31. März 2008

Impfstoff gegen Blauzungenkrankheit wird ab Mitte Mai ausgeliefert

Düsseldorf 8agrar.de) – Der Impfstoff gegen die für Menschen ungefährliche Blauzungenkrankheit wird ab Mitte Mai ausgeliefert. Nordrhein-Westfalen wird nach einer Information des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) über drei Millionen Dosen des Impfstoffes erhalten und kann damit die etwa 250.000 Schafe im Land komplett impfen, ebenso die rund 400.000 Milchkühe und Fleischrinder sowie deren Nachzuchten. Die etwa 800.000 Mastbullen in Nordrhein-Westfalen brauchen nicht geimpft zu werden, da sie ganzjährig im Stall gehalten werden. Für Schafe ist eine, bei Rindern sind zwei Impfungen notwendig.

„Da die Blauzungenkrankheit typischerweise im Spätsommer besonders stark auftritt, sind die Tiere damit bis zum Höhepunkt der Krankheit geschützt“, so Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg. Den genauen Impfplan wird der Minister Ende dieser Woche bekannt geben. Die Kosten für die Impfungen übernehmen Land und Tierseuchenkasse, dafür stehen sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Da es bei Schafen im letzten Jahr zu besonders schweren Krankheitssymptomen und vielen Todesfällen kam, wird ihre Impfung verpflichtend für ganz Nordrhein-Westfalen angeordnet. Bei Rindern sind die Symptome der Krankheit meist nicht so stark. Sie äußern sich vor allem in nachlassender Milchleistung sowie Fehlgeburten (Verkalbung). Im letzten Jahr haben das Land und die Tierseuchenkasse mehr als zehn Millionen Euro für Entschädungen an Tierhalter ausgezahlt, deren Tiere an der Blauzungenkrankheit verendet sind oder getötet werden mussten. Neben rund 30.000 Schafen waren dies auch etwa 8.000 Rinder.

Links zum Thema Tiergesundheit.

Tierärzte: Bekämpfung der Blauzungenerkrankung droht zu scheitern

Frankfurt (agrar) – Nach einer rasanten Ausbreitung der Blauzungenkrankheit im vergangenen Jahr befürchtet der Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt), Dr. Hans-Joachim Götz, dass die Krankheit in 2008 katastrophale Ausmaße annimmt.

Obwohl die EU und das zuständige Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) alle notwendigen rechtlichen Voraussetzungen für eine Impfung der Wiederkäuerbestände geschaffen haben, sind die Vorbereitungen auf Länderseite leider unzureichend. Denn nur eine flächendeckende Impfung aller Schafe, Ziegen und Rinder rechtzeitig vor Weideaustrieb, also spätestens bis Mitte April, kann verhindern, dass die Gnitzen (Stechmücken), die die Krankheitserreger beim Blutsaugen aufnehmen und auf andere Tiere übertragen, während der Weidesaison auf eine Vielzahl von bereits mit dem Virus befallenen Tieren (Virusreservoir) treffen. „Was wir dringend brauchen“, so Hans-Joachim Götz, „sind ausreichende Mengen an Impfdosen und klare Informationen der Tierhalter und Tierärzte, damit umgehend mit den Impfungen begonnen werden kann.“ Dabei sind Diskussionen über Ausnahmen von der generellen Impfpflicht nach Ansicht des Verbandes schädlich, da sie Unsicherheit schaffen und das Ziel der Ausmerzung der Seuche gefährden. Ein nachhaltiger Impferfolg ist nach Ansicht der Wissenschaft übrigens nur zu erreichen, wenn 80 Prozent der empfänglichen Tiere geimpft sind.

Als unverantwortlich bezeichnet Götz in diesem Zusammenhang die von verschiedenen Stellen geäußerte These, Rinderbestände durchseuchen zu lassen, um danach auf eine natürliche Immunität der Tiere vertrauen zu können. „Manchen scheinen die schweren Leiden der erkrankten Tiere und der oft tödliche Krankheitsverlauf nicht so schwer zu wiegen wie die Kosten von rund 4 bis 5 Euro für die Impfung pro Tier“, vermutet bpt-Präsident Götz. Mit einer Impfung kann den Tieren erhebliches Leid erspart werden.

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte fordert die zuständigen Länderbehörden und Impfstoffhersteller deshalb auf, nun zügig zu handeln. Denn Zeit ist bereits genug vertan worden. Unter dem Titel „Für eine effektive Bekämpfung der Blauzungenkrankheit“ hat der bpt ein Positionspapier entwickelt, das den Verantwortlichen in Bund und Ländern vorliegt. Das Positionspapier kann auf der Homepage des Verbandes abgerufen werden.

Links zum Thema Tiere.

Thüringen: Weiterer Rückgang der Käfighaltung bei Legehennen

Erfurt (agrar.de) – Die 24 Thüringer Betriebe mit einer Legehennenhaltung ab 3.000 Haltungsplätzen verfügten zum Stichtag 1. Dezember 2007 über eine Kapazität von 2,23 Millionen Plätzen. Davon waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 1,17 Millionen Plätze in der Käfighaltung, 698.000 Plätze in der Bodenhaltung und 315.000 Plätze in der Freilandhaltung. 45.000 Haltungsplätze waren Grundlage für die Produktion von Eiern aus ökologischer Erzeugung.

52,6 Prozent der am 1. Dezember 2007 vorhandenen Hennenhaltungsplätze entfielen auf die Käfighaltung. Vor zehn Jahren waren es noch 84,1 Prozent und vor einem Jahr gehörten mit 1,25 Millionen Plätzen noch 56,8 Prozent aller Kapazitäten der Betriebe auf die Aufstallung in Käfigen bzw. Legehennenbatterie.

Dem entgegen erhöhten sich die Kapazitäten in der Bodenhaltung gegenüber dem Vorjahr um 104.000 Plätze. Diese Haltungsform erreichte einen Anteil an der gesamten Produktionskapazität von 31,3 Prozent (2006: 26,9 Prozent; 1997: 12,2 Prozent).

Erstmalig zum Stichtag 1. Dezember 2007 wurden auch die Kapazitäten für die ökologische Erzeugung von Eiern als eigene Haltungsform erhoben, die bisher in der Freilandhaltung enthalten waren. Zwei Prozent der Hennenhaltungsplätze insgesamt waren zum Stichtag 1. Dezember in ökologischer Erzeugung.

Die Entwicklung der Freilandhaltung verlief analog der Entwicklung in der Bodenhaltung. 1997 hatte die Freilandhaltung mit einem Anteil von 3,7 Prozent eine geringe Bedeutung. 2007 entsprachen die Kapazitäten in Freilandhaltung einschließlich ökologischer Erzeugung annähernd der Anzahl von 2006 (+ 1.300 Plätze bzw. 0,4 Prozent). Zusammen lag der Anteil der Freilandhaltung und der ökologische Erzeugung bei 16,2 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Thüringen.

30. März 2008

Erster Agrar-Pachtspiegel online

Rheine (agrar.de) – Kauf- und Pachtpreise für Acker und Grünland sind ein wichtiges betriebswirtschaftliches Thema für Landwirte. @grar.de präsentiert mit dem Pachtspiegel erstmalig eine bundesweite Übersicht regionaler Durchschnittspreise für die Landpacht.

Wir haben für Sie aktuelle Nachrichten zum Bodenmarkt und Pachtpreise nach Nutzungsarten (Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Futterbau, Milch, Veredlung etc.) sowie nach Betriebsgrößen zusammengestellt.

Auf einer interaktiven Deutschland-Karte werden zunächst die Pachtanteile der Länder angezeigt. Relevante Nachrichten sowie detaillierte Informationen zu den einzelnen Bundesländern, zusammengestellt aus Agrarberichten und anderen statistischen Auswertungen werden über die Karte zugängig gemacht. Weitere Informationen, z.B. aktuelle Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke, werden folgen.

–> www.pachtspiegel.de

Links zum Thema Besitz und Pacht.

28. März 2008

Agrarpreise und Betriebsmittel-Kosten gestiegen

Statistisches Bundesamt legt aktuelle Preiszahlen vor – Schweine haltende Betriebe nach wie vor in der Verlustzone

Berlin (agrar.de) – Den im Vergleich zum Vorjahr vor allem bei Getreide, Raps, Milch, Eier und Geflügel gestiegenen Erzeugerpreisen stehen deutlich höhere Preise für die einge­kauften Betriebs­mittel – vor allem Futtermittel, Düngemittel, Energie und Saatgut – gegenüber, teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Nach den aktuell für Januar 2008 vorliegenden Preiserhebungen des Statistischen Bundesamtes sind die Einkaufs­preise für landwirt­schaftliche Betriebsmittel gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,6 Prozent angestiegen. Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise haben sich durchschnittlich um 19,8 Prozent im Vergleich zum Januar 2007 erhöht.

Innerhalb des letzten Quartals – also zwischen Oktober 2007 und Januar 2008 – sind die Betriebsmittelpreise mit plus 4,1 Prozent sogar wieder schneller als die landwirtschaft­lichen Erzeugerpreise (plus 2,6 Prozent) gestiegen. Nach Einschätzung des DBV sind damit die Landwirte auch bei gestiegenen Erzeugerpreisen dazu gezwungen, die Pro­duktionskosten soweit wie möglich im Griff zu halten. Besonders schwierig stellt sich die wirtschaftliche Situation in den Produktionszweigen dar, wo den stark gestiegenen Kosten eine geringere Erhöhung der Erzeugerpreise gegenübersteht, wie etwa in der Schweine­haltung.

In diesem Zusammenhang weist der DBV auf die weiter Besorgnis erregende Situation bei Schweine haltenden Betrieben hin. Auch wenn die Schweinepreise in den vergange­nen Wochen leicht angezogen sind, reicht dies bei weitem nicht aus, um die stark gestie­ge­nen Kosten zu decken. So liegen die Ferkelnotierungen seit gut einem Jahr unter 40 Euro je Ferkel, zeitweise kosteten Ferkel weniger als 30 Euro. Trotz der leichten Aufwärtsent­wicklung auf etwas über 40 Euro pro Ferkel seit Mitte Februar, bleibt die Lage ange­spannt. Immer noch fehlen den Sauenhaltern wenigstens 25 Euro für ein Ferkel, um die Verlustzone verlassen zu können. Schweinemäster brauchen nach DBV-Berechnungen etwa 1,85 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht, um alle Kosten decken zu können; derzeit liegt die Notierung bei lediglich 1,47 Euro.

Europäische Bauernverbände: Eiweißpflanzenanbau erhalten

Themen: Agrarstruktur,EU,GAP,Pflanzen,Verbände — info @ 09:03

Brüssel (agrar.de) – Die europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände COPA/COGECA warnen, dass bei Eiweißpflanzen ein Produktionssturz in der Europäischen Union zu verzeichnen sei, während weltweit diese Kulturen ein jährliches Wachstum verzeichnen würden. Gleichzeitig importiere die Europäische Union zur Versorgung ihrer Sparten Ernährung und tierische Produktion über 70 Prozent ihres Bedarfs an pflanzlichen Proteinen. Diese große Abhängig­keit von Drittlandimporten zusammen mit der hohen Volatilität der Weltmarktpreise bei landwirtschaftlichen Rohstoffen lasse die Europäische Union extrem anfällig werden. Daher müsse diese Versorgung dringend abgesichert und diversifiziert werden. Dies müsse auch bei der Debatte um den Health Check der EU Agrarpolitik berücksichtigt werden, so das Votum von COPA/COGECA bei einer Fachtagung am 26. März in Brüssel.

In der von Dr. Klaus Kliem, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Protein­pflanzen (UFOP), geleiteten Debatte wurde festgestellt, dass die bisherigen Prämienregelungen im Rahmen der EU-Agrarpolitik nicht ausreichten, um den negativen Trend für die heimischen Körnerleguminosen aufzuhalten. Die Agrarumweltpro­gramme der Zweiten Säule der Agrarpolitik stellen darüber hinaus bisher keinen ausreichen­den Anreiz dar und müssten in diesem Punkt verbessert werden. Der französische Eiweiß­pflanzen-Verband UNIP forderte vor diesem Hintergrund eine deutliche Erhöhung der gekoppelten Eiweißpflanzen-Beihilfe.

Auch aus wissenschaftlicher und ackerbaulicher Sicht gebe es zahlreiche Belege für die Vorteile von Ackerbohnen, Futtererbsen und Süßlupinen. Insbesondere für die Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft sind Eiweißpflanzen in Europa unverzichtbar. Demnach würde der Anbau von 20 Prozent Körnerleguminosen in einer Fruchtfolge pro Hektar Anbau­fläche den Energiebedarf um 13 Prozent reduzieren, die Versauerung um 18 Prozent verrin­gern und den Beitrag zur globalen Erwärmung um 14 Prozent mindern.

Auf der Brüsseler Veranstaltung wurde die Notwendigkeit für eine umfassende Strategie zu Gunsten heimischer Körnerleguminosen anhand geeigneter Maßnahmen herausgearbeitet. Dieses Programm müsse die Körnerleguminosenzüchtung, den Anbau und die Vermarktung, Verarbeitung sowie Verwendung umfassen. Falls diese Besserstellung heimischer Körner­legu­minosen im Rahmen des Health Check nicht umgesetzt werden könne – so das Resümee der Debatte – gehe für Europa Know-how und Innovationspotenzial im Bereich Eiweißpflanzen unwiederbringlich verloren.

DBV fordert Änderung der Novel-Food-Verordnung

Themen: EU,Lebensmittel,Verbände — info @ 09:03

Born: Klonfleisch darf nicht in den Lebensmittelmarkt kommen

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) verfolgt mit großer Sorge die Diskussion zur Änderungen der EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel, der Novel-Food-Verordnung. So wäre nach Einschätzung von DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born durch diesen Ver­ordnungsvorschlag eine Zulassung für Fleisch von geklonten Tieren als Lebensmittel für den menschlichen Verzehr grundsätzlich möglich. Dies müsse unbedingt verhindert werden, schrieb Born an den Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Gert Lindemann.

Er forderte das Bundeslandwirtschaftsministerium auf, bei den weiteren Beratungen der Novel-Food-Verordnung dafür Sorge zu tragen, dass Klonfleisch nicht in den Lebensmittel­markt kommen darf, ohne dass dieses von Landwirten und Verbrauchern akzeptiert wird. Seiner Ansicht nach wird eine Bewertung, die lediglich auf den Gesundheitsschutz abhebt, aber ethische Argumente sowie Fragen des Patentrechts weitgehend außer Acht lässt, der Thematik nicht gerecht.

In seinem Antwortbrief stimmte Staatssekretär Lindemann dieser Forderung des DBV zu. Er sagte zu, dass sich die deutsche Seite in den weiteren Beratungen des Verordnungsvorschlages in Brüssel dafür einsetzen werde, die Zulassung neuartiger Lebensmittel von einer ethischen Überprüfung abhängig zu machen. Mittlerweile hat sich auch der Bundesrat mit der Thematik beschäftigt und fordert entsprechende Korrekturen im Verordnungsvorschlag, wonach ein neuartiges Lebensmittel nur dann in die Gemeinschaftsliste aufgenommen werden darf, wenn hierzu keine ethischen Vorbehalte bestehen.

Links zum Thema Novel Food.

Landwirte arbeiten am längsten

Themen: Arbeitsmarkt,Landfrauen,Statistik,Wirtschaft — info @ 08:03

Bonn (agrar.de) In der Landwirtschaft wird im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen länger gearbeitet.

Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn hin. So arbeiten nach Angaben des statistischen Bundesamtes Landwirte im Durchschnitt 54 Stunden in der Woche. Angestellte im Bereich des produzierenden Gewerbes kämen nur auf 35 Stunden, während in der Gruppe der Arbeiter die ermittelte Arbeitszeit mit gut 34 Stunden noch etwas kürzer war.

Eine Besonderheit stelle – so der RLV – die Gruppe der „mithelfenden Familienangehörigen“ in der Landwirtschaft dar, die mit fast 34 Stunden Arbeitszeit in der Woche genauso lange arbeiten wie Angestellte und Arbeiter. Hier handle es sich vor allem um die Ehefrauen und Kinder der Landwirte, manchmal aber auch um die Eltern des Betriebsleiters oder andere Verwandte, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben lebten und arbeiteten. Diese Personengruppe, die in Deutschland rund 140 000 Menschen umfasse, habe in keinem anderen Wirtschaftsbereich eine solche Bedeutung wie in der Landwirtschaft, betont der Verband. Vor allem in viehhaltenden Betrieben, aber auch insbesondere während der Erntezeit seien die Familienmitglieder unersetzlich, denn ohne sie könnte die auf den Höfen tägliche anfallende Arbeit in den meisten Fällen nicht bewältigt werden.

Links zum Thema Landleben,
Links zum Thema Arbeitsmarkt.

Biogas-Bakterien richtig füttern

Themen: Bildung,Biogas,Energie,Nordrhein-Westfalen — info @ 08:03

Münster (agrar.de) – Fermenter einer Biogasanlage Biogas erzeugen heißt Bakterien füttern. Nur wenn die lieben Kleinen im Gärbehälter das richtige Futter bekommen und sich rundum wohlfühlen, produzieren sie reichlich Biogas. Landwirte, die ihre Biogasanlage wirtschaftlich betreiben wollen, müssen sich deshalb um das Futter für die Biogasanlage genau so kümmern wie bei Kühen oder Schweinen. Hier hilft ein Angebot der landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA NRW) der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Nach einer Analyse im Labor errechnet die LUFA für das eingesandte Material die zu erwartende Gasausbeute und den zu erwartenden Methan-Gehalt. Mit dem Ergebnis kann der Landwirt auch ausrechnen, was zugekauftes Futter für die Biogasanlage, zum Beispiel Mais wert ist. Außerdem werden die Energiegehalte angegeben, so dass auch der alternative Futterwert der Komponenten für die Rindviehhaltung richtig eingeschätzt werden kann.

Weitere Informationen gibt es am Telefon: 0251 / 2376-779 oder 0251 / 2376-764, per E-Mail oder auf der Internetseite der LUFA NRW.

Links zum Thema Biogas.

27. März 2008

Weniger aber größere Traktoren auf den Höfen

Themen: Agrarstruktur,Landtechnik,Statistik — info @ 18:03

Bonn (agrar.de) Hat ein Auto seinen Dienst getan und kaum noch Chancen über den nächsten TÜV zu kommen, dann führt sein Weg unweigerlich zum Schrottplatz.

In aller Regel wird das Altauto durch ein neues ersetzt. Das dürfte eigentlich auch für alte Traktoren gelten. Auf deutschen Bauernhöfen werden jedoch nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn längst nicht mehr alle alten Traktoren nach ihrer Verschrottung durch neue ersetzt.

Der Höhepunkt der Motorisierungswelle wurde 1985 mit 1,48 Mio. Traktoren erreicht. Seither geht jedoch die Zahl dieser landwirtschaftlichen Zugmaschinen wieder zurück. So betrug der gesamte Traktorenbestand in der Landwirtschaft 2003 rund 797.500 Stück.

Die Entwicklung des Traktorenbestandes ist nach Aussagen des RLV insbesondere ein Spiegelbild des Strukturwandels in der Landwirtschaft: weniger Bauernhöfe brauchen auch weniger Traktoren. Allerdings werden nach wie vor durchschnittlich zwei Traktoren pro Betrieb eingesetzt. Und im Gegensatz zur Entwicklung der Stückzahl werden die Traktoren immer größer, da die wachsenden Betriebe auch höhere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft der Maschine stellen. Betrug die Motorleistung je Schlepper 1985 noch 31,3 kW erhöhte sie sich bis 2006 auf 44,7 kW.

Entwicklung des Schlepperbestandes 2001 bis 2007,
Links zum Thema Landtechnik.

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