29. Mai 2008

Landvolk: Milchbauern stehen mit dem Rücken zur Wand

Themen: Milch,Verbände — info @ 07:05

Hannover (agrar.de) – „Unsere Milcherzeuger erhalten zurzeit Preise wie vor 30 Jahren, die Betriebskos-ten dagegen sind allein in jüngster Zeit permanent angestiegen“, kommentiert Landvolkpräsident Werner Hilse die aktuellen Ankündigungen zu einem Milchlieferstreik.

Gleichwohl sieht er in diesem Mittel nur die allerletzte Konsequenz bei der Überzeugungsarbeit, für die Landwirte höhere Auszahlungspreise durchzusetzen. Ein Milchlieferstreik vernichte letzt-lich den Ertrag täglich harter Arbeit im Viehstall und auf dem Acker. „Für uns Landwirte ist es ethisch schwierig, unsere Produkte zu vernichten und erfordert eine enorme Überwindung“, sagte Hilse.

Das Landvolk Niedersachsen muss diese Entscheidung in das Ermessen eines jeden einzelnen Milchviehhalters stellen und weiß, dass dieses ein sehr schwerer Schritt ist. Hilse wertet das Ergebnis der im Frühjahr erzielten Listungsgespräche zwischen dem Lebensmitteleinzelhandel und den Molkereien als „niederschmetternd“. Da die Verträge nur mit einer Laufzeit von sechs Monaten versehen wurden, hofft er auf eine positive Trendwende nach oben, wie sie sich aktuell in Ansätzen bei Milchpulver und Butter abzeichnet. Die knapp 14.000 niedersächsischen Milcherzeuger und ihre Familien sind dringend auf ein besseres Preisniveau für Milch und Milchprodukte angewiesen.

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