08. Mai 2008

Regierung: Anbau von Genmais MON 810 stellt keine Gefahr für die Umwelt dar

Themen: Gentechnik,Mais,Pflanzen — info @ 11:05

Berlin (agrar.de) – Der Anbau von Genmais MON 810 stellt keine Gefahr für die Umwelt dar. Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/8963) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion.

Sie bezieht sich dabei auf die Zentrale Kommission für biologische Sicherheit, die im Juli 2007 zu diesem Ergebnis gekommen sei. Im Rahmen der beantragten Neuzulassung von MON 810 werde die Frage einer möglichen Gefährdung der Biodiversität weiter geprüft, heißt es. Die Genehmigung zum Inverkehrbringen von MON 810 sei bereits 1998 gemäß der damals geltenden EU-Richtlinie erteilt worden.

Diese Genehmigung habe EU-weit und zunächst zeitlich unbegrenzt gegolten. Die seit 17. Oktober 2002 anzuwendende neue EU-Richtlinie habe die Pflicht eingeführt, bei der Genehmigungsbeantragung einen Beobachtungsplan vorzulegen. Dies habe die Firma Monsanto getan. In Deutschland sei die Firma verpflichtet, schon ab 2008 entsprechende Beobachtungen durchzuführen.

Freisetzungen von gentechnisch veränderten Pflanzen werden genau geprüft

Freisetzungen von gentechnisch veränderten Pflanzen können nur dann genehmigt werden, wenn durch Prüfung festgestellt wurde, dass von der Freisetzung keine erheblichen Beeinträchtigungen für Natura-2000-Gebiete ausgehen können. Die erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/8933) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Die Entscheidung über eine Freisetzungsgenehmigung treffe das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im Benehmen mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) und nach Einholung einer Stellungnahme des Julius Kühn-Institut (JKI). Die Beteiligung von Naturschutzverbänden sei bei Projekten erst im Rahmen der FFH-Verträglichkeitsprüfung und bei der Ausnahmeprüfung vorgesehen. Die ökologischen Aspekte und die Wirkung von Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen auf die Biodiversität würden im Rahmen von Forschungsprojekten des Julius Kühn-Instituts untersucht. Die erforderlichen Mittel würden im Bundeshaushalt bereitgestellt.

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