02. Juni 2008

DRV appelliert an streikende Milcherzeuger: Lieferboykott beenden!

Themen: Milch,Verbände — info @ 10:06

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) begrüßt, dass in einem Gespräch am 01. Juni 2008 zwischen Vertretern der Milcherzeuger und Molkereiwirtschaft Möglichkeiten zur Beendigung des Lieferboykotts erörtert wurden.

Der DRV unterstützt und begleitet die Bemühungen seiner Mitgliedsunternehmen, die etwa zwei Drittel der in Deutschland produzierten Milch erfassen und verarbeiten, kurzfristig Verhandlungen mit dem Lebensmittelhandel aufzunehmen.

Ziel muss es sein, die völlig unbefriedigende, Existenz bedrohende Erlössituation für die Erzeuger nachhaltig zu verbessern. Zu berücksichtigen ist dabei, dass lediglich ca. 45 Prozent der in Deutschland produzierten Milcherzeugnisse über den Lebensmitteleinzelhandel vertrieben werden.

Vor diesem Hintergrund fordert der DRV die streikenden Milcherzeuger auf, den Lieferboykott zu beenden, rechtswidrige Blockaden von Molkereigenossenschaften zu unterlassen und lieferwillige Landwirte nicht weiter an der Milchanlieferung zu hindern.

Links zum Thema Verbände.

Lieferstopp-Verhandlungen: Erste Ergebnisse

Themen: Milch,Verbände — info @ 06:06

Berlin (agrar.de) – Erste Ergebnisse des Spitzengesprächs des BDM-Vorstandes mit dem Milchindustrieverbandes heute Abend in Berlin unter Beteiligung des Deutschen Bauernverbandes:

Die Milchverarbeiter und Milcherzeuger haben am 1. Juni 2008 in Berlin die aktuelle Situation auf dem Milchmarkt beraten.

Als Ergebnis wurde festgehalten:

1. DBV und BDM werden morgen, 2.6.2008, in einem gemeinsamen Gespräch den LEH auffordern, innerhalb von kürzester Frist die Preise für Milch und Milchprodukte auf den Stand von vor dem 21.4.2008 anzuheben.

2. Die Molkereiwirtschaft sagt zu, innerhalb kürzester Frist mit den Unternehmen des LEH die hierfür notwendigen Vertragsabschlüsse zu tätigen.

3. Zur nachhaltigen Absicherung kostendeckender Milchpreise notwendige längerfristige Anpassungen werden umgehend in weiteren Gesprächen festgelegt.

4. Zum Streik bzw. dessen Beendigung oder Fortführung konnte keine Einigung erzielt werden. Dennoch sind alle Seiten bemüht, zu gemeinsamen Lösungen zu kommen.

01. Juni 2008

Jubelpreise: Coop provoziert die Milchbauern

Themen: Handel,Milch,Schleswig-Holstein,Verbände — info @ 16:06

Kiel (agrar.de) – In einer Zeit, in der die Milcherzeuger um ihre Existenzen kämpfen, lobt die COOP-Schleswig-Holstein mit ihren Märkten Plaza und Sky Sonderangebote bei Butter und Trinkmilch aus.

Der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz: „Diese unerträgliche Provokation ist nicht hinnehmbar. Während die COOP in ihren Handzetteln mit „Jubelpreisen“ wirbt, kämpfen unsere Milcherzeuger aufgrund der niedrigen Milchpreise um das Überleben ihrer Betriebe.“

Der Bauernverband Schleswig-Holstein fordert die COOP-Unternehmensleitung auf, umgehend die Jubelpreise zurückzuziehen, weitere Provokationen zu unterlassen und sich endlich als fairer Partner gegenüber den Bauern zu präsentieren.

Links zum Thema Lebensmittel,
Links zum Thema Verbände.

Raps: Weniger Anbauflächen in Sachsen

Themen: Anbauflächen,Energie,Raps,Sachsen,Statistik — info @ 16:06

Biodieselmarkt bremst Anbau
Dresden 8agrar.de) – Die Zahl der Rapsfelder in Sachsen hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Die Anbaufläche ist um rund zehn Prozent – auf jetzt 130.000 Hektar – zurückgegangen. Wie das Agrarministerium mitteilte, liege die Fläche damit wieder auf dem Niveau von 2006, aber immer noch höher als beispielsweise im Jahr 2002 (122.000 ha). Als Grund für den Rückgang nannte das Ministerium unter anderem die seit 1. Januar geltende Steuererhöhung auf Biokraftstoffe. Aber auch die gestiegenen Preise für Getreide und größere Maisanbauflächen tragen dazu bei, dass der eine oder andere Landwirt seine Rapsflächen reduziert.

Etwas über die Hälfte des in Sachsen angebauten Rapses wird für technische Zwecke, zum Beispiel für die Herstellung von Biodiesel oder für biologisch-abbaubare Schmierstoffe, genutzt. Der Rest geht zur Herstellung von Speiseöl und Margarinen in die Nahrungsmittelindustrie oder wird zu Tierfutter verarbeitet.

Für die Erzeugung von Biodiesel wird in Europa ausschließlich Rapsöl genutzt. Sachsens Landwirtschaftsminister Roland Wöller sieht den von der Bundesregierung vorgesehenen weiteren Ausbau von Biokraftstoffen (Erhöhung des Biokraftstoffanteils auf 20 Prozent im Jahr 2010) kritisch. „Wertvolle Biomasse sollte nicht über die EU-Ziele hinaus in Bereiche gelenkt werden, die weniger als die Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse zum Klimaschutz beitragen“, so der Minister. Er betonte: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass künftig nur Bereiche gefördert werden, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen und einen hohen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ Sachsen geht bereits jetzt mit gutem Beispiel voran. Biogasanlagen werden zum Beispiel nur noch gefördert, wenn ein schlüssiges Wärmenutzungskonzept vorliegt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Sachsen.

Wernicke: Proteste der Milchbauern sind berechtigt

Themen: Milch,Sachsen-Anhalt — info @ 14:06

Forderung nach Einrichtung eines Milchfonds
Magdeburg (agrar.de) – Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke hat heute in Magdeburg anlässlich des „Tages der Milch“ auf die Bedeutung der Milch und der Milchproduktion hingewiesen. „Es gibt nur wenige landwirtschaftliche Produkte, die für unsere Ernährung so wichtig sind wie die Milch“, sagte sie. „Sie steht nicht nur als Trinkmilch in den Regalen, sondern ist Ausgangsstoff zahlreicher anderer Lebensmittelprodukte, die wir auf unseren Esstischen nicht missen wollen.“ Käse, Joghurt oder Butter gehören für die meisten Menschen in Deutschland zum täglichen Essen. Es gehe aber nicht nur um den guten Geschmack, sondern auch um die guten Dinge, die in der Milch drinsteckten: wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren.

„Der diesjährige Tag der Milch steht ganz im Zeichen der Proteste der Milchbauern gegen ruinöse Preise. Sie haben meine volle Unterstützung, wenn sie auf ihre Situation aufmerksam machen. Die Milchbauern sind die letzten, die von einer positiven Marktentwicklung profitieren und sie leiden als erste, wenn der Markt die Preise nach unten zieht. Das wichtigste Glied in der Milchkette ist auch das am leichtesten zu verletzende.“ Deshalb sei es nachvollziehbar, wenn die Bauern sich nun wehrten.

Die Ministerin fordert von der EU die Einrichtung eines Milchfonds aus eingesparten Mitteln im EU-Haushalt im Milchbereich. „Die Milchbauern brauchen Unterstützung, wenn sie überleben sollen.“ Die Landwirtschaftsministerin hat das Thema auf die Agenda der Sonderagrarministerkonferenz am kommenden Montag setzen lassen.

Seiten: << 1 2 3 4 5 6 7 8



   (c)1997-2017 @grar.de