30. Mai 2008

Brandenburger Landwirte bewirtschaften 1,3 Millionen Hektar

Potsdam (agrar.de) – Anlässlich des Weltbauerntages am 1. Juni 2008 teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit, dass es in Brandenburg rund 6.700 landwirtschaftliche Betriebe gibt, die gut 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) bewirtschaften.

Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei fast 200 Hektar. In den landwirtschaftlichen Betrieben sind knapp 38.600 Personen mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt. Jede Arbeitskraft bewirtschaftet durchschnittlich 34 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Von der LF sind fast vier Fünftel Ackerland und ein Fünftel Dauergrünland.

Beim Ackerland entfallen rund 50 Prozent auf den Getreideanbau. Hier dominiert der Roggen mit 230.900 Hektar. Damit bleibt Brandenburg Deutschlands größtes Roggenanbauland. Auf zirka 20 Prozent des Ackerlandes wachsen Ackerfutterpflanzen, zu denen Silomais zählt.

Von den Ölfrüchten ist Winterraps die bedeutendste Fruchtart. Dieser wächst auf 124.400 Hektar. Eine für das Land ebenfalls interessante Ölfrucht sind die Körnersonnenblumen, die mehr als 13.900 Hektar einnehmen. Das sind fast zwei Drittel der bundesweiten Anbaufläche.

Zu den wichtigen Gemüsekulturen zählen Spargel, Möhren und Gurken. Bedeutende Baumobstarten sind in Brandenburg Äpfel und Süßkirschen. Von den Brandenburger Landwirtschaftsbetrieben beschäftigen sich fast 4.900 mit der Tierproduktion.

Am 3. Mai 2007 hielten über 2.900 Betriebe in ihren Ställen insgesamt 566.400 Rinder. Darunter waren 163.700 Milchkühe und 92.000 Ammen- und Mutterkühe, womit bundesweit in Brandenburg die meisten Ammen- und Mutterkühe standen. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh lag 2007 bei 8.201 Kilogramm. Das waren fast 1.300 Kilogramm mehr als der Bundesdurchschnitt und bezogen auf die Bundesländer die dritthöchste Milchleistung nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Die Zahl der Schweine belief sich auf 808.200 Tiere. Mit 129.100 Schafen standen in Brandenburg gut 5 Prozent aller in Deutschland gehaltenen Schafe.

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DVT: Volatile Märkte erfordern Risikomanagement und Risikoprämien

Themen: Futtermittel,Gentechnik,Handel,Verbände — info @ 14:05

Bonn (agrar.de) – Welche Risiken, Unwägbarkeiten, aber auch Potenziale volatile Märkte bieten, wurde Beobachtern und Experten im vergangenen Jahr anhand der Agrarmärkte deutlich. Durch eine nach wie vor ungebremst hohe Nachfrage getriebene Preisentwicklungen waren für Marktbeteiligte, aber auch Investoren in dieser Form ungewohnt. Diese Thematik griff die Regionalgruppe West des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung auf.

Im öffentlichen Vortragsteil wagte die Regionalgruppe einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. „Futtermittel-, Rohstoff- und Getreidemärkte – Perspektiven für die nächsten Monate“ lautete der Titel einer Diskussionsrunde, in der unter der Moderation von Bernhard Krüsken, DVT, die verschiedenen Marktpartner vertreten waren. André Lenter (Cargill, Salzgitter), Andreas Schmuck (Lippe Agrar, Lemgo), Johann-Andreas Werhahn (Plange Mühlenwerke Neuss), Joachim Tietjen (Hansa Terminhandel, Farven) und Helmut Wulf (Deutsche Tiernahrung Cremer, Düsseldorf) bildeten für die Stufen Getreidehandel, Mehl- und Ölmühlen, Futtermittel sowie für die Termin- und Finanzmärkte das Podium.

In Bezug auf Ernteprognosen zeigten sich alle Diskussionsteilnehmer zumindest leicht optimistisch, rechnen aber in den kommenden Wochen mit einem ausgeprägten Wettermarkt. „Wir erwarten für die nächste Ernte im Vergleich zum Vorjahr etwas niedrigere Getreidepreise. Jedoch nur, wenn das Wachstum normal verläuft“, so Helmut Wulf. Johann-Andreas Werhahn schätzte die Situation ähnlich ein. Wichtig sei es, dass sich Marktbeteiligte noch stärker auf volatile Märkte einstellen müssten. Dabei ist seiner Meinung nach die Verfügbarkeit des Getreides durchaus gegeben. Es sei – auch in Bezug auf andere Verwendungsformen wie Bioenergie – alles eine Frage des Preises, den das Unternehmen in der Lage und bereit sei zu zahlen.

Für Andreas Schmuck stellt sich die grundlegende Frage, wie sich Landwirte in der kommenden Ernte bezüglich Preisen und Abgabe verhalten werden. Er rechne mit regional sehr großen Preisunterschieden. André Lenter geht – insbesondere bei der Rapssaat – von einer ähnlichen Ernte wie im vergangenen Jahr aus. Allerdings wies auch er auf Unwägbarkeiten durch das Wetter hin. Joachim Tietjen zeigte in seinem Statement die Bedeutung eines angemessenen Risiko-Managements für Unternehmen auf. Die Absicherung von Risiken durch Warenterminbörsen gehöre zur Grundlage unternehmerischen Handelns; auch wenn dies eine intensive Auseinandersetzung mit Warentermin-Geschäften und ein hohes Know-how erfordere. Laut Tietjen steht eines fest: „Für eine angemessene Risikoabsicherung ist mehr Liquidität erforderlich.“ Dies müsse Banken stärker klar gemacht werden, da in Zukunft für das Risikomanagement der Unternehmen höhere finanzielle Mittel notwendig seien.

Ein weiteres Thema war die Frage der Zulassungspolitik der EU-Kommission beim Import gentechnisch veränderter Sorten. Helmut Wulf sieht hier erhebliche Gefährdungen für die Futtermittel- und Lebensmittelproduktion. „Durch die neuen Sorten, die in den USA angebaut werden und das Verhalten der EFSA sowie der EU-Kommission haben wir ein großes Problem“, so Wulf. Zudem sei damit zu rechnen, dass die Brasilianer in ein bis zwei Jahren nicht kennzeichnungspflichtige, so genannte „Hard-IP“-Ware, nicht mehr in ausreichender Menge liefern könnten. Man sei auf eine Änderung der EU-Zulassungspolitik angewiesen.

Abschließend zogen die Diskussionsteilnehmer das Fazit, dass bei Rohwarenpreisen keine Entspannung in Sicht sei. „Die Agrarmärkte werden meiner Meinung nach nicht unter eine bestimmte Schwelle fallen“, fasste Helmut Wulf zusammen. Kürzere Laufzeiten der Einkaufskontrakte und im Verkauf seien – ebenso wie das Risikomanagement – unverzichtbar. Risiken müssten richtig bewertet und danach gehandelt werden. Johann-Andreas Werhahn stellte zusätzlich die ehrliche Partnerschaft mit dem Kunden heraus. Information und Aufklärung seien überaus wichtige Aspekte. Joachim Tietjen wies auf die neuen Aufgaben der Produktions- und Handelsstufe hin. Veränderte Strukturen und Dienstleistungen stellten auch Chancen dar. Andreas Schmuck forderte von den Marktbeteiligten ein umsichtiges unternehmerisches Handeln ein. Dies sei nicht zuletzt aufgrund steigender Grundkosten und höherer Risiken wesentlich. André Lenter schließlich empfahl, nicht nur auf regionale Märkte zu schauen. Auch das Erntegeschehen weltweit sei in Entscheidungen mit einzubeziehen.

Blum: Höhere Milchpreise unverzichtbar!

Themen: Milch,Statistik,Verbände — info @ 13:05

Koblenz (agrar.de) – Die Milchbauern sind zu recht erbost über die sinkenden Milchpreise. Dieses Ergebnis der letzten Milchpreisverhandlungen zwischen Molkereien und Discountern ist nicht zu akzeptieren. Einzelne Molkereien, wie z. B. die Privatmolkerei Müllermilch in Aretsried, haben durch ihre Dumpingangebote den Preissturz ins Rollen gebracht.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Leo Blum, hat vollstes Verständnis für die streikenden Milchbauern: „Der niedrige Erzeugerpreis treibt die Bauern zur Weißglut. Die Kosten für Dünge- und Futtermittel sowie Energie sind enorm gestiegen und ruinieren die Betriebe. Das Verhalten der Molkereien und des Lebensmitteleinzelhandels war bisher skandalös. Deswegen benötigen wir in Deutschland einen weiteren Strukturwandel auf Molkereiebene, um eine stärkere Marktposition gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel aufzubauen!“. Der augenblickliche Lieferboykott der Milchbauern müsse als „Schuss vor den Bug“ gewertet werden.

Der Verband respektiere die unternehmerische Entscheidung jedes einzelnen Milchbauern, sich am Lieferstreik zu beteiligen oder nicht. Dies gelte unabhängig davon, ob das landwirtschaftliche Unternehmen Mitglied im BWV, im BDM oder in beiden Organisationen ist. Denn es würden sowohl Vorsitzende und Vorstandsmitglieder der Kreisbauernverbände am Milchstreik teilnehmen, wie es auch BDM-Mitglieder gibt, die ihre Teilnahme am Streik strikt ablehnen. Insofern brauche und dürfe niemand dem Anderen Vorwürfe machen – weder verbal noch körperlich.

Der Verband empfiehlt den Betrieben, die sich ihrerseits strikt gegen einen Milchstreik aussprechen, ihre berufsständische Solidarität dadurch zu bekunden, dass sie für eine bestimmte Zeit ihre Milchmenge reduzieren, z.B. durch angepasste Fütterung und verstärkte Verfütterung an Kälber im Betrieb.

Die Molkereien sind aufgefordert unverzüglich Nachverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel zu führen, um kurzfristig höhere Preise am Markt zu erzielen.

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SH: Landwirtschaftsminister von Boetticher äußert Verständnis für Unmut der Milcherzeuger

Themen: Milch,Schleswig-Holstein — info @ 13:05

Kiel (agrar.de) – Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher zeigt Verständnis für die streikenden Milcherzeuger: „Ich verstehe den Unmut. Gleichzeitig sehe ich aber die Gefahr, dass durch den Streik erheblicher Schaden für die Milchwirtschaft entstehen kann. Deshalb hoffe ich auf ein schnelles Ende des Lieferboykotts“, sagte er.

Christian von Boetticher riet zur Besonnenheit und betonte, dass die Teilnahme am Streik eine freie Entscheidung jedes einzelnen Milcherzeugers sei. Bezüglich des Ziels, kostendeckende Erzeugerpreise für die Milch zu erhalten, bestehe nach Einschätzung des Landwirtschaftsministers auf allen Ebenen Einigkeit, auch auf der Verbraucherseite stelle man großes Verständnis fest.

Allerdings gebe es offenbar unterschiedliche Auffassungen über die Wege dorthin. Der Minister sagte, dass von den Marktpartnern nur das ausgezahlt werden könne, was der Markt hergebe. Die schleswig-holsteinische Land- und Meiereiwirtschaft sei insgesamt auf dem richtigen Weg, ihre Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern, um im härter werdenden Wettbewerb zu bestehen. „Wir müssen erkennen, dass die Schwankungen des Milchpreises zunehmen werden. Durch den Abbau der staatlichen Marktordnungsinstrumente ist dieses auch erklärbar. Bei gleichzeitigem Anstieg der Energie- und Futtermittelpreise bringt das die Milcherzeuger in eine schwierige und unübersichtliche Wettbewerbssituation“, so von Boetticher.

Der Minister unterstrich, dass an der Abschaffung der Milchquote im Jahr 2015 kein Weg vorbei führe. Wichtig sei aber das Angebot eines flankierenden Begleitprogramms, das die mit dem Ausstieg verbundenen Härten abmildert. „Hier muss die Kommission aus der Deckung kommen. Dies kann nicht alleine durch Umverteilung finanziell geschultert werden“, so Landwirtschaftsminister von Boetticher.

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Thüringen: Milchanlieferung im 1. Quartal leicht über Vorjahresniveau

Themen: Handel,Industrie,Milch,Rinder,Statistik,Thüringen — info @ 12:05

Erfurt (agrar.de) – Von Januar bis März 2008 lieferten Thüringer Milcherzeuger 234.000 Tonnen Rohmilch zur weiteren Verarbeitung zu Konsummilch, Käse, Quark, Joghurt und anderen Milchprodukten an Molkereien und Milchsammelstellen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 3.956 Tonnen bzw. 1,7 Prozent mehr als in den ersten drei Monaten 2007.

Der im Quartalsdurchschnitt erzielte Auszahlungspreis (Basis: 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß; ab Hof; einschließlich Zuschüsse/Abschlagszahlungen; ohne Mehrwertsteuer) von knapp 40 Cent/kg lag um 12 Cent über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Höhere Erzeugerpreise wurden in den letzten drei Monaten des Jahres 2007 mit durchschnittlich 42 Cent/kg erzielt.

Hauptlieferanten sind Milchbauern aus dem Saale-Orla-Kreis, Greiz und dem Wartburgkreis, wo auch die größten Milchviehbestände zu verzeichnen sind. Im Jahresdurchschnitt 2007 standen in diesen drei Kreisen 32 Prozent der in Thüringen gehaltenen Milchkühe. Mehr als drei Zehntel (31,6 Prozent) der von Molkereien aufgekauften Milch kamen im ersten Quartal 2008 aus diesen Regionen.

120.283 Tonnen (1. Quartal 2007: 115.855 Tonnen) wurden an Thüringer Molkereien geliefert. 113.716 Tonnen Rohmilch (114.188 Tonnen) nahmen Molkereien in neun weiteren Bundesländern ab.
Über ein Viertel (61.833 Tonnen) der in Thüringen erzeugten Milch nahm den Weg nach Bayern.
Nach Rheinland-Pfalz wurden 19.649 Tonnen und nach Sachsen-Anhalt 12.998 Tonnen geliefert. Molkereien in Sachsen kauften 9.022 Tonnen und in Nordrhein-Westfalen 5.635 Tonnen Rohmilch auf. Weitere Milch wurde nach Mecklenburg-Vorpommern (2.688 Tonnen), Niedersachsen (995 Tonnen) und Hessen (175 Tonnen) geliefert. Erstmals wurden 721 Tonnen Rohmilch von Thüringer Milchbauern in Berlin verarbeitet.

Umgekehrt bezogen Thüringer Molkereien auch Milch von Milchbauern aus anderen Bundesländern. Von Januar bis März 2008 wurden 14.876 Tonnen Rohmilch (1. Quartal 2007: 13.250 Tonnen) von Milcherzeugern außerhalb Thüringens aufgekauft. Hauptlieferanten waren die Erzeuger aus Hessen (7.537 Tonnen) und Niedersachsen (6.088 Tonnen). Darüber hinaus wurde Rohmilch von Erzeugern aus Sachsen-Anhalt (888 Tonnen) und Sachsen (363 Tonnen) verarbeitet.

Insgesamt veredelten Thüringer Molkereien in den ersten drei Monaten dieses Jahres 135.159 Tonnen Rohmilch zu Molkereiprodukten. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 129.105 Tonnen.

Wie sich die aktuelle Situation bei den Milchbauern auf Liefermengen und Preise auswirkt, kann erst mit den Ergebnissen des 2. Quartals dargestellt werden.

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29. Mai 2008

LandFrauen: Milch ist kein Schacherobjekt!

Themen: Landfrauen,Milch,Verbände — info @ 17:05

Berlin (agrar.de) – „Milch ist eines der wertvollsten Nahrungsmittel. Es darf nicht zum Schacherobjekt des Lebensmittelhandels werden darf“, forderte die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) Brigitte Scherb anlässlich des Tages der Milch.

Die Präsidentin machte deutlich, dass die LandFrauen für die Situation der Milchbauern großes Verständnis haben, den Lieferboykott aber eher zurückhaltend beurteilen. Das müsse jeder Bauer, jede Bäuerin für sich persönlich und aus der Sicht des Betriebes entscheiden. Wenn die Milch in der Boykottphase als Futter für Kälber und Schweine diene, ist das für Brigitte Scherb eine unternehmerische Entscheidung des einzelnen Betriebes. Sie betonte, dass die LandFrauen die verzweifelte Lage vieler Betriebe durchaus nachvollziehen können, forderte aber auf jeden Fall Toleranz zwischen den Berufskollegen, die sich so oder so entschieden haben. „Das Wichtigste ist jetzt, dass mit großer Geschlossenheit Neuverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel angestrebt werden, um die Preisreduzierungen des Frühjahrs rückgängig zu machen.“

Für die Präsidentin der LandFrauen ist es geradezu schizophren, wenn der Lebensmitteleinzelhandel und die Molkereien in Deutschland gegen den europäischen und weltweiten Trend die Preise für Milch soweit nach unten drücken, dass die Existenz der Milchviehbetriebe in Deutschland akut gefährdet sind. „Es muss den Milchbauern möglich sein, Kostensteigerungen bei Strom, Diesel, Maschinen, Anlage und Futtermittel über Verkaufspreise weiterzugeben. Mit ihrer derzeitigen Preispolitik schaden die Lebensmitteleinzelhändler den Verbrauchern mehr als sie nutzen, weil das viele Milchviehbetriebe in Deutschland nicht überleben werden, und dann die Milch zu höheren Weltmarktpreisen aus dem Ausland eingeführt werden muss.“

Die LandFrauen bitten die Verbraucher, vor allem am Tag der Milch zu zeigen, wie sehr sie die breite und gesunde Palette deutscher Milchprodukte schätzen.

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Rentenbank erhöht Zinsen für Sonderkredite

Themen: Statistik — info @ 16:05

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main, hat die Zinssätze ihrer hauseigenen Sonderkreditprogramme „Landwirtschaft“, „Junglandwirte“, „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ sowie „Ländliche Entwicklung“ mit sofortiger Wirkung nominal um bis zu 0,20 Prozentpunkte erhöht. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte und im Sonderkreditprogramm „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 5,22 Prozent, bei 5 jähriger Zinsbindung 5,17 Prozent.

Die Sonderkredite der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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BLHV: Milch-Lieferstopp als Signal gegen unhaltbare Erlöse gerechtfertigt

Themen: Milch,Verbände — info @ 15:05

Freiburg (agrar.de) – Angesichts der prekären Erlössituation der Milchbauern hält der BLHV drastische Maßnahmen wie den jetzt von zahlreichen Landwirten begonnen Milch-Lieferstreik für gerechtfertigt. In einer gemeinsamen Situationsanalyse von Vorstand und Kreisvorsitzenden am 29. Mai in Freiburg bekräftigten die Verbandsvertreter ihre Forderungen an die Marktbeteiligten und an die Politik, dem Preisdruck des Handels durch eine wirksame Bündelung des Angebots insbesondere für Handelsware umgehend nachzukommen. Politik sei gefordert, dafür Sorge zu tragen, dass das Kartellrecht nicht einseitig so angewandt werde, dass Bauern vor die Hunde gehen.

Die Verbandsführung betonte erneut, dass sie voll und ganz hinter ihren Milchbauern im Kampf um angemessene Preise und Erlöse stehen. Ausschlaggebend für den Erfolg einer Boykottmaßnahme sei berufständische Solidarität über die Region und über Betriebssparten hinaus.

Der BLHV stellte fest, dass sich führende Verbandsvertreter als Zeichen verbandlicher Solidarität mit den Milchbauern, die sich für einen Lieferstreik entschieden haben, ebenfalls an Boykottmaßnahmen beteiligen. Die BLHV-Führung erneuerte ihre Haltung, dass die Entscheidung zum Lieferboykott von jedem Landwirt nach eigener Abwägung getroffen und von Berufskollegen respektiert werden müsse.

Der Verband werde im gemeinsamen Kampf um dauerhaft faire Milchpreise auch weiterhin engen Kontakt mit seinen Mitgliedern sowie mit Vertretern des BDM halten.

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Milchindustrie im Spannungsfeld zwischen Märkten und Milchbauern

Themen: Milch,Verbände — info @ 14:05

Molkereien zeigen Verständnis für die Nöte der Milchbauern, Milchboykott keine nachhaltige Lösung

Berlin (agrar.de) – Der Preisverfall bei Milch und Milcherzeugnissen und die gestiegenen Kosten sind Ursache des derzeit laufenden Milchboykotts der deutschen Milcherzeuger. Der Milchindustrie-Verband (MIV), Berlin hat durchaus Verständnis für die schwierige Situation der Milchbauern, sieht sich aber als falschen Adressaten der aktuellen Protestaktionen der Milchbauern.

Aktuell liefern nach Erhebungen des MIV bundesweit ca. 70 % der deutschen Bauern nach wie vor ihre Milch ab. Dabei schwanken die Zahlen von rd. 95 % im Norden und Osten Deutschlands bis hin zu 15 % in verschiedenen Regionen Bayerns.

Bisher hat der Milchboykott noch keine Auswirkungen auf die Belieferung des Lebensmitteleinzelhandels mit Milchprodukten. Welche Folgen sich bei einer Fortsetzung bzw. Ausdehnung des Streiks ergeben, ist nicht absehbar. Aus den europäischen Nachbarländern sind zwar Solidaritätsbekundungen für die Boykott-Aktion festzustellen; die Milchströme aus dem Ausland sind bisher jedoch nicht versiegt.

„Die Molkereien können nur das auszahlen, was sie auf den Märkten einnehmen. Solange das strukturelle Angebot an Rohmilch in Europa größer ist als die Nachfrage an Milchprodukten jeder Art, wird Druck auf die Preise entstehen“, so der Milchindustrie-Verband in Berlin.

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Neue Unterrichts-DVD mit umfangreichem Begleitmaterial erschienen

Themen: Bildung,Medien,Statistik — info @ 13:05

Bonn (agrar.de) – Wie viel frisst eine Kuh? Warum tragen die Kühe Halsbänder? Woher kommt das Futter für die Kühe im Winter? Welche Maschinen hat der Landwirt? Was haben Brennnesseln auf dem Feld zu suchen? Kinder haben unzählige Fragen, wenn das Thema Bauernhof im Unterricht behandelt wird. Welcher Ort wäre besser geeignet, um die Antworten auf diese Fragen zu finden, als der Bauernhof selbst?

Wie ein solcher Bauernhof-Tag ablaufen kann, zeigt die neue Unterrichts-DVD „Kuh, Korn & Co. – Wir erkunden einen Bauernhof“ am Beispiel einer Grundschulklasse.Die Unterrichts-DVD enthält sieben Unterrichtsfilme im modularen Aufbau, die die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 6 viel Wissenswertes aus der Landwirtschaft entdecken lassen. Ergänzt werden die Unterrichtsfilme durch 53 Seiten Begleitmaterial mit zusätzlichen Informationen sowie Tipps und Anregungen für die Unterrichtsgestaltung. Außerdem werden 14 Arbeitsblätter – allesamt kopierfähig – mitgeliefert. Dabei ist auch das Lied „Los, wir geh´n zum Bauernhof!“ mit Noten und Gitarrengriffen. Begleitmaterial und Arbeitsblätter befinden sich als Datei zum Ausdrucken mit auf der DVD. So umfassend „Kuh, Korn & Co.“ auch ausgestattet ist, den Ausflug auf einen Bauernhof ersetzt die DVD nicht – im Gegenteil: Die Filme regen zu Vergleichen an, werfen Fragen auf und motivieren die Grundschüler nachhaltig, selbst einen Bauernhof zu erkunden.

Über ein Jahr lang hat Projektleiter Jens Oehmigen von der movit GmbH aus Hardegsen den Bauernhof der Familie Wilkening aus Winzlar am Steinhuder Meer besucht und dabei den Wilkenings und vielen anderen Mitwirkenden mit neuester Kameratechnik bei ihren Arbeiten über die Schulter geschaut. Tatkräftig wirkte eine dritte Klasse der Grundschule Lauenhagen bei der Entstehung des Filmes mit und hat die Filmproduktion unterrichtlich begleitet. So entstanden über 35 Stunden Rohmaterial, aus dem aufwendig die insgesamt 55 Minuten Laufzeit der Filme für die DVD gestaltet wurden.

Herausgeber der DVD ist die movit GmbH, die seit über 15 Jahren erfolgreiche Unterrichtsmedien zu verschiedensten Themen konzipiert und herstellt. Gefördert und fachlich beraten wurde die Produktion vom i.m.a. aus Bonn. movit und i.m.a. betonen, dass „Kuh, Korn & Co.“ didaktisch und inhaltlich neue Akzente setzt, indem Lehrerinnen und Lehrer bei der Unterrichtsgestaltung und Durchführung eines Hofbesuches praxisnah unterstützt werden.

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