22. Mai 2008

Land- und Ernährungswirtschaft befürchtet Engpässe bei Rohstoffen

Berlin (agrar.de) – Die Rohstoffversorgung und damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Futter­mittel- und Lebensmittelwirtschaft sind stark gefährdet. Grund hierfür ist die geltende Nulltoleranz für in der EU noch nicht genehmigte GVO. Schon geringste Spuren solcher GVO führen zu einem Importverbot ganzer Schiffsladungen. Die Einhaltung der Null­toleranz kann im internationalen Handel trotz des sehr sorgfältigen Umgangs mit Agrar­rohstoffen von den Importeuren aufgrund von technisch unvermeidbaren Restspuren zunehmend nicht mehr garantiert werden. Da ab Herbst in Nord- und Teilen Südamerikas neue Sorten angebaut werden, die in Europa noch nicht zugelassen sind, wird die Ver­sorgung mit Eiweißfutter­mitteln zunehmend schwieriger und kann schon derzeit nur mit sehr viel höheren Kosten als auf dem Weltmarkt sichergestellt werden.

Dies führt im internationalen Vergleich zu Wettbewerbsnachteilen für die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft. Um die Zusammenhänge und Konsequenzen aufzuzeigen, hat der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam mit dem Deutschen Raiffeisenverband, dem Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse, der Bundesvereinigung der Ernäh­rungs­industrie, dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde, dem Deutschen Verband Tiernahrung, dem Verband Deutscher Oelmühlen und dem Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels das Argumentationspapier „Rohstoffversorgung sichern – Wettbewerbs­fähigkeit der deutschen Futtermittel- und Lebensmittelwirtschaft erhalten“ erarbeitet.

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