03. Juni 2008

Flächennutzung in MV: Stabile Landwirtschaftsfläche

Schwerin (agrar.de) – Mecklenburg-Vorpommern nimmt mit einer Ausdehnung von 2,32 Millionen Hektar nach der Fläche den sechsten Platz im Vergleich der Bundesländer ein. Typisch für die Flächennutzung ist eine stabile Landwirtschaftsfläche auf 63,4 Prozent des Territoriums und ein geringer Flächenanteil für Siedlung und Verkehr. Wie es aus dem Statistischen Amt weiter heißt, ist der Anteil der Wasserfläche mit 5,8 Prozent von allen deutschen Flächenländern der größte.

Die Bodenfläche Mecklenburg-Vorpommerns hat eine Ausdehnung von 2,32 Millionen Hektar. Den größten Anteil daran nimmt mit fast 1,5 Millionen Hektar bzw. 63,4 Prozent die Landwirtschaftsfläche ein. In den vergangenen Jahren, seit 2001, verringerte sie sich um lediglich 18.700 Hektar bzw. 1,3 Prozent.

Um 17.700 Hektar bzw. 11,2 Prozent vergrößerte sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche. Dennoch bleibt ihr Anteil von 7,6 Prozent an der Bodenfläche (2001: 6,8 Prozent) der niedrigste aller Bundesländer und ist damit auch Ausdruck der geringen Besiedlungsdichte und der Weiträumigkeit des Landes. Charakteristisch für die Siedlungsstruktur ist gleichfalls der stetige Rückgang der Gebäude- und Freifläche für Gewerbe und Industrie. Sie hatte 2007 nur noch einen Anteil von 0,7 Prozent an der Bodenfläche. Die Vergrößerung der Verkehrsfläche, besonders für Infrastrukturmaßnahmen des Straßenbaus, die im Wesentlichen 2006 abgeschlossen waren, setzte sich 2007 nicht weiter fort. Ihr Anteil an der Bodenfläche mit 2,9 Prozent ist der bundesweit niedrigste.

In den vergangenen Jahren nahm die Waldfläche, vor allem durch Aufforstungen, in geringem Umfang aber kontinuierlich, zu. Mit einer Ausdehnung von 497.600 Hektar hat sie an der Bodenfläche einen Anteil von 21,5 Prozent. Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern unter dem Durchschnitt des Bundesgebietes von rund 30 Prozent.

Wasser bedeckt eine Bodenfläche von 134.300 Hektar. Die Vergrößerung, allein seit 2001 um 6.500 Hektar bzw. 5,1 Prozent, resultiert sowohl aus Neuvermessungen bestehender Binnengewässer als auch aus der Inkommunalisierung von Küstengewässern. Der Anteil an der Bodenfläche ist mit 5,8 Prozent von allen deutschen Flächenländern der größte. Daran hat die Mecklenburgische Seenplatte mit der Müritz als zweitgrößtem deutschen Binnensee und dem Schweriner See (viertgrößter deutscher Binnensee) wesentlichen Anteil.

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