24. April 2008

Fast 58 Prozent der hessischen Wälder sind Mischwälder

Themen: Hessen,Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 10:04

Wiesbaden (agrar.de) – Nach der jährlichen Nachweisung der Siedlungs- und Verkehrsfläche zum Stichtag 31.12.2006 waren von der 2,11 Millionen Hektar großen Landesfläche 846.500 Hektar oder 40 Prozent Waldfläche.

Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren von der hessischen Waldfläche fast 58 Prozent Mischwälder (489.600 Hektar), knapp 24 Prozent Laubwälder (201.600 Hektar) und gut 17 Prozent Nadelwälder (147.100 Hektar). Die restlichen 8.200 Hektar waren Gehölze und forstwirtschaftliche Betriebsflächen.

Die hessische Waldfläche nimmt seit Jahren zu, und zwar seit 1981 um rund 13.000 Hektar. Hessen ist mit 40 Prozent Waldfläche das zweit waldreichste Bundesland nach Rheinland-Pfalz mit gut 41 Prozent der Landesfläche. Mit knapp 2,5 Millionen Hektar Wald – und damit mehr als die gesamte hessische Landesfläche – besitzt Bayern die größte Waldfläche.

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Seehofer: Feldzerstörungen sind inakzeptabel und strafbar

Themen: Gentechnik,Pflanzen,Umwelt — info @ 10:04

Berlin (agrar.de) – Zu den wiederholten Zerstörungen von Feldern gentechnisch veränderter Pflanzen erklärt der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Horst Seehofer: Solche Zerstörungen fremden Eigentums sind nicht akzeptabel und als Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch strafbar.

Gerade die Kritiker der Grünen Gentechnik bemängeln, die Sicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen und Lebensmitteln sei nicht ausreichend erforscht. Die Bundesregierung will die Forschung und insbesondere auch die Sicherheitsforschung im Bereich der Pflanzenbiotechnologie in Deutschland voranbringen. Dazu sind Anbauversuche unentbehrlich. so Bundesminister Seehofer weiter.

Die Sicherheit der Umwelt und der Gesundheit von Mensch und Tier habe oberste Priorität. Die Bedingungen für die Genehmigung von Forschungsprojekten bzw. Freisetzungsversuchen sind deshalb auf europäischer und nationaler Ebene genau formuliert. Danach müssen vor jeder Freisetzung und jedem Inverkehrbringen die Auswirkungen auf Mensch und Umwelt sorgfältig untersucht werden. Allein vom Ergebnis dieser Prüfungen darf es abhängen, ob ein Freisetzungsvorhaben genehmigt wird oder nicht. Dabei ist sichergestellt, dass eine Vielzahl hoch qualifizierter Wissenschaftler mit durchaus unterschiedlichen Sichtweisen auf die Gentechnologie in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. So sind neben dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auch das Bundesamt für Naturschutz, das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Robert Koch-Institut, das Julius-Kühn Institut und in bestimmten Fällen auch das Paul-Ehrlich-Institut und das Friedrich-Loeffler-Institut beteiligt. Weiterhin gibt auch die „Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit“ eine Stellungnahme zu möglichen Risiken für den Menschen, Tiere und die Umwelt ab.

Falls die Prüfung ergibt, dass vom Antragsteller alle notwendigen Anforderungen und Auflagen erfüllt werden, gibt es weder einen sachlichen Grund noch besteht rechtlich eine Möglichkeit, die Genehmigung zu versagen. Würde eine Freisetzung verboten, obwohl die wissenschaftliche Prüfung keine Grundlage dafür bietet, widerspräche dies sowohl deutschem als auch europäischem Recht.

„Die vorsätzliche Zerstörung der in diesem aufwendigen Verfahren geprüften und zugelassenen Forschungsprojekte stellt eine Straftat dar. Keinesfalls kann es hier ein Widerstandsrecht nach Art. 20 des Grundgesetzes geben, auf das sich mancher Straftäter zur Beruhigung seines Gewissens beruft.“ sagte Bundesminister Seehofer.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Fleisch,Handel,Schweine,Wirtschaft — info @ 08:04

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 460 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,52 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,51 Euro bis 1,52 Euro verkauft.

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23. April 2008

Regierung: Keine verlässlichen Daten zum Rückgang der biologischen Vielfalt

Themen: Pflanzen,Tiere,Umwelt — info @ 14:04

Berlin (agrar.de) – Für den Rückgang der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft seit 1992 in Deutschland und in Europa liegen weder für landwirtschaftliche Nutzpflanzen noch für Nutztiere verlässliche Daten vor. Dies erklärt die Bundesregierung in ihren Antworten (16/8746, 16/8787) auf zwei Kleine Anfragen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (16/8623, 16/8624). Veränderungen in der Agrobiodiversität würden sich in der Regel schleichend vollziehen, heißt es weiter. Es sei allerdings davon auszugehen, dass auf der Artenebene weder bei den Nutzpflanzen noch bei den Nutztieren Arten ausgestorben seien.

Jedoch seien Bestandsrückgänge bei 24 von den heute 36 registrierten einheimischen Rassen in den Berichtsjahren 1997 bis 2006 zu verzeichnen. Die wesentlichen Ursachen für den Rückgang biologischer Vielfalt seien die Zerstörung von Lebensräumen und Änderungen in Art und Intensität der landwirtschaftlichen. Die negative Entwicklung werde zum Teil noch durch die gezielte Einführung sowie die durch den zunehmenden internationalen Reiseverkehr überhöhte Einschleppung von Arten aus anderen Regionen und Erdteilen verschärft. Dadurch könne es langfristig durch Ausbreitung gebietsfremder Arten in der neuen Lebenswelt zur Gefährdung heimischer Arten und natürlicher und naturnaher, aber auch genutzter Ökosysteme kommen. Des Weiteren seien auch Bevölkerungswachstum, das veränderte Ernährungs- und Nachfrageverhalten der Verbraucher und der wirtschaftliche Strukturwandel in der Erzeugung und im Handel von großer Bedeutung für den Rückgang der Agrobiodiversität.

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Sachsen-Anhalt: Milcherzeugung 2007 wieder leicht unter Vorjahresniveau

Halle (agrar.de) – In Sachsen-Anhalt lag die Milcherzeugung des Jahres 2007 mit 1,03 Mill. Tonnen um 1,2 Prozent unter der des Vorjahres, teilt das Statistische Landesamt mit. Mit einer jährlich durchschnittlichen Milchleistung von 7 945 Kilogramm je Kuh wurde wie in den vergangenen 12 Jahren zwar das Ergebnis des jeweiligen Vorjahres übertroffen, aber wie bereits 2006 eine nur geringe Leistungssteigerung (+ 9 kg gegenüber 2006) erreicht.

Die Milchquote wie auch betriebswirtschaftliche Komponenten (u. a. hohe Kraftfutterkosten) bewirkten eine geringere Milcherzeugung als im Vorjahr. So wurden von 130.100 Milchkühen im Jahr 2007 rd. 1,03 Mill. Tonnen Milch erzeugt. Bei einer Verringerung des mittleren Kuhbestandes um 1.700 Tiere bzw. 1,3 Prozent waren das 12.700 Tonnen bzw. 1,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Bereits 2006 war ein Rückgang der Milchproduktion gegenüber dem Vorjahr um 36.800 Tonnen bzw. 3,4 Prozent zu verzeichnen.

Die 2007 ermolkene Milchmenge verkauften die Landwirtschaftsbetriebe zu 98,3 Prozent an Molkereien. Die restlichen 18.000 Tonnen wurden hauptsächlich zur Kälberaufzucht im Betrieb verfüttert. Zur Direktvermarktung abgesetzt bzw. in den Milchkuhbetrieben selbst verarbeitet wurden landesweit nur knapp 300 Tonnen.

Drei Viertel der im Land erzeugten Milch verarbeiteten Molkereien in Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus kauften Molkereien in 5 weiteren Bundesländern, darunter als Hauptabnehmer Molkereien in Niedersachsen, die Rohmilch auf.

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Naturland: Dringende Reform der Agrarpolitik notwendig

Themen: Biolandbau,Gentechnik,International,Verbände — info @ 11:04

Verband: Öko-Landbau sichert Anbauflächen für Lebensmittel

Gräfelfing (agrar.de) – Steigende Lebensmittelpreise weltweit führen seit Wochen zu dramatischen Situationen in den Ländern des Südens. Laut den Vereinten Nationen (UN) kommen zu den 850 Millionen hungernden Menschen jedes Jahr vier Millionen hinzu. Die Ursachen sind vielfältig und gehen über die Wahl der landwirtschaftlichen Anbaumethode hinaus. Unsinnige Exportsubventionen, Handelsbarrieren, ungerechte Landverteilung, Spekulationen auf den internationalen Agrarmärkten, Menschenrechtsverletzungen und Bürgerkriege sind einige Faktoren, die Hunger verursachen können. Doch auch Bodenverarmung, Erosion und Versalzung durch Missmanagement führen zur Aufgabe von Anbauflächen für Lebensmittel. Hier schützt der Öko-Landbau weltweit durch die Verbindung von modernen ökologischen Erkenntnissen mit traditionellem Wissen vor Ort. „Durch den nachweislich nachhaltigen Umgang mit der Umwelt sichert der Öko-Landbau langfristig die dringend benötigten Flächen für den Anbau von Lebensmitteln!“, erklärte Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland in München. „Darum fordern wir eine Umkehr von der bisherigen Agrarpolitik hin zu einer nachhaltigen zukunftsfähigen Lösung vor allem für die Kleinbauern. Der Vorschlag vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion Volker Kauder in dieser Woche, die Nahrungsmittelkrise mit der Agro-Gentechnik zu lösen, ist daher rigoros abzulehnen“, plädierte Hans Hohenester.

Ertragssteigerung durch Öko-Landbau möglich

Die Hauptlast der verfehlten Agrarpolitik in den letzten Jahrzehnten tragen die Kleinbauern. Über 80 Prozent der hungernden Menschen leben in ländlichen Regionen. Hier ist das Protestpotential allerdings geringer, Fernsehkameras fehlen. „Die letzte Woche im Bericht des Weltagrarrates dringend angemahnte Reform der Landwirtschaft muss sofort angegangen werden. Uns muss wieder bewusst werden, dass Landwirte das Rückgrat einer jeden Gesellschaft sind. Ohne Natur keine Kultur, ohne Landwirtschaft keine Lebensmittel! “, kommentiert Hans Hohenester den Bericht. Dort hatten sich über 400 Wissenschaftler und Entwicklungsexperten darauf geeinigt, dass ökologische und soziale Aspekte derzeit zu kurz kämen und das traditionelle Wissen der Bauern wieder ernst genommen werden muss. „Die landwirtschaftliche Beratung muss auf der Erfahrung der Bäuerinnen und Bauern aufbauen. Standortgerechte Kenntnisse müssen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der ökologischen Forschung verschmelzen“, ergänzt Friedrun Sachs, von der Internationalen Abteilung bei Naturland. Öko-Landbau kann je nach Ausgangslage auch zu Ertragssteigerungen führen. Schon im Jahre 2002 zeigte eine Studie der Universität Cardiff, dass durch die Umstellung auf Öko-Landbau weltweit die Erträge zum Beispiel von Mais, Kartoffeln oder Kaffee langfristig gesichert und gesteigert werden können.
Gründe hierfür sind der Aufbau der Humusschicht im Boden, Gründdüngung, Mischkulturanbau sowie die bessere Wasseraufnahme und -speicherfähigheit der ökologisch bewirtschafteten Böden. Eine Umstellung kann ihre Einkommenssituation verbessern und zu mehr Eigenständigkeit der ländlichen Bevölkerung führen. Mittlerweile arbeiten über 49.000 Bauern, zumeist Kleinbauern in Kooperativen, weltweit nach den Naturland Richtlinien. Insgesamt werden nach Angaben der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) derzeit 31 Millionen Hektar ökologisch bewirtschaftet.

Agro-Gentechnik als Sackgasse

Die moderne Landwirtschaft braucht keine Agro-Gentechnik. Die Ablehnung der unverantwortlichen, in keiner Weise nachhaltigen, Technik ist in den Öko- Landbaugesetzen sowie in den Richtlinien der Öko-Verbände festgeschrieben.
Manipuliertes Saatgut, das gegen Totalherbizide resistent ist, und der Bauer jedes Jahr neu kaufen muss, führt zu neuen Abhängigkeiten und zum Verschwinden von traditionellem Wissen. Arten- und Sortenvielfalt ist einer der Grundpfeiler der standortgerechten, ökologischen Landwirtschaft. Zudem zeigt eine aktuelle Studie der Universität von Kansas, dass der Anbau von Gentech-Soja gegenüber konventionellem Soja-Saatgut zehn Prozent weniger Ertrag liefert. Es ist erfreulich, dass der Bericht des Weltagrarrates die Agro-Gentechnik trotz der angespannten Situation auf den Agrarmärkten deswegen nicht als Chance sieht. Es ist höchste Zeit, dass die Regierungen der Länder die weitere Ausbreitung der Agro-Gentechnik verhindern.
Naturland fordert auch Horst Seehofer auf, den Anbau von gentechnisch veränderten Mais MON810 in Deutschland zu stoppen.

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Bayern will Imkernachwuchs gezielt fördern

Themen: Bayern,Bienen,Förderung,Statistik,Tierbestände — info @ 10:04

München (agrar.de) – Bayern wird den Imkernachwuchs künftig noch stärker fördern. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, wird jetzt die Nachwuchsarbeit in den Vereinen und Schulen gezielt finanziell unterstützt.

Vereine bekommen künftig für die Betreuung von „Probeimkern“ eine Pauschale von bis zu 100 Euro pro Jahr, für Schulen mit Imker-Arbeitsgruppen gibt es eine Pauschale von jährlich 300 Euro pro Gruppe. Insgesamt stellt der Minister rund 80.000 Euro zur Verfügung.

„Wir wollen damit das Engagement der Imker in den Vereinen und der Lehrkräfte an den Schulen belohnen, wieder mehr junge Menschen für die Imkerei zu begeistern und damit die wichtigen ökologischen Leistungen der Bienenhaltung langfristig zu sichern“, so Miller.

Derzeit beträgt das Durchschnittsalter der rund 28.000 bayerischen Imker 60 Jahre. Die derzeit 300.000 Bienenvölker entsprechen einem Drittel aller Bienenvölker Deutschlands und sind laut Miller für den Erhalt der vielfältigen Kultur- und Wildpflanzen in Bayern unverzichtbar.

Unabhängig davon läuft noch bis 16. Mai die Anmeldefrist für den Wettbewerb „Beispielhafte Imkernachwuchsarbeit“, den das Ministerium heuer zum zweiten Mal ausgeschrieben hat. Bewerben können sich Gruppen, Schulen und Verbände oder Vereine mit besonderen Projekten in der Imker-Jugendarbeit. Die Vorschläge werden von einer Jury bewertet, die sich aus Experten des Ministeriums, des Fachzentrums Bienen der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim sowie der Fachpresse und den Imkerlandesverbänden zusammensetzt.

Informationen und Antragsformulare zur neuen Nachwuchsförderung gibt es im Internet auf der Homepage des Ministeriums (Förderwegweiser) oder bei den bayerischen Imkerlandesverbänden.

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Spargelsaison in NRW hat begonnen

Themen: Gemüse,Nordrhein-Westfalen,Statistik — info @ 10:04

Bonn (agrar.de) – In Nordrhein-Westfalen hat die Ernte von Spargel im Freiland begonnen. Der Saisonstart liegt im langjährigen Durchschnitt, aber rund zwei Wochen später als im Vorjahr. Mit größeren Erntemengen, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, wird erst Anfang Mai gerechnet, sofern das Wetter mitspielt und die Temperaturen weiter steigen.

Die Spargelanbauer sind bemüht, den Erntebeginn weiter nach vorne zu schieben, aber bei nicht ausreichender Sonnenscheindauer ist dieses auch mit dem Einsatz von Folien nur begrenzt möglich. Die Haupternte findet im Mai und Juni statt. Am Johannistag, dem 24. Juni, ist Spargelsilvester. Nur bis zu diesem Datum wird der Spargel traditionell geerntet, damit die Pflanzen noch ausreichend Zeit zur Verfügung haben, sich wieder zu erholen.

In NRW bauen 485 landwirtschaftliche Betriebe auf etwa 4.000 Hektar Spargel an. Das entspricht etwa einem Fünftel der deutschen Spargel-Gesamtanbaufläche von 22.000 Hektar. Damit liegt NRW nach Niedersachsen auf Platz zwei in Deutschland.

Zu den Hauptanbauregionen zählen am Niederrhein Walbeck, Straelen und Brüggen und in Westfalen der Raum Füchtorf im Kreis Warendorf, der Kreis Minden-Lübbecke, Delbrück im Kreis Paderborn und der Raum Gütersloh sowie der Kreis Recklinghausen mit Bottrop/Kirchhellen.

Der Spargelmarkt in Deutschland hat sich im vergangenen Jahrzehnt außerordentlich dynamisch entwickelt. Jeder Bundesbürger verzehrt im Durchschnitt etwa 1,25 Kilogramm frischen Spargel pro Saison. Aber nicht nur im Verbrauch sind die Deutschen spitze, sondern auch bei den Anbaumengen. Mit 94.000 Tonnen haben die deutschen Anbauer 2007 eine Rekordernte erzielt und in Europa die Führung im Anbau übernommen.

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Österreich: Mehr Fläche und größere Betriebseinheiten im Erwerbsobstbau

Wien (agrar.de) – Bei der von der Statistik Austria mit Stichtag 1. Juni 2007 durchgeführten umfassenden Erhebung der österreichischen Erwerbsobstanlagen wurden nur noch rund 4.200 Erwerbsobstbaubetriebe gezählt; die kultivierte Fläche sowie die Anzahl der Obstbäume erhöhten sich jedoch merklich.

Der Rückgang der Betriebsanzahl war bereits bei der letzten vergleichbaren Erhebung im Jahr 2002 deutlich feststellbar gewesen: Gegenüber 1997 hatte es im Jahr 2002 um 10 Prozent weniger Betriebe gegeben. Diese Entwicklung setzte sich auch in den letzten 5 Jahren fast linear fort, womit 2007 um 8 Prozent weniger Betriebe als 2002 gezählt wurden.

Mit 24,7 Mio. Obstbäumen standen rund 3 Mio. Bäume mehr zur Verfügung als 2002 (+14 Prozent). Von dieser Zunahme waren besonders Apfelanlagen betroffen, aber auch bei Marillen und Kirschen waren deutlich höhere Baumzahlen zu verzeichnen. Das wirkte sich auch auf die Pflanzdichte aus, die sich bei Kernobstanlagen durchschnittlich um 236 Bäume (+9 Prozent) und bei Steinobstanlagen um 125 Bäume (+18 Prozent) pro Hektar erhöhte.

Die aus Baumzahl und Pflanzweite berechnete Gesamtobstfläche ergab zum Stichtag ein Ausmaß von 12.400 ha, was einer Zunahme von 7 Prozent (790 ha) gegenüber der letzten Erhebung entsprach. 7.700 ha oder 62 Prozent waren mit Kernobstkulturen bepflanzt, womit sich diese Fläche gegenüber 2002 zwar vergrößerte, der prozentuelle Anteil aber um 2 Punkte zurückging. Der relative Anteil von Beerenobst erhöhte sich mit 1.900 ha auf 15 Prozent, während der von Steinobstanlagen mit 1.400 ha oder 12 Prozent weitgehend konstant blieb. Auf 1.200 ha (10%) wurde Holunder kultiviert, Walnüsse und Edelkastanien nahmen eine Fläche von 143 ha (1 Prozent) ein.

Die stärkste Flächenzunahme war mit fast 280 ha bei Äpfeln zu verzeichnen, die mit insgesamt 7.200 ha (+4 Prozent zu 2002) nach wie vor die wichtigste in Österreich kultivierte Obstart (58 Prozent der Gesamtobstfläche) repräsentierten. Eine deutliche Flächenzunahme ergab sich auch bei Beerenobst (ausgenommen Holunder), wo sich die Fläche um 200 ha auf 1.900 ha vergrößerte (+12 Prozent). Auch Holunder wurde wieder verstärkt kultiviert, wodurch gegenüber 2002 nun 140 ha (13 Prozent) mehr – insgesamt 1.200 ha – zur Verfügung standen. Eine beachtliche Flächenausweitung aufgrund von Neuauspflanzungen war in den letzten 5 Jahren auch bei Marillen (+26 Prozent auf 590 ha), Birnen (+8 Prozent auf 510 ha), Kirschen (+41 Prozent auf 240 ha) und Walnüssen (+69 Prozent auf 125 ha) zu verzeichnen. Die Flächen von Zwetschken (-12 Prozent auf 350 ha), Pfirsichen (24 Prozent auf 210 ha) und Weichseln (-28 Prozent auf 37 ha) hingegen erwiesen sich als rückläufig, wobei aber nur bei den letztgenannten beiden Obstarten gleichzeitig auch die Baumzahlen abnahmen.

442 Betriebe (10 Prozent) waren anerkannte Bio-Betriebe mit einer Fläche von 1.100 ha; die meisten davon befanden sich in Niederösterreich (171) und der Steiermark (138). Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der biologisch bewirtschafteten Gesamtfläche wurde von Kernobst eingenommen, 18 Prozent von Beerenobst, 14 Prozent von Holunder, 9 Prozent von Steinobst und 8 Prozent von Walnüssen und Edelkastanien.

Als häufigster Vermarktungsweg wurde – auf die Anbaufläche bezogen – der Absatz über eine Erzeugerorganisation genannt (49 Prozent), gefolgt von Handel und Direktvermarktung (je 22 Prozent); 7 Prozent der Flächen wurden für Verarbeitungszwecke kultiviert.

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Rentenbank erhöht Zinsen für Sonderkredite

Themen: Banken,Förderung,Wirtschaft — info @ 09:04

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer hauseigenen Sonderkreditprogramme „Landwirtschaft“, „Junglandwirte“, „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ sowie „Ländliche Entwicklung“ mit sofortiger Wirkung nominal um bis zu 0,25 Prozentpunkte erhöht. Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte und im Sonderkreditprogramm „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 5,01 Prozent, bei 5 jähriger Zinsbindung 4,96 Prozent.

Die Sonderkredite der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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