01. April 2008

Mecklenburg-Vorpommern: Zunehmender Anbau von Futterpflanzen als nachwachsende Rohstoffe für energetische Zwecke

Schwerin (agrar.de) – Im Erntejahr 2007 diente ein Fünftel der Silomaiserntemenge der Erzeugung von Biogas. Nach Angaben des Statistischen Amtes wird Feldfutter seit einigen Jahren nicht mehr nur für die Versorgung der Viehbestände angebaut, sondern als nachwachsender Rohstoff zunehmend auch zur Energiegewinnung. An der für die Energiegewinnung genutzten Fläche von insgesamt 27.500 Hektar im Jahr 2007 hatte Silomais mit fast 80 Prozent den größten Anteil.

Seit einigen Jahren werden Feldfutterpflanzen auch für die Speisung von Biogasanlagen und somit für energetische Zwecke angebaut. Zumeist erfolgt das über die Zwischenstufe einer qualitativ hochwertigen Silage. Dabei handelt es sich weit überwiegend um Silomais, der sich technologisch dafür am besten eignet.

Erstmals für das Erntejahr 2007 liegen Daten aus der amtlichen Agrarstatistik dazu vor. Demnach belief sich der Anbau allein von Silomais für die Biogaserzeugung auf 21.700 Hektar, d. h. die Erntemenge von mehr als einem Fünftel der Silomaisfläche des Landes (102.600 Hektar) war nicht als Futter, sondern als nachwachsender Rohstoff zur Energiegewinnung vorgesehen.

Silomais wurde somit zu einem wichtigen Energieträger. Von der Gesamterntemenge im Jahr 2007 in Höhe von 4,33 Millionen Tonnen wurden 0,91 Millionen Tonnen bzw. 21 Prozent den Biogasanlagen zugeführt. Der neue Verwendungszweck von Silomais als wichtiger „Energiepflanze“ spiegelt sich in der Entwicklung der Anbauflächen wider, die sich bei weitgehend stabilen Viehbeständen deutlich ausdehnen.

Neben Silomais wurde in geringem Umfang auch Getreide, sowohl als Ganzpflanze geerntet und siliert, aber auch als gedroschene Körner, den Biogasanlagen zugefügt. Der Anteil des so genutzten Getreides an der Gesamterntemenge liegt bei weit unter einem Prozent. Gleichfalls in sehr geringer Menge dienten andere Feldfutterpflanzen, außer Silomais, der Biogaserzeugung.

Anbau von Silomais
Jahr: Fläche (ha); für energetische Zwecke (ha)
2000; 64.479
2001: 63.260
2002: 62.958
2003: 66.497
2004: 73.411
2005: 78.666
2006: 87.767
2007: 102.638; 21.669

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