17. März 2008

Immer weniger Hausschlachtungen in Sachsen

Dresden (agrar.de) – Mit über 64.900 Tonnen Fleisch wurden 2007 in Sachsen 6.500 Tonnen (elf Prozent) mehr als im Vorjahr erschlachtet. Dies ist zugleich die höchste Fleischmenge der vergangenen acht Jahre. Diese Menge stammt aus 597.400 gewerblichen und 28.600 Hausschlachtungen (ohne Geflügel). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden dafür 560.200 Schweine, 35.900 Rinder, 23.700 Schafe, 3.900 Kälber sowie 2.000 Ziegen und 400 Pferde der Schlachtung zugeführt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden, außer bei Rindern, für alle Tierarten höhere Schlachtzahlen ausgewiesen. Die Rinderschlachtungen erreichten demgegenüber erneut einen neuen Tiefpunkt.

Mit knapp 53.300 Tonnen ist Schweinefleisch zu 82 Prozent an der Gesamtschlachtmenge beteiligt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich diese Menge um 6.600 Tonnen (14 Prozent). Das durchschnittliche gewerbliche Schlachtschwein brachte 95 Kilogramm – ein Kilo weniger als im Vorjahr – auf die Waage.

Die gut 10.700 Tonnen Rindfleisch entsprechen einem Anteil von knapp 17 Prozent an der Gesamtfleischmenge. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 850 Schlachtungen bzw. 127 Tonnen Rindfleisch (gut ein Prozent) weniger. Die erschlachtete Rindfleischmenge resultiert aus der Schlachtung von 11.050 Bullen und Ochsen, 19.150 Kühen und knapp 5.700 Färsen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 600 Bullen und Ochsen sowie 600 Färsen weniger. Demgegenüber wurden rund 350 Kühe mehr geschlachtet. Die Kalbfleischmenge erhöhte sich geringfügig um vier auf 275 Tonnen. Dafür wurden 3.900 Kälber – 58 mehr als 2006 – geschlachtet.

Die Schlachtung von knapp 23.700 Schafen erbrachte eine Fleischmenge von 521 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Schafschlachtungen um 1.600 (sieben Prozent). Des Weiteren wurden 2007 in Sachsen 2.000 Ziegen und 415 Pferde geschlachtet, die 36 Tonnen Ziegen- bzw. 110 Tonnen Pferdefleisch erbrachten. Dies sind zum Vorjahr eine Tonne Ziegen- und fünf Tonnen Pferdefleisch mehr.

Die Zahl der durchgeführten Hausschlachtungen verringerte sich bis auf Ziegen (+ 33) und Pferde (+ 13) bei allen Tierarten. Mit 14.750 hausgeschlachteten Schweinen entfällt über die Hälfte aller Hausschlachtungen auf diese Tierart. Die bei Hausschlachtungen erschlachtete Fleischmenge beläuft sich auf knapp 2.800 Tonnen. Dies sind vier Prozent der gesamten Fleischmenge. Bei Kälbern, Schweinen und Schafen wurden die bisher wenigsten hausgeschlachteten Tiere seit Einführung dieser Statistik (1990) erfasst.

Nach vorläufigen Angaben wurden 2007 in Deutschland rund 6,2 Millionen Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erschlachtet – darunter 4,99 Millionen Tonnen (80 Prozent) Schweine- und 1,15 Millionen Tonnen (gut 18 Prozent) Rindfleisch. Der sächsische Anteil an der deutschen Gesamterzeugung an Fleisch (ohne Geflügel) belief sich 2007 lediglich auf ein Prozent.

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