06. Dezember 2007

RLV: Ein Landwirt ernährt 143 Mitbürger

Themen: Agrarstruktur,Lebensmittel,Statistik,Verbände — info @ 11:12

Bonn (agrar.de) – Immer mehr Menschen werden von 1 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche ernährt. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, lag der Hektarertrag für Weizen zum Beispiel vor gut 100 Jahren bei 18,5 dt. Heute liege er mit 47 dt viermal so hoch.

Während ein Landwirt um 1900 nach RLV-Angaben Nahrungsmittel in einem Umfang erzeugte, um etwa vier Personen ernähren zu können, waren es 1950 schon zehn. Im Jahre 2004 ernährte ein Landwirt sogar 143 Personen (ohne Ernährung aus Auslandsfuttermitteln). Trotz dieser starken Produktivitätssteigerung sei Deutschland stets ein Nettoimportland an
Agrar- und Ernährungsgütern geblieben. Habe der Selbstversorgungsgrad um 1900 bei Nahrungsmitteln 87 Prozent betragen, hätte er Anfang des 21. Jahrhunderts (2004/05) bei 99 Prozent gelegen.

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Links zum Thema Verbände.

Starker Konzentrationsprozess bei den Molkereien

Bonn (agrar.de) – Die Milchindustrie ist mit einem Umsatz von 20,5 Mrd. Euro und 38.900 Beschäftigten (2005) die größte Sparte der deutschen Ernährungsindustrie.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, würden 21 Prozent der Umsätze der deutschen Molkereien über den Export erwirtschaftet. 56 Prozent der Milch würden von genossenschaftlichen Unternehmen verarbeitet. Auf Kapitalgesellschaften entfielen rund 32 Prozent und auf Einzelfirmen und Personengesellschaft zusammen 12 Prozent.

Wie der RLV weiter mitteilt, sei die Zahl der Molkereien in Deutschland stark gesunken. Hätte es 1990 noch 360 Unternehmen gegeben, so sei die Zahl bis zum Jahr 2000 auf 127 geschrumpft und habe im Jahr 2005 bei nur noch 102 Unternehmen gelegen. Diese hätten mit ihren 265 Betriebsstätten rund 76.000 t Milch täglich zu hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet.

Links zum Thema Milchwirtschaft.

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Tiere,Wirtschaft — info @ 10:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 440 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,35 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,35 Euro bis 1,36 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

05. Dezember 2007

Debatte über Gemeinsame Agrarpolitik

Themen: EU,GAP,Internet — info @ 16:12

Brüssel (agrar.de) – Die EU-Kommission lädt für morgen (06.12.) zu einer Anhörung zum Gesundheitscheck der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein. Die Anhörung wird live im Web übertragen und deckt alle Themenbereiche des Gesundheitschecks ab. Damit soll eine breite und offene Debatte über die Reformen GAP angeregt werden.

Mariann Fischer Boel, EU-Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, fordert Landwirte, Umweltschützer, Verbraucher und NRO auf, ihre Ansichten im Weblog der EU-Kommissarin zu äußern.

Für den 11. Januar ist eine Sonderkonferenz über die Zukunft des Milchsektors geplant, die ebenfalls live im Internet auf der Webseite der GD Landwirtschaft verfolgt werden kann. ‚Die GAP wird aus öffentlichen Mitteln finanziert und ist weitaus mehr als lediglich die Unterstützung der Einkommen von Landwirten. Sie bedeutet auch Umweltschutz, Sicherheit und Qualität der Lebensmittel, Tierschutz und Förderung von Arbeitsplätzen und Wachstum in ländlichen Gebieten,‘ sagte EU-Kommissarin Fischer Boel. ‚Darum möchte ich jedermanns Meinung hören. Nur so können Änderungen das widerspiegeln, was der Bürger auch wirklich möchte.‘

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04. Dezember 2007

EU-weit vereinheitlichte Höchstgehalte für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln veröffentlicht

Themen: EU,Lebensmittel,Pflanzenschutz — info @ 10:12

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat Vorschläge EU-weit vereinheitliche Rückstandshöchstgehalte online veröffentlicht. Die neuen Werte werden voraussichtlich ab Sommer 2008 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten der EU anzuwenden sein. Die bereits mit der Veröffentlichung der Verordnung (EG) 396/2005 angestrebte Harmonisierung der Rückstandshöchstgehalte wird damit vorerst abgeschlossen.

Der Einigung auf einheitliche Höchstgehalte war ein mehrjähriger Abstimmungsprozess zwischen den Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit vorangegangen. Für Deutschland nahmen an der Prüfung aller künftigen Rückstandgehalte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) teil. Die deutschen Behörden haben in den Fachgesprächen das Ziel verfolgt, das hohe Schutzniveau der deutschen Verbraucher zu erhalten. Der Verzehr von Lebensmitteln mit Rückständen unterhalb der zukünftig geltenden Höchstgehalte bleibt gesundheitlich unbedenklich.

Bislang kam es wegen der Überschreitung nationaler Rückstandshöchstgehalte oft zu Beanstandungen, wenn Obst oder Gemüse aus einem anderen EU-Mitgliedstaat stammten. Für in Deutschland nicht in zugelassenen Pflanzenschutzmitteln enthaltene Wirkstoffe galt vielfach eine allgemeine Höchstmenge von 0,01 Milligramm je Kilogramm Lebensmittel. Dieser Wert war jedoch nicht toxikologisch begründet, sondern wurde aus Vorsorgegründen so niedrig wie möglich angesetzt. Dass ein in einem anderen EU-Mitgliedstaat zugelassenes Pflanzenschutzmittel in Deutschland keine Zulassung besitzt, ist vielfach darin begründet, dass Pflanzenschutzmittel stets für die Behandlung bestimmter Kulturen zugelassen sind. Da beispielsweise Zitrusfrüchten in Nordeuropa nicht kultiviert werden, wurden von der Industrie auch keine kostenpflichtigen Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel in Deutschland beantragt, die sich zur Anwendung in Zitruskulturen eignen und damit auch kein Rückstandshöchstgehalte abgeleitet.

Bestand bislang für ein Pflanzenschutzmittel in einem anderen EU-Mitgliedstaat eine Zulassung, so hatten Importeure einen Anspruch darauf, dass der in diesem Mitgliedstaat festgesetzte Höchstgehalt auch generell von Deutschland akzeptiert wird. Diese Regelung stellte den im EU-Vertrag vereinbarten freien Warenverkehr sicher. Um Waren einzuführen, die in den anderen EU-Staaten rechtmäßig im Verkehr sind, benötigen Importeure bislang eine so genannte Allgemeinverfügung nach § 54 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB), mit der Deutschland die Vermarktung gestattet. Mit der Vereinheitlichung der Höchstgehalte für Pflanzenschutzmittelrückstände kann diese Regelung entfallen.

EU-weit vereinheitliche Rückstandshöchstgehalte

Links zum Thema Pflanzenschutz.

Mehr als die Hälfte der sächsischen Landesfläche ist Landwirtschaftsfläche

Themen: Agrarstruktur,Anbauflächen,Sachsen,Statistik — info @ 10:12

Dresden (agrar.de) – Die Fläche des Freistaates Sachsen umfasst rund 1,84 Millionen Hektar. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, sind das gut fünf Prozent der Fläche der Bundesrepublik.

Mehr als die Hälfte der Landesfläche des Freistaates nimmt die Landwirtschaftsfläche ein, während gut ein Viertel Sachsens bewaldet ist. Weniger als zwei Prozent der Fläche Sachsens sind mit Wasser bedeckt. Auf die Siedlungs- und Verkehrsfläche entfällt ein Anteil von knapp 12 Prozent, wovon gut ein Drittel Straßen, Wege und Plätze ausmachen.

Im Jahr 2007 wurden in Sachsen nach dem vorläufigen Ergebnis 917.500 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Ackerland stellt mit 79 Prozent die Hauptnutzung der landwirtschaftlichen Fläche dar. Dauergrünland nimmt ein Fünftel der genutzten Fläche ein. Nicht einmal ein Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche entfällt auf Dauerkulturen (u.a. Obstanlagen, Baumschulen, Rebland).

Mehr als die Hälfte des sächsischen Ackerlandes (395.400 Hektar) wurde 2007 mit Getreide bestellt. Winterweizen war mit 175.600 Hektar die am häufigsten angebaute Getreideart und nahm 44 Prozent der Getreideanbaufläche ein. Weiterhin drillten die Landwirte auf 98.900 Hektar Wintergerste und 36.800 Hektar Sommergerste. Außerdem standen 141.300 Hektar Winterraps und 66.200 Hektar Silomais auf den Feldern. Futtererbsen wuchsen auf 8.500 Hektar, Zuckerrüben auf 15.600 Hektar und Kartoffeln auf 8.000 Hektar des Ackerlandes.

Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche entfallen 40 Prozent auf den Regierungsbezirk Dresden, 31 Prozent auf Chemnitz und 29 Prozent auf Leipzig. Der Regierungsbezirk Dresden weist 77 Prozent Ackerland und 21 Prozent Grünland aus. Im Regierungsbezirk Dresden befindet sich die gesamte sächsische Rebfläche sowie 52 Prozent der Obstanbaufläche und 48 Prozent der Baumschulfläche des Freistaates. Von der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Regierungsbezirkes Chemnitz entfallen 71 Prozent auf Ackerland und 29 Prozent auf Grünland. Der überdurchschnittliche Grünlandanteil spiegelt die natürlichen Standortbedingungen dieses Regierungsbezirkes wider. Dagegen ist der Regierungsbezirk Leipzig am stärksten ackerbaulich geprägt. 89 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Regierungsbezirkes sind Ackerland und nur zehn Prozent Grünland.

Der Niederschlesische Oberlausitzkreis besitzt mit 134.033 Hektar die flächenmäßig größte Ausdehnung, während die Kreisfreie Stadt Görlitz nur eine Fläche von 6.722 Hektar umfasst. Im Vergleich der Landkreise verfügt der Landkreis Döbeln mit 82 Prozent über den höchsten Anteil an Landwirtschaftsfläche. Am stärksten bewaldet hingegen ist der Landkreis Aue-Schwarzenberg (59 Prozent).

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