09. April 2008

Zeitschrift: Erschreckende Missstände beim Bio-Label der Schweiz

Themen: Biolandbau,Schweiz,Verbände — info @ 14:04

Zürich (agrar.de) – In der Schweiz gibt mehrt sich die Kritik an Biohöfen und deren Überprüfung durch den Zertifizierer Bio-Inspecta. In einem Artikel schreibt der Schweizerische Beobachter: ‚Bei der Kontrolle von Höfen wird geschlampt, Tierquälereien werden geduldet und Bauern vor Sanktionen geschützt.‘

Der Beobachter kritisiert zum Beispiel, dass Betriebe den Weidegang für Rinder (im Rahmen der Förderung für besonders tierfreundliche Stallhaltung) nicht einhalten, Nährstoffbilanzen fälschen oder Lämmer entgegen dem Tierschutzgesetz ohne Betäubung kastrieren.

Eine zentrale Rolle spiele die Firma Bio-Inspecta in Frick AG, die als grösster Zertifizierer die Bauern im Auftrag des Verbandes Bio-Suisse prüft. Vieles deute darauf hin, dass Bio-Inspecta immer wieder Bauern gezielt vor Sanktionen schütze. Zitiert wird ein Zertifizierer und Kontrolleur, der seinen ehemaligen Arbeitgeber scharf kritisiert. Er sagt: ‚Es herrscht klar die Tendenz, die Bauern zu schonen, um sie nicht als Kunden zu verlieren.‘

Beobachter: Bei der Knospe ist was faul.




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