04. April 2008

Mecklenburg-Vorpommern: 2007 nur noch 37 Prozent der Eier aus Käfighaltung

Schwerin (agrar.de) – Aus Hennenhaltung (1,6 Millionen Hennen) wurden in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2007 insgesamt 452 Millionen Eier erzeugt, 2 Prozent mehr als 2006. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes sind in diese Erfassung alle 46 Betriebe mit 3 000 und mehr Hennenhaltungsplätzen einbezogen. Fast ein Viertel dieser zusammen 1,79 Millionen Plätze dienen der ökologischen Erzeugung von Hühnereiern, weitere 27 Prozent befinden sich in der Freilandhaltung. Bundesweit werden gut 4 Prozent der Eier ökologisch erzeugt; Freilandhaltung hat einen Anteil von knapp 11 Prozent.

In der Hennenhaltung und Eiererzeugung vollzieht sich seit einigen Jahren ein Strukturwandel, der u. a. auf die Neufassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung im Jahr 2006 zurückzuführen ist. Damit ist in Deutschland spätestens ab 2009 die Haltung von Hennen in herkömmlichen Käfigen nicht mehr gestattet. Die Hennenhaltungsbetriebe unternahmen bereits Anpassungen an diese Vorschriften.

So hatte in Mecklenburg-Vorpommern vor zehn Jahren die Käfighaltung einen Anteil von 53 Prozent, 2007 waren es nur noch 37 Prozent. Der Anteil der Bodenhaltung ging im gleichen Zeitraum von 33 auf 12 Prozent zurück. Demgegenüber hatte die Freilandhaltung 1997 einen Anteil von lediglich 10 Prozent, 2007 zusammen mit der ökologischen Erzeugung bereits 51 Prozent.

Bei der Haltung von Legehennen dominieren hierzulande mittlere Betriebe: Fast 70 Prozent der Tiere wurden 2007 in Betrieben gehalten, die über eine Kapazität zwischen 10.000 und 100.000 Plätzen verfügen.

21 Betriebe erzeugen die Hühnereier ökologisch. Hier ist für 67 Prozent der Hennen die Größenklasse zwischen 10.000 und 30.000 Hennenhaltungsplätzen vorherrschend.

Am Ergebnis der Bundesrepublik bei der Erzeugung von Hühnereiern hat Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von 4,9 Prozent an der Anzahl der Legehennen und von 4,5 Prozent an den Hennenhaltungsplätzen. Zum Stichtag 1. Dezember 2007 belief sich die Auslastung der Stallkapazität auf 89,3 Prozent, bundesweit auf 81,8 Prozent.

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DRV-Ernteschätzung: Getreide auf 45,8 Mio. t, Raps auf 5,1 Mio. t veranschlagt

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat die Schätzung der Getreide- und Ölsaatenernte 2008 nach der März-Umfrage bei seinen Mitgliedsgenossenschaften leicht nach oben korrigiert. Den Kälteeinbruch in den Osterwochen mit einer kurzen Frostperiode haben sowohl die Getreide- als auch die Rapsbestände gut überstanden. Auch die früh gesäten Sommerkulturen wurden aufgrund der noch nicht eingesetzten Keimung kaum geschädigt.

Die im Herbst 2007 gesäten Feldbestände sehen trotz erheblicher Niederschläge in den vergangenen Wochen bei zeitgerechten Düngergaben erfreulich gut aus. Vor diesem Hintergrund hat der DRV gegenüber seiner Februarschätzung den durchschnittlichen Getreideertrag von 65,1 auf 66,6 dt/ha leicht heraufgesetzt. Im Vergleich zum niedrigen Vorjahreswert (61,8 dt) bedeutet dies eine Steigerung um 7,8 Prozent.

Die Getreidefläche wird vom DRV auf insgesamt 6,8 Mio. ha veranschlagt. Dies würde einer Anbauausdehnung um 5 Prozent bzw. 330.000 ha entsprechen. Von den zusätzlichen Flächen entfallen 170.000 ha auf den relativ ertragsstarken Weizen sowie weitere 70.000 ha auf Roggen. Die Getreideernte wird vor diesem Hintergrund vom DRV relativ konservativ auf nur 45,8 Mio. t veranschlagt, dies wären knapp 5 Mio. t oder 13 Prozent mehr als im enttäuschenden Erntejahr 2007. Bei günstigen Witterungsbedingungen – insbesondere in den nächsten zehn Wochen – sieht der DRV jedoch durchaus höhere Ernteergebnisse als realistisch an.

Auch bei der Vorschätzung der Ölsaatenernte hat der DRV gegenüber der Februarschätzung leichte Korrekturen vorgenommen und den Durchschnittsertrag für Winterraps von 35,8 dt/ha auf 36,6 dt/ha heraufgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr würde dies einem Mehrertrag von 6,3 Prozent entsprechen. Da die Anbaufläche im Herbst 2007 witterungsbedingt um rund 8 Prozent bzw. knapp 130.000 ha eingeschränkt wurde, schätzt der DRV die Winterrapsernte auf 5,15 Mio. t; das Ergebnis der Vorjahresernte würde damit um 135.000 t oder knapp 3 Prozent verfehlt.

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Mecklenburg-Vorpommern: 1,409 Millionen Tonnen Milch erzeugt

Schwerin (agrar.de) – Mit einer Steigerung von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,409 Millionen Tonnen erzeugten die Landwirtschaftsbetriebe die bisher größte Milchmenge in Mecklenburg-Vorpommern. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, stieg auch die Milchleistung je Kuh um 2,7 Prozent auf bisher nie erreichte 8.210 Kilogramm im Landesdurchschnitt. Grundlage dafür war ein Bestand von 171.600 Milchkühen.

Der in den Vorjahren zu verzeichnende kontinuierliche Rückgang des durchschnittlichen Milchkuhbestandes setzte sich 2007 erstmals nicht fort. Begünstigt durch Milchquotenbörsen und freundlichere Preise für die Erzeuger erhöhte sich die Milcherzeugung auf 1,409 Millionen Tonnen. Die durchschnittliche Jahresleistung aller Milchkühe erreichte mit 8.210 Kilogramm einen neuen Spitzenwert.

Von der Gesamtmilchmenge verkauften die Betriebe 1,384 Millionen Tonnen bzw. 98,3 Prozent an Molkereien und Händler. 23.600 Tonnen bzw. 1,7 Prozent wurden zumeist in der Kälberaufzucht verfüttert. Landesweit nur rund 770 Tonnen und somit weniger als 0,1 Prozent der gesamten Erzeugung vermarkteten die Milchkuhbetriebe im direkten Absatz als Frischmilch oder verarbeiteten sie selbst.

Fast 91 Prozent der erzeugten Milch kauften die Molkereien im Land selbst auf (1,262 Millionen Tonnen; Vorjahr: 1,197 Millionen Tonnen). An Molkereien oder Händler in anderen Bundesländern gingen 9 Prozent der Milch, der größte Anteil davon nach Rheinland-Pfalz und Berlin, aber auch nach Schleswig-Holstein, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Andererseits bezogen die Molkereien in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 742.100 Tonnen Milch von Landwirten aus anderen Bundesländern (Vorjahr: 680.600 Tonnen), vor allem aus Schleswig-Holstein, Brandenburg und Niedersachsen, ferner aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.

Mecklenburg-Vorpommern hat am Milchkuhbestand Deutschlands einen Anteil von 4,3 Prozent, an der Milcherzeugung von 4,9 Prozent (2006).

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03. April 2008

Niedersachsen: Nachfrage nach Milchquoten bleibt hoch

Preise an der Quotenbörse geben weiter nach – Überlieferung wahrscheinlich

Hannover (agrar.de) – Niedersachsens Milchviehhalter bereiten sich offensichtlich für die Zukunft vor. Dies lässt sich aus der ungebrochen hohen Nachfrage nach Milchquoten an der jüngsten Milchquotenbörse der Übertragungsstelle Hannover mit der Zuständigkeit für die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen schließen. Einem Angebot von 52 Mio. kg stand eine Nachfrage über eine Menge von fast 140 Mio. kg gegenüber, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Aus den norddeutschen Bundesländern wurden schließlich 50 Mio. kg Milchquote verkauft, 85 Mio. kg wurden von hiesigen Milcherzeugern gekauft. Damit haben sie knapp 36 Mio. kg Milchquote aus anderen Bundesländern zugekauft. Der Gleichgewichtspreis wurde mit 32 Cent/kg ermittelt und wird aus betriebswirtschaftlicher Sicht mit Blick auf die knappe „Restlaufzeit“ der Quoten noch immer als zu hoch bewertet. Allerdings ist er gegenüber den vorherigen Terminen stetig gesunken. Im November wurden noch 37 Cent/kg ermittelt, bei dem Termin im April 2006 waren es in Hannover noch 41 Cent/kg und im April 2006 sogar 61 Cent/kg. Von 2.402 Interessenten kamen 1.679 zum Zuge, von 763 Anbietern waren es 734. Bundesweit wurde ein Quotenpreis von 31 Cent/kg ermittelt.

Auf das jetzt abgelaufene Milchgarantiemengenjahr wird der Zukauf weiterer Quoten allerdings keinen Einfluss mehr haben. Bis Ende Februar hatte sich die anteilige Quotenausnutzung nach Berechnungen von Experten bereits auf 100,4 Prozent aufaddiert. Im Monat März dürfte sich diese Überlieferung eher noch erhöht haben, da die Milchanlieferung mit ihrer deutlichen Saisonstruktur im März eher noch angestiegen ist. Damit droht einer großen Zahl von Milcherzeugern erneut die Zahlung einer Superabgabe an die EU-Kasse.

Ende vergangenen Jahres gab es in Niedersachsen noch 13.694 Milchviehhalter, das waren 5,5 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Sie hatten 715.963 Milchkühe in ihren Ställen, das waren 11.000 Kühe mehr als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2006 hatten die Milchviehhalter ihre Bestände allerdings stark abgestockt, Ende 2005 standen noch knapp 721.000 Kühe in ihren Ställen.

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Niedersachsen: Strukturwandel hat sich verlangsamt

Der „Durchschnittsbauer“ bewirtschaftet 52,45 ha – Zwei von drei Höfen kleiner

Hannover (agrar.de) – Die Abwanderung aus der Landwirtschaft hat sich etwas verlangsamt. Von 2005 bis 2007 haben nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes jeden Tag in Niedersachsen 4,4 landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben. In den beiden Jahren zuvor waren es noch jeweils sechs am Tag gewesen.

Insgesamt ermittelte der Landesbetrieb für Statistik in der Agrarstrukturerhebung 2007 in Niedersachsen noch 49.917 Bauernhöfe, deren Zahl ist damit erstmals unter die Marke von 50.000 gerutscht. Bei der ersten Landwirtschaftszählung im Jahr 1949 dagegen wurden noch 292.000 landwirtschaftliche Betriebe und damit sechsmal so viele wie zurzeit ermittelt. Allerdings stieg die Durchschnittsgröße von 10,9 Hektar (ha) im Jahr 1949 auf aktuell 52,45 ha deutlich an.

Erheblich größer sind mit durchschnittlich gut 70 ha die Ackerbaubetriebe im ehemaligen Regierungsbezirk Braunschweig. Hier hat sich auch die Wachstumsschwelle, also die Größenordnung, ab der eine Zunahme der Betriebe registriert wird, auf 200 ha verschoben. Ansonsten gibt es ein betriebliches Wachstum bereits in der Größenklasse ab 100 ha, lediglich im ehemaligen Regierungsbezirk Oldenburg, wo die Landwirte über eine sehr starke Veredelung verfügen, liegt die Wachstumsschwelle weiterhin noch bei 75 ha. Allerdings sind hier akut zahlreiche Sauenhalter und Schweinemäster aufgrund der schwierigen Marktlage gefährdet. Die Durchschnittsgröße liegt im Westen Niedersachsens mit knapp 42 ha auch noch gut zehn ha unter dem Landesschnitt. Nach Einschätzung von Landvolkpräsident Werner Hilse ist nicht allein die Größe des Betriebes ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg, vielmehr muss jeder Betriebsleiter oder Hoferbe seinen ganz persönlichen Weg finden und sich im Laufe seines Berufslebens vielleicht auch einmal umorientieren. Der Abschied aus der Landwirtschaft falle häufig mit dem Generationswechsel zusammen und könne dann einigermaßen sozialverträglich gestaltet werden, erklärte Hilse weiter.

Landesweit verfügen weiterhin zwei von drei Höfen über weniger als 50 ha. 30.459 Höfe führt die Agrarstrukturerhebung vom Mai 2007 in dieser Größenklasse auf. In der Größen-ordnung von 50 bis 100 ha wurden 12.284 Höfe gezählt, in der Größenklasse mit mehr als 100 ha sind es 7.174. Vor zwei Jahren gab es hier erst 6.804 Höfe landesweit. In dieser Rubrik befinden sich auch die in jüngster Vergangenheit zunehmend gegründeten Betriebs-gemeinschaften oder Gesellschaften bürgerlichen Rechts. Mit diesen Zusammenschlüssen bereiten Landwirte häufig die Hofnachfolge vor. Zudem nutzen sie die gemeinsame Bewirtschaftung, um der „Arbeitsfalle“ auf den Höfen zu entgehen. Die landwirtschaftliche Nutzfläche beziffert die Agrarstrukturerhebung auf 2,62 Mio. ha, das war gegenüber der Vorläufererhebung im Jahr 2005 ein Rückgang um 16.036 ha oder knapp 22 ha am Tag.

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Auktionsergebnisse der Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik,Verbände,Wirtschaft — info @ 09:04

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 730 angebotenen Schweinen alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,52 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,52 Euro bis 1,53 Euro verkauft.

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02. April 2008

Erste Milchquotenbörse 2008: Die Milch wandert weiter nach Norden

Themen: Agrarstruktur,Handel,Milch,Statistik,Wirtschaft — info @ 11:04

Kiel (agrar.de) – Auch im Jahr 2008 setzt sich die Stärkung des Milchproduktionsstandorts Schleswig-Holstein weiter fort. „Der erste Börsentermin für Milchquoten 2008 hat erneut einen deutlichen Quotenpreisrückgang gebracht, zudem wandert die Milch weiterhin in den Norden“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher zu dem Ergebnis des jüngsten Börsentermins für Milchquoten, der gestern (1. April) stattfand.

Milchquote, das sind im Vorwege zu erwerbende Milchproduktionsrechte, wurde im Übertragungsgebiet West zu einem so genannten Gleichgewichtspreis von 32 Cent pro Kilogramm gehandelt. Der Preis liegt damit aus schleswig-holsteinischer Sicht wiederum um fünf Cent unter dem des letzten Termins vom 2. November 2007.

202 Millionen Kilogramm Milchquote im Angebot standen einer Nachfrage von 290 Millionen Kilogramm gegenüber. 177 Millionen Kilogramm wurden gehandelt, wovon 85 Millionen Kilogramm, das sind stolze 48 Prozent, in den Norden übertragen wurden, also nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Von den Börsenteilnehmern insgesamt waren 4.316 Anbieter und 6.843 Nachfrager. Der Markt wurde diesmal zu 88 Prozent geräumt. „Der Norden hat wiederum kräftig Milchquote nachgefragt und auch erhalten. Die Milcherzeuger rüsten sich für die Zeit nach der Quote und setzen weiter offensiv auf den Markt. Damit setzt sich der Trend, den wir mit der Änderung der Quotenhandelsgebiete gesetzt haben, offenbar auch im neuen Jahr weiter fort“, betonte von Boetticher.

Im Unterschied zum vorhergehenden Börsentermin vom November 2007 kamen weitere 36 Millionen Kilogramm Milchquote in den Norden, davon alleine 18 Millionen Kilogramm nach Schleswig-Holstein. Diese Menge an Produktionspotential ging dem Süden verloren, der dafür Verkaufserlöse von rund 11,5 Millionen Euro erhielt.

„Die Quotenregelung ist nicht mehr zeitgemäß“, bewertet Landwirtschaftsminister von Boetticher das seit 1984 bestehende Milchkontingentierungssystem, das zu Zeiten von Milchseen und Butterbergen einmal eingeführt wurde. Er erneuerte seine Forderung nach einer Gesamtkonzeption auf Ebene der EU zum Auslaufen der Milchquotenregelung mit entsprechenden Begleitmaßnahmen, die die notwendigen Anpassungsprozesse auf betrieblicher Ebene flankieren und auch weiterhin in weniger wettbewerbsfähigen Regionen Perspektiven für die Landwirtschaft erhalten.

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01. April 2008

Milchquotenbörse: Aktuelle Ergebnisse

Die Milchquotenbörse ging heute (01.04.2008) in eine neue Runde. Hier die Gleichgewichtspreise der Übertragungsbereiche und Börsen:

Ergebnisse der
Übertragungsbereiche und Übertragungsstellen

Euro Gehandelte
Menge
Menge in kg Anbieter Nachfrager
angeboten nachgefragt gesamt erfolgreich gesamt erfolgreich
Deutschland 0,31 196.907.997 223.771.910 324.586.173 4.394 3.893 6.961 5.270
Ost 0,25 19.333.272 21.356.985 33.700.214 78 72 118 95
West 0,32 177.574.725 202.414.925 290.885.959 4.316 3.821 6.843 5.175

Übertragungsstelle

Baden-Württemberg
28.895.563 13.639.922 704 642 426 350
Bayern 80.239.542 70.944.703 2.034 1.705 2.869 2.497
Niedersachsen  *1 52.045.277 138.070.212 763 734 2.402 1.679
Nordrhein-Westfalen 18.837.309 52.139.062 341 320 806 442
Hessen 11.597.741 6.656.553 288 258 144 90
Rheinland-Pfalz *2 10.799.493 9.435.507 186 162 196 117
*1)  zuständig für Niedersachsen,
Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg
*2)  zuständig für Rheinland-Pfalz und Saarland

Quelle: Deutscher Bauernverband (DBV).

Der Verband bietet auf seinen Internetseiten ebenfalls die ‚Spielregeln‚ der Quotenbörsen Ergebnisse vergangener Börsentermine an.

Weitere Zahlen zum Übertragungsgebiet West bietet das Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft.

Landwirte, die bei der nächsten Handelsrunde am 1. Juli 2008 dabei sein wollen, müssen bis zum 1. Juni 2008 Angebote- und Nachfragegebote bei den dafür zuständigen Übertragungsstellen eingereicht haben.

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Mecklenburg-Vorpommern: Zwei Drittel der Familienbetriebe betreiben Landwirtschaft im Nebenerwerb

Schwerin (agrar.de) – Bäuerliche Familienbetriebe behaupten in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern einen stabilen Platz. Wie das Statistische Amt mitteilt, werden von diesen 3.849 landwirtschaftlichen Einzelunternehmen 30 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche bewirtschaftet. Ihre Anzahl stieg gegenüber 2005 um 7 Prozent. Von ihnen sind 1.362 Haupterwerbsbetriebe, 4 Prozent mehr als 2005. Die Anzahl der Nebenerwerbsbetriebe erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 9 Prozent auf 2.487.

Die Haupterwerbsbetriebe bewirtschafteten 2007 insgesamt 329.400 Hektar beziehungsweise 24 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Gegenüber 2005 nahm ihre Anzahl um 4 Prozent, ihre Gesamtfläche um 6 Prozent zu. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei 242 Hektar (zum Vergleich Deutschland: 57 Hektar).

Den Landwirten im Nebenerwerb standen 71.800 Hektar zur Verfügung, im Durchschnitt pro Betrieb 29 Hektar (Deutschland: 14 Hektar).

Ein Landwirtschaftsbetrieb wird dann im Nebenerwerb geführt, wenn er weniger als die Hälfte des Familieneinkommens abwirft. So ist es durchaus möglich, dass selbst flächenmäßig große Einzelunternehmen Nebenerwerbsbetriebe sind, wenn die Haupttätigkeit, beispielsweise von Selbstständigen in einem anderen Beruf, zu einem sehr hohen Einkommen beiträgt. So verfügen allein 9 Nebenerwerbslandwirte in Mecklenburg-Vorpommern über eine Flächenausstattung von jeweils mehr als 500 Hektar, weitere 35 bewirtschaften zwischen 200 und 500 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Knapp 50 Prozent aller Nebenerwerbsbetriebe haben jedoch eine Größe von jeweils weniger als 10 Hektar.

Die meisten Nebenerwerbslandwirte (405) gibt es im Landkreis Ludwigslust, die wenigsten auf der Insel Rügen (90) und im Landkreis Uecker-Randow (114). Die größten Nebenerwerbsbetriebe sind im Landkreis Bad Doberan zu finden.

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Mecklenburg-Vorpommern: Zunehmender Anbau von Futterpflanzen als nachwachsende Rohstoffe für energetische Zwecke

Schwerin (agrar.de) – Im Erntejahr 2007 diente ein Fünftel der Silomaiserntemenge der Erzeugung von Biogas. Nach Angaben des Statistischen Amtes wird Feldfutter seit einigen Jahren nicht mehr nur für die Versorgung der Viehbestände angebaut, sondern als nachwachsender Rohstoff zunehmend auch zur Energiegewinnung. An der für die Energiegewinnung genutzten Fläche von insgesamt 27.500 Hektar im Jahr 2007 hatte Silomais mit fast 80 Prozent den größten Anteil.

Seit einigen Jahren werden Feldfutterpflanzen auch für die Speisung von Biogasanlagen und somit für energetische Zwecke angebaut. Zumeist erfolgt das über die Zwischenstufe einer qualitativ hochwertigen Silage. Dabei handelt es sich weit überwiegend um Silomais, der sich technologisch dafür am besten eignet.

Erstmals für das Erntejahr 2007 liegen Daten aus der amtlichen Agrarstatistik dazu vor. Demnach belief sich der Anbau allein von Silomais für die Biogaserzeugung auf 21.700 Hektar, d. h. die Erntemenge von mehr als einem Fünftel der Silomaisfläche des Landes (102.600 Hektar) war nicht als Futter, sondern als nachwachsender Rohstoff zur Energiegewinnung vorgesehen.

Silomais wurde somit zu einem wichtigen Energieträger. Von der Gesamterntemenge im Jahr 2007 in Höhe von 4,33 Millionen Tonnen wurden 0,91 Millionen Tonnen bzw. 21 Prozent den Biogasanlagen zugeführt. Der neue Verwendungszweck von Silomais als wichtiger „Energiepflanze“ spiegelt sich in der Entwicklung der Anbauflächen wider, die sich bei weitgehend stabilen Viehbeständen deutlich ausdehnen.

Neben Silomais wurde in geringem Umfang auch Getreide, sowohl als Ganzpflanze geerntet und siliert, aber auch als gedroschene Körner, den Biogasanlagen zugefügt. Der Anteil des so genutzten Getreides an der Gesamterntemenge liegt bei weit unter einem Prozent. Gleichfalls in sehr geringer Menge dienten andere Feldfutterpflanzen, außer Silomais, der Biogaserzeugung.

Anbau von Silomais
Jahr: Fläche (ha); für energetische Zwecke (ha)
2000; 64.479
2001: 63.260
2002: 62.958
2003: 66.497
2004: 73.411
2005: 78.666
2006: 87.767
2007: 102.638; 21.669

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