18. März 2008

Unter 50.000 landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen

Hannover (agrar.de) – Im vergangenen Jahr gab es in Niedersachsen nach Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2007 noch 49.917 landwirtschaftliche Betriebe. Sie bewirtschafteten insgesamt 2,618 Mio. ha landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF).

Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSK) weiter mitteilt, sind seit 2005 3.229 Betriebe aus der Produktion ausgeschieden, das sind 6,1 Prozent. Die durchschnittliche Betriebsgröße eines landwirtschaftlichen Betriebes liegt inzwischen bei 52,5 ha LF.

Zuwachs bei den Betrieben zeigt sich erst in der Größenklasse über 100 ha. Hier gab es mit ca. 7.174 Betrieben 4,5 Prozent mehr als 2005. Diese 14,4 Prozent aller Betriebe bewirtschaften bereits 46 Prozent der niedersächsischen LF.

46.490 (93,1 Prozent) der Betriebe sind als Einzelunternehmen klassische landwirtschaftliche Familienbetriebe, die restlichen 6,9 Prozent sind überwiegend Personengesellschaften (GbRs, KGs) (3.029) und eher selten auch juristische Personen (z. B. GmbHs) (398). Von den Familienbetrieben werden 57,7 Prozent (26.839) im Haupterwerb bewirtschaftet. Die restlichen 42,3 Prozent (19.651) beziehen als Nebenerwerbsbetriebe den größten Teil ihres Einkommens aus außerbetrieblichen Quellen.

Ein niedersächsischer Haupterwerbsbetrieb bewirtschaftet im Mittel 71,7 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF), ein Nebenerwerbsbetrieb bringt es nur auf 17,2 ha LF. Von der gesamten LF des Landes sind daher 73,5 Prozent in der Hand von Haupterwerbsbetrieben, 12,9 Prozent werden im Nebenerwerb bewirtschaftet und die restlichen 13,6 Prozent verteilen sich auf Personengesellschaften und juristische Personen.

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774 Millionen Eier in Brandenburg im Jahr 2007

Potsdam (agrar.de) – Im Jahr 2007 wurden in den Legehennenbetrieben Brandenburgs mit 3.000 und mehr Legehennenplätzen 774 Millionen Eier erzeugt. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, waren das cirka 14 Millionen Eier (-1,8 Prozent) weniger als 2006. Die 21 Legehennenbetriebe hielten 2007 durchschnittlich 2,5 Millionen Legehennen.
Das war ein Rückgang gegenüber 2006 um 4,0 Prozent.

Neben den konsumeierproduzierenden Betrieben (3.000 und mehr Hennenhaltungsplätze) wurden Legehennen in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen Betrieben und Kleinbeständen gehalten, deren Eierproduktion jedoch deutlich geringer und volkswirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung ist und daher statistisch nicht erfasst wird.

Die Zahl der Haltungsplätze in den Legehennenbetrieben erhöhte sich 2007 um
2,0 Prozent auf 3,3 Millionen. Die durchschnittliche Legeleistung je Henne nahm gegenüber dem Vorjahr um sieben auf 305 Eier je Henne zu. Im Mittel standen jedem der cirka 2,5 Millionen Einwohner Brandenburgs 304 Eier aus Brandenburger Betrieben zu Verfügung, also sechs Eier pro Woche.

Der vorhandene Legehennenbestand bildet die Grundlage für eine stabile Eierzeugung und sichert ab, dass auch 2008 jeder Brandenburger sein frisches Hühnerei zu Ostern genießen kann.

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Ein Viertel der Bio-Eier muss importiert werden

Themen: Biolandbau,Geflügel,Lebensmittel,Verbände — info @ 13:03

BUND fordert stärkere Förderung für artgerechte Tierhaltung
Berlin (agrar.de) – In Deutschland werden viel zu wenige Bio-Eier produziert. Zum Osterfest hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) deshalb Agrarminister Horst Seehofer aufgefordert, die Förderung der Umstellung auf ökologische und tiergerechte Hühnerhaltung auszubauen. 2007 hätten rund ein Viertel aller in Deutschland verkauften Bio-Eier importiert werden müssen. Eier aus Bodenhaltung kommen sogar zu einem Drittel aus dem Ausland.

Importiert werden sie vornehmlich aus den EU-Nachbarländern und der Schweiz. Der Kauf von Eiern aus Käfighaltung ging demgegenüber zwischen 2004 und 2007 um 14 Prozent zurück.

Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin: „Wenn es für Verbraucherinnen und Verbraucher erkennbar ist, entscheidet sich eine wachsende Mehrheit gegen Käfig-Eier. Bei gefärbten, gekochten und verarbeiteten Käfig-Eiern kann aber der Verbraucher die Haltungsform der Hühner nicht erkennen. Wer konventionelle eihaltige Produkte wie Nudeln oder Gebäck kauft, bekommt in der Regel leider Eier aus tierquälerischer Haltung. Verbraucherminister Seehofer muss deshalb endlich auch eine Kennzeichnung der Haltungsform für verarbeitete Eier einführen. Davon profitieren dann sowohl die Tiere als auch die Verbraucher.“ Der BUND empfiehlt, zu Ostern Eier und Ostereierfarbe mit dem Biosiegel zu kaufen.

Trotz des Trends weg vom Käfig-Ei vegetieren in Deutschland immer noch 70 Prozent der Hühner in Käfigen. Statt jedoch die Tierschutzstandards bei der Hühnerhaltung zu erhöhen, habe Seehofer 2006 die nicht artgerechte Käfighaltung wieder zugelassen. Auf Antrag dürften sogar die alten Käfigbatterien bis Ende 2009 weiter betrieben werden.

Benning: „Die meisten Hühner in Deutschland stehen zu Hunderttausenden eng gedrängt in den Ställen von gerade einmal 83 Hühnerbaronen. Agrarminister Seehofer hat diese überproportional unterstützt, während gleichzeitig die Umstellung auf artgerechte Tierhaltung komplett gestrichen wurde. Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen eine Trendwende. Seehofer muss dem jetzt folgen und ökologische und artgerechte Tierhaltungsformen stärker fördern.“

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Brandenburg: 8.201 Kilogramm Milch je Kuh

Themen: Brandenburg,Handel,Milch,Rinder,Statistik — info @ 12:03

Tiere in Uckermark und Oberhavel mit höchster Milchleistung
Potsdam (agrar.de) – Die Milchleistung der Brandenburger Milchkühe hat 2007 deutlich zugenommen. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg lag die Milchleistung je Milchkuh im abgelaufenen Kalenderjahr bei 8.201 Kilogramm. Im Vergleich zum Vorjahr (8.020 Kilogramm) nahm die Leistung um 181 Kilogramm bzw. um 2,3 Prozent zu.

Insgesamt wurden 2007 in Brandenburg mehr als 1,34 Millionen Tonnen Kuhmilch (natürlicher Fettgehalt) erzeugt. Die leistungsstärksten Tiere wurden in den Landkreisen Uckermark mit über 8.900 Kilogramm und Oberhavel mit über 8.800 Kilogramm gehalten.

Der durchschnittliche Milchkuhbestand verringerte sich 2007 um 2,4 Prozent auf
163.600 Tiere. Diese Entwicklung ist u. a. auf das marktregulierende Instrument der Milchquotenregulierung zurückzuführen.

Mit 1,30 Millionen Tonnen wurde der Großteil (96,8 Prozent) der erzeugten Milchmenge an Molkereien und Händler geliefert. Diese Milch wurde zu Trinkmilch, Käse, Butter, Joghurt und anderen Milcherzeugnissen verarbeitet.

Die Menge der im Betrieb vor allem in der Kälberaufzucht verfütterten Milch lag bei
cirka 38.000 Tonnen (2,8 Prozent). Die im Erzeugerbetrieb direkt vermarktete oder verarbeitete Milchmenge umfasste cirka 4.000 Tonnen. Der Anteil an der insgesamt erzeugten Milchmenge lag bei 0,3 Prozent.

Von der abgelieferten Brandenburger Milchmenge erhielten die heimischen Molkereien 641.610 Tonnen (49,4 Prozent). 657.404 Tonnen wurden an Molkereien in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz geliefert. An die heimischen Molkereien wurden dagegen 185.027 Tonnen Milch aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Bayern und Berlin geliefert.

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Weniger Arbeitskräfte 2007 in Brandenburgs Landwirtschaft

Potsdam (agrar.de) – Nach Ergebnissen der im Mai 2007 durchgeführten Agrarstrukturerhebung waren rund 38.600 Personen in den 6.700 landwirtschaftlichen Betrieben Brandenburgs beschäftigt.

Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg bedeutete dies einen Rückgang gegenüber 2005 um 1.100 Personen bzw. 3 Prozent. Jede Arbeitskraft bewirtschaftete 2007 durchschnittlich 34 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Die Arbeitsleistung lag im Jahr 2007 bei 1,6 vollbeschäftigtenPersonen je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche.
Von den in der Landwirtschaft insgesamt Beschäftigten waren 8.400 familienarbeitskräfte und 30.200 familienfremde Arbeitskräfte, darunter 12.800 nicht ständig Beschäftigte (Saisonarbeitskräfte).

Während sich die Zahl der Familienarbeitskräfte gegenüber 2005 um fast 2 Prozent
erhöhte, ging die der ständig und nicht ständig Beschäftigten um 4 Prozent zurück. Fast 78 Prozent der 17.400 ständig beschäftigten Arbeitskräfte (2005: 17.900) waren vollbeschäftigt. Der Anteil der männlichen Personen an der Vollbeschäftigung betrug rund 70 Prozent.

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EU-Kommission veröffentlicht ab 2009 Empfänger von Agrarbeihilfen

Themen: Agrarbericht,Agrarrecht,EU,Förderung,GAP,Statistik — info @ 11:03

Brüssel (agrar.de) – Empfänger von EU-Agrarbeihilfen müssen künftig veröffentlicht werden. Diese neue Regelung gilt für Zahlungen zu Gunsten der Landwirtschaft und der Entwicklung des ländlichen Raums.

Bis zum 30. April 2009 sollen die Mitgliedstaaten auf ihren Webseiten den vollständigen Namen, die Gemeinde und wenn möglich die Postleitzahl des Empfängers in klarer und harmonisierter Form zur Abfrage bereitstellen. Mit einer multifunktionellen Suchmaschine kann die breite Öffentlichkeit direkte Zahlungen an einzelne Landwirte wie auch nationale und EU-Zuschüsse zur ländlichen Entwicklung recherchieren. „Es handelt sich hier um das Geld der Steuerzahler, und daher muss sich jeder darüber informieren können, was mit diesem Geld geschieht“, erklärte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel.

„Die Transparenz soll auch die Verwaltung der Mittel verbessern, indem die öffentliche Kontrolle über die Mittelverwendung verstärkt wird. Nur so können wir eine sachlich fundierte Debatte über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik gewährleisten. Für diese Transparenz haben wir uns zusammen mit dem Europäischen Parlament eingesetzt, und wir begrüßen, dass nun eine Einigung über die Funktionsweise des Systems erzielt worden ist“, so die Kommissarin weiter.

Die Informationen müssen demnach alljährlich bis zum 30. April für das vorangehende Haushaltsjahr bereitgestellt werden und ab dann auf der Webseite zwei Jahre zugänglich sein. Gleichzeitig müssen die Mitgliedsstaaten die Zahlungsempfänger über ihre Veröffentlichung unterrichten. Die Begünstigten werden außerdem auf ihre Rechte im Rahmen der europäischen Datenschutzbestimmungen hingewiesen. Den Mitgliedstaaten steht es auch frei, noch detailliertere Informationen offen zu legen. Die EU-Kommission richtet eine eigene Webseite ein, die mit den entsprechenden Suchseiten der einzelnen EU-Mitglieder verbindet.

Bereits jetzt sind einige nationale Webseiten mit dbzgl. Veröffentlichungen verfügbar.

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EU: Agrarministerrat beschließt Quotenerhöhung

Themen: EU,GAP,Milch,Rinder,Wirtschaft — info @ 09:03

Brüssel/Berlin (agrar.de) – Die Milchquote wird in der EU im April um zwei Prozent angehoben. Dies hat der EU-Agrarministerrat am Montag in Brüssel beschlossen. Die steigende Nachfrage nach Milchprodukten in Russland und Asien erlaube einen solchen Schritt, erklärte dazu die EU-Kommission.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisierte die heute vom Agrarrat gegen Deutschland und Österreich beschlossene Aufstockung der EU-Milchquoten um zwei Prozent hart. Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktsituation sei die Quotenerhöhung das völlig falsche Signal.

Nur Deutschland und Österreich haben gegen die Quotenanhebung gestimmt. Frankreich hat sich der Stimme enthalten. Die Niederlande und Polen hatten sogar eine 5-prozentige Ausdehnung der Milchmenge gefordert, um zusätzliche Absatzpotenziale nutzen zu können.

Das Verhalten der Mehrheit des Agrarrates ist für den DBV nicht akzeptabel. Nach dieser unver­ständlichen Entscheidung des Agrarrates sei es jetzt umso dringlicher, dass die EU-Kom­mission unverzüglich ein geschlossenes Gesamtkonzept zur Sicherung einer nachhaltigen Milchproduktion in Europa vorlegt. Zum einen müssten die Verbesserung der Wett­bewerbsfähigkeit der Milch­produktion in Europa gezielt gefördert und zum anderen spezifische Begleit­maßnahmen für Milcherzeuger in benachteiligten Regionen entwickelt werden. Punktuelle Entscheidungen wie die jetzige Entscheidung der Milchquote seien auf diesem Wege mehr als hinderlich, erklärte der DBV.

„Das ist zum jetzigen Zeitpunkt ein falsches Signal für die Milchbauern“, erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. Er wies auf die fallenden Preise für Magermilchpulver und Butter hin.

Der Europäische Milchindustrieverband geht davon aus, dass von den zusätzlichen 2,84 Mio. Tonnen Quote nur rund die Hälfte genutzt wird.

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17. März 2008

Immer weniger Hausschlachtungen in Sachsen

Dresden (agrar.de) – Mit über 64.900 Tonnen Fleisch wurden 2007 in Sachsen 6.500 Tonnen (elf Prozent) mehr als im Vorjahr erschlachtet. Dies ist zugleich die höchste Fleischmenge der vergangenen acht Jahre. Diese Menge stammt aus 597.400 gewerblichen und 28.600 Hausschlachtungen (ohne Geflügel). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden dafür 560.200 Schweine, 35.900 Rinder, 23.700 Schafe, 3.900 Kälber sowie 2.000 Ziegen und 400 Pferde der Schlachtung zugeführt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden, außer bei Rindern, für alle Tierarten höhere Schlachtzahlen ausgewiesen. Die Rinderschlachtungen erreichten demgegenüber erneut einen neuen Tiefpunkt.

Mit knapp 53.300 Tonnen ist Schweinefleisch zu 82 Prozent an der Gesamtschlachtmenge beteiligt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich diese Menge um 6.600 Tonnen (14 Prozent). Das durchschnittliche gewerbliche Schlachtschwein brachte 95 Kilogramm – ein Kilo weniger als im Vorjahr – auf die Waage.

Die gut 10.700 Tonnen Rindfleisch entsprechen einem Anteil von knapp 17 Prozent an der Gesamtfleischmenge. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 850 Schlachtungen bzw. 127 Tonnen Rindfleisch (gut ein Prozent) weniger. Die erschlachtete Rindfleischmenge resultiert aus der Schlachtung von 11.050 Bullen und Ochsen, 19.150 Kühen und knapp 5.700 Färsen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 600 Bullen und Ochsen sowie 600 Färsen weniger. Demgegenüber wurden rund 350 Kühe mehr geschlachtet. Die Kalbfleischmenge erhöhte sich geringfügig um vier auf 275 Tonnen. Dafür wurden 3.900 Kälber – 58 mehr als 2006 – geschlachtet.

Die Schlachtung von knapp 23.700 Schafen erbrachte eine Fleischmenge von 521 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Schafschlachtungen um 1.600 (sieben Prozent). Des Weiteren wurden 2007 in Sachsen 2.000 Ziegen und 415 Pferde geschlachtet, die 36 Tonnen Ziegen- bzw. 110 Tonnen Pferdefleisch erbrachten. Dies sind zum Vorjahr eine Tonne Ziegen- und fünf Tonnen Pferdefleisch mehr.

Die Zahl der durchgeführten Hausschlachtungen verringerte sich bis auf Ziegen (+ 33) und Pferde (+ 13) bei allen Tierarten. Mit 14.750 hausgeschlachteten Schweinen entfällt über die Hälfte aller Hausschlachtungen auf diese Tierart. Die bei Hausschlachtungen erschlachtete Fleischmenge beläuft sich auf knapp 2.800 Tonnen. Dies sind vier Prozent der gesamten Fleischmenge. Bei Kälbern, Schweinen und Schafen wurden die bisher wenigsten hausgeschlachteten Tiere seit Einführung dieser Statistik (1990) erfasst.

Nach vorläufigen Angaben wurden 2007 in Deutschland rund 6,2 Millionen Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erschlachtet – darunter 4,99 Millionen Tonnen (80 Prozent) Schweine- und 1,15 Millionen Tonnen (gut 18 Prozent) Rindfleisch. Der sächsische Anteil an der deutschen Gesamterzeugung an Fleisch (ohne Geflügel) belief sich 2007 lediglich auf ein Prozent.

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Rheinland-Pfalz: Boden- und Freilandhaltung nehmen zu

Bad Ems (agrar.de) – In Rheinland-Pfalz werden wieder mehr Hühnereier erzeugt. Die Jahresproduktion belief sich im 2007 nach Angaben des Statistischen Landesamtes auf rund 170 Millionen Stück. Das waren drei Prozent mehr als zwei Jahre zuvor. Im Jahr 2005 war die heimische Eiererzeugung auf einen Tiefstand gefallen (165 Millionen Stück).

Sieben von zehn Eiern stammten aus den größeren Betrieben mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen. Unter den Haltungsformen in diesen Betrieben überwiegt noch die Käfighaltung (61 Prozent; 74 Millionen Eier). Ihre Bedeutung schwindet jedoch zusehends – so lag ihr Anteil vor zehn Jahren noch bei knapp 97 Prozent. Die Bestände mit Boden- und Freilandhaltung breiten sich dagegen immer mehr aus. Die Bodenhaltung (41 Millionen Eier) konnte ihren Anteil von 2,9 Prozent im Jahr 1997 auf knapp 34 Prozent steigern. Auch die Freilandhaltung (6,1 Millionen Eier) verzeichnete mit einem aktuellen Marktanteil von fünf Prozent ein starkes Wachstum (1997: 0,4 Prozent).

Der Bedarf an Hühnereiern in Rheinland-Pfalz kann allerdings nicht von der heimischen Landwirtschaft gedeckt werden. Legt man den bundesdurchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 68 Eiern im Jahr für den Direktverzehr zugrunde, so müssten dazu rund 38 Prozent der Eier aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland importiert werden. Bezieht man zusätzlich noch die Lebensmittel ein, in denen Eier verarbeitet werden (Fertiggerichte, Backwaren, Nudeln etc.), so ergibt sich sogar ein Importbedarf von knapp 80 Prozent.

Der niedrige Selbstversorgungsgrad hängt in erster Linie mit den geringen Legehennenbeständen zusammen. Nach der aktuellen Viehzählung 2007 wurden in den 2.405 rheinland-pfälzischen Betrieben 656.000 Legehennen (mindestens ein halbes Jahr alt) gehalten. Immerhin stieg ihre Zahl gegenüber der letzten Zählung 2005 um gut 7 Prozent.

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Mecklenburg-Vorpommern: Betriebe verfügen über die größte Flächenausstattung in Deutschland

Schwerin (agrar.de) – In Mecklenburg-Vorpommern gab es 2007 nach Mitteilung des Statistischen Amtes 5.432 Landwirtschaftsbetriebe, die eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von zusammen 1,356 Millionen Hektar bewirtschafteten. Obwohl sich die Anzahl der Betriebe bei fast gleich gebliebener Fläche erhöht hat (2005: 5.151 Betriebe), ist die durchschnittliche Flächenausstattung mit 250 Hektar nach wie vor die größte im Vergleich der Bundesländer (Deutschland 2007: 46 Hektar).

Landwirtschaftliche Einzelunternehmen sind mit 3.849 Betrieben bzw. 71 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe die zahlenmäßig vorherrschende Rechtsform. Sie bewirtschaften zusammen 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche und verfügen über durchschnittlich 104 Hektar (zum Vergleich Deutschland: 33 Hektar).

1.362 dieser bäuerlichen Familienbetriebe werden mit einer Durchschnittsgröße von 242 Hektar im Haupterwerb geführt (Deutschland: 57 Hektar). 2.487 sind Nebenerwerbsbetriebe mit 29 Hektar mittlerer Betriebsgröße (Deutschland: 14 Hektar).

Die insgesamt 599 Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) verfügen über durchschnittlich 378 Hektar und bewirtschaften damit zusammen 17 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. 115 Kommanditgesellschaften (KG) mit einer Durchschnittsgröße von 593 Hektar nutzen 5 Prozent der Fläche; auf die 110 GmbH & Co. KG entfallen mit durchschnittlich 869 Hektar 7 Prozent.

Von den 735 Betrieben in der Hand von juristischen Personen des privaten Rechts dominieren nach der Betriebsgröße die 159 eingetragenen Genossenschaften (e. G.). Sie verfügen im Durchschnitt über 1.411 Hektar und haben einen Flächenanteil von 17 Prozent. Die mittlere Flächenausstattung der 518 GmbH beträgt 603 Hektar und der Flächenanteil 23 Prozent.

Der Anteil der einzelnen Rechtsformen an der landwirtschaftlich genutzten Fläche hat sich in den vergangenen Jahren leicht zugunsten der natürlichen Personen verändert. Während 1999 die Einzelunternehmen 27 Prozent der Fläche bewirtschafteten, waren es 2007 rund 30 Prozent. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil der eingetragenen Genossenschaften von 20 auf 17 Prozent zurück.

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