17. März 2008

Sektabsatz im Jahr 2007 um 3,2 Prozent gesunken

Themen: Handel,Statistik,Wein — info @ 09:03

Wiesbaden (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben im Jahr 2007 in Deutschland ansässige Unternehmen 334,4 Millionen Liter Sekt abgesetzt, das waren 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Absatz berücksichtigt sowohl die im Inland produzierten Schaumweine als auch die importierten ausländischen Produkte (zum Beispiel Champagner).

Der Sektabsatz wird in Deutschland durch die Schaumweinsteuerstatistik ermittelt. Sie erfasst alle zu versteuernden Schaumweinsorten, auch
Obst- und Fruchtschaumweine mit einem Alkoholgehalt von weniger als 6 Volumenprozent. Obst- und Fruchtschaumweine hatten im Berichtsjahr einen Anteil von 1,9 Prozent am Gesamtabsatz.

Im Jahr 2007 entfielen rund 93 Prozent des gesamten Sektabsatzes auf den Inlandsverbrauch. Die Menge sank um 2,0 Prozent auf 310,4 Millionen Liter. Der steuerfreie Absatz (Export) betrug 23,5 Millionen Liter Schaumwein (-
17,3 Prozent): 15,7 Millionen Liter (- 26,4 Prozent) gingen in die EU-Länder und 7,8 Millionen Liter (+ 10,3 Prozent) in Drittländer.

Links zum Thema Wein.

13. März 2008

BUND zu Nanopartikeln in Lebensmitteln

Themen: Industrie,Lebensmittel,Verbände — info @ 14:03

Berlin (agrar.de) – Obwohl es eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Belege für mögliche Gesundheits- und Umweltgefahren gibt, werden nach Recherchen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Lebensmittelbereich nachweislich in rund einhundert zum Teil auch in Deutschland verkauften Produkten Nanomaterialien eingesetzt.

Die Hersteller dieser Produkte, dabei handelt es sich neben Lebensmitteln vor allem um Nahrungsergänzungsmittel, Küchenartikel, Verpackungen und Agrochemikalien, verschweigen oft die Verwendung von Nanomaterialien. Zudem fehlen gesetzlich vorgeschriebene Tests, um Verbraucher und Umwelt ausreichend vor den Risiken zu schützen, die besonders im Lebensmittelbereich von den winzigen Nanopartikeln ausgehen können. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der ersten umfangreichen Studie zur Anwendung synthetischer Nanomaterialien im Lebensmittelsektor, die der BUND heute gleichzeitig mit seinen Partnerorganisationen von „Friends of the Earth“ in Australien, Europa und den USA veröffentlicht hat.

Zu den Firmen, die Nanopartikel für den Lebensmittelbereich herstellen, gehören BASF und Evonik (vormals Degussa). Nanopartikel messen nur wenige hundert Nanometer und sind damit etwa 50.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Sie wirken chemisch und physikalisch zumeist stärker als größere Teilchen des gleichen Stoffes und können leichter in Zellen, Gewebe und Organe eindringen. Ihre stärkere biologische Reaktionsfähigkeit kann auch zur höheren Toxizität führen. Beispielsweise kann der sonst unbedenkliche Lebensmittelzusatz Titandioxid in Nanogröße die DNS sowie Zellfunktionen schädigen und so die Abwehrkräfte von Immunzellen beeinträchtigen. Mit der Nahrung aufgenommene Nanopartikel können die Darmwände durchdringen und ins Blut übergehen. Sie können in verschiedene Organe gelangen und die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Außerdem werden sie mit zunehmenden Fällen der entzündlichen Darmkrankheit Morbus Chron in Verbindung gebracht.

„Die Lebensmittelindustrie nimmt die Risiken des Einsatzes von Nanomaterialien in ihren Produkten offenbar nicht ernst“, sagt Wilfried Kühling, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des BUND. „Weltweit sind schätzungsweise bereits bis zu 600 Lebensmittel mit Nanozusätzen auf dem Markt. Weil es aber keine Kennzeichnungspflicht gibt, weiß man nicht, in welchen Produkten Nanomaterialien enthalten sind. Selbst die zuständigen Behörden haben keine ausreichenden Informationen darüber. Und die Verbraucher haben kaum Chancen, die Aufnahme von Nanopartikeln über die Lebensmittel zu vermeiden.“

Nanomaterialien sind z. B. in verschiedenen Ketchups, Gemüsebrühen oder in Puderzucker enthalten, um deren Fließ- und Rieseleigenschaften zu verbessern. In Nanogröße verkapselte Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe werden bei der Wurstherstellung eingesetzt, in Nanokapseln eingeschlossene Mineralstoffe und Vitamine sollen den Nährwert von Backwaren und Erfrischungsgetränken steigern. Zunehmend kommen außerdem Frischhalteboxen und Kühlschränke mit antibakteriell wirkenden Nano-Silberionen auf den Markt. Nanomaterialien halten auch Einzug in die Landwirtschaft: Über die Anwendung in Düngern und Pestiziden können sie in die produzierten Lebensmittel und in die Umwelt gelangen.

Patricia Cameron, BUND-Expertin für Chemikalienpolitik und Nanotechnologie: „Die mithilfe der Nanotechnologie erzeugten neuen Stoffeigenschaften werden im Lebensmittelbereich bei immer mehr Produkten genutzt. Die möglichen Gefahren sind jedoch kaum untersucht. Der Gesetzgeber sieht bisher keinen Handlungsbedarf. Das Vorsorgeprinzip muss aber für alle Technologien gelten: Wenn wir nicht wissen, wie groß die Gefahren sind, müssen solche Anwendungen untersagt und zuerst die Risiken umfassend untersucht werden.“

Die Bundesregierung müsse den Verkauf von Lebensmitteln, Verpackungen, Küchenartikeln und Agrochemikalien, die Nanomaterialien enthalten, sofort stoppen. Solche Produkte dürften nicht vermarktet werden, solange keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege über eine Unbedenklichkeit vorlägen. Erforderlich seien zudem gesetzliche Regelungen, die Verbraucher und Umwelt vor möglichen Risiken schützen. Dazu gehöre auch eine Kennzeichnungspflicht beim Einsatz von Nanomaterialien, damit Verbraucherinnen und Verbraucher sich entscheiden könnten, ob sie Nanoprodukte kaufen wollten oder nicht.

Die BUND-Studie „Aus dem Labor auf den Teller. Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor“ ist im Internet abrufbar.

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Rückgang der Käfighaltung von Hennen zugunsten alternativer Haltungsformen

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hielten Betriebe mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen zum Stichtag 1. Dezember 2007 32,7 Millionen Hennen auf rund 40,0 Millionen Hennenhaltungsplätzen. Damit lag die Auslastung der vorhandenen Stallplätze bei 81,8 Prozent. Von den Haltungsplätzen entfielen 27,0 Millionen
(67,6 Prozent) auf Käfighaltung, 6,8 Millionen (17,0 Prozent) auf Bodenhaltung,
4,4 Millionen (10,9 Prozent) auf Freilandhaltung und 1,8 Millionen (4,4 Prozent) auf die ökologische Erzeugung.

In den letzten Jahren ist in der Hennenhaltung ein deutlicher Strukturwandel zu beobachten, welcher unter anderem auf die Neufassung der Tierschutznutztierhaltungsverordnung im Jahr 2006 zurückzuführen ist. In Deutschland ist damit spätestens ab 2009 die Haltung von Hennen in konventionellen Käfigen nicht mehr gestattet. Dies führte bereits zu Anpassungen in den Hennenhaltungsbetrieben.

So lag die Zahl der Hennenhaltungsplätze in Deutschland bereits vor zehn Jahren (39,7 Millionen Plätze) auf dem Niveau von 2007 (40,0 Millionen Plätze), jedoch war der Anteil der herkömmlichen Käfighaltung an allen Haltungsformen mit 89,7 Prozent sehr viel höher als im Jahr 2007 mit 67,6 Prozent. Die Bodenhaltung hatte im Jahr 1997 nur einen Anteil von 6,6 Prozent. Aktuell liegt dieser Anteil bei 17 Prozent. Die Freilandhaltung entwickelte sich vergleichbar: 1997 hatte diese Haltungsform mit einem Anteil von 3,7 Prozent noch eine geringe Bedeutung, im Jahr 2007 liegt der Anteil der Freilandhaltung und der ökologischen Erzeugung zusammen bei 15,4 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Hennen wurde 2007 in größeren Betrieben mit 100.000 und mehr Plätzen gehalten. Diese 83 Betriebe (6,7 Prozent aller Betriebe) verfügten über 50,7 Prozent der Hennenhaltungsplätze (20,3 Millionen Plätze), wobei der Anteil der Käfighaltungsplätze hier bei 82,4 Prozent (16,7 Millionen Plätze) lag.

Der Schwerpunkt in der Boden- und Freilandhaltung sowie in der ökologischen Erzeugung liegt in Betrieben mit einer Haltungskapazität von 10.000 bis 30.000 Hennenhaltungsplätzen. Auf diese Größenklasse entfallen bei der Bodenhaltung 29 Prozent, bei der Freilandhaltung 30 Prozent und bei der ökologischen Erzeugung 38 Prozent der Hennenhaltungsplätze der jeweiligen Haltungsform.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Fleisch,Handel,Schweine,Tiere — info @ 09:03

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 460 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,50 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,50 Euro bis 1,51 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

12. März 2008

Arte: ‚Monsanto, mit Gift und Genen‘ als Video-Stream

Themen: Gentechnik,Industrie,Internet,Medien,Wirtschaft — info @ 20:03

Der TV-Sender Arte bietet die gestern ausgestrahlte Dokumentation „Monsanto, mit Gift und Genen“ von Marie-Monique Robin als Video-Stream übers Internet (sechs Tage abrufbar) zur Verfügung.

Auch die nachfolgende Diskussion im Arte-Studio mit dem französischen Gentechnik-Kritiker José Bové, dem Molekulargenetiker Christian Vélo sowie der deutschen Agrarwissenschaftlerin und EU-Abgeordneten Renate Sommer ist als Online-Video im Internet abrufbar.

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BÖLW: Monsanto-Monitoring für Gen-Mais 810 ist ein Skandal

Themen: Gentechnik,Mais,Pflanzen,Umwelt,Wirtschaft — info @ 19:03

Seehofer soll Anbaugenehmigung zurückziehen

Berlin (agrar.de) – „Monsanto will die von der EU geforderte Überwachung des Gentech-Anbaus auf Untersuchungen von Instituten gründen, die das Unternehmen noch nicht einmal gefragt hat und die teils über gar keine relevanten Daten verfügen!“ sagte der Vorstandsvorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. „Es ist dreist, den Zulassungsbehörden einen solchen Schwindel in den Postkasten zu legen und zu erwarten, dass eine daraufhin gewährte Zulassung aufrechterhalten wird. Seehofer muss Monsanto zeigen, dass er sich nicht verschaukeln lässt und die Anbaugenehmigung für MON 810 sofort zurückziehen.“

Löwenstein verwies darauf, dass etliche andere europäische Staaten – Ungarn, Polen, Österreich und Frankreich – den Anbau des umstrittenen Gen-Mais gestoppt haben. „Auch bei uns müssen die Interessen der Bürger und der Schutz unserer Natur und Ernährung das politische Handeln bestimmen und nicht die Winkelzüge eines Gentech-Multis.“

Als einen andauernden Skandal bezeichnete es der BÖLW-Vorsitzende, „dass die Entscheidung über die Zulassung von GVO auf Europäischer Ebene nach wie vor auf der Grundlage von Daten erfolgt, die Monsanto und Co. selbst erheben und filtern. Die dafür zuständige EFSA ist bislang nicht in der Lage, eigene unabhängige Untersuchungen durchzuführen!“ Er forderte den deutschen Landwirtschaftsminister auf, den Druck auf die EU zu verstärken, um diesen Missstand zu beenden.

Auch die stellvertretende verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiss, hält den von Monsanto vorgelegte Monitoringplan für ’nicht geeignet, für eine aussagekräftige und auswertbare Beobachtung der Umweltauswirkungen zu sorgen‘. Der Anbau von Mon810 müsse deshalb ausgesetzt werden.

Zentraler Teil des aktuellen Monitoringplans von Monsanto sind Frageboegen, die an die Landwirte verteilt werden. Solche Frageboegen hatte das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL im vergangenen April, als den Landwirten die Vermarktung von Mon810 untersagt worden war, als unzureichend bewertet: ‚Der Genehmigungsinhaber lässt Landwirte, die MON 810 anbauen, einen Fragebogen ausfuellen, in dem allgemeine Anbaudaten sowie verschiedene Parameter abgefragt werden. Diese Frageboegen sind ein nützliches Instrument für eine rein visuelle Erfassung agronomisch relevanter Aspekte der Anbaufläche. Sie sind aber nicht geeignet, statistisch auswertbare Daten zu Umweltauswirkungen auf Agrarflächen und in der Umgebung, zum Beispiel auf Nichtzielorganismen, zu liefern. Fragebögen stellen somit ein ergänzendes Element dar, können aber ein Monitoring nach der Richtlinie 2001/18/EG nicht ersetzen.“

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Superabgabe: Fettquoten-Begrenzung beachten!

Themen: Förderung,Milch,Rinder,Verbände,Wirtschaft — info @ 16:03

Bonn (agrar.de) – Noch bis zum Milchquotenjahr 2006/2007 wurde zur Berechnung der Superabgabe der durchschnittliche Fettgehalt der Anlieferungsmilch eines Milcherzeugers mit dem Referenzfettgehalt seiner Quote verglichen und im Falle einer negativen Abweichung (Fettgehalt unter Referenzfettgehalt) die gelieferte Menge Milch um 0,18 Prozent je 0,1 g niedrigerem Fettgehalt pro kg Milch rechnerisch reduziert.

Dies teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mit und weist darauf hin, dass diese so genannte negative Fettkorrektur durch Änderung des zugrunde liegenden EG-Rechtes begrenzt wurde. Demnach erfolgt die Berechnung der Superabgabe auf Grundlage von 75 Prozent der tatsächlich gelieferten Milchmenge, wenn bei Anwendung der negativen Fettkorrektur die rechnerisch reduzierte Anlieferungsmenge weniger als 75 Prozent der tatsächlich gelieferten Menge beträgt und der Referenzfettgehalt der Quote über 4,5 Prozent liegt. Mit Blick auf das zu Ende gehende Milchquotenjahr 2007/2008 macht der RLV daher nochmals darauf aufmerksam, dass im Falle von Referenzfettgehalten über 4,5 Prozent bei der Quotenabrechnung eine Liefermenge durch die negative Fettkorrektur nur um maximal ein Viertel reduziert werden kann.

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Landwirtschaft kapitalintensives Gewerbe

Themen: Arbeitsmarkt,Statistik,Verbände,Wirtschaft — info @ 16:03

Bonn (agrar.de) – Gemessen an der Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen hat der landwirtschaftliche Sektor in Deutschland seine Produktivität in den vergangenen zehn Jahren um 60 Prozent gesteigert.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mitteilt, ist der Anstieg der Produktivität in der übrigen Wirtschaft von einem allerdings deutlich höheren Niveau ausgehend wesentlich schwächer ausgefallen. Im produzierenden Gewerbe ist die Produktivität im letzten Jahrzehnt nur um 25 Prozent gestiegen, im Baugewerbe ist sie sogar leicht zurückgegangen.

Möglich wurde dies durch leistungsstärkere Maschinen, bessere Düngung und Pflanzenschutzmittel und beispielsweise neue Getreidesorten sowie bessere Produktionsmethoden. Der Einsatz dieser kapitalintensiven Produktionsmittel ging auf Kosten der Arbeitsplätze.

Der hohe Produktivitätsfortschritt in der deutschen Landwirtschaft wurde allerdings erkauft durch eine kräftige Ausweitung des Kapitalstocks. Wird das gesamte in Produktionsanlagen gesteckte Vermögen der Landwirtschaft (ohne Grund und Boden) auf die Zahl der Erwerbstätigen umgelegt, kostet heute ein Arbeitsplatz in der Landwirtschaft rund eine Viertel Million Euro. Im produzierenden Gewerbe sind die Arbeitsplatzkosten nur halb so hoch. Damit produziert die Landwirtschaft erheblich kapitalintensiver als weiter Bereiche der übrigen Wirtschaft.

Wie der der RLV weiter mitteilt, war das nicht immer so. 1960 war die Kapitalintensität der Arbeitsplätze mit umgerechnet 37.000 Euro je Arbeitsplatz in der Landwirtschaft nur geringfügig höher als in der übrigen Wirtschaft mit rund 34.000 Euro.

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Ratgeber Förderung erschienen

Themen: EU,Förderung,Internet,Medien — info @ 11:03

Bonn/Münster (agrar.de) -Der Ratgeber Förderung 2008 ist jetzt neu als Beilage zur Landwirtschaftlichen Zeitschrift Rheinland und zum Landwirtschaftlichen Wochenblatt Westfalen-Lippe erschienen. In dem 40-seitigen Heft beantworten Förderungsexperten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen alle Fragen, die sich für die Landwirte aus den komplizierten Förderungsbestimmungen der EU ergeben.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige Änderungen, wie die Aussetzung der Flächenstilllegung und die Möglichkeit, zusätzliche Zahlungsansprüche für Obstanlagen und Baumschulen zu erhalten. Wichtige Änderungen sind erstmals im Text deutlich gekennzeichnet. Der Ratgeber ist auch für viele Landwirte in anderen Bundesländern ein bewährter Helfer.

Jeder landwirtschaftliche Betrieb ist von der EU-Agrarpolitik betroffen. Das richtige Ausfüllen der umfangreichen Antragsformulare ist für den Betriebserfolg in der Landwirtschaft heute ebenso wichtig, wie richtige Entscheidungen für die Arbeit auf dem Feld und im Stall zu treffen. Der Ratgeber Förderung 2008 erläutert alle einschlägigen Vorschriften für Landwirte und erklärt, wie die vielen Formulare richtig ausgefüllt werden müssen.

Der Ratgeber Förderung kann zum Preis von fünf Euro einschließlich Porto bestellt werden beim Rheinischen Landwirtschafts-Verlag, Rochusstraße 18, 53123 Bonn, Tel.: 0228-5200645, Fax: 0228-5200658, E-Mail.

Kostenlos gibt es ihn auch in diesem Jahr wieder zum Herunterladen.

11. März 2008

DBV stellt „Begleitprogramm Milch“ vor

Themen: EU,Förderung,Milch,Verbände,Wirtschaft — info @ 17:03

Bauernverband fordert mit konkreten Maßnahmen die Milchbauern zu stärken

Berlin (agrar.de) – Die Milchbauern in Deutschland müssen bei der Marktöffnung, die sich durch die EU-Agrarpolitik mit Beendigung der Milchquoten 2015 abzeichnet, unterstützt und in ihrer Wettbewerbskraft gestärkt werden. Ein umfassendes Zukunftskonzept für die Milchbauern als Begleitprogramm zum Health Check ist deshalb nach eingehenden bundesweiten Diskussionen in 12 Regionalkonferenzen auf der Grundlage der Bamberger Milchentschließung vom Juni 2007 vom Präsidium des Deutschen Bauernverbandes (DBV) beschlossen worden.

Wie DBV-Präsident Gerd Sonnleitner und DBV-Milchpräsident Udo Folgart auf einer Pressekonferenz unterstrichen, sollen mit dem Programm langfristige struktur- und förderpolitische Maßnahmen zur Stärkung der Milchviehhaltung in Deutschland ermöglicht werden. So müssten Standortnachteile in den Mittelgebirgs- und Grünlandregionen ausgeglichen, gesellschaftliche Leistungen der Milchproduktion dauerhaft abgegolten und regionale Besonderheiten in den Bundesländern durch spezifische Lösungsansätze aufgefangen werden.

Wie Sonnleitner betonte, bräuchten die Milchviehhalter bei der Beendigung der Milchquotenregelung im Jahr 2015 unbedingt „Flankenschutz“, da die Milchviehproduktion besonders arbeits- und kapitalintensiv sei sowie langfristige Investitionen erfordere. Zur Finanzierung des Programms schlägt der DBV einen Milchfonds vor, der aus den vorhandenen finanziellen Reserven des EU-Agrarhaushaltes finanziert werden soll. Jährlich würden derzeit etwa 3,5 Milliarden Euro bei den EU-Agrarausgaben eingespart, mit denen die Milchbauern auf ihrem schwierigen Anpassungsprozess im Übergang zu liberalen Märkten vorbereitet werden könnten.

Sonnleitner und Folgart skizzierten das Begleitprogramm Milch mit folgenden sechs Eckpunkten:

1. Milcherzeuger brauchen Klarheit über investive Rahmenbedingungen: Die Fördermittel müssen aufgestockt werden, die Fördersätze für benachteiligte Gebiete sind anzuheben.

2. Standortnachteile in den Mittelgebirgs- und Grünlandregionen sind verlässlich auszugleichen.

3. Nur mit einer Verbesserung der Vermarktungs- und Molkereistrukturen lässt sich eine wettbewerbsfähige Marktstellung gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel durchsetzen als Voraussetzung höhere Milchpreise.

4. Die von der EU-Kommission im Health Check vorgeschlagene vorzeitige Quotenerhöhung wird strikt abgelehnt.

5. Bis Ende 2013 darf es keine weitere Modulation und Degression geben. Der Einsatz des Artikels 69 wird abgelehnt, weil er nur eine neuerliche Umverteilung ohnehin knapper Mittel zwischen den Bauern bedeutet.

6. Das Begleitprogramm Milch muss über zusätzliche Mittel der EU finanziert werden.

Links zum Thema Verbände.

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