04. Juni 2008

Ursachen und Konsequenzen weltweit steigender Lebensmittelpreise

Hannover (agrar.de) – Steigende Preise für Lebensmittel und Agrarrohstoffe sind zurzeit ein viel diskutiertes Thema. Dabei werden Fakten und Argumente oft sehr verkürzt dargestellt und mit einfachen Botschaften, wie z. B. eine mangelnde Verantwortung der Agrarpolitik der Industrieländer für die Welternährung, verbunden. Richtig ist, dass sich die Weltagrarmärkte seit einigen Monaten im Umbruch befinden. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, kann allerdings nicht mit wenigen Worten oder einfachen Konzepten beantwortet werden. Das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung möchte als Hintergrundinformation einige Gedanken aus dem Landwirtschaftsministerium zur Verfügung stellen:

Die Entwicklung der Verbraucherpreise für Lebensmittel hat in der Vergangenheit maßgeblich zur Dämpfung des Anstiegs der Lebenshaltungskosten in Deutschland beigetragen. Die Lebensmittelpreise sind über viele Jahre hinweg langsamer angestiegen als die Verbraucherpreise insgesamt (1991-2007 um rd. 18 Prozent, Verbraucherpreise um rd. 37 Prozent).

Im europäischen Vergleich sind Nahrungsmittel in Deutschland günstig. In einer Eurostat-Untersuchung aus dem Jahr 2006 waren Nahrungsmittel in zehn der EU-15 Länder teurer als in Deutschland. Nur in Portugal, den Niederlanden, Spanien und Griechenland konnte man den vergleichbaren Warenkorb von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken noch günstiger erwerben als in Deutschland.

Im vergangenen Jahr haben sich die Lebensmittelpreise in Deutschland aber deutlich erhöht.
Insgesamt haben sich Nahrungsmittel auf der Verbraucherstufe im März 2008 gegenüber März 2007 um 8,6 Prozent verteuert. Damit haben sich die Preise für Nahrungsmittel innerhalb eines Jahres ähnlich stark erhöht wie in den zehn Jahren zuvor (von März 1997 bis März 2007: + 9,0 Prozent).

Die jüngsten Preissteigerungen für Nahrungsmittel sind ursächlich in der weltweit steigenden und sich verändernden Nachfrage nach Lebensmitteln und Agrarrohstoffen begründet und nicht Folge einer veränderten Agrarpolitik.

Der spürbare Anstieg der Agrarrohstoffpreise ist auf das Zusammentreffen verschiedener Faktoren zurückzuführen:

– Wachsende Kaufkraft und Anstieg der Nachfrage nach veredelten Produkten (Fleisch, Milchprodukte) insbesondere im asiatischen Raum (China, Indien).

– Weltweites Bevölkerungswachstum (jährlich rd. 80 Mio. Menschen).

– Starker Anstieg der Rohölpreise und damit auch steigende Produktionskosten in der Landwirtschaft (z. B. Diesel und Strom).

– Durch steigende Energiepreise höhere Wettbewerbsfähigkeit von Agrarrohstoffen zur Energiegewinnung.

– Begrenzte landwirtschaftliche Nutzflächen, teilweise abnehmende Ertragssteigerungen und damit nur langsam anwachsende weltweite Nahrungsmittelproduktion.

– Andauernder Nutzflächenverlust für Siedlungs- und Infrastrukturzwecke sowie für Kompensationsmaßnahmen nach Naturschutzrecht.

Hinzu kommen historisch niedrige Weltgetreidevorräte, Handelsbeschränkungen, politische Instabilitäten in bestimmten Weltregionen, Vernachlässigung der Landwirtschaftspolitik in vielen Entwicklungsländern sowie spekulative Investments in Agrarrohstoffe.

Längerfristig sind die Nachfrageentwicklung für Veredelungsprodukte sowie die Erschließung neuer Nutzflächen für die landwirtschaftliche Produktion jedoch preiselastisch, d. h. sowohl Angebot und Nachfrage werden auf höhere Preise reagieren. Durch höhere Agrarrohstoffpreise nimmt zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Bioenergie wieder ab.

Renommierte Schätzungen zur Entwicklung der Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Produkte gehen von einem aktuellen Preishoch aus. Bei Milchprodukten und Getreide liegen die Preisspitzen bereits in der Vergangenheit. Die Schätzungen zeigen für die nächsten Jahre Werte deutlich unter den jüngst erzielten Spitzenpreisen, aber über den Preisen der vergangenen Jahre und teilweise Jahrzehnte an. In der Vergangenheit sind die realen Nahrungsmittelpreise weltweit nicht zuletzt wegen der „grünen Revolution“ stetig gesunken. Dieser Trend wird sich voraussichtlich umkehren und vor allem für die ärmsten Bevölkerungsschichten in der Welt zum Teil schwerwiegende Folgen haben.

Die Welternährungskrisen sind nicht in erster Linie die Folge einer insgesamt zu geringen Nahrungsmittelproduktion auf der Welt, sondern vor allem Folge von Armut und fehlender Kaufkraft. Die absolute Zahl und der Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben und von weniger als 1 US$ pro Tag leben müssen, nahm in den vergangenen Jahren ab. Gleichzeitig nahm die Ungleichheit sowohl zwischen Bevölkerungsgruppen innerhalb der Entwicklungsländer als auch zwischen Ländern zu.

Die Zahl hungernder Menschen in Entwicklungsländern steigt absolut an, allerdings langsamer als die Bevölkerung anwächst. Die meisten Hungernden leben in Asien und der Pazifikregion (524 Millionen), gefolgt von Afrika südlich der Sahara (206 Millionen). Auch in Lateinamerika (52 Millionen), dem Nahen Osten (38 Millionen) und vielen osteuropäischen Ländern ist Hunger ein Problem. Jedes Jahr sterben etwa 8 Millionen Menschen an Hunger, hauptsächlich Kinder.

Steigende Lebensmittelpreise werden diese Probleme tendenziell verschärfen. Hinzu kommt, dass sich der Klimawandel voraussichtlich negativ auf die weltweite Nahrungsmittelproduktion – gerade in Armutsregionen – auswirken wird. Hunger und Unterernährung werden daher ein großes Problem bleiben. Verstärkt wird es dadurch, dass Wirtschaftswachstum, Kaufkraft und Bildung gerade die Ärmsten der Welt nicht erreichen – häufig mangelt es in betroffenen Staaten an „good governance“.

Ob Entwicklungsländer durch höhere Agrarpreise generell mehr Nach- oder Vorteile haben, kann nicht pauschal beantwortet werden. Während sich Importe von Agrarprodukten verteuern, steigen gleichzeitig die Erlöse für heimische landwirtschaftliche Produkte. Gerade die ländliche Bevölkerung in Entwicklungsländern kann daher über steigende Erlöse für ihre Produkte von dieser Entwicklung auch profitieren. Voraussetzung dafür sind politische und ökonomische Rahmenbedingungen, die dies auch ermöglichen.

Der Rohölpreis hat sich in kurzer Zeit mehr als verdoppelt. Dies führt dazu, dass die Gewinnung von Energie aus Agrarrohstoffen in fast allen Regionen der Welt rentabler wird. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Verbrauch pflanzlicher Öle um über 30 Mio. t oder etwa ein Drittel (32,4 Prozent), insbesondere für die Ernährung, erhöht.

Die weltweite Bioethanolproduktion betrug 2007 rd. 60 Mrd. Liter. Hauptproduzenten sind die USA und Brasilien. Der EU-Anteil lag 2005 bei rd. 6 Prozent. Die angestrebte Beimischung von 5,75 Prozent Bioethanol erfordert in der EU eine Menge von 11-12 Mrd. Litern Bioethanol.

Bei der Produktion von Biodiesel führt die EU-27, allerdings bei einer wesentlich niedrigeren Weltproduktion im Vergleich zum Ethanol in Höhe von rd. 8 Mio. Tonnen 2007. Innerhalb der EU werden überwiegend Raps, außerhalb vorwiegend Sojaöle und Palmöle zu Biodiesel verarbeitet. Das Beimischungsziel der EU von 5,75 Prozent erfordert einen Biodieselbedarf von 11 Mio. Tonnen.

Derzeit werden in der EU-27 nur knapp 5 Mio. t Getreide zur Erzeugung von Bioenergie verwendet (1,6 Prozent der Produktion). Die EU Kommission geht davon aus, dass dieser Wert bis zum Jahr 2014 auf gut 18 Mio. t ansteigen wird (rd. 6 Prozent der Erzeugung). Gemessen an einer Weltgetreideerzeugung von über 2 Mrd. t sind diese Anteile zu gering, um die Weltgetreidepreise maßgeblich beeinflussen zu können.

Die energiepolitischen Ziele der EU und der Bundesrepublik können nicht allein auf Basis heimischer Produktion erreicht werden. Bereits heute werden erhebliche Rohstoffmengen (z. B. 670.000 t Pflanzenöl und 600.000 t Biodiesel zuzüglich Rohstoffe für heimische Biodieselproduktion) importiert. Hinzu kommt, dass die Hauptethanolerzeugerländer, insbesondere die USA, ihre Produktion weiter ausdehnen. Die zunehmende Verwendung von Agrarrohstoffen zur Erzeugung von Bioenergie kann deshalb gerade bei unterversorgten Weltmärkten Preisschwankungen für Nahrungsmittel verstärken. Dies wiederum hat die größten Auswirkungen auf Entwicklungsländer und arme Haushalte.

Die europäische Agrarpolitik wurde insbesondere seit Beginn der 90er Jahre umfassend reformiert. Mit der Einführung entkoppelter Direktzahlungen werden keine Produktionsanreize mehr gewährt. Der überwiegende Anteil der EU-Agrarausgaben ist darüber hinaus an die Einhaltung verbindlicher Produktionsstandards im Verbraucher-, Tier- und Umweltschutz gebunden, die weit über dem international üblichen Niveau liegen. Die Zeit der Butterberge und Milchseen ist vorbei und der Umfang der Exporterstattungen ist von über 10 Mrd. EUR Anfang der 90er Jahre und 5,6 Mrd. EUR im Jahr 2000 auf aktuell nur noch 1,2 Mrd. EUR (2007) gesunken, das sind weniger als 1 Prozent des EU-Haushaltes. Die EU ist inzwischen der weltweit größte Importeur von Agrarerzeugnissen aus Entwicklungsländern. Sie importiert aus diesen Ländern mehr Waren als die USA, Japan, Kanada, Australien und Neuseeland zusammen.

Ein „Exportdumping“ von EU Agrarerzeugnissen auf die Weltmärkte, so wie zu den Zeiten der „alten Agrarpolitik“, findet so gut wie nicht mehr statt. Darüber hinaus hat die EU im Rahmen der WTO-Verhandlungen den vollständigen Verzicht auf Exporterstattungen bis zum Jahr 2013 angeboten. Das international anerkannte Forschungsinstitut IFPRI stellt fest, dass ein offener Welthandel mit landwirtschaftlichen Gütern den Entwicklungsländern allgemein zugute käme, obgleich sich die Armut nur in bestimmten Bevölkerungsgruppen signifikant reduzieren würde.

Die weltweit steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen bietet für die niedersächsische Land- und Ernährungswirtschaft viele Chancen. Auf gut 2,6 Mio. ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) können Agrarrohstoffe und Lebensmittel erzeugt werden. In Niedersachsen stehen pro Kopf gut 3.250 qm LF zur Verfügung, bundesweit sind es nur knapp 2.100. Die niedersächsische Ernährungswirtschaft steht in enger Verflechtung mit der landwirtschaftlichen Produktion.

Aufgrund des hohen Aufkommens landwirtschaftlicher Rohstoffe in Verhältnis zum Bedarf der Einwohner (Selbstversorgungsgrad Kartoffeln ca. 500 Prozent, Eier, Geflügel und Zucker ca. 300 Prozent, Schweinefleisch ca. 250 Prozent und Milch ca. 200 Prozent) ist Niedersachsen eine ausgeprägte Exportregion für landwirtschaftliche Rohstoffe und deren Verarbeitungsprodukte. In Niedersachsen leben knapp 10 Prozent der deutschen Bevölkerung und es werden 9 Prozent des BIP erwirtschaftet, jedoch entfallen 14 Prozent des Umsatzes der deutschen Ernährungswirtschaft auf NI.

Auf gut 11 Prozent der rd. 1,8 Mio. ha großen Ackerfläche Niedersachsens werden Pflanzen zur Bioenergieerzeugung angebaut, bundesweit sind es knapp 15 Prozent. Damit stehen fast 90 Prozent der niedersächsischen Ackerfläche immer noch für die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln zur Verfügung. Während in Niedersachsen rd. 60 Prozent der Energiepflanzen für die Biogasnutzung und nur 40 Prozent für Biokraftstoffe angebaut werden, sind es in Deutschland 23 Prozent für Biogas und 77 Prozent für Biokraftstoffe. Durch die Ganzpflanzennutzung ist die Flächen- und Energieeffizienz der Biogasnutzung anderen Formen der Bioenergienutzung überlegen. Auf diese Weise leistet die niedersächsische Landwirtschaft mit einem relativ geringen Flächeneinsatz einen vergleichsweise effektiven Beitrag zur Erreichung der deutschen Bioenergieziele.

Innovationen und technischer Fortschritt können die Effizienz in der Biogasnutzung noch weiter verbessern (Züchtung, Einspeisung von Biogas in das allgemeine Erdgasnetz, Biogasnutzung als Treibstoff oder in Brennstoffzellen). In Niedersachsen wurden mit dem Ausbau der Biogasnutzung Maßstäbe gesetzt und positive Entwicklungen im ländlichen Raum stimuliert. Trotz der zunehmenden Bedeutung der Bioenergie wird die Erzeugung von Nahrungsmitteln Schwerpunkt der nds. Landwirtschaft bleiben. Die Weiterentwicklung der Bioenergie wird sich stärker auf die Nutzung landwirtschaftlicher Nebenprodukte, wie Stroh und Gülle oder auch Biomasse aus der Landschaftspflege, stützen. Dadurch können die Ansprüche der Nahrungsmittel- und Bioenergieerzeugung besser miteinander verbunden werden.

Insgesamt werden daher die folgenden Handlungsoptionen für sinnvoll erachtet:

1. Budgets für ad hoc Nahrungsmittelhilfen erhöhen.

2. Entwicklungshilfe für die ärmsten Länder verbessern und dabei verstärkt die Landwirtschaft in besonders betroffenen Regionen berücksichtigen.

3. Armut bekämpfen und in Bildung investieren.

4. Auf „Good governance“ in Entwicklungsländern hinwirken

5. Handelshemmnisse beseitigen und faire globale Agrarhandelsregeln gestalten.

6. Wege zur Realisierung der energiepolitischen Ziele in der EU und in D unter Effizienzgesichtspunkten überprüfen.

7. Produktionspotentiale der Landwirtschaft mittels technologischer Fortschritte konsequent nutzen.

8. Internationale Agrarforschung unterstützen und technologische Entwicklungen fördern.

9. Europäische Agrarpolitik weiter in Richtung „Entkopplung von der Produktion“
entwickeln.

Unmittelbare Konsequenzen für die niedersächsische Landwirtschaft und die Agrarpolitik ergeben sich in folgenden Bereichen:

• Die Niedersächsische Landwirtschaft muss ihre Ertragspotentiale durch moderne und standortangepasste Produktionsmethoden ausschöpfen.

• Der Verbrauch landwirtschaftlicher Nutzflächen durch Versiegelung oder dauerhafte Stilllegung als Ausgleichsfläche ist spürbar zu begrenzen.

• Die Anforderungen eines weitgehend freien internationalen Warenverkehrs erfordern eine weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Landwirtschaft.

• Die Abschaffung der Flächenstilllegung und der Energiepflanzenprämie im Rahmen der Überprüfung der Gemeinsamen Agrarpolitik ist von Niedersachsen zu unterstützen.

• Die Bioenergie sollte sich stärker auf die Nutzung landwirtschaftlicher Nebenprodukte (z. B. Gülle, Biomasse aus Landschaftspflege) stützen, um die Konkurrenz auf den Nahrungsmittelmärkten zu verringern. Dies ist auch im Rahmen der Novellierung des EEG zu berücksichtigen.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen zog dazu folgendes Fazit: „Die dargestellten Zusammenhänge zeigen sehr deutlich, dass die aktuellen Entwicklungen auf den Nahrungsmittelmärkten der Welt im Wesentlichen auf den globalen Wettbewerb der Kaufkraft zurückzuführen sind. Mit zunehmender wirtschaftlicher Entwicklung vieler Schwellenländer und Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern, wird sich dieser Trend in Zukunft eher noch verschärfen. Für die Ärmsten der Armen kann sich dadurch der Zugang zu ausreichender und ausgewogener Ernährung weiter erschweren. Die Landwirtschaft ist vor diesem Hintergrund weltweit gefordert, die jeweiligen Produktionspotentiale standortgerecht zu nutzen und weiter zu entwickeln. “

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03. Juni 2008

SLB: Milchanlieferung halbieren

Themen: Milch,Sachsen,Verbände — info @ 16:06

Dresden (agrar.de) – Der Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB) fordert gemeinsam mit seinen Milcherzeugern höhere Milchauszahlungspreise, damit die sächsischen Milchbauern und ihre Familien ihre Existenz erhalten und auch in Zukunft noch Milch erzeugen können.

Der SLB fordert die sofortige Revision der katastrophalen Ergebnisse der Listungsgespräche vom Frühjahr dieses Jahres zwischen dem Lebensmitteleinzelhandel und der Molkereien.

Seit Dienstag vergangener Woche nehmen viele Milcherzeuger bundesweit an einem Milchlieferstopp teil. Die Bereitschaft dieser Milchproduzenten zum Lieferstopp ist Ausdruck der äußerst existenzbedrohlichen Lage der Milchbauern aufgrund unzureichender Erzeugerpreise.

Der SLB kann und wird nicht zu einem totalen Milchlieferstopp aufrufen. Diese Entscheidung muss jeder Unternehmer selber treffen. Wir respektieren die unterschiedlichen unternehmerischen Entscheidungen.

Der SLB ruft alle sächsischen Milcherzeuger auf, die Milchlieferungen um mindestens 50 Prozent zu reduzieren, solange bis der Milchpreis für die Milchbauern mindestens das Niveau des Jahreswechsels 2007/2008 erreicht hat.

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BDM: Milchstreik sichert Arbeitsplätze in den Molkereien

Themen: Arbeitsmarkt,Milch,Verbände — info @ 15:06

Berlin (agrar.de) – Der Lieferstopp der deutschen Milcherzeuger trägt nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) auch zur Sicherung der Arbeitsplätze in den Molkereien bei.

Die Milcherzeuger, welche mit den derzeit ergriffenen Maßnahmen versuchen, kostendeckende Milchpreise durchzusetzen, sichern damit letztendlich die Rohstoffbasis der Molkereien.
Wie wichtig die Rohstoffbasis für die Molkereien ist, wird jetzt gerade offensichtlich. Nur mit kostendeckenden Milchpreisen ist es möglich, eine flächendeckende Milcherzeugung und den Erhalt von Molkereien mit ihren Arbeitsplätzen zu sichern. In vielen wissenschaftlichen Studien wurde schon nachgewiesen, wie sich der Preisdruck in Zukunft auf Milcherzeuger und Molkereiwirtschaft auswirken wird.

Hätten die Bauern jetzt nicht gehandelt, so hätte dies nach diesen Studien den Verlust von 75% der Molkereien in Deutschland und tausende von Arbeitsplätzen in der Molkereiwirtschaft bedeutet.

Umso selbstverständlicher sollte es nach Ansicht des BDM sein, dass sich die Arbeitskräfte in der Molkereiwirtschaft zu ihren Rohstofflieferanten bekennen.

Größerer gesamtwirtschaftlicher Schaden könnte durch die Molkereien vermieden werden, wenn sie ihre Blockadehaltung gegenüber einer Neustrukturierung des Milchmarkts aufgeben würden.
Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hofft in diesem Zusammenhang auf einen zügigen Vorangang der Verhandlungen und ein kooperatives Verhalten der Molkereien.

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Verbraucherzentrale: Faire Preise für Bauern und Verbraucher

Themen: Milch,Verbände — info @ 15:06

Bundesverband fordert, Versorgungsengpässe zu vermeiden
Berlin (agrar.de) – Im Streit zwischen Bauern, Molkereien und Einzelhandel über die Höhe des Milchpreises fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband eine schnelle Einigung. Versorgungsengpässe beim Grundnahrungsmittel Milch müssten im Interesse der Verbraucher auf jeden Fall verhindert werden. Gleichzeitig unterstützt der Verbraucherzentrale Bundesverband die Forderung der Bauern nach fairen Milchpreisen. „Qualität hat ihren Preis“, so Vorstand Gerd Billen.

„Die Forderung der Milchbauern nach fairen Preisen ist berechtigt. Es liegt auch im langfristigen Interesse der Verbraucher, dass in Deutschland Milch von mittelständischen Betreibern produziert wird, die auch für den Erhalt von Kulturlandschaften sorgen“, erklärt Billen. Verbraucher seien bereit, höhere Preise zu zahlen, wenn die Qualität stimme.

Gleichzeitig fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband, die Auseinandersetzung nicht auf dem Rücken der Verbraucher auszutragen. „Milch muss für alle Konsumenten bezahlbar bleiben. Die geschröpfte Kaufkraft der Verbraucher darf in den aktuellen Auseinandersetzungen nicht aus dem Blick geraten“, so Billen. Zahlreiche Preissteigerungen bei Lebensmitteln sowie Strom, Gas und Sprit haben die Privathaushalte in den vergangenen Monaten stark belastet. „Die Milch muss am Ende Produzenten und Konsumenten schmecken. Ziel muss es sein, faire Preise für Bauern und Verbraucher zu bekommen“, so Billen.

Im Interesse der Verbraucher fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband die Konfliktparteien außerdem auf, möglichst schnell zu einer Einigung zu kommen. „Wir müssen verhindern, dass es tatsächlich zu Versorgungsengpässen kommt. Das wäre bei einem Grundnahrungsmittel wie Milch nicht akzeptabel“, erklärt Billen.

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BDM: Milch-Boykott Rechner online

Themen: Internet,Milch,Verbände,Wirtschaft — info @ 10:06

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat einen ‚Milchboykott Rechner‘ ins Netz gestellt, mit dem sich errechnen läßt, wie lange es dauert, den finanziellen Verlust durch den Milchlieferboykott wieder auszugleichen.

Milch-Boykott Rechner

Schwarz: Agrardieselbesteuerung absenken

Kiel (agrar.de) – Vor dem Hintergrund der Existenzsorgen der Milchbauern hat Schleswig-Holsteins Bauernverbandspräsident Werner Schwarz in einem Schreiben an DBV-Präsident Gerd Sonnleitner die dringende Bitte geäußert, nochmals einen Vorstoß zur Absenkung der Agrardieselbesteuerung zu unternehmen. Schon im Februar hatte Schwarz dieses Anliegen in Schreiben an die Bundesminister Seehofer und Steinbrück vorgetragen.

Anlass für diesen Vorstoß war die Presseberichterstattung über die Absenkung des Steuersatzes für den in den Lübecker Hafenbetrieben verbrauchten Diesel auf den Heizölsteuersatz (6,1 ct/l), die mit der Herstellung von Chancengleichheit im europäischen Wettbewerb begründet wurde.

Schwarz hatte beide Bundesminister erneut darauf hingewiesen, dass die deutsche Landwirtschaft seit Jahren mit eben diesem Argument der Chancengleichheit im europäischen Wettbewerb für eine Absenkung der Agrardieselbesteuerung kämpft.

Beide Bundesminister haben in Antwortschreiben bestätigt, dass der in den Seehafenbetrieben verbrauchte Diesel lediglich mit dem Heizölsteuersatz belastet wird. Auch haben sie die Benachteiligung der deutschen Landwirtschaft bei der Agrardieselbesteuerung im europäischen Vergleich eingeräumt. Unter Hinweis auf haushaltspolitische Gründe lehnen sie es jedoch übereinstimmend ab, hier Abhilfe zu schaffen.

Vor dem Hintergrund der katastrophalen Erlössituation im Milch- aber auch im Schweinebereich und der drastisch gestiegenen Produktionskosten auch und gerade im Energiebereich hält Schwarz es für angebracht, nochmals eine Absenkung der Agrardieselbesteuerung zu fordern.

Bei einem Gesamtdieselverbrauch der deutschen Landwirtschaft von rd. 2 Milliarden Litern jährlich müsste der deutsche Fiskus nach überschlägiger Berechnung allein über das Umsatzsteuer-Mehraufkommen aus dem Preianstieg im vergangenen Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag vereinnahmt haben. Aus diesem Grund geht seines Erachtens das Haushaltsargument ins Leere, bei entsprechendem Wohlwollen wäre also Geld vorhanden.

Ähnlich stellt sich im Übrigen nach Meinung von Schwarz die Situation bei der Stromsteuer dar. Auch hier sei durch den Preisanstieg das Umsatzsteueraufkommen erheblich gestiegen, so dass auf die Erhebung der Stromsteuer verzichtet werden könnte.

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Schleswig-Holstein: Mehr Getreide, weniger Raps ausgesät

Kiel (agrar.de) – Die Anbaufläche der Wintergetreidearten in Schleswig-Holstein ist binnen Jahresfrist um knapp zehn Prozent auf gut 310.000 Hektar (ha) ausgeweitet worden, wie sich aus den Angaben der amtlichen Ernte- und Betriebsberichterstatter des Statistikamtes Nord ergibt. Während sich der Anbau von Winterweizen um 15 Prozent auf 220.000 ha und der von Roggen um elf Prozent auf 25.000 ha erhöhte, ging der Anbau von Wintergerste um knapp drei Prozent auf 59.000 ha und der von Triticale um 25 Prozent auf 6.600 ha zurück. Triticale verliert damit weiterhin an Bedeutung.

Mit Sommergetreide wurden wie im Vorjahr 20.000 ha Anbaufläche bestellt. Während die Anbauflächen von Sommergerste mit 10.300 ha und die von Hafer mit 8.700 ha auf dem Vorjahresniveau verblieben, ging die Fläche vom Sommerweizen um gut 18 Prozent auf 1.200 ha zurück.

Silomais gewinnt – vermutlich in Folge der Verwertung in Biogasanlagen – mit einer Ausweitung der Anbaufläche um sieben Prozent auf knapp 133.000 ha weiter an Bedeutung. Die Anbaufläche für Silomais ist nunmehr seit 1990 kontinuierlich angestiegen und hat jetzt ein Rekordniveau erreicht. Auch der Kartoffelanbau wurde um vier Prozent auf 6.200 ha ausgeweitet. Dagegen nahm die Anbaufläche vom Winterraps um 21 Prozent auf knapp 96.000 ha deutlich ab. Es ist zu vermuten, dass dieser Effekt auf den Anstieg der Getreidepreise zurückzuführen ist.

Nach den Beobachtungen der Berichterstatter gab es nur vereinzelt Auswinterungsschäden. Die Wachstumsstände für die Winterungen werden zwar etwas besser beurteilt als zur gleichen Zeit des Vorjahres, in Folge des milden Winters fehlte aber die Frostgare, also die bodenstrukturverbessernde Wirkung des Frosts. Darüber hinaus führten hohe Niederschlagsmengen vielerorts zu Staunässe, zu schlechter Nährstoffversorgung der Pflanzen und zu schlechter Befahrbarkeit der Bestände im Frühjahr. Das Grünland wird auf Grund der Winterfeuchtigkeit im Boden schlechter beurteilt als im Vorjahr.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
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Flächennutzung in MV: Stabile Landwirtschaftsfläche

Schwerin (agrar.de) – Mecklenburg-Vorpommern nimmt mit einer Ausdehnung von 2,32 Millionen Hektar nach der Fläche den sechsten Platz im Vergleich der Bundesländer ein. Typisch für die Flächennutzung ist eine stabile Landwirtschaftsfläche auf 63,4 Prozent des Territoriums und ein geringer Flächenanteil für Siedlung und Verkehr. Wie es aus dem Statistischen Amt weiter heißt, ist der Anteil der Wasserfläche mit 5,8 Prozent von allen deutschen Flächenländern der größte.

Die Bodenfläche Mecklenburg-Vorpommerns hat eine Ausdehnung von 2,32 Millionen Hektar. Den größten Anteil daran nimmt mit fast 1,5 Millionen Hektar bzw. 63,4 Prozent die Landwirtschaftsfläche ein. In den vergangenen Jahren, seit 2001, verringerte sie sich um lediglich 18.700 Hektar bzw. 1,3 Prozent.

Um 17.700 Hektar bzw. 11,2 Prozent vergrößerte sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche. Dennoch bleibt ihr Anteil von 7,6 Prozent an der Bodenfläche (2001: 6,8 Prozent) der niedrigste aller Bundesländer und ist damit auch Ausdruck der geringen Besiedlungsdichte und der Weiträumigkeit des Landes. Charakteristisch für die Siedlungsstruktur ist gleichfalls der stetige Rückgang der Gebäude- und Freifläche für Gewerbe und Industrie. Sie hatte 2007 nur noch einen Anteil von 0,7 Prozent an der Bodenfläche. Die Vergrößerung der Verkehrsfläche, besonders für Infrastrukturmaßnahmen des Straßenbaus, die im Wesentlichen 2006 abgeschlossen waren, setzte sich 2007 nicht weiter fort. Ihr Anteil an der Bodenfläche mit 2,9 Prozent ist der bundesweit niedrigste.

In den vergangenen Jahren nahm die Waldfläche, vor allem durch Aufforstungen, in geringem Umfang aber kontinuierlich, zu. Mit einer Ausdehnung von 497.600 Hektar hat sie an der Bodenfläche einen Anteil von 21,5 Prozent. Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern unter dem Durchschnitt des Bundesgebietes von rund 30 Prozent.

Wasser bedeckt eine Bodenfläche von 134.300 Hektar. Die Vergrößerung, allein seit 2001 um 6.500 Hektar bzw. 5,1 Prozent, resultiert sowohl aus Neuvermessungen bestehender Binnengewässer als auch aus der Inkommunalisierung von Küstengewässern. Der Anteil an der Bodenfläche ist mit 5,8 Prozent von allen deutschen Flächenländern der größte. Daran hat die Mecklenburgische Seenplatte mit der Müritz als zweitgrößtem deutschen Binnensee und dem Schweriner See (viertgrößter deutscher Binnensee) wesentlichen Anteil.

Informationen zu Pachtpreisen in den Bundesländern.

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Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

BDM: Der Druck wächst

Themen: Milch,Verbände — info @ 10:06

Berlin (agrar.de) – Der heutige (02.06.) bundesweite Aktionstag des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter hat nach Ansicht des Verbandes eines deutlich gezeigt: Die Entschlossenheit der Milcherzeuger ist ungebrochen und der Ärger der Erzeuger auf ihre Molkereivertreter wächst. Mit zahlreichen Kundgebungen vor Molkereien brachten die Milcherzeuger heute noch einmal deutlich zum Ausdruck, dass sie nicht gewillt sind, hinzunehmen, dass die Molkereien auch weiterhin auf Zeit spielen.

Der BDM fordert den Milchindustrie-Verband MIV in diesem Zusammenhang noch einmal in aller Deutlichkeit auf, endlich seine Verantwortung für die Milchbranche wahrzunehmen.

Die Tatsache, dass von Seiten der Molkereien alles unternommen wurde, um den Lieferstopp zu unterlaufen und in die Länge zu ziehen, ist eine Ohrfeige insbesondere für die Milcherzeuger, die Mitglied einer Molkerei-Genossenschaft sind. Gerade die Molkereigenossenschaften wären angehalten, strikt im Sinne ihrer Eigentümer, der Genossen, zu handeln. Dass sie dies in diesem Fall nicht tun und sich jedweder Zusammenarbeit versperren, zeigt deutlich, wie gering tatsächlich die Möglichkeit der Einflussnahme der Genossen auf ihre eigene Molkerei ist.

Der BDM fordert angesichts einzelner Meldungen von Repressionen gegenüber lieferwilligen Erzeugern und Provokationen gegenüber Lieferstoppteilnehmern noch einmal zu einem fairen Umgang miteinander auf. Der BDM hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Teilnahme am Lieferstopp die freie Entscheidung jedes Einzelnen ist. Er hat sich klar von jeder Art der Nötigung zur Teilnahme am Lieferstopp distanziert und stets betont, wie wichtig die gute Stimmung untereinander ist. Mit der Aussage Gerd Sonnleitners, Präsident des DBV, dass BDMVorstandsvorsitzender Romuald Schaber nun endlich dafür Sorge zu tragen habe, dass Repressalien gegen Bauernfamilien in den Dörfern sofort abgestellt werden, wird nicht nur unterstellt, dass dies öfter als nur in Einzelfällen geschieht, sondern auch, dass BDM-Vorsitzender Schaber auf jeden einzelnen Milcherzeuger Einfluss habe und somit auch die Verantwortung für derartige Taten zu tragen habe. Dagegen verwehrt sich der BDM. Der BDM fordert den Bauernverband ganz offiziell auf, davon abzusehen, dem BDM Negativmeldungen zuschieben zu wollen und sich selbst die Lorbeeren für den Vorangang der Verhandlungen auf die Brust heften zu wollen.

Weiterhin fordert der BDM den Bauernverband auf, die Milcherzeuger aktiv aufzufordern sich weiter zu solidarisieren. In einer Phase, in der die Solidarität unter den Milcherzeugern zum Wohle aller Milcherzeuger – unabhängig von ihrer Verbandszugehörigkeit – wirklich wichtig ist, ist der Bauernverband aufgefordert, seine Verantwortung wahrzunehmen und ebenfalls dafür Sorge zu tragen, dass sich die Stimmung unter den Erzeugern nicht weiter aufheizt. Verbandspolitische Eitelkeiten oder Grabenkämpfe sind hier fehl am Platz.

Links zum Thema Verbände.

Grüne: Jetzt handeln für den ländlichen Raum

Themen: EU,GAP,Umwelt,Wirtschaft — info @ 10:06

Berlin (agrar.de) – Zu den Beratungen der von der EU-Kommission vorgelegten Legislativvorschläge zur Überprüfung der gemeinsamen Agrarpolitik auf der Sonderkonferenz der Agrarminister aus Bund und Ländern erklärt Cornelia Behm, agrarpolitische
Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Bundesminister Seehofer und seine Länderkollegen müssen jetzt die Chancen nutzen, die die europäische Kommission mit ihren Vorschlägen zur Gesundheitsüberprüfung der gemeinsamen Agrarpolitik für den ländlichen Raum eröffnet hat. Jahrelang haben sie zu Recht die große Bedeutung der ländlichen Entwicklung für Deutschland betont. Jetzt sind sie in der Pflicht, die Chance zu ergreifen, die sich aus den neuen Finanzmitteln für die zweite Säule ergibt, und die Kofinanzierung sicherzustellen.

Wer den Schutz von Klima und Artenvielfalt nicht nur als Thema für staatstragende Sonntagsreden begreift, muss auch die Verantwortung der Landwirtschaft in diesen Bereichen ernst nehmen. Wir fordern die Agrarminister auf, die Möglichkeiten, die die Erhöhung der Modulation für die Bewältigung der neuen Herausforderungen Klima- und Artenschutz sowie Wassermanagement einräumt, in für Landwirte, Umwelt und ländliche Regionen gleichermaßen sinnvolle Programme umzusetzen und nicht einseitig für betriebsnahe Investitionen auszuschöpfen.

Vor allem wollen wir auch die Agrarumweltmaßnahmen, die durch die von Frau Merkel während den Verhandlungen zum EU-Haushalt 2007–2013 zu verantwortenden Finanzmittelkürzungen in der zweiten Säule überdurchschnittlich gestutzt wurden, wieder ausbauen. Wir schlagen zum Beispiel die flächendeckende Einführung von Maßnahmen zur Fruchtartendiversivizierung, zur Weidehaltung und zur Verbesserung der Humusbilanz wie Zwischenfruchtanbau oder Begrenzung des Anbaus stark zehrender Pflanzen vor. Dadurch kann die Klimabilanz der Betriebe verbessert und die Agrobiodiversität erhöht werden. Gleichzeitig versetzen diese Maßnahmn jeden Landwirt in die Lage, durch die Erbringung der geforderten Leistungen seine Kürzungen im Bereich der Direktbeihilfen auszugleichen.‘

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