20. Februar 2008

Erfahrungsbericht 2007 zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Themen: Biogas,Energie,Kraftstoffe,Medien,Wirtschaft — info @ 16:02

Berlin (agrar.de) – Von 2000 bis 2006 hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch mehr als verdoppelt. Waren es zu Beginn des Jahrtausends noch 3,8 Prozent stieg diese Zahl bis 2006 auf 8,0 Prozent. Das geht aus dem Erfahrungsbericht 2007 zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hervor, den die Bundesregierung vorgelegt hat (16/7119).

In der Unterrichtung werden neben den politischen Rahmenbedingungen auch die Entwicklung und der Ausbau dieser Energiequelle evaluiert. So konnten allein im Strombereich im Jahr 2006 rund 44 Millionen Tonnen CO2 durch die Förderung erneuerbarer Energien eingespart werden. Neben den ökologischen Effekten sieht der Bericht aber auch positive ökonomische Impulse des EEG auf Innovation und Beschäftigung in Deutschland. So waren allein im Bereich der Erneuerbaren Energien im Jahr 2006 insgesamt rund 236.000 Menschen beschäftigt.

Links zum Thema Energie.

Bundesregierung will Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch ändern

Themen: Futtermittel,Lebensmittel — info @ 11:02

Berlin (agrar.de) – Die Bundesregierung will das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sowie andere Vorschriften ändern. Dazu hat sie einen Gesetzentwurf vorgelegt.

Im Zuge der verschiedenen Geschehen seit November 2005 in Zusammenhang mit überlagertem Fleisch sei deutlich geworden, dass vielfach nicht sichere Lebensmittel, nach dem sie von einem Abnehmer zurückgewiesen worden sind, so lange weiter angeboten würden, bis sie einen weniger sorgsamen Abnehmer finden würden, heißt es zur Begründung. Hier bestehe zum Schutz des Verbrauchers Handlungsbedarf. Deshalb sollen Lebensmittelunternehmer, die Grund zu der Annahme haben, dass ein für sie bestimmtes Lebensmittel nicht sicher ist, verpflichtet werden, die zuständigen Behörden zu informieren.

Auch für Futtermittel soll eine entsprechende Meldeverpflichtung geschaffen werden. Darüber hinaus sollen die Straf- und Bußgeldvorschriften insbesondere ein geändertes Gemeinschaftsrecht angepasst werden. Der Bundesrat macht in seiner Stellungnahme insgesamt zehn Änderungsvorschläge, die von der Bundesregierung in ihrer Gegenäußerung teilweise abgelehnt werden.

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19. Februar 2008

Legehennenhaltung in Sachsen 2007

Themen: Geflügel,Sachsen,Statistik,Tierbestände — info @ 15:02

Bodenhaltung erneut deutlich ausgeweitet – Käfighaltung dominiert jedoch weiterhin

Dresden (agrar.de) – Die 51 sächsischen Legehennenbetriebe mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen verfügten zum 1. Dezember 2007 über gut 4,1 Millionen Legehennenplätze. Dies sind 27.000 (knapp ein Prozent) mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Zugleich erhöhte sich die Zahl der berichtspflichtigen Legehennenhaltungen binnen Jahresfrist um weitere sieben Betriebe. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren diese Plätze zum Erhebungstermin mit knapp 3,5 Millionen Legehennen belegt und damit zu 85,1 Prozent ausgelastet.

Den Legehennenhaltungen werden vier Haltungsformen zugeordnet, die Käfig-, Boden- und Freilandhaltung sowie die ökologische Erzeugung. In 37 Betrieben wird lediglich eine Haltungsform angewendet. 14 Legehennenbetriebe nutzen zwei Formen. Die dominierende Haltungsform ist in Sachsen weiterhin die Käfighaltung. In elf Betrieben stehen knapp 3,2 Millionen Käfigplätze zur Verfügung. Der Käfighaltung werden somit 78 Prozent aller Plätze zugeordnet. Darunter sind knapp 147.000 Plätze in ausgestalteten Käfigen bzw. in der Kleingruppenhaltung. Weitere 350.000 Haltungsplätze (gut acht Prozent) sind in 23 Betrieben der Freilandhaltung bzw. ökologischen Erzeugung zugeordnet. Davon widmen sich 21 Betriebe der Freilandhaltung und zwei Betriebe betreiben eine ökologische Erzeugung. Erhebliche Kapazitätserweiterungen erfolgten in der Bodenhaltung. Binnen Jahresfrist verdoppelte sich fast die Zahl der Plätze von 294.000 auf 560.100. Der Anteil der Bodenhaltung beläuft sich auf 14 Prozent.

Die Nutzung der Legehennen erfolgt in diesen Eier erzeugenden Betrieben überwiegend nur über eine Legeperiode. Lediglich 39.700 Hennen (1,1 Prozent) in vier Betrieben ist eine zweite Legeperiode vergönnt.

Die Legehennenhaltung erfolgt in Sachsen überwiegend in großen spezialisierten Betrieben. Die vier größten sächsischen Legehennenhaltungen mit 200.000 und mehr Plätzen besitzen mit 2,9 Millionen Legehennenplätzen knapp 72 Prozent der vorhandenen Kapazität. Weniger als 10.000 Legehennenplätze weisen 15 Betriebe aus.

Mit 1,7 Millionen Plätzen verfügt der Regierungsbezirk Chemnitz über 41 Prozent der vorhandenen Kapazität. Rund 1,3 Millionen Legehennenplätze (31 Prozent) befinden sich im Regierungsbezirk Leipzig und 1,1 Millionen Plätze (28 Prozent) werden für den Regierungsbezirk Dresden ausgewiesen.

Zum 1. Dezember 2006 wurden in Deutschland in 1.253 Betrieben mit 3.000 und mehr Legehennenplätzen 39,6 Millionen Plätze erfasst. Sachsen wies zu diesem Zeitpunkt nach Niedersachsen und vor Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Haltungskapazität auf. Der Käfighaltung waren in Deutschland 71, der Bodenhaltung 15 und der Freilandhaltung 14 Prozent der vorhandenen Plätze zugeordnet.

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DRV: „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung ist Irreführung der Verbraucher

Themen: Gentechnik,Handel,Industrie,Verbände — info @ 14:02

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) begrüßt, dass Bundestag und Bundesrat die seit langem angekündigten Anbauregelungen für gentechnisch veränderten Mais im Rahmen der Novellierung des Gentechnikgesetzes verabschiedet haben. Im Vorfeld hatte sich der DRV konstruktiv in die Ausgestaltung dieser Anbauregelungen eingebracht.

In Abstimmung mit den genossenschaftlichen Unternehmen wird zugesichert, dass Körnermais, der außerhalb des zukünftigen Isolationsabstandes von 150 Metern zu einem Feld mit gentechnisch verändertem Mais angebaut wird, ohne weitere Auflagen zur Verwendung in der Futterwirtschaft aufgenommen wird.

Während die 150 Meter-Regelung sowohl von Gegnern als auch von Befürwortern der Grünen Gentechnik kritisiert wird, spricht sich DRV-Präsident Manfred Nüssel dafür aus, diese Regelung als Einstieg in die Koexistenz zu akzeptieren. Von der Bundesregierung erwartet er, dass auf Basis der zukünftigen Erfahrungen mit dem zunehmenden kommerziellen Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland die wissenschaftliche Notwendigkeit der Abstandsregelung zu einem späteren Zeitpunkt kritisch überprüft wird.

Dagegen wertet der DRV die von der Bundesregierung vorgenommene Aufweichung der bestehenden „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung von Lebensmitteln als Irreführung der Verbraucher. Es handelt sich um einen Versuch der Politik, das Marktsegment der Lebensmittel „ohne Gentechnik“ durch den Wegfall bestimmter Anforderungen an den Produktionsprozess künstlich zu erhöhen. Zukünftig lässt der Gesetzgeber bei Futtermitteln den Einsatz gentechnisch hergestellter Zusatzstoffe uneingeschränkt zu. Milch, Fleisch und Eier sind bereits dann „ohne Gentechnik“, wenn allein die Verabreichung von Futtermitteln mit EU-Gentechnik-Kennzeichnung zeitweise ausgeschlossen werden konnte.

Aus Sicht des DRV ist allerdings fraglich, ob vor dem Hintergrund des weltweit zweistelligen Zuwachses beim Anbau gentechnisch veränderter Futterpflanzen eine ausreichende Rohstoffbasis für die Erweiterung des bisherigen Nischensegmentes „ohne Gentechnik“ ohne ergänzende Erleichterungen für die Futterwirtschaft möglich ist.

„Bei Erfassung, Verarbeitung und Umschlag von Agrarrohstoffen lassen sich Vermischungen von konventionellen und gentechnisch veränderten Erzeugnissen nicht vermeiden“, so Präsident Nüssel. „Auf EU-Ebene dringend erforderlich sind deshalb praktikable Regelungen und Schwellenwerte für noch nicht zugelassene, aber bereits sicherheitsbewertete GVO-Sorten. Sonst können unsere Unternehmen die entsprechende Nachfrage nicht mit dem gewünschten Futtermittelangebot bedienen“, erklärte Nüssel in Berlin.

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Fast 1,1 Millionen Tonnen Äpfel im Jahr 2007 geerntet

Themen: Erntebericht,Handel,Obst,Statistik — info @ 13:02

Wiesbaden (agrar.de) – Die deutschen Baumobstbauern haben im vergangenen Jahr 1,07 Millionen Tonnen Äpfel geerntet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, machte diese Apfelernte gut 85 Prozent der gesamten deutschen Baumobsternte des Jahres 2007 aus. In den letzten zehn Jahren wurden nur im Jahr 2000 mit 1,13 Millionen Tonnen mehr Äpfel geerntet.

Der Ernteertrag je Hektar Anbaufläche war im letzten Jahr mit 33,7 Tonnen der höchste Wert seit der Erfassung der Ernteerträge in Tonnen je Hektar im Jahr 1993. Er lag damit um 24,3 Prozent über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre.

Die deutsche Apfelernte reicht jedoch bei weitem nicht, um den Inlandsverbrauch zu decken. Daher wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2007 nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik zusätzlich noch 495.000 Tonnen Frischäpfel eingeführt. Im Jahr 2006 waren insgesamt 786.700 Tonnen Äpfel importiert worden, die vorwiegend aus Italien stammten. Gleichzeitig exportierte Deutschland in der Zeit von Januar bis September 2007 95.200 Tonnen und im Jahr 2006 etwa
104.100 Tonnen Frischäpfel.

Die wichtigsten deutschen Apfel-Anbaugebiete liegen in Baden-Württemberg
(Bodenseeregion) und in Niedersachsen (Altes Land) sowie in Sachsen.

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DRV: Genossenschaften mit deutlichem Umsatzplus

Themen: Handel,Verbände,Wirtschaft — info @ 13:02

Berlin (agrar.de) – Die 3.086 Raiffeisen-Genossenschaften (Vorjahr 3.188) erzielten 2007 einen addierten Umsatz von über 39 Mrd. Euro (Vorjahr 37,1 Mrd. Euro). Sie verbesserten damit das Vorjahresergebnis um 5,6 Prozent.

‚Die Agrar- und Ernährungswirtschaft erlebte 2007 einen bislang nicht gekannten Nachfrageboom und Preisanstieg – mit Ausnahme der Veredlungswirtschaft. Das Umsatzplus ist vorrangig preisbedingt. Nicht alle Genossenschaftssparten waren davon gleichermaßen betroffen. Belastend wirkten insbesondere die Kostensteigerungen bei Energie, Verpackungsmaterial und im Logistikbereich‘, erklärte Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) bei der Bilanz-Pressekonferenz in Berlin.

Größter Umsatzträger ist mit 19,1 Mrd. Euro (+6 Prozent) die Warenwirtschaft, gefolgt von der Milchwirtschaft mit rund 10 Mrd. Euro (+5,6 Prozent) und der Vieh- und Fleischwirtschaft mit 4,2 Mrd. Euro (+1,7 Prozent).

Die genossenschaftlichen Unternehmen als wichtiges Glied in der Wertschöpfungskette sind auch für 2008 optimistisch gestimmt. Sie erwarten eine Intensivierung und Ausweitung der landwirtschaftlichen Produktion, flankiert von der gewachsenen Investitionsbereitschaft der Landwirte. Die Genossenschaften wollen die Chancen, die sich insbesondere auf den globalen Agrarmärkten abzeichnen, weiterhin konsequent nutzen und verstärken ihre Exportaktivitäten. 2007 führten sie Waren aus im Wert von 3,5 Mrd. Euro (Vorjahr 3,2 Mrd. Euro).

‚Die Genossenschaften im Handel und in der Verarbeitung von Agrarerzeugnissen haben in den letzten Jahrzehnten eine dynamische Strukturanpassung vollzogen, so dass die Konzentration bereits weit fortgeschritten, aber noch keineswegs abgeschlossen ist. Die Wettbewerbsfähigkeit auf den europäischen und internationalen Nahrungsmittel-Märkten wurde ausgebaut.‘, so Nüssel.

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18. Februar 2008

Betriebsmittelliste für Öko-Betriebe in Deutschland erschienen

Themen: Biolandbau,Medien,Verbände — info @ 11:02

Frankfurt (agrar.de) – Die dritte Ausgabe der Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau in Deutschland ist erschienen. Sie schafft für Bio-Landwirte, Beraterinnen und Kontrollstellen Klarheit, welche Betriebsmittelprodukte mit Blick auf die Prinzipien des Öko-Landbaus geprüft und dort einsetzbar sind. Die Betriebsmittelliste 2008 führt fast 600 Produkte von gut 90 Firmen auf.

Ziel der Betriebsmittelbeurteilung und -listung ist es, Bio-Erzeugern, Beratern, Öko-Kontrollstellen und -Herstellern Sicherheit über die Einsatzfähigkeit von Betriebsmitteln in der biologischen Landwirtschaft zu geben. Damit soll einerseits der hohe Qualitätsstandard im Öko-Landbau gesichert werden. Andererseits sollen Hersteller von Betriebsmittel-Produkten eine verlässliche Grundlage erhalten, auf der sie geeignete Produkte für die Bio-Landwirtschaft entwickeln und produzieren können. Die vorliegende Betriebsmittelliste führt Pflanzenschutz- und –stärkungsmittel, Düngemittel, Komposte und Substrate, Futtermittel und Futtermittelzusatzstoffe, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Stallfliegenbekämpfungsmittel sowie Ektoparasitika auf.

Die Betriebsmittelliste des FiBL Deutschland dient auch den Verbänden des Öko-Landbaus als Grundlage für eigene, den jeweiligen Verbandsrichtlinien entsprechende Listen, die sie ihren Mitgliedsbetrieben zur Verfügung stellen.

Die Liste umfasst 92 Seiten und kann für 10 Euro zzgl. Versandkosten im Shop des FiBL bezogen werden.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Schleswig-Holstein: Mehr Getreide, weniger Raps ausgesät

Kiel (agrar.de) – Im Herbst 2007 sind in Schleswig-Holstein knapp 401.000 Hektar (ha) Wintergetreide und Winterraps angebaut worden. Wie das Statistikamt Nord mitteilt, blieb die Aussaatfläche mit Winterfeldfrüchten damit nahezu konstant (plus 0,4 Prozent).

Während der Anbau von Winterweizen um 28.000 ha auf 215.000 ha und der von Roggen um 2.600 ha auf knapp 25.000 ha ausgeweitet wurde, reduzierten sich die Anbauflächen mit Wintergerste um gut 2.000 ha auf 59.000 ha und die mit Triticale um 2.000 ha auf 7.000 ha. Die Anbaufläche vom Winterraps wurde vergleichsweise deutlich um 24.000 ha auf 96.000 ha eingeschränkt. Dies ist bemerkenswert, weil seit 1999 die Anbaufläche von Winterraps kontinuierlich angestiegen war. Es ist zu vermuten, dass dieser Effekt auf den Anstieg der Getreidepreise zurückzuführen ist.

Ende November wurde der Wachstumsstand der Wintersaaten etwas schlechter als zur gleichen Zeit des Vorjahres beurteilt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik,
Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

14. Februar 2008

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Tiere,Wirtschaft — info @ 11:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 497 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,41 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,40 Euro bis 1,42 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

Landvolk: Ende der Talfahrt bei Schweinehaltern in Sicht

Erzeugung dürfte im laufenden Jahr wieder abnehmen – Hohe Kosten belasten

Hannover (agrar.de) – Schweinehalter sitzen weiter auf der Talsohle. Nach wie vor bewegen sich nach Angaben des Landvolks Niedersachsen ihre Erlöse auf einem viel zu niedrigen Niveau. Am stärksten betroffen sind die Ferkelerzeuger, die bereits seit fast einem Jahr nur noch gut 30 Euro pro Ferkel erhalten und damit pro verkauftes Ferkel Verluste annähernd in gleicher Höhe einfahren. Um alle Kosten zu decken, müssten sie mindestens 60 Euro je Ferkel erlösen.

Aber auch bei den Mästern reichen die ungefähr 1,30 Euro je kg Schlachtgewicht in der Handelsklasse E zuzüglich Mehrwertsteuer, die sie in den vergangenen Monaten für ihre Tiere erhielten, als Erlös nicht aus, um die stark gestiegenen Futterkosten aufzufangen. Viele Schweinehalter haben deshalb im vergangenen Jahr diesen Betriebszweig aufgegeben oder zumindest tiefrote Zahlen geschrieben.

Allerdings sehen Marktfachleute nach der langen Durststrecke jetzt etwas Bewegung am Schweinemarkt. Während die Nachfrage zurzeit recht rege ist, fällt das Angebot an Schlachtschweinen nicht mehr so reichlich aus, so dass die Preisnotierungen in den vergangenen Tagen schon um fünf Cent pro kg gestiegen sind. Für die nächste Zeit wird mit einer zunehmenden Nachfrage bei weiter nicht zu umfangreichem Angebot gerechnet, so dass die Experten sogar einen Preisanstieg auf 1,50 Euro je kg für möglich halten. Das spiegeln auch die Kontrakte an der Warenterminbörse in Hannover wider.

Damit zeichne sich für die Schweinemäster ein Lichtblick ab, der mit zeitlicher Verzögerung auch bei den Ferkelerzeugern in Sicht komme, so der Verband. Gleichwohl reiche auch die Marke von 1,50 Euro noch nicht aus, um die Schweinefleischerzeugung wieder rentabel zu machen. Dafür rechnen Betriebswirtschaftler einen Preis von mindestens 1,70 Euro aus, der aber ist vorerst noch nicht in Sicht.

Im siebten Jahr in Folge ist die Schweinefleischerzeugung in Deutschland im vergangenen Jahr angestiegen. Die Zahl der gewerblichen Schlachtungen erhöhte sich um 6,5 Prozent beziehungsweise gut drei Millionen Tiere. Da die Landwirte nach den jüngsten Bestandserhebungen sowohl die Zahl der Sauen und daraus resultierend auch die Zahl der Ferkel reduziert haben, wird in der Schweinefleischerzeugung nun eine Trendwende erwartet.

Die gesamte Fleischerzeugung in Deutschland beziffert das Statistische Bundesamt für 2007 auf 7,3 Mio. t, davon entfallen rund zwei Drittel auf Schweinefleisch. Der höheren Erzeugung stand ein um 1,1 Prozent höherer Fleischkonsum gegenüber.

Links zum Thema Schweine.

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