26. Februar 2008

Sachsen-Anhalt: Rückgang der gepachteten Flächen, höhere Pachtpreise

Halle (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2007 veränderten sich im Land Sachsen-Anhalt die Besitzverhältnisse am Boden in der Landwirtschaft weiter zugunsten des Eigenlandes.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren 2007 rd. 954.800 Hektar bzw. 81 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche Sachsen-Anhalts Pachtland. Vor zehn Jahren lag der Pachtanteil noch bei 93 Prozent (2005: 84 Prozent). Die Pachtpreise beliefen sich 2007 auf durchschnittlich 172 Euro je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche, 6 Euro mehr als vor zwei Jahren.

Drei Viertel aller landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten 2007 fremden Boden. Rückläufig war dabei in den vergangenen 10 Jahren der Anteil der Agrarbetriebe, die ausschließlich Pachtflächen nutzen, d.h. kein Eigenland bewirtschaften (von 35 Prozent 1997 auf 22 Prozent 2007).

Mit zunehmender Betriebsgröße ist ein höherer Pachtanteil zu verzeichnen. So lag 2007 die Pachtquote bei Betrieben mit weniger als 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche bei 59 Prozent, demgegenüber wurden von Betrieben zwischen 100 und 1.000 Hektar 80 Prozent und von Betrieben mit mehr als 1.000 Hektar 87 Prozent der Fläche zugepachtet.

Das Jahrespachtentgelt von 172 Euro, das 2007 durchschnittlich für die Nutzung von einem Hektar fremden Bodens zu zahlen war, ist um ein Drittel höher als vor zehn Jahren. Dabei betrug der Pachtpreis je Hektar Ackerland 194 Euro und je Hektar Grünland 82 Euro.

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