27. März 2008

Weniger aber größere Traktoren auf den Höfen

Themen: Agrarstruktur,Landtechnik,Statistik — info @ 18:03

Bonn (agrar.de) Hat ein Auto seinen Dienst getan und kaum noch Chancen über den nächsten TÜV zu kommen, dann führt sein Weg unweigerlich zum Schrottplatz.

In aller Regel wird das Altauto durch ein neues ersetzt. Das dürfte eigentlich auch für alte Traktoren gelten. Auf deutschen Bauernhöfen werden jedoch nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn längst nicht mehr alle alten Traktoren nach ihrer Verschrottung durch neue ersetzt.

Der Höhepunkt der Motorisierungswelle wurde 1985 mit 1,48 Mio. Traktoren erreicht. Seither geht jedoch die Zahl dieser landwirtschaftlichen Zugmaschinen wieder zurück. So betrug der gesamte Traktorenbestand in der Landwirtschaft 2003 rund 797.500 Stück.

Die Entwicklung des Traktorenbestandes ist nach Aussagen des RLV insbesondere ein Spiegelbild des Strukturwandels in der Landwirtschaft: weniger Bauernhöfe brauchen auch weniger Traktoren. Allerdings werden nach wie vor durchschnittlich zwei Traktoren pro Betrieb eingesetzt. Und im Gegensatz zur Entwicklung der Stückzahl werden die Traktoren immer größer, da die wachsenden Betriebe auch höhere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft der Maschine stellen. Betrug die Motorleistung je Schlepper 1985 noch 31,3 kW erhöhte sie sich bis 2006 auf 44,7 kW.

Entwicklung des Schlepperbestandes 2001 bis 2007,
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