07. Mai 2008

Rentenbank: Günstige Zukunftsaussichten beflügeln Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft

Themen: Banken,Wirtschaft — info @ 13:05

Stabile Vermögens- und Finanzstruktur – Zunehmender Fremdfinanzierungsbedarf – Höhere Anforderungen an Liquiditäts- und Risikomanagement

Frankfurt (agrar.de) – Mit den jüngsten Veränderungen an den Agrarmärkten sei nicht nur die öffentliche Wahrnehmung gegenüber der Landwirtschaft deutlich positiver geworden, auch die Investitions- und Finanzierungsbedingungen hätten sich verbessert. Die Nettoinvestitionen seien in den wachsenden Betrieben im vergangenen Wirtschaftsjahr um durchschnittlich fast 60 Prozent ausgeweitet worden.

Nach Jahren der Stagnation habe auch der Einsatz von Fremdkapital in der Landwirtschaft wieder zugenommen. „Die Landwirtschaft ist ein grundsolider, innovativer und zukunftsfähiger Wirtschaftszweig. Landwirtschaftliche Betriebe sind und bleiben daher für Banken und Sparkassen eine hochinteressante Kundengruppe.“, betonte Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstandes der Landwirtschaftlichen Rentenbank, Frankfurt am Main, anlässlich der Pressekonferenz zur Vorstellung des Geschäftsberichts der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum. Trotz der hohen Investitionstätigkeit liege die Eigenkapitalquote landwirtschaftlicher Betriebe mit durchschnittlich rd. 80 Prozent immer noch weit über der von vergleichbaren mittelständischen Unternehmen. Nach wie vor würden Investitionen von vielen Betrieben mit einem hohen Anteil von Eigenmitteln getätigt.

Perspektivisch werde die Fremdfinanzierung im Primärsektor aber weiter an Bedeutung gewinnen, da die Betriebe aufgrund tendenziell größer werdender Wachstumsschritte an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Neben dem klassischen Bankkredit dürfe künftig gerade für Wachstumsbetriebe auch eine flexiblere und bilanzneutrale Finanzierungsalternative wie das Leasing interessant werden. Bereits im März dieses Jahres habe die Rentenbank daher ihre Sonderkreditprogramme um eine Leasing-Variante erweitert.

Schon heute sei die Landwirtschaft einer der kapitalintensivsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Ein Vergleich mit dem produzierenden Gewerbe zeige, dass in einen landwirtschaftlichen Arbeitsplatz mit durchschnittlich 303.700 Euro (Bruttoanlagevermögen je Erwerbstätigen) mehr als doppelt so viel investiert wird. Gleichzeitig verfügten landwirtschaftliche Betriebe mit den vergleichsweise hohen Eigenkapitalquoten und der Wertstabilität des Bodens als Besicherungsmöglichkeit über ausgesprochen gute Finanzierungsvoraussetzungen.

Fremdfinanzierung im landwirtschaftlichen Sektor erfolge in erster Linie durch die Aufnahme langfristiger Kredite. Mit 80 Prozent sei der Anteil langfristiger Finanzierungen mit Laufzeiten von mehr als fünf Jahren außergewöhnlich hoch – ebenfalls ein Indiz für die Solidität und Stabilität landwirtschaftlicher Betriebe. Anbieter von Agrarkrediten seien vor allem Genossenschaftsbanken und Sparkassen, ihr gemeinsamer Marktanteil liege derzeit bei rd. 80 Prozent. Aber auch der Marktanteil der Kreditbanken erhöhe sich seit ein paar Jahren stetig.

Eine Auswertung der Testbetriebsstatistik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zeige, dass die aktuelle Belebung der Investitionstätigkeit sowohl Maschinen als auch Wirtschaftsgebäude und Landkäufe betreffe. Die letzten Ergebnisse des von der Landwirtschaftlichen Rentenbank geförderten Konjunktur- und Investitionsbarometers Agrar deuteten auf eine weiter steigende Investitionsneigung in der Landwirtschaft hin. Vor dem Hintergrund gestiegener Marktpreise für Getreide und Ölsaaten planten insbesondere Ackerbaubetriebe in naher Zukunft verstärkt in Maschinen und Boden zu investieren. Kaum Investitionen seien dagegen derzeit bei den Veredlungsbetrieben zu erwarten, nachdem sich die Marktpreise in diesem Bereich nach wie vor unter Druck befinden. Dennoch blickten auch die Schweinehalter optimistisch in die Zukunft, Marktschwankungen seien ihnen durchaus vertraut. Ein Umstand, mit dem auch Betriebsleiter im Ackerbau und – dies zeigt die jüngste Milchpreisentwicklung – in der Milcherzeugung in Zukunft verstärkt rechnen müssten. Stärkere Erlösschwankungen bei tendenziell steigendem Fremdkapitaleinsatz würden vor allem für Wachstumsbetriebe dieser Produktionsrichtungen eine neue Herausforderung darstellen und den Einsatz von Liquiditäts- und Risikomanagementsystemen immer wichtiger werden lassen. Ihre im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren hohe Kreditwürdigkeit und die günstige Vermögens- und Finanzstruktur dürfe Landwirte aber auch bei einer Zunahme des Risikos weiterhin zu verlässlichen Geschäftspartnern für Kreditinstitute machen.

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06. Mai 2008

IVA: Pflanzenschutz- und Düngemittel profitieren vom Agrarboom

Verband: Politik setzt falsche Signale

Frankfurt (agrar.de) – Die Märkte für Pflanzenschutz- und Düngemittel verzeichneten im zurückliegenden Jahr kräftige Umsatzsteigerungen. „Bei steigenden Agrarpreisen ist es für die Landwirte wieder interessant, ihre Kulturen sorgfältig zu pflegen“, erklärte dazu der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar (IVA), Volker Koch-Achelpöhler, vor der Presse in Frankfurt. Weil der nasse Sommer zudem hohen Krankheitsdruck bescherte und im Herbst stillgelegte Ackerflächen wieder unter den Pflug genommen wurden, konnten die Mitgliedsfirmen des IVA im Bereich Pflanzenschutz ihren Umsatz 2007 um fast elf Prozent auf 1,23 Milliarden Euro (Vj.: 1,11 Mrd.) verbessern. Die abgesetzte Wirkstoffmenge stieg um neun Prozent auf 32.200 Tonnen.

Die Düngemittel-Industrie setzte im vergangenen Jahr in Deutschland mit 1,05 Milliarden Euro ebenfalls zwölf Prozent mehr um als 2006 (935 Mio.). Ursache waren auf diesem Markt allein höhere Preise. Der Absatz sank dagegen bei Stickstoffdüngern – vor allem wegen der Trockenheit im April – um zehn Prozent. Bei Phosphat ging er um drei Prozent zurück; damit lag er auf dem niedrigsten Stand seit 1950. Im Export konnten die deutschen Düngemittelhersteller kräftig zulegen. Mit 1,35 Milliarden Euro erreichten ihre Erlöse 20 Prozent mehr als im Vorjahr (1,13 Mrd.).

Weltweit wird der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln für 2007 auf 33,2 Milliarden Dollar geschätzt, acht Prozent mehr als im Vorjahr (30,8 Mrd.). Zum Wachstum hat vor allem Lateinamerika beigetragen. „Hohe Sojapreise und die starke Nachfrage nach Mais und Zuckerrohr haben dort zur Intensivierung des Anbaus animiert“, erklärte Koch-Achelpöhler. Auch in Osteuropa fasst die Landwirtschaft wieder Tritt. Die Region steigerte ihren Anteil am Weltpflanzenschutzmarkt von fünf auf sieben Prozent. Insbesondere Russland, Weißrussland und die Ukraine mobilisieren angesichts steigender Agrarpreise ihre Produktivitätsreserven.

Asien und Lateinamerika hatten auch beim Düngemittelverbrauch die höchsten Wachstumsraten. Weltweit nahm der Absatz um insgesamt fünf Prozent zu. Die starke Nachfrage hat im vergangenen Jahr alle Nährstoffe deutlich verteuert. „Kurzfristig wird dies so weitergehen, da Kapazitätserweiterungen ihre Zeit brauchen“, prognostizierte der Vorsitzende des Fachbereichs Pflanzenernährung im IVA, Hermann Kuhlmann vom Düngemittel-Hersteller YARA. „Längerfristig bringen neue Produktionsanlagen Entspannung“. Eine Rückkehr zum früheren Preisniveau dürfte aber wegen der steigenden Energiekosten nicht eintreten. Kuhlmann wies auf die wichtige Rolle hin, die die Mineraldüngung bei der Bekämpfung des Hungers spielt. „Mit Hilfe der mineralischen Stickstoffdüngung wird bereits heute Nahrung für die Hälfte der Weltbevölkerung erzeugt“, sagte er.

Für das laufende Jahr sieht Kuhlmann auch für den deutschen Markt Wachstumspotenzial. „Bei dem stark gestiegenen Preisniveau für Getreide und andere Feldfrüchte lohnt es sich für die Landwirte, die Düngung zu optimieren.“ Dies gelte trotz höherer Preise für Mineraldünger. Wesentlich stärker als die Düngungskosten, die sich im letzten Jahr fast verdoppelt haben, sei zum Beispiel der Weizenpreis gestiegen.

Für eine „Agrarproduktion am Optimum“ plädierte der Präsident des Industrieverbands Agrar, Hans Theo Jachmann vom Pflanzenschutzmittel-Hersteller Syngenta Agro. Die aktuelle Versorgungslücke bei Lebensmitteln und die damit einhergehende Teuerung auf den Weltagrarmärkten seien erst der Anfang einer Entwicklung, die die nächsten Jahrzehnte bestimmen werde. „Die Nachfrage nach Agrarprodukten wird bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent steigen“, erklärte Jachmann. „Sie muss aber von einer begrenzten Fläche befriedigt werden.“ Mit Hilfe von Pflanzenschutzmitteln und Mineraldüngung könne der Flächenertrag deutlich erhöht werden. „Gemessen an der pro Flächeneinheit erzeugten Menge ist eine moderne Landwirtschaft auch die klimafreundlichste Variante und ohne Alternative im Hinblick auf Versorgungssicherheit und Ressourceneffizienz“, so Jachmann.

Der Verbandspräsident kritisierte, dass die Pflanzenschutz-Politik in Europa in die genau gegenläufige Richtung marschiere. Durch neue K. o.-Kriterien bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln könnten zahlreiche Wirkstoffe vom Markt verschwinden – ohne dass damit mehr Umwelt- oder Verbraucherschutz erreicht werde. Einschränkungen im Pflanzenschutz würden zu niedrigeren Ernten führen und Europas Selbstversorgung gefährden. „Woher wir die Ware beziehen sollen, wenn die internationalen Agrarmärkte leergefegt sind und die Nachfrage weiter steigt, bleibt das Geheimnis der Politiker“, so Jachmann. „Wir brauchen bei der Lebensmittelproduktion Masse ebenso wie Klasse“. Die Politik müsse daher für Rahmenbedingungen sorgen, die die gesellschaftliche Akzeptanz moderner Agrartechnologien und deren verantwortliche Nutzung fördern.

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Mecklenburg-Vorpommern: Vorläufige Flächenangaben zur Ernte 2008

Wachstumsstand nur bei Winterweizen besser als im Vorjahr – Frühjahrsarbeiten wegen hoher Bodenfeuchtigkeit teilweise verzögert

Schwerin (agrar.de) – In diesem Frühjahr beurteilen die Landwirte den Wachstumsstand des Winterweizens besser als 2007. Allerdings berichten zwei Drittel von ihnen über verspätete Pflanzenschutz- und Düngungsmaßnahmen wegen vielerorts nässebedingter verzögerter Befahrbarkeit des Ackers. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, waren nur vereinzelt Auswinterungsschäden zu beobachten.

Der Anbau von Sommergetreide entspricht der Fläche im Vorjahr; die Silomaisfläche vergrößerte sich um vier Prozent; der Kartoffelanbau ging nach vorläufigen Angaben um ein Zehntel zurück.

Wintergetreide und Winterraps hatten in den vergangenen Monaten nicht in jedem Fall optimale Wachstums- und Entwicklungsbedingungen. Hohe Feuchtigkeit führte zu Luft- und Nährstoffmangel im Boden. Der zu milde Winter ließ die Vegetationsruhe ausbleiben, so dass es sich bei dem als Auswinterung ausgewiesenen Anteil von lediglich 0,1 Prozent an den Herbstaussaatflächen hauptsächlich um Nässeschäden handelt. Verbreitet zeitlich verzögerte Düngungs- und Pflanzenschutzmaßnahmen führten dazu, dass der Wachstumsstand von Raps, Roggen und Gerste nicht besser als im April 2007 eingeschätzt wird.

Der Getreideanbau zur Ernte in diesem Sommer beläuft sich nach vorläufigen Angaben auf 593.700 Hektar, das sind, ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix (CCM), 9 Prozent mehr als zur Ernte 2007. Davon entfallen auf Wintergetreide 571.000 Hektar und auf Sommergetreide 22.700 Hektar. Den größten Anteil daran hat Winterweizen mit 337.300 Hektar, gleichfalls 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Wintergerste wird von 127.400 Hektar (Rückgang der Fläche um 2 Prozent) zu ernten sein. Wiederholt erweitert wurde der Anbau von Roggen auf nunmehr 88.800 Hektar, gegenüber 2007 um fast 38 Prozent. Wiederum rückläufig, um 3 Prozent, war der Anbau von Triticale auf 17.400 Hektar.

Die mit Sommergetreide bestellten Flächen entsprechen dem Umfang im Vorjahr. Sommergerste, die häufig als Braugerste Verwendung findet, nimmt 10.100 Hektar ein (- 4 Prozent zum Vorjahr), Hafer 9.800 Hektar (+ 6 Prozent) und Sommerweizen 2.800 Hektar (- 3 Prozent).

Winterraps blüht in diesen Wochen auf 231.300 Hektar. Damit verringerte sich der Anbau gegenüber 2007 um 10 Prozent; er ist aber in dieser Ausdehnung immer noch der bedeutendste im Vergleich aller Bundesländer.

Bei Silomais erreicht der Zuwachs an Fläche nicht die Werte der Vorjahre (+ 4 Prozent, aber + 17 Prozent 2007 gegenüber 2006); sein Anbau erfolgte auf 106.400 Hektar.

Kartoffeln sind in diesem Jahr, nach ersten Hochrechnungen, von 14.200 Hektar zu roden; die Fläche verringerte sich demzufolge um rund ein Zehntel gegenüber 2007.

Den Flächenangaben zur Ernte in diesem Jahr liegen vorläufige Werte zugrunde. Umfassende Daten zum Anbau auf dem Ackerland veröffentlicht das Statistische Amt im August.

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DRV-Ernteschätzung 2008

Getreide wird auf 46,7 Mio. t, Raps auf 5,2 Mio. t veranschlagt

Berlin (agrar.de) – Die Schätzungen zur Getreide- und Ölsaatenernte 2008 hat der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nach seiner monatlichen Umfrage bei den Mitgliedsgenossenschaften erneut nach oben gesetzt.

Im Vergleich zum sehr trockenen Vorjahr erwartet der DRV derzeit rund 10 Prozent höhere Getreide-Durchschnittserträge. Einhergehend mit einer um 5 Prozent ausgedehnten Anbaufläche dürfte damit die Ernte gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 Mio. t bzw. 15,4 Prozent auf 46,7 Mio. t steigen. In der Märzschätzung des DRV wurde mit 45,7 Mio. t noch eine um 1 Mio. t geringere Getreideproduktion veranschlagt.

Auch die jetzt blühenden Rapsfelder zeigen einen deutlich besseren Wachstumsstand als vor einem Jahr. Der DRV erwartet bei Winterraps einen Durchschnittsertrag von 3,7 t/ha. Dies wären je Hektar Anbaufläche knapp 300 kg oder 7 Prozent mehr als 2007. Da die Anbaufläche insgesamt um 8,7 Prozent oder ca. 120.000 ha auf 1,4 Mio. ha eingeschränkt wurde, wird eine Rapsernte von 5,2 Mio. t erwartet, die das Vorjahresergebnis von 5,3 Mio. t knapp verfehlt.

Für den weiteren Vegetationsverlauf ist entscheidend, dass bei zunehmend warmer Witterung sowohl bei Getreide als auch bei Raps der Befallsdruck mit pilzlichen Schaderregern und insbesondere Schadinsekten kontrolliert und Ertragsverluste minimiert werden. Bei weitgehend normalem Witterungsverlauf könnte die nächste Ertragsprognose Anfang Juni dann nochmals höher ausfallen.

Brandenburg: Zahl der Hausschlachtungen leicht rückläufig

Themen: Brandenburg,Fleisch,Statistik — info @ 10:05

Potsdam (agrar.de) – Im Jahr 2007 wurden in Brandenburg 1.872 Rinder (ohne Kälber) hausgeschlachtet. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, waren das 3,3 Prozent weniger als im Jahr 2006.

Bei den Kälbern nahm die Zahl der Hausschlachtungen um ein Drittel auf 134 geschlachtete Tiere ab. Der Anteil der hausgeschlachteten Rinder an den Rinderschlachtungen insgesamt in Brandenburg lag 2007 bei 6,1 Prozent, der entsprechende Anteil bei den Kälbern betrug 10,6 Prozent.

Auch bei den Schweinen war ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Wurden 2006 noch 16.074 Schweine in Hausschlachtungen geschlachtet, waren es 2007 mit 15.309 Tieren 4,8 Prozent weniger. Der Anteil der hausgeschlachteten Schweine an den insgesamt in Brandenburg geschlachteten Schweinen lag 2007 bei 0,9 Prozent.

Lediglich bei den Schafen war mit 1.146 Hausschlachtungen im Jahr 2007 gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs von 7,0 Prozent zu verzeichnen. Hier betrug der Anteil an den 2007 insgesamt geschlachteten Schafen 1,6 Prozent.

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NRW-Schlachthöfe: Mehr Schweine geschlachtet

Düsseldorf (agrar.de). Von Januar bis März 2008 wurden in den nordrhein-westfälischen Schlachthöfen über 4,0 Millionen Tiere inländischer Herkunft geschlachtet, darunter nahezu 3,9 Millionen Schweine, 140.300 Rinder und 33.500 Kälber. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, war dabei die Zahl der geschlachteten Schweine um
1,6 Prozent und diejenige der Rinder um 5,5 Prozent höher als im ersten Quartal 2007. Dagegen ist die Zahl der geschlachteten Kälber um 8,9 Prozent zurückgegangen.

Im Jahr 2007 ist die Zahl der gewerblichen Schlachtungen von Schweinen inländischer Herkunft gegenüber dem Jahr 2006 um 7,6 Prozent auf über 15,3 Millionen Tiere angestiegen. Die Zahl der geschlachteten Rinder stieg im gleichen Zeitraum um 7,9 Prozent auf 535.900, während sich diejenige der Kälber um 9,2 Prozent auf 139.400 verringerte.

Bei den gewerblichen Schlachtungen von Tieren aus dem Ausland konnte gegenüber dem Jahr 2006 lediglich die Zahl der geschlachteten Schweine gesteigert werden: Im Jahr 2007 wurden in den nordrhein-westfälischen Schlachtbetrieben mit gut 2,5 Millionen Tieren 22,0 Prozent mehr Schweine ausländischer Herkunft geschlachtet als im Vorjahr. Die Zahl der Schlachtungen von Rindern und Kälbern aus dem Ausland nahm dagegen ab: 2007 wurden 4.000 Rinder (-45,1 Prozent) und 1.500 Kälber (-90,5 Prozent) geschlachtet.

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Österreich: Versorgungsbilanzen für den pflanzlichen Sektor

Themen: Lebensmittel,Österreich,Statistik — info @ 09:05

Heimische Landwirtschaft leistet wichtigen Beitrag zur Ernährung

Wien (agrar.de) – Im Rahmen der Versorgungsbilanzen wurden für das abgelaufene Wirtschaftsjahr (1. Juli 2006 bis 30. Juni 2007) sowohl das Aufkommen als auch die Verwendung von Getreide, Obst und Gemüse, Wein und anderer wichtiger pflanzlicher Erzeugnisse ermittelt.

Nach Berechnungen der Statistik Austria standen im Inland rund 4,7 Mio. t Getreide, 2,3 Mio. t Obst und Gemüse, 745.000 t Kartoffeln, 537.100 t Ölsaaten, 365.200 t Pflanzenöle, 436.700 t Zucker, 2,75 Mio. hl Wein sowie 8,98 Mio. hl Bier als Nahrungs- bzw. Futtermittel aber auch als Rohstoff für die technisch-chemische Industrie zur Verfügung. Stark nachgefragt waren Ölsaaten und pflanzliche Öle für die zunehmende Biodieselproduktion.

Ein Großteil des Bedarfs an Lebensmitteln konnte aus der heimischen Landwirtschaft gedeckt werden: Brotgetreide zu 108 Prozent, Futtergetreide zu 89 Prozent, Kartoffeln zu 96 Prozent, Wein zu 83 Prozent, Obst und Gemüse zu 63 Prozent und pflanzlichen Öle zu 31 Prozent.

Pro-Kopf-Verbrauch ausgewählter Lebensmittel Produkt Einheit 2006/07
Gemüse: 106,1 kg
Obst: 95,2 kg
Weizen- u. Roggenmehl: 72,6 kg
Kartoffeln: 60,2 kg
Zucker: 38,1 kg
Pflanzenöle: 13,1 kg
Wein: 32,3 Liter
Bier: 108,2 Liter

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05. Mai 2008

Thüringen: Schlachtungen leicht unter Vorjahreszeitraum

Themen: Fleisch,Statistik,Thüringen — info @ 17:05

Erfurt (agrar.de) – Von Januar bis März 2008 wurden in Thüringen 468.357 als tauglich beurteilte Tiere, darunter 18.245 Rinder, 509 Kälber, 446.926 Schweine und 2.262 Schafe geschlachtet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag die Zahl der Schlachtungen leicht unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes (- 0,2 Prozent bzw. – 1.138 Tiere).

Maßgebend für diese Entwicklung sind die um 2.821 Tiere bzw. um 0,6 Prozent geringeren Schweineschlachtungen. Dagegen wurden 1.016 Rinder (+ 5,9 Prozent), 72 Kälber (+ 16,5 Prozent) und 445 Schafe (+ 24,5 Prozent) mehr geschlachtet.

Aus den geschlachteten Tieren wurden im ersten Quartal 46.908 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge lag um 260 Tonnen bzw. 0,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresberichtszeitraums.

Auf die einzelnen Fleischarten entfielen
– 5.558 Tonnen Rindfleisch (Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum: + 267 Tonnen bzw. + 5,0 Prozent),
– 40 Tonnen Kalbfleisch (+ 10 Tonnen bzw. + 33,7 Prozent),
– 41.243 Tonnen Schweinefleisch (- 545 Tonnen bzw. – 1,3 Prozent),
– 50 Tonnen Schaffleisch (+ 10 Tonnen bzw. + 24,5 Prozent) und
– 17 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (- 2 Tonnen bzw. – 9,1 Prozent).

Im ersten Quartal 2008 war sowohl auf dem Rindfleischmarkt als auch auf den Schweinefleischmarkt, bei einer Preisentwicklung eine monatlich steigenden Tendenz zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Die Landwirte erzielten im Durchschnitt aller Handelsklassen für Rinder 2,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg SG), für Kälber 3,06 Euro/kg SG und für Schweine 1,36 Euro/kg SG. Damit lagen die Auszahlungspreise im ersten Quartal 2008 in allen drei Schlachtkategorien über dem Mittel der ersten drei Monate 2007 (Rinder 2,30 Euro/kg SG; Kälber 2,69 Euro/ SG, Schweine 1,25 Euro/kg SG).

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Rheinland-Pfalz: Milchwirtschaft auf die Eifel konzentriert

Themen: Milch,Rheinland-Pfalz,Rinder,Statistik — info @ 08:05

Bad Ems (agrar.de) – Die rheinland-pfälzischen Kühe geben immer mehr Milch. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems kamen im Jahr 2007 auf jede Milchkuh 6.555 Kilogramm Milch; das waren rund 1.000 Kilogramm mehr als vor zehn Jahren.

Zurückzuführen ist die Steigerung auf den züchterischen Fortschritt und bessere Fütterungs- und Haltungsbedingungen. Insgesamt erzeugten die Milchkühe rund 767.500 Tonnen Milch. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Milchproduktion um 0,6 Prozent. Die Zunahme der Milcherzeugung dürfte durch den im Jahr 2007 gestiegenen Milchpreis bedingt sein. Nach einer Auswertung der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle stieg der Milcherzeugerpreis bundesweit um 22 Prozent auf durchschnittlich 33,46 Cent je Kilogramm (ohne Mehrwertsteuer).

Der größte Teil der erzeugten Milch (98 Prozent) wird an die Molkereien geliefert. Die Hauptabnehmer sind dabei die beiden im Land ansässigen Molkereien. Die Milchproduktion selbst konzentriert sich in Rheinland-Pfalz auf die Eifel. Über ein Drittel der Milch wird im Eifelkreis Bitburg-Prüm erzeugt. Weitere wichtige Standorte sind die Landkreise Vulkaneifel (11 Prozent), Bernkastel-Wittlich (5,9 Prozent) und Trier-Saarburg (5,7 Prozent). Die vier genannten Kreise stehen damit für über die Hälfte der rheinland-pfälzischen Milcherzeugung.

Rheinland-Pfalz hat mit 2,7 Prozent einen eher geringen Anteil an der gesamten in Deutschland erzeugten Milchmenge (2007: 28,4 Millionen Tonnen). Die meiste Milch stammt aus Bayern (27 Prozent) und Niedersachsen (18 Prozent).

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02. Mai 2008

LAB: Keine Getreideverknappung durch Ethanol

Themen: Energie,International,Kraftstoffe,Verbände — info @ 09:05

Berlin (agrar.de) – Der Verband der deutschen Bioethanolwirtschaft LAB bedauert, dass in der aktuellen öffentlichen Diskussion über Ethanol wesentliche Fakten nicht hinreichend berücksichtigt werden.

LAB-Geschäftsführer Dietrich Klein erklärte dazu in Berlin: „Die Ethanolproduktion in den USA hat nicht zu einer Verknappung bei Mais geführt. Die amerikanischen Maisexporte sind im Wirtschaftsjahr 2007/08 nach Angaben des US-Landwirtschaftsministerium USDA um 10 Millionen Tonnen auf das Rekordniveau von 64 Millionen Tonnen gestiegen.“

Die um 64 auf 332 Millionen Tonnen gestiegene Maisernte habe den Verbrauch von 58 Millionen Tonnen Mais für die Ethanolerzeugung in den USA mehr als ausgeglichen. Zu berücksichtigen sei auch, dass bei der Ethanolproduktion als Kuppelprodukt das hochwertige Futtermittel DDGS anfalle. Der tatsächliche Getreideverbrauch für Ethanol sei deshalb ca. 30 Prozent niedriger, als in den offiziellen Statistiken ausgewiesen.

Klein wies darauf hin, dass auch die EU-Ethanolerzeugung keine Getreideverknappung bewirke. In der EU sei im Jahr 2007 lediglich 1,2 Prozent der Getreideernte von 254 Millionen Tonnen zu Ethanol verarbeitet worden. Als Ethanolrohstoff werde Getreide zudem in steigendem Maße durch Melasse und Zuckerrüben ersetzt. Diese hätten in Deutschland im ersten Quartal 2008 bereits einen Anteil von ca. 46 Prozent erreicht. Dieser Trend werde sich voraussichtlich fortsetzen.

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