31. Januar 2008

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Wirtschaft — info @ 21:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 300 angebotenen Schweinen alle Schweine in 2 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,34 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,34 Euro bis 1,34 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

Landwirtschaftlich-Technischer Assistent werden?

Themen: Arbeitsmarkt,Bildung,Nordrhein-Westfalen — info @ 10:01

Bonn/Münster (agrar.de) – Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bietet in diesem Jahr wieder eine Ausbildung zum/zur Landwirtschaftlich-Technischen Assistenten/Assistentin an.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet in Bonn und Münster statt. Schwerpunkte im theoretischen Teil der Ausbildung sind Krankheiten und Schädlinge an Nutzpflanzen sowie zahlreiche Themen aus Pflanzenbau, Biologie, landwirtschaftlichem Versuchswesen und Chemie. Im praktischen Teil geht es unter anderem um die verschiedenen Methoden der Diagnose von Schädlingen und Krankheiten an Pflanzen im Labor, die Grundlagen landwirtschaftlicher und gärtnerischer Versuche im Labor, im Gewächshaus und auf dem Feld sowie um Grundlagen der Pflanzenproduktion in Landwirtschaft und Gartenbau. Die zweijährige Ausbildung schließt mit der staatlichen Abschlussprüfung.

Landwirtschaftlich-Technische Assistenten und Assistentinnen arbeiten zum Beispiel in Wissenschaft und Forschung und amtlichen Pflanzenschutzdienststellen und sind beteiligt an der Prüfung und Untersuchung von pflanzlichen Produkten aus Landwirtschaft und Gartenbau. Arbeit für Landwirtschaftlich-Technische Assistenten gibt es auch in Untersuchungseinrichtungen der Futter- und Lebensmittelindustrie, in der Pflanzenschutzindustrie und in Pflanzenzuchtunternehmen. Ein weiteres Tätigkeitsfeld sind Einrichtungen der Umweltüberwachung und des Umweltschutzes.

Voraussetzungen für die Ausbildung sind ein Mindestalter von 18 Jahren, die Fachoberschulreife oder ein vergleichbarer Schulabschluss. Erwünscht sind Kenntnisse in Englisch, Mathematik, Biologie und Chemie sowie Grundkenntnisse in der EDV. Eine Ausbildungsvergütung wird nicht gezahlt. Es besteht aber die Möglichkeit, Ausbildungsbeihilfe nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz zu beantragen. Bei der Ausbildung arbeitet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen eng mit der Universität Bonn zusammen.

Für die am 1. September diesen Jahres beginnende Ausbildung stehen sechs Plätze zur Verfügung. Bewerbungen sind bis zum 31. März zu richten an die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Dr. Marianne Benker, Nevinghoff 40, 48147 Münster, E-Mail.

Landwirte bauen deutlich mehr Wintergetreide an

Anbau steigt auf 5,72 Mio. ha – Vor allem Winterweizen und Roggen legen zu

Hannover (agrar.de) – Die deutschen Landwirte haben dem Wintergetreide im vergangenen Herbst deutlich mehr Fläche gewidmet als zuvor. Wie der Landvolk-Pressedienst berichtet, haben sie den Anbau um schätzungsweise 260.100 Hektar (ha) oder 4,8 Prozent auf 5,72 Mio. ha ausgeweitet.

Dabei führt Winterweizen nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes die vorläufige Anbaustatistik mit rund 3,149 Mio. ha an, das sind 6,3 Prozent oder 186.600 ha mehr als im Jahr zuvor. Es folgt Wintergerste, deren Anbau mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb. Deutlich ausgeweitet haben die Landwirte den Anbau von Winterroggen, und zwar um 11,1 Prozent oder 75.100 ha auf 749.000 ha. Damit wächst zur Ernte 2008 soviel Winterroggen in Deutschland wie seit 2001 nicht mehr. Das Futtergetreide Triticale wurde bundesweit auf 383.100 ha ausgesät, das waren nur 0,6 Prozent mehr als zur Ernte 2007.

In den Anbauentscheidungen der Landwirte dürften sich insbesondere die weltweite Nachfrage nach Getreide und der starke Preisanstieg im vergangenen Jahr niedergeschlagen haben. Außerdem haben die schlechten Aussaatbedingungen im regenreichen Herbst vielerorts zu einer Umstellung der Anbauplanung geführt, da die Äcker für die Bestellung zu nass waren. Als spätsaatverträglichste Kultur blieb zum Schluss nur der Weizen. Die ungünstige Witterung zur Zeit der Rapsaussaat hat zusammen mit dem kräftigen Anstieg der Getreidepreise und der Aussetzung der obligatorischen Flächenstilllegung gleichzeitig dazu geführt, dass die Landwirte den Anbau von Ölsaaten zugunsten des Wintergetreides eingeschränkt haben. So haben die Bauern im vergangenen Herbst nur knapp 1,405 Mio. ha mit Winterraps bestellt, das waren bundesweit rund 129.100 ha oder 8,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die deutlichsten Einschränkungen des Rapsanbaus verzeichneten die Statistiker für Niedersachsen mit 20,6 Prozent und für Schleswig-Holstein mit 20,1 Prozent.

Wie ihre Kollegen in den anderen Bundesländern haben dagegen auch die Landwirte in Niedersachsen den Anbau von Wintergetreide ausgeweitet. Erste Trendberechnungen des Landesamtes für Statistik rechnen mit etwa 430.000 ha Winterweizen, das wäre ein Anstieg um 30.000 ha oder 8,6 Prozent. Demgegenüber wurde der Anbau von Wintergerste sogar stark eingeschränkt, und zwar um ungefähr 10.000 ha oder 5,5 Prozent auf nunmehr 187.000 ha, während Triticale nur wenig Flächen verloren hat und zur Ernte 2008 auf 74.000 ha wächst. Anders als im Bundesdurchschnitt hat der Roggenanbau hierzulande nur geringfügig um 2,6 Prozent auf 148.000 ha zugelegt. Die ungünstigen Aussaatbedingungen dürften hierbei ebenso eine Rolle gespielt haben wie extrem knappes Saatgut.

30. Januar 2008

Apisticus-Tag: Alte Bienenkrankheiten im neuen Licht

Münster (agrar.de) – Unter dem Thema „Bienengesundheit aktuell – Alte Krankheiten im neuen Licht“ findet der Apisticus-Tag am 9. und 10. Februar, statt. Die Tagung beginnt am Samstag um 13 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Bereits zum 17. Mal veranstaltet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen die bienenkundliche Fachtagung, zu der Imker und Bienenkundler aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Münster kommen. Die Veranstaltung, bei der mehr als 700 Besucher erwartet werden, findet in der Speicherstadt in Münster-Coerde statt.

Parallel zur Fachtagung läuft eine Imkermesse auf mehr als 1.000 Quadratmetern in der Speicherstadt, bei der Aussteller aus dem In- und Ausland ihre Produkte aus dem gesamten Umfeld von Imkerei und Bienenkunde sowie Natur- und Wildbienenschutz anbieten. Neben Großgeräten zur Honiggewinnung findet der Besucher alles, was zur Imkerei benötigt wird, wie Bienenwohnungen, Imkerpfeifen, Honigschleudern oder Schutzkleidung. Auch Naturkosmetik mit Honig oder Wachs und Imkersoftware wird auf der Imkermesse präsentiert. Die Ausstellung dauert am Samstag von 11 bis 18.30 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr.

Im Rahmen des Apisticus-Tages findet am Samstag um 13.15 Uhr auch die Verleihung des Apisticus des Jahres statt. Mit diesem Preis werden besondere Verdienste um die Imkerei und ihre Verbundenheit zu Natur und Umwelt ausgezeichnet.

Zentrales Thema des Apisticus-Tages bleiben die Fachvorträge. Wegen der enormen Nachfrage finden am Samstagnachmittag und am Sonntag erstmals Parallel-Vorträge statt. Der Samstagnachmittag steht unter dem Schwerpunkt „Grüne Gentechnik“. Insgesamt 14 weitere Vorträge und Präsentationen zu verschiedenen Gebieten der Imkerei finden an den beiden Tagen statt. Ein Imkerstammtisch am Samstagabend und Begleitprogramme an beiden Tagen runden den umfangreichen Apisticus-Tag ab. Weitere Informationen sind im Internet zu erhalten.

BUND fordert waldverträgliche Agrar-, Verkehrs- und Energiepolitik

Themen: Klima,Umwelt,Verbände,Wald — info @ 14:01

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat für das Jahr 2007 eine Auswertung der Waldschäden in Deutschland vorgenommen. Da die offiziellen Waldzustandsberichte der Bundesregierung künftig nur noch alle vier Jahre erstellt werden, wertete der Umweltverband die Einzel-Daten der Länder von 2007 selbst aus. Bis vor kurzem war noch unklar, ob und wann sich Agrar- und Forstminister Horst Seehofer zu den Waldschadens-Erhebungen des vergangenen Jahres äußern wird. Gestern nun hat das Landwirtschaftsministerium den offiziellen Waldzustandsbericht für 2007 im Internet publiziert.

Über zwei Drittel (70 Prozent) des Waldes in Deutschland sind inzwischen sichtbar geschädigt. Etwa 25 Prozent der Bäume sind sogar schwer geschädigt, bei ihnen fehlt mehr als ein Viertel der normalen Blatt- bzw. Nadelmasse. Vor allem in Hessen und Sachsen haben sich die Schäden im Vergleich zu 2006 dramatisch ausgeweitet. So stieg in Hessen der Anteil deutlicher Schäden bei Fichten im Verlauf des vergangenen Jahres von 20 auf 30 Prozent, bei Buchen von 43 auf 48 Prozent und bei Eichen von 44 auf 50 Prozent. In Sachsen erhöhte sich der Anteil deutlicher Schäden bei Fichten von 12 auf 18 Prozent, bei Kiefern von 12 auf 15 und bei Eichen von 29 auf 42 Prozent.

Hauptursachen der nach wie vor hohen Waldschäden seien giftige Luftschadstoffe, den Boden versauernde Emissionen, die Wirkungen der Treibhausgase und forstwirtschaftliche Fehler. Der BUND bemängelte, dass in den amtlichen Erhebungen der Länder lediglich die noch existierenden Bäume berücksichtigt und im Jahresverlauf entfernte nicht einbezogen worden seien. Zudem würden Sturm-, Hitze-, Trockenheits- und Insektenschäden als „Naturereignisse“ eingestuft und in den offiziellen Statistiken nur unzureichend berücksichtigt.

Die Umweltorganisation kritisierte auch, dass auf Länderebene vielfach hilflos gegen die seit Jahren hohen Waldschäden agiert werde. Um den massiven Säureeinträgen aus Landwirtschaft und Verkehr zu begegnen, werde beispielsweise der Waldboden in Baden-Württemberg weitflächig gekalkt. In Nordrhein-Westfalen wiederum werde der verstärkte Holzeinschlag als Mittel gegen Waldschäden propagiert.

Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: „Die Bundesregierung muss ihre Anstrengungen vervielfachen, um eine waldverträgliche Agrar-, Verkehrs- und Energiepolitik zu entwickeln. Wenn nur noch ein Drittel der Bäume keine sichtbaren Schäden aufweist, bedeutet das nicht, dass sie gesund sind. Viele Schäden sind mit bloßem Auge nicht erkennbar und zeigen sich erst später. Bedrohlich sind vor allem die hohen Emissionen giftiger Stickoxide und von Ammoniak. Sie belasten die Waldböden weiter, gefährden das Grundwasser und verursachen steigende Ozonbelastungen.“

Aufgrund seiner Rolle als Kohlendioxidspeicher spiele der Wald außerdem eine tragende Rolle beim Klimaschutz. Jährlich speicherten Deutschlands Wälder rund 70 Millionen Tonnen Kohlenstoff. Deshalb sei ein stärkeres Engagement für den Schutz der Wälder dringend erforderlich, sagte Helmut Klein, Waldexperte des BUND: „Als Kohlenstoffspeicher ist der Wald unverzichtbar für einen wirksamen Klimaschutz. Deshalb müssen unsere Forste die Chance bekommen ihre biologischen Anpassungen möglichst ungestört zu realisieren. Besonders naturnahe Waldgebiete dürfen holzwirtschaftlich überhaupt nicht genutzt werden.“

Links zum Thema Wald und Forst.

RLV: Zahlungsansprüche für Bewirtschafter

Themen: Agrarrecht,Pacht&Besitz,Verbände — info @ 12:01

Bonn (agrar.de) – Ein Verpächter landwirtschaftlicher Flächen hat bei Beendigung eines Pachtvertrages keinen Anspruch auf Übertragungen der entkoppelten Zahlungsansprüche, die dem Pächter aufgrund der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik im Jahre 2005 zugeteilt worden sind. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn hin und beruft sich dabei auf höchstrichterliche Rechtsprechung.

Darüber hinaus könne der Verpächter nicht im Wege der Vertragsanpassung eine Zustimmung zur Übertragung der Zahlungsansprüche vom Pächter einfordern. Dies haben nach RLV-Angaben die Oberlandesgerichte Celle (Urteil vom 5. Juli 2006, AZ: 7 U 67/06), München (Beschluss vom 30. Juni 2006, AZ: 1 Lw U 5104/05) und Rostock (Urteil vom 7. März 2006, AZ: 12 U 7/05), aber auch der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (Urteile vom 27. April 2007, AZ: 12 U 7/05 und vom 24. November 2006, AZ: LwZR 6/06) so entschieden.

Der RLV hebt aber hervor, dass es selbstverständlich den Pachtparteien freistehe, einvernehmlich eine andere Regelung für ihr Pachtverhältnis zu treffen.

29. Januar 2008

Verbraucher wissen zu wenig über Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen

Themen: Bildung,Energie,Medien,NaWaRos — info @ 17:01

Berlin (agrar.de) – Das Potential nachwachsender Rohstoffe wird in Deutschland noch nicht ausgeschöpft. Dagegen könnten klare Schwerpunkte, stärkere Forschung und Entwicklung sowie die Erfassung zusätzlicher Indikatoren wie CO2-Vermeidungskosten helfen, heißt es in einem Bericht des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Das Hauptproblem sei der deutlich höhere Preis gegenüber herkömmlichen Produkten. Außerdem wüssten Unternehmer und private Verbraucher zu wenig über die Vorteile von Erzeugnissen wie Biokunststoffen.

Der Bericht konzentriert sich auf die sogenannte stoffliche Nutzung, also zum Beispiel die Herstellung von Papier, Bioschmierstoffen und Werkstoffen aus Plastik und Holz. In der Industrie würden jährlich etwa 2,7 Millionen Tonnen nachwachsende Rohstoffe verarbeitet, vor allem pflanzliche Öle und Stärke. Stärke werde unter anderem als Zusatzstoff in der Papierindustrie, für Wasch- und Reinigungsmittel, als Bindemittel und in Klebstoffen genutzt.

Links zum Thema Nachwachsende Rohstoffe.

BMELV: Die Wälder konnten sich auch 2007 leicht erholen

Themen: Bundesländer,Klima,Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 15:01

Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2007

Berlin (agrar.de) – Der Waldzustand in Deutschland hat sich 2007 gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Dies geht aus den Ergebnissen der Waldzustandserhebung 2007 hervor, die heute vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) veröffentlicht wurden. Damit hat sich die Erholung der Wälder fortgesetzt.
Im Jahr 2004 war es als Folge des extrem heißen und trockenen Sommers 2003 zum Höchststand der Kronenverlichtungen gekommen: 31 Prozent der Bäume zeigten damals deutliche Schäden. Seitdem hat sich der Wald langsam erholt. 2007 betrug der Anteil der deutlichen Schäden noch 25 Prozent; Keine Kronenverlichtung zeigten 30 Prozent der Bäume, 45 Prozent dagegen wiesen eine leichte Kronenverlichtung auf.

Große Sorgen bereiteten den Forstleuten vor Jahresfrist die Schäden durch den Sturm „Kyrill“, dem in ganz Deutschland ca. 37 Mio. m³ Holz zum Opfer gefallen waren. Die großen Sturmholzmengen, hohe Ausgangsbestände an Borkenkäfern und die ungewöhnlich warme und trockene Witterung im April ließen eine Massenvermehrung des Borkenkäfers befürchten. Die rasche Aufarbeitung des Sturmholzes und das im weiteren Jahresverlauf überwiegend nasse Wetter konnten dieses weitgehend verhindern.

Was sonnenhungrige Menschen am Sommer 2007 störte, tat dem Wald gut: reichlich Regen sorgte für eine gute Wasserversorgung der Bäume, und auch die Belastung mit dem für Pflanzen in hoher Konzentration schädlichen Ozon war 2007 wetterbedingt geringer als in anderen Jahren. Die kritischen Belastungsgrenzen der Wälder für Stickstoffverbindungen und Säure werden aber trotz der bereits erzielten Fortschritte in der Luftreinhaltung weiterhin großräumig überschritten. Hinzu kommen die Folgen des Klimawandels.

Die Bundesregierung hat 2007 ein integriertes Energie- und Klimaprogramm beschlossen. Damit sollen Energie sparsamer und effizienter genutzt, der Anteil erneuerbarer Energien weiter erhöht und schädliche Emissionen gemindert werden.

Die Bundesregierung wird künftig, neben jeweils aktuellen Informationen, einmal pro Legislaturperiode umfassend über den Zustand der Wälder, über die Forst- und die Holzwirtschaft berichten. Damit wird ein Beschluss des Deutschen Bundestages vom 8. November 2007 umgesetzt. Der neue Waldbericht der Bundesregierung soll noch in dieser Legislaturperiode vorgelegt werden und auch Informationen zum Waldzustand enthalten.

Weitere Links zum Thema:

Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2007

Der Waldzustand in den Bundesländern 2007

Waldschutzbericht 2007 der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz im Forst.

Bierabsatz im Jahr 2007 um 2,7 Prozent gesunken

Themen: Bier,Handel,Statistik — info @ 14:01

Wiesbaden (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzten im Jahr 2007 deutsche Brauereien und Bierlager 103,9 Millionen Hektoliter Bier ab, das waren rund 2,9 Millionen Hektoliter oder 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. In den Zahlen sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – waren im Berichtsjahr mit 4,2 Millionen Hektoliter oder 4,0 Prozent am gesamten Bierabsatz beteiligt. Das ist ein Plus von 18,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2006.
Daraus ergibt sich für den Absatz von unvermischtem Bier (99,8 Millionen
Hektoliter) ein Minus gegenüber 2006 von 3,4 Prozent.

85,1 Prozent des gesamten Bierabsatzes im Jahr 2007 waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge sank um 3,7 Prozent auf 88,5 Millionen Hektoliter. Der steuerfreie Absatz (Exporte und Haustrunk) betrug 15,5 Millionen Hektoliter Bier (+ 3,9 Prozent): 11,8 Millionen Hektoliter (+ 2,0 Prozent) davon gingen in die EU-Länder, 3,5 Millionen Hektoliter (+ 11,4 Prozent) in Drittländer und 190.530 Hektoliter (- 3,0 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Die Angaben zum regionalen Absatz von Bier richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Den höchsten Bierabsatz erzielten im vergangenen Jahr wie in der Vergangenheit die Länder Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24,3 Prozent und Bayern mit 22,0 Prozent.

Am Inlandsabsatz haben diese beiden Länder mit 26,0 Prozent und 21,9 Prozent ebenfalls die mit Abstand höchsten Anteile. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten dagegen die Brauereien oder Bierlager mit Sitz in Niedersachsen/Bremen mit einem Anteil von 34,3 Prozent.

Natur- und Tierschützer fordern Maßnahmen gegen Intensivtierhaltung

Themen: Tiere,Tierschutz,Umwelt,Verbände — info @ 14:01

Bonn (agrar.de) – Nach Auswertung der weltweit zur Verfügung stehenden Studien verlangten heute in Bonn der Deutsche Naturschutzring (DNR) gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund und PROVIEH die Eindämmung der industriellen Massentierhaltung als bisher „vergessenen“ Klimakiller.

„Wir brauchen eine deutliche Reduzierung der Viehbestände in den Agrarfabriken, am besten durch eine Reduktion des Fleischkonsums und die Bindung der Zahlungen von EU-Agrarsubventionen an eine besonders klimafreundliche Wirtschaftsweise in Betrieben“, betonte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen. Nach FAO-Angaben beträgt der Gesamtanteil der Viehbestände an den weltweiten Treibhausgasen in CO2-Äquialenten einschließlich veränderter Landnutzung und Bodenverschlechterung bereits 18 Prozent. Dabei steigt nicht nur die Zahl der Fleischkonsumenten, sondern auch die pro Kopf verzehrte Fleischmenge wieder nach FAO dramatisch an: zwischen 1970 und 2002 von 11 auf 29 kg im Jahr in den Entwicklungsländern und von 65 auf 80 kg in den Industriestaaten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt dagegen 33 kg pro Jahr, um Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vermeiden. Sollte der jetzige Trend anhalten, gehen Experten von einer Verdoppelung der Fleischerzeugung bis 2050 von 229 auf 465 Millionen Tonnen aus.

„Die zunehmende Industrialisierung der landwirtschaftlichen Tierhaltung ist ein Klimakiller, der mit unendlichem Tierleid verbunden ist. Es gilt umso mehr: Weg mit den Agrarfabriken“, verlangte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder. Nicht nur der Ausstoß klimawirksamer Emissionen von zu vielen Tieren auf zu engem Raum schädige massiv das Klima, sondern auch hoher Energie- und Wasserverbrauch, Brandrodungen zur Gewinnung von Weideland und Futtermitteln sowie Langzeittransporte. Hinzu kommen Produktion und Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Als Gegenmodell dazu nannte Schröder NEULAND e.V. Unter diesem Namen haben sich Landwirte von tiergerechten und umweltschonenden Haltungen zusammengeschlossen

Und die Europareferentin von PROVIEH, Sabine Ohm, fügt hinzu: „Die Fehlentwicklung durch die Industrialisierung der Landwirtschaft nach dem Motto ’größer, schneller, billiger’ muss dringend korrigiert werden. Mit wahrhaft nachhaltiger Agrarpolitik, die diesen Namen auch verdient, muss künftig eine echte grüne Revolution durch konsequente Förderung ökologischer Landwirtschaft vollzogen werden.

Links zum Thema Tierschutz.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 >>



   (c)1997-2017 @grar.de