ende 2007 festzustellen. Der Arbeitskräfterückgang erklärt sich nicht durch Betriebsaufgaben, sondern durch verbesserte Mechanisierung und notwendige Rationalisierungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit in der Landwirtschaft.

Obwohl der Anteil am Flächeneigentum im nationalen Vergleich mit 19,6 Prozent relativ gering ausfällt, hat das Eigentum an Fläche stetig zugenommen. Der Anstieg zum Vergleichsjahr 2005 betrug zwei Prozent. Dementsprechend verringerte sich der Pachtflächenanteil von 81,3 auf 79,3 Prozent.

Mit dem Beginn der neuen EU-Förderperiode ELER im Jahr 2007 und der damit einhergehenden Möglichkeit der Förderung nahm der Umfang an ökologisch bewirtschafteter Fläche wieder erheblich zu und stieg von 128.7000 Hektar auf 136.000 Hektar. In Brandenburg arbeiten 836 Unternehmen nach der EU-Öko-Verordnung. Die Tendenz ist weiter steigend. Allein im Landkreis Dahme-Spreewald entfallen 30,6 Prozent der Agrarfläche auf den ökologischen Landbau. Damit hält Brandenburg weiterhin einen Spitzenplatz im bundesweiten Vergleich. Der Flächenanteil des ökologischen Landbaus liegt bei 9,8 Prozent an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche im Land. In die Förderung des Öko-Landbaus sind 15,1 Mio. Euro geflossen.

Die Gesamtgetreidefläche ist zum letzten Jahr um zirka 12.000 Hektar wieder leicht angestiegen und beträgt 521.800 Hektar. Der Gesamtgetreideertrag lag mit 44,1 Dezitonnen je Hektar um 6,6 Prozent unter dem des Vorjahres und um 8,6 Prozent unter dem Mittel der Jahre 2002 bis 2006.

Die Winterrapsanbaufläche Brandenburgs wurde zur Ernte 2007 um zirka 9.200 Hektar auf 133.000 Hektar ausgedehnt, womit Raps neben Roggen zu den Flächengewinnern zählt und inzwischen fast gleichauf mit Weizen liegt. Der Ertrag liegt 2007 für Winterraps bei 30,2 Dezitonnen je Hektar. Dieser Ertrag liegt zirka 6 Dezitonnen je Hektar unter dem Ertrag im Vergleich zu 2005 und zirka eine Dezitonnen je Hektar über dem Mittel der Jahre 2002 bis 2006.

Insgesamt wurden auf 190.131 Hektar nachwachsende Rohstoffe angebaut. Das entspricht einem Anteil von 18,4 Prozent an der Gesamtackerfläche Brandenburgs und im Vergleich zu 2006 eine Steigerung um zirka zehn Prozent. Damit gehört das Land Brandenburg zu den auf diesem Gebiet führenden Bundesländern. Dominierend sind 00-Raps, Roggen und Silomais. Anteilig wurden 19.880 Hektar nachwachsende Rohstoffe auf Stilllegungsflächen und zirka 10.000 Hektar auf dem übrigen Ackerland angebaut.

Die mit Abstand bedeutendste Gemüsekultur bleibt der Spargel mit einer Anbaufläche von 2.681 Hektar. Der Gesamtertrag liegt mit 13,3 Kilotonnen deutlich über dem Vorjahr. Der Ertrag konnte gesteigert werden durch einen weiteren Flächenzuwachs von 80 Hektar.

Der Milchkuhbestand ist wieder leicht angestiegen auf 165.000 Stück. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh stieg auf 8.604 Kilogramm. Brandenburg hält von allen Bundesländern nach wie vor den Spitzenplatz Quantität und Qualität der Milch. Im Jahresmittel 2007 lag der Milchpreis in Brandenburg mit 33,93 Cent je Kilogramm Milch um 6,39 Cent je Kilogramm höher als im Vorjahr. Diese Preistendenz hat sich nicht gehalten. Der Preisdruck auf diesen Betriebszweig hält unvermindert an.

Erstmalig seit Jahren kam es zum Anstieg der Rinderbestände nahezu in allen Kategorien mit insgesamt 573.100 Tieren.

Die Schweinebestände wurden leicht aufgestockt. Die Entwicklung spiegelt jedoch noch nicht den diesjährigen Einbruch der Schlachtviehpreise im Schweinesektor wider.

Der Rückgang der Schafbestände setzte sich auch 2007 weiter fort. Als Ursachen werden nach wie vor die Entkopplung der Prämienzahlungen und die gestiegenen Anforderungen im Rahmen von Cross Compliance gesehen.

Der Geflügelbestand umfasst insgesamt zirka 8,5 Mio. Das ist zum Vergleichsjahr 2005 eine Steigerung um 616.500 Stück. Auswirkungen der Geflügelgrippe auf den Tierbestand rein statistisch gibt es nicht.

Das Gesamtvolumen der Fördermittel, das 2007 in den Agrarsektor geflossen ist, beläuft sich auf 579,1 Mio. Euro.

Auf der Grundlage der Agrarförderanträge sind insgesamt Betriebsprämien, Ausgleichszahlungen und Beihilfen der EU in Höhe von 384,4 Mio. Euro geflossen. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit in den Agrarbetrieben sind Milchviehhaltung, Marktfruchtbau, Anschaffung umweltschonender Technik, erneuerbare Energien. Im Rahmen der Richtlinie für die integrierte ländliche Entwicklung wurden im Jahr 2007 insgesamt 29,8 Mio. Euro Fördermittel ausgezahlt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Brandenburg.

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 10:07

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 610 angebotenen Schweinen alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,86 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,85 Euro bis 1,86 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

30. Juli 2008

Bundesregierung: Entwurf zum Düngegesetz

Themen: Agrarrecht,Düngung — info @ 19:07

Berlin (agrar.de) – Mit einem neuen Düngegesetz will die Bundesregierung das Inverkehrbringen und die Anwendung von Düngemitteln auf eine neue gesetzliche Grundlage stellen. Nur mit einer ausgewogenen Nährstoffzufuhr könne das Ertragspotenzial der Pflanzen genutzt werden, heißt es in einem Gesetzentwurf der Regierung.

Gleichzeitig könnten Düngemittel jedoch bei ungeeigneter Zusammensetzung oder bei nicht sachgerechter Anwendung die Gesundheit von Menschen und Tieren schädigen oder den Naturhaushalt gefährden. Düngemittel sollen nach dem Gesetzentwurf daher nur dann angewandt werden dürfen, wenn sie von der Europäischen Union zugelassen worden sind oder der deutschen Düngemittelverordnung entsprechen. „Das Gesetz dient der Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln und schützt die Anwender von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Pflanzenhilfsmitteln sowie Kultursubstraten vor möglichen Gefahren für die Gesundheit“, heißt es in der Begründung des Entwurfs.

Der Bundesrat verlangt in einer Stellungnahme zahlreiche Änderungswünsche wie etwa eine Definition von Jauche, die in dem Entwurf der Regierung nicht vorgenommen werde. Die Bundesregierung lehnt die meisten Änderungswünsche der Länder ab.

Links zum Thema Gesetze und Verordungen.

Brandenburg: Erste Ernteprognosen zur Getreide- und Rapsernte

Potsdam (agrar.de) – Von Brandenburgs Feldern werden in diesem Jahr mit voraussichtlich 2,1 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) 0,5 Prozent mehr als 2007 geerntet. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg als amtliches Ergebnis der ersten Ertragsschätzungen repräsentativ ausgewählter Betriebe mit. Die größere Erntemenge bei Getreide ist fast ausschließlich auf die gestiegene Anbaufläche zurückzuführen (+29.500 Hektar).

Im Landesmittel entsprechen die 2,1 Millionen Tonnen Getreide einem Ertrag von 40,2 Dezitonnen je Hektar (dt/ha). Der Wert liegt damit um 6,3 dt/ha unter dem Durchschnitt der letzten 6 Jahre (2002 bis 2007). Gegenüber 2007 verringert sich der Hektarertrag um 5 Prozent. Bei dem im Anbau dominierenden Roggen (226.900 Hektar) wird mit einem Ertrag von 33,2 dt/ha gerechnet (2007: 33,0 dt/ha).

Die Ertragsschätzungen bei der zweitwichtigsten Getreideart Brandenburgs, dem Winterweizen (140.600 Hektar), liegen bei 50,9 dt/ha (2007: 55,9 dt/ha).

Ein Ertragsrückgang um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird bei Wintergerste erwartet. Von dieser Getreideart werden voraussichtlich 48,4 dt/ha gedroschen. Die lang anhaltende Vorsommertrockenheit in Verbindung mit hohen Temperaturen verursachten insbesondere beim Sommergetreide deutliche Trockenschäden. Bei einigen Getreidearten führte die Trockenheit zu einem Wachstumsstillstand.

Der Ertrag von Winterraps wird mit 28,5 dt/ha geringer als im Vorjahr ausfallen (2007: 30,2 dt/ha). Basierend auf der vorläufigen Winterrapsanbaufläche von 120.700 Hektar, die gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent zurückging, sinkt die Erntemenge dieser Ölfrucht auf 344.100 Tonnen (–14 Prozent).

Die ersten Ergebnisse beruhen ausschließlich auf Schätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter von Ende Juni 2008. Diese können in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf bis zur Ernte und nach Vorliegen der Ergebnisse der gewogenen Erträge mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Brandenburg.

BUND-Jahresbericht 2007: Unterstützerzahl und Spendeneinnahmen gestiegen

Themen: Naturschutz,Statistik,Umwelt,Verbände — info @ 12:07

Berlin (agrar.de) – Mehr als 405.000 Mitglieder und Förderer unterstützten im Jahr 2007 den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Das ist ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Jahr davor. Damit erreichte der Umweltverband den höchsten Stand an Unterstützern in seiner nunmehr 33-jährigen Geschichte.

Die Spendeneinnahmen betrugen 2007 5,6 Millionen Euro und lagen damit 3,8 Prozent höher als im Vergleichsjahr 2006. Die Mitgliedsbeiträge erbrachten 5,1 Millionen Euro. Das waren 7,7 Prozent mehr. „Spenden und Mitgliedsbeiträge machen knapp achtzig Prozent der Einnahmen des Verbandes aus. Damit ist unsere politische Unabhängigkeit auch weiterhin gesichert“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Berlin bei der Vorstellung des Jahresberichtes.

Ausgegeben habe der BUND 2007 knapp vierzehn Millionen Euro. Der größte Teil sei dem Natur- und Umweltschutz direkt zugute gekommen. Lediglich 5,6 Prozent (782446 Euro der Gesamtausgaben) waren Verwaltungskosten. Diese Zahl belege, dass der BUND seine Finanzen vor allem für die umweltpolitische Arbeit des Verbandes einsetze, betonte Weiger.

Links zum Thema Verbände.

Schleswig-Holstein wird Weinbauregion

Themen: Klima,Schleswig-Holstein,Umwelt,Wein — info @ 12:07

Kiel (agrar.de) – Rhein, Mosel, Saar und Franken – das assoziierte man bisher mit dem deutschen Weinbau. Nun kommt eine Neuerung: Schleswig-Holstein wird in den Kreis der deutschen Weinbauregionen eintreten. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit.

Das Land zwischen Nord- und Ostsee ist nicht nur ein herrliches Urlaubsland mit weißen Stränden, blauem Himmel und vielfältigen Landschaften. Auch kulinarisch hat das nördlichste Bundesland seinen Gästen viel zu bieten: Regionale Produkte wie fangfrischer Fisch, nach Buchenrauch duftender Katenschinken, zartes Deichlamm und delikater Käse begeistern Einheimische, Ausflügler und Feriengäste. Und schon bald wird das Land zwischen den Meeren um eine weitere Attraktion reicher sein: „Schleswig-Holsteinischen Landwein“.

Nachdem von verschiedenen Seiten der Wunsch an das Landwirtschaftsministerium herangetragen worden war, auch in Schleswig-Holstein die rechtlichen Voraussetzungen für den Anbau von Wein zu schaffen, ist jetzt der erste und wichtigste Schritt hierfür getan: Auf Bitten des Ministeriums hat das Land Rheinland-Pfalz zugestimmt, Schleswig-Holstein 10 Hektar Neuanpflanzungsrechte aus seinem Kontingent zu überlassen. Da mit der neuen Verordnung über die Weinmarktorganisation zum 1. August 2008 die Rechtsgrundlage für die Übertragung von Anbaurechten wegfällt, wurde somit die letzte Gelegenheit zur Übertragung von Rechten genutzt. Per Eilverordnung wurden von Bundesminister Seehofer mit der „Dritten Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Genehmigung von Neuanpflanzungen von Rebflächen“ offiziell Anbaurechte an Schleswig-Holstein übertragen.

Nach Erarbeitung und Erlass einer Landesverordnung zur Durchführung des Weinrechts, in der die konkreten Regelungen für den Weinanbau in Schleswig-Holstein festgelegt werden müssen, können diese Anbaurechte dann auf die künftigen Winzer verteilt werden. Und in einigen Jahren werden die erstaunten Urlauber neben den schon jetzt vielfältigen landschaftlichen Reizen auch den unvermuteten Anblick von Weinreben genießen können, wobei derzeit noch unklar ist, welche Rebsorten dann Verwendung finden und die auch geschmackliche Vielfalt Schleswig-Holsteins bereichern werden.

Links zum Thema Wein,
Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 >>



   (c)1997-2017 @grar.de