07. März 2008

Rentenbank: Kein Verkauf von Förderdarlehen an Finanzinvestoren

Themen: Banken,Förderung,Handel,International,Wirtschaft — info @ 10:03

Frankfurt (agrar.de) – Förderdarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank können nicht an Dritte verkauft werden. Dies erklärt Dr. Marcus Dahmen, Sprecher des Vorstandes der Landwirtschaftlichen Rentenbank, nachdem es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Anfragen besorgter Kreditnehmer gekommen war.

Die Rentenbank legt ihre attraktiven Sonderkreditprogramme stets über die jeweilige Hausbank oder Sparkasse heraus. Im Gegenzug verpflichten sich die weiterleitenden Hausbanken, die Forderungen gegenüber den Endkreditnehmern sicherungshalber an die Landwirtschaftliche Rentenbank abzutreten. „Eine erneute Abtretung dieser Forderungen im Rahmen eines Darlehensverkaufes ist vor diesem Hintergrund somit ausgeschlossen“, so Marcus Dahmen. „Wir halten dies für ein wichtiges Charakteristikum unseres Fördergeschäftes, das darauf angelegt ist, unternehmerische Investitionsentscheidungen nachhaltig und verlässlich zu begleiten“.

Diverse Medienberichte, die fragwürdige Geschäftsgebaren im Zusammenhang mit Darlehensverkäufen bzw. Forderungsabtretungen thematisierten, hatten auch bei vielen Kreditnehmern in der Land- und Ernährungswirtschaft entsprechende Befürchtungen ausgelöst. Diese sind aber angesichts der besonderen Konstruktion der Förderdarlehen der Rentenbank unbegründet.

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06. März 2008

Milchanlieferung deutlich gestiegen

Themen: EU,Milch,Rinder,Statistik — info @ 15:03

Hannover/Bonn (agrar.de) – Die Milchquotenregelung soll zum Jahr 2015 auslaufen, noch aber haben die Milchviehhalter das ihnen damit vorgegebene Limit einzuhalten. Das Landvolk Niedersachsen weist auf Hochrechnungen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) hin, wonach die anteilige Anlieferungsmenge im Zeitraum April bis Januar zu 100 Prozent erfüllt wurde.

Damit haben die Landwirte die Milcherzeugung gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent erhöht. Da die Erzeugung insbesondere in den letzten Wochen des Quotenjahres (1.4. bis 31.3.) deutlich angezogen ist, könnte die Menge trotz einer Quotenerhöhung um 0,5 Prozent oder 139.000 t die Abschlussbilanz noch deutlich übertreffen.

Experten schätzen das Überlieferungspotenzial auf bis zu 300.000 t. In der Endabrechnung dürfte die Anlieferungsmenge die Marke von 28 Mio. t Milch nicht übertreffen, damit die Milchviehhalter ohne Strafabgabe (Superabgabe) davon kommen. Diese wird nach Abschluss der so genannten Saldierung von den Landwirten eingefordert, die ihre einzelbetriebliche Referenzmenge nicht eingehalten haben.

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Niedersachsen: Lohnunternehmen ziehen positive Jahresbilanz

Im Herbst herrschten schwierige Arbeitsbedingungen – Fachkräfte fehlen

Hannover (agrar.de) – Analog der Entwicklung in der Landwirtschaft bezeichnen auch die land-wirtschaftlichen Lohnunternehmen in Niedersachsen das abgelaufene Jahr als „gut“. Mit dem Gesamtumsatz von rund 330 Mio. Euro sind die niedersachsenweit 462 in dem Verband organisierten Mitgliedsbetriebe zufrieden. 28 Lohnunternehmen haben sich dem Verband neu angeschlossen. Allerdings hat die Ernte von Zuckerrüben und Mais den 6.000 fest angestellten Mitarbeitern und Saisonarbeitskräften witterungsbedingt einiges abverlangt. „Das waren schwere Zeiten“, bekennt Geschäftsführer Dr. Martin Wesenberg gegenüber dem Landvolk-Pressedienst. Im Gesamtrückblick jedoch hätten die Lohnunternehmen von der guten Stimmung in der Landwirtschaft profitiert.

Besonders gut vertreten bleiben die Lohnunternehmen in den viehstarken Betrieben in der Weser-Ems-Region. Viele Landwirte kalkulieren den überbetrieblichen Maschineneinsatz fest ein, weil sie – bessere Schweinepreise wieder einmal vorausgesetzt – im Stall mehr Geld verdienen können. Zudem bieten ihnen die professionell ausgestatteten Lohnunter-nehmer stets Technik nach dem neuesten Standard an. Daher rechnen die Betriebsleiter neue Investitionen in Landtechnik zweimal spitz durch, ehe sie sich für eigene Maschinen ent-scheiden. Während die Diskussion um die Reduzierung des Zuckerrübenanbaues einer gro-ßen Zahl von Lohnunternehmern harte Einschnitte beschert, freuen sich andere über den Boom der Biogasanlagen, der aber inzwischen deutlich abgeflaut ist. Gut 1.000 Anlagen wollen täglich „gefüttert“ werden und haben Investitionen in Feldhäcksler sowie Transport-fahrzeuge nach sich gezogen und so manchen Mähdrescher überflüssig gemacht. Neben dem breiten Angebot für landwirtschaftliche Betriebe haben sich einige Lohnunternehmen auf Kommunaltechnik spezialisiert oder auch spezielle Arbeitsverfahren für ihre Kundschaft entwickelt.

Wie viele andere Unternehmen plagen auch die Lohnunternehmen Sorgen über den Fachkräftemangel. Von bundesweit 450 Auszubildenden im noch recht neuen Aus-bildungsberuf Fachkraft Agrarservice erwerben mit 110 immerhin einer von vier zukünftigen Spezialisten ihre Kenntnis in Niedersachsen. Im Juni wird der zweite Jahrgang fertig ausgebildet sein. Seit Winter 2008 bereiten sich zudem 15 Anwärter auf die Meisterprüfung in einem Weiterbildungskurs auf die zusätzliche Qualifikation vor.

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Leistungen des Öko-Landbaus stärker kommunizieren

Themen: Biolandbau,Förderung,Medien,Verbände — info @ 15:03

Lippetal-Lippborg / Gräfelfing (agrar.de) – Professor Dr. Ulrich Köpke vom Institut für Organischen Landbau der Universität Bonn empfahl am 26. Februar bei der Landesversammlung der Naturland Bauern in Nordrhein-Westfalen, dass die gesamtgesellschaftlichen Leistungen des Öko-Landbaus stärker als bisher herausgestellt werden müssen.

„Es ist wichtig, dass die Multifunktionalität des Ökologischen Landbaus transportiert wird. Strenge ökologische Standards, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheit, Schaffung/ Erhaltung von Arbeitsplätzen – und, wenn möglich, damit verbunden die Regionalität, all dies sind Leistungen, die Öko-Bauern weltweit erbringen“, machte Professor Köpke deutlich. Johannes Röbbecke-Niermann, Naturland Bauer und Landesvorsitzender von Naturland e.V. NRW, sieht Naturland auf dem richtigen Weg: „Die Profilierung gegenüber anonymer Bio-Ware unbekannter Herkunft mit Projekten wie „www.bio-mit-gesicht.de“ ist ebenso notwendig, wie den Mehrwert von „Fairen Partnerschaften“ im Öko-Landbau zu kommunizieren. Naturland wird den Öko-Pionier-Geist auch künftig herausstellen“, so Röbbecke-Niermann.

Wurzeln der Öko-Bewegung

Kritisch beurteilt Professor Köpke die zunehmende so genannte Konventionalisierung der Öko-Branche. Auch die zurückliegende Öko- Weltleitmesse BioFach in Nürnberg habe dies deutlich gemacht. „Wenn maßgeblich nur der Rohstoff, allenfalls die äußere Qualität der Produkte im Vordergrund stehen und wenn Neuheiten aus dem Sektor der Convenience Produkte lediglich auf die Bequemlichkeit der Kundschaft zielen, dann gehen dem Ökologischen Landbau grundlegende Botschaften verloren“, so Professor Köpke. Die Bäuerinnen und Bauern stimmten mit dem Professor auch überein, dass die Wurzeln der Öko-Bewegung nicht von kurzfristigen Trends kaputt gemacht werden dürften.

Politische Signale gefordert

Erhebliche Kritik fand die politische Blockade des Ökologischen Landbaus auf Landesebene. Während die Nachfrage nach Öko-Produkten das Angebot übersteigt, wurden die Ausgleichszahlungen für die Betriebe zuletzt gekürzt. „Der Ökologische Landbau hat sich am Markt bewiesen. Die damit verbundenen Chancen dürfen für die landwirtschaftlichen Betriebe in Nordrhein-Westfalen nicht ungenutzt vorüber ziehen“, sagt Maria Büning, Naturland Bäuerin aus dem Landesvorstand des Verbandes. Naturland fordert eine Neubewertung der landwirtschaftlichen Ausgleichzahlungen und klare Signale für den Ökologischen Landbau.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Faire Agrarpolitik in Europa stärkt Kleinbauern weltweit

Themen: EU,Förderung,International,Verbände — info @ 14:03

Forderung: Bundesregierung muss sich für wirksame Milchmengenregulierung und Staffelung der Agrarsubventionen einsetzen

Berlin (agrar.de) – Deutliche Kritik an den Reformvorschlägen zur EU-Agrarpolitik äußern Bauern aus Deutschland und Vertreter von Kleinbauernorganisationen aus acht Entwicklungs- und Schwellenländern anlässlich des internationalen Kongresses „Europäische Agrarpolitik fair gestalten“ in Berlin. Organisiert wird der Kongress von „Brot für die Welt“ und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL).

„Kleinbauern haben eine Schlüsselstellung im Kampf gegen den Hunger“, betont Carolin Callenius, zuständig für die Kampagne für Ernährungssicherheit bei „Brot für die Welt“. Der Schutz ihrer Märkte vor Billigimporten aus der EU müsse daher auch in der europäischen Handels- und Agrarpolitik beachtet werden.

In einem einjährigen Dialog haben Bauern aus Nord und Süd, darunter Brasilien, Kenia, Sri Lanka und Deutschland, Gemeinsamkeiten in der Gefährdung ihrer Lebens- und Wirtschaftsweise festgestellt.

Die Dialogteilnehmer fordern die EU-Kommission und die deutsche Bundesregierung auf, Konzepte zum Erhalt der existenzsichernden Landwirtschaft und zur ländlichen Wirtschaftsentwicklung weltweit zu erarbeiten. Sie fordern dafür unter anderem ein flexibles Mengenmanagement, um die europäische Milchproduktion zu begrenzen.
Direktzahlungen an landwirtschaftliche Betriebe müssten gestaffelt und dabei die Kosten für landwirtschaftliche Arbeitskräfte berücksichtigt werden. Außerdem fordern sie die Festschreibung von Schutzmöglichkeiten der einheimischen Milchproduktion weltweit.

„Am Produkt Milch lässt sich deutlich aufzeigen, wie die Agrarmarktpolitik der EU die Entwicklungschancen in Entwicklungsländern bis heute gefährdet hat“, erklärt Bernd Voß, Milchbauer und im Bundesvorstand der AbL. „Wird die Milchquote noch ausgedehnt und das Ende der Milchquote für Europa beschlossen, wie die europäische Kommission vorschlägt, werden binnen kurzem nicht nur viele kleinere und mittlere Landwirte in Deutschland ihre Arbeitsplätze verlieren, sondern auch erneut große Mengen an Milch unter Produktionskosten auf den Weltmarkt abgesetzt und somit die Existenzen vieler Kleinbauern weltweit zerstört.“

Die Reformvorschläge der EU-Kommission führten zu einer Exportorientierung in der europäischen Milchwirtschaft. Dabei hätten die vergangenen Jahre gezeigt, dass bereits kleine Mengen an exportierten Milchprodukten aus der EU gravierende Störungen auf den Märkten Afrikas verursachen. „Wir befürchten, dass unsere Bäuerinnen die Milchkuhhaltung aufgeben müssen, nachdem wir sie über Jahre dazu ermuntert haben“, schildert Philip Ombidi, Leiter der kenianischen „Brot für die Welt“-Partnerorganisation Inter Diocesan Christian Community Services, die Probleme in seinem Land.

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Lebensmittel wurden in der EU deutlich teurer

Themen: EU,International,Lebensmittel,Statistik — info @ 14:03

Teuerungsrate in Deutschland blieb bei vielen Produkten unter EU-Durchschnitt

Hannover (agrar.de) – Für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke mussten die Verbraucher in 2007 europaweit mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Im Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten erhöhten sich die Preise gegenüber 2006 um 3,5 Prozent, zitiert der Landvolk-Pressedienst vorläufige Zahlen von Eurostat.

Damit wurde die allgemeine Inflationsrate um 1,1 Prozentpunkte übertroffen. Besonders deutlich zogen die Preise in Osteuropa an, wobei die Preissteigerungen in Bulgarien und Lettland mit je 13,5 Prozent am stärksten ausfielen. In Ungarn stiegen die Preise für Lebensmittel um zwölf Prozent und in Litauen um 11,1 Prozent an. Im Rahmen hielten sich dagegen die Preiserhöhungen für Lebensmittel in den meisten der „alten“ EU-Mitgliedstaaten. So mussten beispielsweise die Verbraucher in Dänemark 4,9 Prozent und die in Großbritannien 4,5 Prozent mehr bezahlen als im Jahr zuvor. In Spanien legten die Preise um 3,7 Prozent zu, während sie in Italien und Deutschland mit jeweils 2,9 Prozent unterhalb der Steigerungsrate des EU-Mittels blieben. In den Niederlanden wurden die Lebensmittel um 1,6 Prozent, in Frankreich um 1,4 Prozent und in Estland um 0,4 Prozent teurer als vor Jahresfrist.

Nur in Frankreich und Griechenland bleiben die Preissteigerungsraten für Lebensmittel hinter der allgemeinen Inflationsrate zurück, wodurch sie dort wie in der Vergangenheit auch in 2007 als „Inflationsbremse“ wirken konnten. EU-weit verteuerten sich Brot und Cerealien im Produktvergleich mit einem Plus von 4,9 Prozent am deutlichsten. Die Preise legten damit in einer der Sparten zu, in der der Erlösanteil der Landwirte am Endprodukt sehr gering ist. Deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten die Verbraucher auch für Milch, Käse und Eier, für die im Mittel der 27 EU-Länder eine Teuerungsrate von 4,5 Prozent ermittelt wurde. Die Preise für Gemüse zogen im Schnitt um 4,4 Prozent an, während Obst durchschnittlich 3,7 Prozent mehr kostete als im Jahr zuvor. Dagegen mussten die Verbraucher für Fleisch nur etwa 2,8 Prozent mehr ausgeben als in 2006, die Preise für Öle und Fette zogen um durchschnittlich 0,8 Prozent an.

Etwas günstiger als im EU-Mittel haben sich die Preise für die einzelnen Produktsparten in Deutschland entwickelt. Während die allgemeine Inflationsrate hierzulande mit 2,3 Prozent knapp unter dem EU-Durchschnitt von 2,4 Prozent lag, zogen auch die Preise für Brot und Cerealien mit 3,1 Prozent oder Fleisch mit 2,1 Prozent weniger stark an als im EU-Mittel.

Obst wurde um 2,4 Prozent und Gemüse um 3,0 Prozent teurer als im Jahr zuvor. Während die deutschen Verbraucher für Milch, Käse und Eier etwa 4,9 Prozent mehr ausgeben muss-ten als in 2006, stiegen die Preise für Öle und Fette in der Bundesrepublik mit einer Rate von 11,1 Prozent erheblich stärker an als im EU-Durchschnitt.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Internet,Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 10:03

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 550 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,49 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,49 Euro bis 1,49 Euro verkauft.

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Sachsen-Anhalt: Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien entwickelt sich dynamisch

Themen: Energie,Förderung,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 10:03

Halle (agrar.de) – In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2006 fast 24 Prozent des im Land erzeugten Stromes aus erneuerbaren Energien gewonnen. Die größten Anteile entfielen nach Angaben des Statistischen Landesamtes auf Windstrom mit 66 Prozent und biogene Energieträger mit 30 Prozent.

Während aus Windenergie 1992 lediglich 0,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt wurden, speisten die in Sachsen-Anhalt im Jahr 2006 in Betrieb befindlichen Windenergieanlagen 2.700 Millionen kWh in das Stromnetz ein.

Biomasse, bei deren Nutzung im Jahr 2006 ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von knapp 50 Prozent registriert wurde, war mit fast 1.300 Millionen kWh an der Stromerzeugung beteiligt.

Die Produktion von Strom aus dem traditionellen Energieträger Wasserkraft war mit einem Anteil von 2 Prozent drittwichtigste Quelle erneuerbarer Energien. Die Nutzung der natürlichen Kraft des Wassers sorgte für 68 Millionen kWh Strom.

Die Beiträge von Deponiegas und Photovoltaik für die Stromerzeugung stiegen mit 52 bzw. 19 Millionen kWh gegenüber 2005 stark (+ 28 Prozent) an.

Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt im Jahr 2006 aus erneuerbaren Energieträgern 4.100 Millionen kWh Strom produziert. Das entsprach einem Anteil von 23 Prozent (Deutschland 2006 = 12 Prozent) am Bruttostromverbrauch. Die EU-Vorgabe von 12,5 Prozent bis 2010 wurde mit den erreichten Ergebnissen bereits überschritten.

In der im Jahr 2001 vom Europäischen Parlament und Rat verabschiedeten Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist bis zum Jahr 2010 für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein Anteil von 12,5 Prozent am Bruttostromverbrauch vereinbart worden. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland durch Mindestvergütungen für die Einspeisung von Strom aus Wasserkraft, Windenergie, Biomasse, Deponie- und Klärgas und solarer Strahlungsenergie mithilfe des im Jahre 2004 novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert.

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Rheinland-Pfalz: Fast jeder vierte Hektar Rebfläche mit Riesling bestockt

Themen: Anbauflächen,Rheinland-Pfalz,Statistik,Wein — info @ 10:03

Bad Ems (agrar.de) – Rieslingweine sind weiterhin auf dem Vormarsch. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes reagieren die rheinland-pfälzischen Winzer auf die seit einigen Jahren steigende Nachfrage mit einer weiteren Ausdehnung der Anbaufläche.

Im Jahr 2007 waren 24 Prozent der gesamten Rebfläche in Rheinland-Pfalz mit Rieslingpflanzen bestockt; ein solch hoher Anteil konnte für diese traditionell wichtige Rebsorte im Land in den letzten dreißig Jahren nicht mehr nachgewiesen werden. Gegenüber dem Jahr 2006 legte die Rieslingfläche um 3,5 Prozent auf 15.402 Hektar zu.

Insgesamt wuchsen im Mai 2007 auf 63.731 Hektar Reben, das war eine Zunahme gegenüber dem Jahr 2006 um 0,2 Prozent. Mit weißen Rebsorten waren 43.536 Hektar bestockt, das waren 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dagegen sank die Anbaufläche für rote Rebsorten im zweiten Jahr in Folge auf jetzt 20.195 Hektar (minus 0,9 Prozent). Der Rotweinboom, dem die rheinland-pfälzischen Winzer seit Anfang der 1990er-Jahre mit einer starken Ausweitung der Anbaufläche roter Rebsorten Rechnung getragen hatten, hat seinen Höhepunkt offenbar überschritten. Vor allem Portugieser und Dornfelder verloren an Fläche, Spätburgunder konnte seinen Anbauumfang nahezu konstant halten.

Nur im Anbaugebiet Mittelrhein schrumpfte die Rebfläche

Abgesehen von dem seit Jahren schrumpfenden Anbaugebiet Mittelrhein, wiesen alle anderen Anbaugebiete eine leichte Zunahmen der Rebflächen auf.

In Rheinhessen, dem größten Anbaugebiet Deutschlands, umfasst die bestockte Rebfläche 26.330 Hektar (plus 0,2 Prozent), auf denen vorwiegend Müller-Thurgau (16 Prozent), Dornfelder (13,2 Prozent) und Riesling (13,1 Prozent) angebaut werden.

In der Pfalz (23.389 Hektar) dominiert demgegenüber der Riesling mit 22 Prozent vor dem Dornfelder (14 Prozent) und dem Müller-Thurgau (10 Prozent). Das Rieslingareal in der Pfalz ist mit 5.248 Hektar inzwischen fast so groß wie das an der Mosel, dem klassischen Rieslinganbaugebiet.

Mit 5.267 Hektar oder 59 Prozent ist Riesling die mit Abstand führende Rebsorte an der Mosel, wo insgesamt 8.883 Hektar mit Reben bestockt sind (plus 0,1 Prozent). Müller-Thurgau erreicht noch einen Anteil von 14 Prozent.

An der Nahe sind aktuell von 4.135 Hektar (plus 0,3 Prozent) gut 26 Prozent mit Riesling, 13 Prozent mit Müller-Thurgau und 11 Prozent mit Dornfelder bestockt.

An der Ahr bestimmt traditionell der Rotweinanbau den Rebsortenspiegel. Der Spätburgunder liegt hier mit 61 Prozent weit vorn. Insgesamt sind an der Ahr 552 Hektar mit Reben bestockt (plus 0,9 Prozent),

Am Mittelrhein umfasst die bestockte Rebfläche 437 Hektar (minus 0,6 Prozent); auf 69 Prozent dieser Fläche wächst Riesling.

Landau vor Neustadt und Worms

Mit 2.051 Hektar bestockter Rebfläche ist Landau in der Pfalz nach wie vor die größte Weinbaugemeinde Deutschlands. Neustadt an der Weinstraße (2.031 Hektar) folgt dicht auf. Mit deutlichem Abstand liegt die Stadt Worms (1.524 Hektar) auf dem dritten Platz.

Neue Rebsorten gewinnen an Bedeutung

Neben den klassischen Rebsorten, für die Anbauflächen nachgewiesen werden, haben sich einige Rebsorten einen Platz in den Anbauplänen der Weinbaubetriebe erobert, die vor wenigen Jahren in Rheinland-Pfalz noch unbedeutend waren Chardonnay, der seit 1989 erfasst wird, verfügte 2007 über eine Anbaufläche von 904 Hektar. Er weist damit inzwischen eine größere Fläche als die Huxelrebe oder der Morio-Muskat auf. Eine weitere Rebsorte mit einer größeren Flächenzunahme in den letzten Jahren ist der Sauvignon blanc. Erst seit rund zehn Jahren im Anbau, erreichte er 2007 einen Anbauumfang von 239 Hektar. Bei den Rotweinen gibt es ebenfalls Sorten, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Hierzu gehören z. B. der Merlot (372 Hektar) oder der Cabernet Sauvignon (249 Hektar), die erst seit den 1990er-Jahren angebaut werden.

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05. März 2008

Thüringen: 198 Betriebe wirtschafteten nach EG-Öko-Verordnung

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2007 wirtschafteten in Thüringen 198 landwirtschaftliche Betriebe nach der EG-Öko-Verordnung. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik erhöhte sich die Zahl der Betriebe gegenüber 2005 um 11 bzw. 5,9 Prozent.

Diese Betriebe bewirtschafteten eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) von 40.403 Hektar und somit 5,1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Thüringens. Im Jahr 2005 waren es 3,1 Prozent. Der Flächenzuwachs von 2005 bis 2007 betrug 15.982 Hektar bzw. 65,4 Prozent.

Das hatte zur Folge, dass die Öko-Betriebe mit einem durchschnittlichen Produktionspotential von 204 Hektar LF je Betrieb im Jahr 2007 um 40 Hektar größer waren als konventionell bewirtschaftete Betriebe. Vergleichsweise dazu waren im Jahr 2005 die Öko-Betriebe mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 131 Hektar je Betrieb um 26 Hektar kleiner als die Betriebe, die nicht nach ökologischen Grundsätzen wirtschafteten.

Zur aktuellen Erhebung waren 46 Betriebe in der Hand einer juristischen Person. Diese Betriebe bewirtschaften mit 25 401 Hektar mehr als sechs Zehntel (62,9 Prozent) der landwirtschaftlich genutzten Fläche aller Öko-Betriebe und verfügten durchschnittlich über 552 Hektar je Betrieb. Weitere 22 Betriebe waren Personengesellschaften mit einer LF von insgesamt 7.501 Hektar und einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 341 Hektar.

Mit 130 Betrieben waren zwei Drittel aller Öko-Betriebe Einzelunternehmen, die jeweils annähernd zur Hälfte als Haupterwerbsbetrieb und im Nebenerwerb geführt wurden.

Haupterwerbsbetriebe bewirtschafteten mit einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 102 Hektar je Betrieb 6.525 Hektar. Betriebe im Nebenerwerb verfügten über 977 Hektar und bearbeiteten durchschnittlich 15 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche.

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