15. Januar 2008

WLV zum Landeswassergesetz: kaum konkrete Detailregelungen

Themen: Agrarrecht,Klima,Verbände,Wasser — info @ 16:01

Münster agrar.de – Die Landesregierung von NRW will, dass die Flüsse und Bäche im Land weiter der Entwässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen dienen. Dies ist aus Sicht des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) die gute Nachricht des neuen NRW-Wassergesetzes, das Ende 2007 im Düsseldorfer Landtag verabschiedet wurde. Der Verband hatte sich hierfür – gemeinsam mit dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) – im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens stark gemacht und begrüßt die Regelung als wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung einer verantwortungsvollen Wasserpolitik in NRW.

„Für die nachhaltige Nutzung der vielen landwirtschaftlichen Flächen, die in unserem Bundesland an Gewässer grenzen, ist es sehr wichtig, dass überschüssiges Wasser ungehindert abfließen kann. Ohne diese Voraussetzung könnte unsere Landwirtschaft ihre Funktionen als Nahrungsmittellieferant und immer stärker auch als Klimaschützer nicht effektiv erfüllen“, sagte WLV-Präsident Franz-Josef Möllers.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband bemängelt jedoch, dass das neue Landeswassergesetz – anders als vergleichbare Regelwerke in anderen Bundesländern und im Gegensatz zu anderslautenden Forderungen der beiden Bauernverbände – in einigen Teilbereichen kaum konkrete Detailregelungen enthält. So wären nach Ansicht des Verbandes bei Fragen zur Gewässerunterhaltung, zur Umlandnutzung sowie zum Schutz des Eigentums klarere Regelungen wünschenswert gewesen.

14. Januar 2008

Herbstaussaaten 2007: Mehr Wintergetreide, weniger Raps

Wiesbaden (agrar.de) – Im Herbst 2007 haben die Landwirte in Deutschland für die kommende Ernte 2008 auf 5,72 Millionen Hektar Wintergetreide ausgesät und eine Anbaufläche von gut 1,40 Millionen Hektar für die Aussaat von Winterraps genutzt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, liegt damit die Fläche für Wintergetreide insgesamt um 4,8 Prozent über den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2007. Die Anbaufläche von Winterraps nahm dagegen gegenüber dem letztjährigen Höchststand um 8,4 Prozent ab und entspricht damit dem Wert des Jahres 2006.

Bei den Getreidearten nahm die Anbaufläche von Winterroggen prozentual am stärksten zu (+ 11,1 Prozent). Mit nahezu 750.000 Hektar ist dies der höchste Wert seit dem Jahr 2001. Für den Anbau von Winterweizen nutzten die Landwirte 3,15 Millionen Hektar. Die Fläche der anbaustärksten Getreideart in Deutschland wurde damit gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent
ausgeweitet. Die größte prozentuale Flächenausdehnung bei Winterweizen ist dabei in Schleswig-Holstein (+ 14,8 Prozent), die geringste in Thüringen (+ 0,7 Prozent) zu beobachten.

Die deutlichsten Rückgänge beim Anbau von Winterraps sind in Niedersachsen (- 20,6 Prozent), Schleswig-Holstein (- 20,1 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (- 10,2 Prozent) zu verzeichnen. Nur im Saarland (+ 6,1 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (+ 0,5 Prozent) wurde der Winterrapsanbau ausgedehnt.

Gründe für diese Entwicklung beim Anbau von Getreide und Ölfrüchten dürften neben den gestiegenen Getreidepreisen und der Aussetzung der obligatorischen Flächenstilllegung auch die regional für die Aussaat ungünstige Herbstwitterung sein, die sich vor allem auf schweren Böden auswirkte.

Die Angaben beruhen auf Mitteilungen von Ernteberichterstattern in den Ländern und sind aufgrund deren begrenzter Anzahl lediglich als vorläufige Anbautendenzen anzusehen.

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10. Januar 2008

Thüringen: Herbstaussaat 2007

Erfurt (agrar.de) – Von den Thüringer Landwirten wurden nach ersten Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter zur Herbstaussaat 2007 für die Ernte 2008 rund 436.200 Hektar mit Winterfeldfrüchten, darunter 315.000 Hektar mit Wintergetreide bestellt. Damit stehen zur Ernte 2008 gegenüber dem Vorjahr knapp ein Prozent mehr Winterfeldfrüchte im Feld.

Die anbaustärkste Getreideart – der Winterweizen – liegt nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik nach ersten Prognosen mit 215.600 Hektar leicht über dem Anbauniveau von 2007 (+ 0,7 Prozent). Die Aussaat von Wintergerste erfolgte auf 71.700 Hektar (+ 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Winterroggen hat mit einer Steigerung um 8 Prozent auf nunmehr 12.500 Hektar eine weitere Ausdehnung erfahren und wird damit das Niveau von 2004 übersteigen. Der Anbau von Triticale, einer Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, wurde nach ersten Berechnungen um 6 Prozent auf 14.600 Hektar ausgedehnt.

Bei Winterraps wird mit einem Anbaurückgang gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf 121.200 Hektar erstmals wieder weniger Ackerland für diese Fruchtart genutzt. Die Verringerung der Anbaufläche liegt unter anderem an dem schlechten Wetter, das die Aussaat nicht oder nur eingeschränkt ermöglichte. Andererseits spielen die gestiegenen Erzeugerpreise für Getreide im Jahr 2007 und damit die zunehmende Attraktivität des Getreideanbaus eine Rolle.

Die Ergebnisse aus den Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstattung sind als erste vorläufige Anbautendenzen zu sehen. Weitere Aussagen zum Anbau von Winterfeldfrüchten können im Mai 2008 getroffen werden.

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Schleswig-Holstein: Hochwasser- und Sturmflutinformationen online

Kiel (agrar.de) – Die Hochwasser- und Sturmflutsituation in Schleswig-Holstein wird jetzt ständig aktuell im Internet dargestellt. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit. Institutionen der Gefahrenabwehr, zum Beispiel die Behörden der Wasserwirtschaft und des Katastrophenschutzes, aber auch Bürgerinnen und Bürger haben jetzt die Möglichkeit, jederzeit und vor allem bei Sturmfluten und Hochwasser aktuelle Informationen über Wasserstände und Niederschläge zu erhalten.

‚Die Information und Warnung der Öffentlichkeit bei Hochwasser ist von besonderer Bedeutung. Die aktuellen Informationen über Gefahren sollen dazu beitragen, dass die Bevölkerung für das Thema Hochwasserschutz frühzeitig sensibilisiert wird und sich gegebenenfalls Betroffene rechtzeitig vor Hochwasserschäden schützen können‘, sagte dazu Umweltminister Dr. Christian von Boetticher.

Die Pegelstände einer Vielzahl von Messstationen im Binnenland und an der Küste können jetzt online abgerufen werden. Eingebunden ist die Hochwasser- und Sturmflutinformation (HSI) in den zentralen Wach- und Warndienst, der mit der Gründung des neuen Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz in Husum zum 1. Januar 2008 eingerichtet wurde.

Bereits seit Anfang 2007 werden über HSI im Internet Informationen zu den Binnengewässern angeboten. Diese wurden nun für die Küstengebiete der Nord- und Ostsee sowie der Tideelbe erweitert.

Die Handhabung ist bewusst sehr einfach und daher nutzerfreundlich gehalten: Eine Übersichtskarte zeigt die Wasserstände an ausgewählten Pegelanlagen in Schleswig-Holstein und ermöglicht auf einen Blick eine Einschätzung der Hochwasser- bzw. Sturmflutsituation im Land. Durch eine farbliche Kennzeichnung der Pegel können bestehende Hochwasser- oder Sturmflutgefahren schnell erkannt werden.

Grundsätzlich werden die dargestellten Messwerte täglich aktualisiert. Bei Hochwasserereignissen erfolgt die Aktualisierung der Daten im Binnenbereich stündlich und im Bereich der Küste und der Tideelbe viertelstündlich.

Zu den Hochwasserereignissen im Binnenland und an der Elbe oder Sturmflutgefahren an der Nord- und Ostseeküste sowie der Tideelbe werden vom zentralen Wach- und Warndienst des Landesbetriebes über HSI aktuelle Warnungen bereitgestellt.

Um früher und gezielter vor Hochwasser und Sturmfluten warnen zu können, werden auch Vorhersagen des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie genutzt. Unwetterwarnungen und Wetterlageberichte des Deutschen Wetterdienstes ermöglichen zusätzlich eine Bewertung der Wettersituation an den Küsten und im Binnenland.

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Rückgang des sächsischen Rinderbestandes gestoppt?

Dresden (agrar.de) – Der jährlich zu den Herbstzählungen festgestellte Rückgang des sächsischen Rinderbestandes wurde seit 1994 erstmalig unterbrochen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden im November 2007 rund 484.900 Rinder in den sächsischen landwirtschaftlichen Betrieben erfasst. Das sind 1.300 Tiere (0,3 Prozent) mehr als zur Vorjahreszählung. Demgegenüber wurden mit 630.800 Schweinen 1.200 Tiere weniger als 2006 gezählt. 1989 belief sich der sächsische Viehbestand noch auf 1,3 Millionen Rinder und knapp zwei Millionen Schweine.

In der Rinderhaltung verlief die Bestandsentwicklung in den einzelnen Alters- bzw. Nutzungskategorien differenziert. So erhöhte sich die Zahl der Kälber und Jungrinder unter einem Jahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2.100 (1,6 Prozent) auf 131.300 Tiere. In der Altersgruppe über zwölf Monate verringerte sich der Bestand um 800 auf 353.600 Rinder. Kühe bilden mit 230.900 Tieren (knapp 48 Prozent) den Hauptanteil unter den Rindern. Darunter sind 192.200 Milchkühe. Das sind 800 (0,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. Auch in der Ammen- und Mutterkuhhaltung wurden mit über 38.000 Tieren fast 1.400 Kühe (3,8 Prozent) mehr als zur Vorjahreserhebung gehalten. Ebenfalls eine positive Bestandsentwicklung ist bei den männlichen Tieren (über sechs Monate) ersichtlich. Binnen Jahresfrist stieg deren Bestand um 800 (2,6 Prozent) auf 32.700 Tiere. Demgegenüber ist bei den weiblichen Zucht- und Nutztieren ein Rückgang um 3.200 Jungrinder (3,1 Prozent) auf 102.900 Tiere zu verzeichnen. Die Haltung von weiblichen Masttieren (ein Jahr und älter) spielt in Sachsen mit 2.400 Tieren eine untergeordnete Rolle.

Der sächsische Schweinebestand von 630.800 Schweinen liegt um 1.200 Tiere (0,2 Prozent) unter dem Vorjahreswert. Auch in den sächsischen Schweine haltenden Betrieben sind in den einzelnen Alters- und Nutzungsrichtungen unterschiedliche Bestandsbewegungen sichtbar. Mit 190.100 Ferkeln wurden rund 11.400 Tiere (6,4 Prozent) mehr als im November 2006 gezählt. Bestandsrückgänge sind bei den Jungschweinen (2,5 Prozent) und Mastschweinen (2,7 Prozent) zu verzeichnen. In den Schweinezuchtbetrieben wurde der Bestand an Zuchttieren deutlich reduziert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt standen zur Reproduktion des Schweinebestandes mit 73.400 Zuchtsauen rund 2.700 Zuchttiere (3,6 Prozent) weniger zur Verfügung.

Seit 2003 können die landwirtschaftlichen Betriebe in Sachsen Daten zur Viehzählung auch online über das Internet melden. Nutzten im ersten Jahr lediglich fünf Prozent der Berichtspflichtigen diese Möglichkeit, so kam zur diesjährigen Novemberviehzählung bereits fast jede vierte Meldung über das Internet.

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09. Januar 2008

Erneuerbare Energien: Rekordwerte trotz gebremsten Wachstums

Über 110 Millionen Tonnen CO2 vermieden – Anstehende Gesetzesvorhaben entscheiden über weiteren Ausbau

Berlin (agrar.de) – Die Energiebereitstellung aus Wind, Sonne und Co. hat im Jahr 2007 neue Rekorde erreicht. In keinem anderen Land geht der Ausbau Erneuerbarer Energien so schnell voran, wie in Deutschland. Der Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten deutschen Energieverbrauch beträgt mit 219 Milliarden Kilowattstunden inzwischen neun Prozent, der Anteil am Stromverbrauch sogar 14 Prozent. Dies geht aus den heute veröffentlichten Jahreszahlen 2007 des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hervor.
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Konventionelle Käfighaltung von Hennen ab 2012 verboten

Themen: EU,GAP,Geflügel,Tiere,Tierschutz — info @ 14:01

Brüssel (agrar.de) – Die konventionelle Käfighaltung von Legehennen soll ab 2012 EU-weit verboten werden. Aus einem Bericht der Europäischen Kommission geht hervor, dass diese Maßnahme die Gesundheit der Tiere erheblich verbessern kann. Das Verbot soll im Einklang mit der Richtlinie über Mindestanforderungen zum Schutz von Legehennen (1999/74/EG) in Kraft treten. Laut Kommissionsbericht sprechen sich unabhängige Studien für eine Umstellung auf so genannte ‚ausgestaltete‘ Käfige oder Alternativsysteme (Freiland- oder Bodenhaltung) aus.

‚Wir bleiben dabei, dass das Verbot der konventionellen Käfighaltung 2012 in Kraft tritt, da kein Grund für eine Verschiebung besteht‘, sagte EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou. ‚Ganz im Gegenteil: Ich fordere die betroffenen Akteure dazu auf, mit der Abschaffung dieser Käfige so schnell wie möglich zu beginnen, damit das EU-Verbot bis zu seinem Inkrafttreten 2012 vollständig umgesetzt ist.‘ Das Verbot sei aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht gerechtfertigt, betonte Kyprianou.

Richtlinie 1999/74/EG legt fest, dass Legehennen, die nicht in Boden- oder Freilandhaltung gehalten werden, ‚ausgestaltete‘ Käfige haben müssen. Das heißt, mindestens 750 cm² Käfigfläche, ein Nest, Einstreu, eine Sitzstange und eine Scharrvorrichtung pro Tier. Landwirte und andere Betreiber können sich in einem langen Übergangszeitraum auf diese Bestimmung einstellen.

Zuvor hatte die Kommission die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gebeten, die Auswirkungen der verschiedenen Haltungssysteme auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Vögel zu untersuchen. Im November 2004 kam die EFSA zum dem Schluss, dass die Haltung von Legehennen in nicht ausgestalteten Käfigen nicht nur die Gefahr von Erkrankungen, Knochenbrüchen und Verletzungen durch das Picken der Henne, sondern auch das Auftreten von Verhaltensstörungen und die Sterblichkeitsrate erhöht. Diese Ergebnisse werden von anderen Forschungsprojekten bestätigt.

Die Kosten für die Umstellung auf ausgestaltete Käfige liegen laut einer von der Industrie in Auftrag gegebenen Studie bei weniger als einem Cent pro Ei. Die Kommission geht davon aus, dass sich die artgerechte Tierhaltung für die EU-Erzeuger zum Verkaufsargument entwickeln und ihnen auf diese Weise einen Wettbewerbsvorteil verschaffen kann. Jüngste Eurobarometer-Umfragen bestätigen, dass die Mehrheit der Befragten bereit wäre, für Eier aus artgerechter Tierhaltung einen höheren Preis zu bezahlen.

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Obsternte 2007 in Thüringen

Erfurt (agrar.de) – Die auf Marktobstbau ausgerichteten Thüringer Obstbaubetriebe haben im Jahr 2007 insgesamt 46.253 Tonnen Baumobst geerntet. Die Obsternte fiel nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 3.264 Tonnen bzw. 6,6 Prozent geringer aus als im Vorjahr, war aber dennoch um 8.298 Tonnen bzw. 21,9 Prozent höher als im langjährigen Durchschnitt 2001/2006.

Die Erntemenge von 39.131 Tonnen Äpfeln lag nochmals um 1.210 Tonnen über dem hohen Vorjahresniveau und übertraf das langjährige Mittel der Jahre 2001/2006 um 9.424 Tonnen.
Je Hektar ertragsfähiger Fläche wurden 33,4 Tonnen geerntet.

Die Birnenernte brachte die höchste Erntemenge seit der Durchführung der Ernteberichterstattung nach bundeseinheitlichen Verfahren. Bei einer Flächenleistung von 19,1 Tonnen je Hektar ertragsfähiger Fläche wurden 530 Tonnen Birnen, 140 Tonnen (+ 35,8 Prozent) mehr als im Vorjahr, geerntet. Das Ergebnis des langjährigen Mittels 2001/2006 wurde um fast drei Viertel überschritten.

Dagegen fiel die Kirschernte infolge von Spätfrost, Hagel und zu geringem Bienenflug niedriger aus als im Jahr 2006. Regen brachte außerdem die Süßkirschen zum Platzen.
Bei einer Ertragsleistung von 3,8 Tonnen je Hektar wurden insgesamt 999 Tonnen Süßkirschen geerntet. Die Ernte fiel um 555 Tonnen bzw. 35,7 Prozent geringer aus als im sehr guten Erntejahr 2006, lag jedoch um 6,2 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt 2001/2006.

Die Ernte von Sauerkirschen fiel mit 4.050 Tonnen um 2.751 Tonnen bzw. 40,4 Prozent geringer aus als im Vorjahr, das zugleich das beste Ergebnis der letzten 15 Jahre war, und verfehlte das langjährige Mittel um 12,7 Prozent. Geringere Flächen und damit ein Fünftel weniger Sauerkirschbäume als zur Baumobstanbauerhebung von 2002 waren eine wesentliche Ursache. Je Hektar im Ertrag stehender Anbaufläche wurden 6,6 Tonnen geerntet.

Bei Pflaumen und Zwetschen wurde eine Ertragsleistung von 7,4 Tonnen je Hektar und eine Erntemenge von 1.108 Tonnen ermittelt. Bei Mirabellen und Renekloden wurden mit einer Flächenleistung von 5,6 Tonnen je Hektar lediglich 436 Tonnen geerntet. Damit fiel nach dem guten Ertragsjahr 2006 die Pflaumen- und Zwetschenernte um knapp 40 Prozent und die Erntemenge von Mirabellen und Renekloden um knapp 60 Prozent geringer aus als im Vorjahr.

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NRW: Deutlich mehr Ausbildungsverträge in Agrarberufen

Bonn (agrar.de) – Die Berufe der Agrarwirtschaft sind für junge Menschen attraktiv. 2007 wurden in Nordrhein-Westfalen 3.809 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, waren das 13,4 Prozent oder 450 Verträge mehr Jahr zuvor.

Die meisten Ausbildungsverträge gab es bei den Gärtnern. Hier stieg die Zahl der Verträge um 15,6 Prozent von 1.826 im Jahr 2006 auf 2.111 im vergangenen Jahr. Auch im Beruf Hauswirtschafterin stieg die Zahl der Verträge um 10,6 Prozent von 799 auf 884.

Besonders beliebt ist der Beruf Pferdewirt. Hier stieg die Zahl der Ausbildungsverträge um fast 30 Prozent von 176 auf 228. Vor allem im Rheinland interessieren sich 58 Prozent mehr Jugendliche als noch vor einem Jahr für diesen Ausbildungsberuf, während in Westfalen-Lippe die Zahl fast identisch geblieben ist. Bei den Landwirten liegt mit einem Plus von 13,2 Prozent Westfalen-Lippe vorn. Im Rheinland ist hingegen ein Minus von 6,8 Prozent zu verzeichnen. Insgesamt wurden für den Beruf Landwirt 5,8 Prozent mehr Ausbildungsverträge registriert als noch vor einem Jahr. Die Zahl stieg von 397 auf 420 Verträge.

In den anderen Agrarberufen, wie Forstwirt, Tierwirt, Fischwirt, Revierjäger, Molkereifachmann, Milchwirtschaftlicher Laborant, hat es dagegen kaum Veränderungen gegeben.

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Mehr Milch aus Nordrhein-Westfalen

Bonn (agrar.de) – Die positive Entwicklung auf dem Milchmarkt macht sich auch in den Viehbeständen bemerkbar. Eine Auswertung der repräsentativen November-Viehzählung in NRW durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ergibt, dass im Gegensatz zu den vergangenen Jahren die Zahl der Milchkühe nicht mehr rückläufig ist. Danach stehen etwa 370.000 Kühe in Nordrhein-Westfalen in den Ställen, knapp 165.600 im Rheinland und 204.400 in Westfalen-Lippe.

Deutlich zugenommen hat die Zahl der zweijährigen weiblichen Tiere um 8,4 Prozent auf 64.000, so dass eine Ausdehnung der Milcherzeugung in den nächsten Monaten zu erwarten ist. Die Milchbauern reagieren damit nicht nur auf die im vergangenen Jahr deutlich gestiegenen Milchpreise. In vielen Betrieben müssen auch erhebliche Leistungseinbußen durch die Blauzungenkrankheit ausgeglichen werden.

Die Zahl der Milchviehhalter ist mit minus 2,9 Prozent zwar rückläufig, jedoch hat die Herdengröße weiter zugenommen. Im Durchschnitt der etwa 8.400 Betriebe werden 44 Kühe je Betrieb gemolken, das sind drei Prozent mehr als noch im Mai 2007. 250 Betriebe stellten die Milcherzeugung ein.

Insgesamt wurden 18.777 Betriebe mit Rinderhaltung gezählt, gegenüber Mai 2007 bedeutet dies einen Rückgang von 4,5 Prozent. Die Zahl der Rinder sank leicht um 1,1 Prozent oder 14.000 auf 1,33 Millionen Tiere.

Aufgrund gesunkener Rindfleischpreise ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der Mastbullen um fast 40 Prozent oder 8.700 auf nur noch 13.270 zurückging. Leicht rückläufig ist die Mutterkuhhaltung. Gegenüber Mai 2007 wurden bei einer Abnahme von 4,4 Prozent noch 65.100 Mutterkühe gezählt.

Im Rheinland halten noch 5.280 Betriebe Rindvieh, 3.130 Höfe haben sich auf Milchkühe spezialisiert. Insgesamt grasen auf rheinischen Weiden knapp 447.200 Rindviecher, darunter 165.590 Milchkühe. Die durchschnittliche Herdengröße liegt bei 53. In Westfalen-Lippe gibt es noch 13.500 Halter mit zusammen 884.150 Rindern. Milch produzieren 5.275 Betriebe. Bei 204.350 Kühen werden im Schnitt 39 Kühe gehalten.

Links zum Thema http://dir.agrar.de/agrar.de/Dokumente/Agrarbericht_%2B_Statistik/,
Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

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