12. Dezember 2007

Änderung des Tierschutzgesetzes für den ‚Tierschutz-TÜV‘

Themen: Landtechnik,Tiere,Tierschutz — info @ 14:12

Berlin (agrar.de) – Die Bundesregierung will ein obligatorisches Prüf- und Zulassungsverfahren für Haltungseinrichtungen für Nutztiere etablieren. Dies schlägt sie in ihrem Gesetzentwurf (16/7413) zur Änderung des Tierschutzgesetzes vor.

Danach sollen zukünftig nur noch auf Tiergerechtheit geprüfte und zugelassene serienmäßig hergestellte Stalleinrichtungen in den Verkehr gebracht werden. Außerdem ist in dem Entwurf die Möglichkeit vorgesehen, Anforderungen an die bestimmungsgemäße und sachgerechte Verwendung der Stalleinrichtungen durch den Betreiber einzuführen. Der Bundesrat begrüßt in seiner Stellungnahme den Gesetzentwurf besonders deshalb, weil er ein derartiges Verfahren bereits gefordert hat. Dem stimmt die Regierung in ihrer Gegenäußerung zu. Auch der Nationale Normenkontrollrat äußert in seiner Stellungnahme keine Bedenken gegen das Vorhaben.

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Baden-Württemberg: HE-Betriebe ökonomisches Rückgrat der Landwirtschaft

Aber Nebenerwerbsbetriebe überwiegen zahlenmäßig in Baden-Württemberg – Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2007

Stuttgart (agrar.de) ‚Die rund 19.300 Haupterwerbsbetriebe im Land bewirtschaften den größten Flächenanteil und halten die Mehrzahl der Tiere.‘ Dies sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamt, Dr. Carmina Brenner, heute vor der Presse im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse zur Agrarstrukturerhebung 2007.

Sie sind damit das ökonomische Rückgrat der Landwirtschaft im Land. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg noch ungefähr 57.000 landwirtschaftliche Unternehmen, von denen 93 Prozent (52.800 Betriebe) als klassischer Familienbetrieb geführt werden. Der Anteil der Haupterwerbsbetriebe beziffert sich auf 36 Prozent, während die 33.600 Nebenerwerbsbetriebe auf einen Anteil von 64 Prozent kommen. Im Vergleich zu 2003 ging die Zahl der Nebenerwerbsbetriebe um gut 6.000 Betriebe (- 15,2 Prozent) zurück, während die Abnahme der Haupterwerbsbetriebe mit knapp 2.800 Betrieben (- 12,5 Prozent) etwas geringer ausfiel.
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2007 weniger Obst in Brandenburg erzeugt

Potsdam (agrar.de) – Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, lag 2007 das Ergebnis der Obsternte mit 20.600 Tonnen 52 Prozent unter dem des Vorjahres. Diese Entwicklung ist mit zum Teil extremen Witterungseinflüssen in mehreren Anbauregionen zu begründen, die zu erheblichen Ertragseinbußen bis zu Totalausfällen führten.

74 Prozent des Obstes waren Äpfel. Damit ist der Apfel die wichtigste Obstart in Brandenburg. 2007 wurden von 1.197 Hektar Äpfel gepflückt. Während in diesem Jahr 15.177 Tonnen Äpfel geerntet wurden, waren es im Jahr zuvor noch 33.848 Tonnen. 57 Prozent der Äpfel wurden als Tafelobst verwertet.

Beim Baumobst spielen weiterhin die Süßkirschen eine größere Rolle. Mit 766 Tonnen wurde bei dieser Steinfrucht die niedrigste Erntemenge seit 1991 von den Bäumen geholt. Bei den Sauerkirschen wurden insgesamt 1.544 Tonnen gepflückt (2006: 1.530 Tonnen). Die Erntemenge der Pflaumen/Zwetschen belief sich 2007 auf 820 Tonnen. Eine noch geringere Erntemenge gab es nur im 1996 mit 665 Tonnen.

Des Weiteren hat der Anbau von Sanddorn und Heidelbeeren in Brandenburg an Bedeutung gewonnen. So wurden in diesem Jahr auf 119 Hektar Sanddorn und auf 55 Hektar Heidelbeeren angebaut. Die Erntemengen lagen bei 221 bzw. 220 Tonnen, 2006 waren es 120 bzw. 177 Tonnen.

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Baden-Württemberg: Strukturwandel setzt sich weiter fort

Brenner: Aber Tempo des Wandels wird moderater – Immer weniger Betriebe werden immer größer – Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2007

Stuttgart (agrar.de) – Die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe in Baden-Württemberg geht weiter zurück. Im Jahr 2007 gibt es noch 57.049 Betriebe im Land. Dies sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Carmina Brenner, heute vor der Presse im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2007.

Über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten hat sich die Zahl landwirtschaftlicher Betriebe im Land, die sich 1987 noch auf gut 112.000 Betriebe belief, damit nahezu halbiert. Im Jahr 1949 wurden – bei allerdings anderer Zählweise – auf dem Gebiet von Baden-Württemberg noch erheblich mehr, nämlich fast 400.000 Betriebe ermittelt.

In den letzten zwei Jahrzehnten verlief der Strukturwandel überwiegend mit hoher Geschwindigkeit. Die jährlichen Abnahmeraten lagen für die Betriebe mit mehr als 2 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (ha LF) meist zwischen 3 und 4 Prozent, in der Spitze bei über 4 Prozent. Für die letzten zwei Jahre errechnet sich für die Betriebe ab 2 ha LF jedoch eine Abnahmerate von nur noch 2,8 Prozent. Damit liegt der Rückgang der Betriebe ab 2 ha LF erstmals seit rund zwanzig Jahren wieder unter 3 Prozent.

Mittlere Betriebsgröße beläuft sich auf 25,2 ha LF

Im Zuge des Strukturwandels werden die Betriebe durch die Übernahme der Flächen von aufgebenden Betrieben immer größer. Im Durchschnitt der Betriebe im Land werden jetzt 25,2 ha LF bewirtschaftet. Das ist im bundesweiten Vergleich (aktuell sind nur die Angaben für 2005 verfügbar: 42,9 ha LF) eher wenig, doch muss die durchschnittliche Flächengröße auch vor dem Hintergrund der im Land vielfach vorhandenen Sonderkulturen wie Wein und Obst gesehen werden. Dort sind bei hoher Wertschöpfung pro Flächeneinheit vielfach kleinere Betriebe anzutreffen. Die Wachstumsschwelle liegt mittlerweile im Bereich zwischen 75 und 100 ha LF.

Die Wachstumsschwelle bezeichnet die Betriebsgröße, ab der im Zeitvergleich eine Zunahme der Betriebe festzustellen ist, d.h. nur die Zahl der Betriebe in diesem und den darüber liegenden Größenklassen nimmt noch zu, während in den darunter liegenden Größenklassen die Zahl der Betriebe abnimmt.

Pachtquote jetzt bei 61 Prozent – Pachtentgelt im Durchschnitt bei 190 Euro/ha

Das Flächenwachstum der Betriebe im Rahmen des Strukturwandels erfolgt in der Regel über die Pacht. Mittlerweile beziffert sich der Anteil der gepachteten Fläche an der Gesamtfläche (die Pachtquote) auf 61,2 Prozent, die erstmals im Jahr 1995 einen Anteil von 50 Prozent überschritten hatte. Die steigende Nachfrage führt im Landesmittel auch zu steigenden Preisen. Durchschnittlich 190 Euro zahlt ein Landwirt für die Nutzung von einem Hektar Pachtland und damit 7 Euro mehr als vor vier Jahren.

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Baden-Württemberg: Agrarstrukturerhebung 2007

Tierhaltung in Betrieben und Gemeinden auf dem Rückzug – Schweinehaltung vom Strukturwandel besonders betroffen – In mehr als 150 Gemeinden keine Milchkühe mehr

Stuttgart (agrar.de) – ‚In der Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere vollzieht sich ein starker Wandel.‘ Dies sagte die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Dr. Carmina Brenner, heute vor der Presse im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2007.

Im Bereich der Rinderhaltung, dem Schwergewicht der tierischen Produktion im Land, setzt sich der schon länger andauernde Rückgang der Bestände und Halterzahlen fort. In der Schweinehaltung verläuft die Entwicklung differenzierter: Vor dem Hintergrund einer insgesamt nahezu stabilen Bestandsentwicklung geht die Zahl der Halter stark zurück, wobei in der Ferkelerzeugung und der Schweinemast unterschiedliche Vorzeichen festzustellen sind.
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BÖLW warnt: Chancen durch Ökolandbau werden vertan

Deutschland verschenkt Wertschöpfung, Beschäftigung und Umweltleistungen ins Ausland

Berlin (agrar.de) – ‚Die Lage ist paradox: Bio-Verarbeiter und -Händler suchen händeringend nach heimischer Rohware. Es fehlen aber Landwirte, die diese Chance wahrnehmen und auf Öko-Landbau umstellen. So wird die stetig wachsende Nachfrage mit Importen gedeckt und wir überlassen die Leistungen des Ökolandbaus dem Ausland: Ein Drittel mehr Beschäftigte, höhere Betriebseinkommen und höhere Umweltleistungen im Vergleich zum konventionellen Landbau‘, so Alexander Gerber, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), anlässlich einer Anhörung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Einen wesentlichen Grund dafür sieht der BÖLW in einer fehlgeleiteten Agrarpolitik: ‚Ende 2005, just als sich das Marktwachstum weiter verstärkte, setzte Bundeskanzlerin Merkel eine Kürzung der zweiten Säule durch und die Bundesländer setzten die daraus finanzierte Umstellungsförderung aus‘, erläutert Gerber. Im Januar 2007 wurde sie zwar wieder eingeführt, allerdings auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Auch die Beibehaltungsförderung wurde in allen Bundesländern gekürzt (außer in Rheinland-Pfalz, das aber ohnehin die niedrigste Förderquote hat). Bayern, Hessen und Sachsen-Anhalt sind die einzigen Bundesländer, die die maximale Höhe der Rahmenregelung des Bundes für die Beibehaltungsförderung bei Ackerflächen voll ausschöpfen. Insgesamt beträgt der Anteil der Ökoflächenförderung an allen Direktzahlungen lediglich 2,2 Prozent.

‚Angesichts der Marktsituation und den Leistungen des Ökolandbaus sieht ein effizienter Einsatz von Fördermitteln und eine ermutigende Politik für den Ökolandbau anders aus‘, so das Fazit von Gerber, der eine Neuberechnung der Prämienhöhen fordert. Hinzu kommt, dass durch Transferleistungen von bis zu 2.000 Euro je ha für die landwirtschaftliche Energieerzeugung eine ungesunde Schieflage auf dem Markt für landwirtschaftliche Rohwaren hervorgerufen wurde.

Der BÖLW-Vorsitzende, Felix Prinz zu Löwenstein, selbst Landwirt, appelliert an seine konventionellen Berufskollegen, nicht nur die momentane Marktlage sondern auch die mittelfristige Entwicklung in den Blick zu nehmen: ‚Angesichts stabil steigender Nachfrage nach Ökoprodukten bei gleichzeitig deutlich steigenden Kosten für Dünger und Pestizide in der konventionellen Landwirtschaft ist die Umstellung auf Ökolandbau eine Investition in die Zukunft des Betriebes.‘ Neben rein wirtschaftlichen Berechnungen weiß er aus eigener Erfahrung noch einen weiteren Grund: ‚Es macht einfach Freude, im Einklang mit der Natur wirtschaften zu können und dafür von den Menschen Anerkennung zu erfahren!‘

Die aktuellen Zahlen zur Umstellung von Betrieben und landwirtschaftlichen Nutzflächen auf Ökologischen Landbau werden vom BÖLW Anfang 2008 erhoben und zusammen mit den Zahlen zur Marktentwicklung zur Biofach im Februar 2008 bekannt gegeben.

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Experten: Umstellung auf ökologischen Landbau weiter fördern

Berlin (agrar.de) – Die Umstellung der Landwirtschaft auf einen ökologischen Landbau soll weiterhin gefördert werden. Dafür haben sich Sachverständige in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundestages ausgesprochen.

Heinrich Graf von Bassewitz vom Deutschen Bauernverband charakterisierte die aktuelle Situation des Ökolandbaus als ‚grundsätzlich sehr positiv‘. Der Öko-Markt sei jedoch derzeit von einer ‚erheblichen Rohstoffknappheit‘ geprägt. Die Nachfrage übersteige bei vielen Produkten das verfügbare Angebot, was die Erzeugerpreise für viele landwirtschaftliche Rohstoffe steigen lasse. Als Ursache nannte Bassewitz ‚die unterschiedliche Anpassungsfähigkeit und die strukturellen Unterschiede‘ der Marktbeteiligten. So könnten Landwirte nur im Wege einer meist zwei- bis dreijährigen Umstellungszeit in die ökologische Produktion einsteigen. Eine ‚dauerhafte und ausreichende Förderung‘ des Ökolandbaus sowie eine Förderung in den ersten beiden Umstellungsjahren seien daher vonseiten des Staates notwendig.

Der Einzelsachverständige Hans Christoph Behr bezeichnete die Öko-Marktentwicklung ‚als nicht ausgewogen‘. Angebot und Nachfrage hätten kein statisches Gleichgewicht erreicht. Schwankende Preise auf dem Markt spiegelten die Knappheit einzelner Güter wie Kartoffeln und Getreide. Dies zeige jedoch, dass der Markt funktioniere: ‚Mit Markteingriffen sollte man sich deshalb zurückhalten‘, warnte Behr. Darüber hinaus verwies der Sachverständige auf die sinkenden Preisabstände zwischen Bio-Produkten und konventioneller Ware, die die Umstellungsbereitschaft der Betriebe hemmten.

Kornelie Blumenschein von ‚Gäa – Vereinigung ökologischer Landbau‘ kritisierte die Kürzung der Umstellungsförderungen durch alle Bundesländer als ‚falsches Signal‘ für die Landwirte. Man spare damit ‚an der falschen Stelle‘, nämlich dort, wo die Mittel am effizientesten eingesetzt werden könnten. Darüber hinaus mahnte Blumenschein ‚Optimierungsbedarf‘ in der Förderung ökolandwirtschaftlicher Innovationen an. Es liege noch viel Potential brach.

Ursula Loggen von der Stiftung Warentest erklärte, dass bei Lebensmitteltests in den vergangenen fünf Jahren ’nur geringfügige Unterschiede‘ zwischen Öko- und konventionellen Lebensmitteln in der Gesamtqualität festgestellt worden seien. ‚Deutliche Unterschiede‘ hätten sich dagegen bei Pestizidrückständen gezeigt. Bio-Lebensmittel schnitten dabei ‚deutlich besser‘ ab. Weiter verwies Loggen darauf, dass neben der Erzeugung eines Lebensmittels auch dessen Verpackung, Transport und Lagerung bei der Bestimmung der Qualität entscheidend sei. So könnten Schadstoffe aus dem Produktionsprozess und der Verpackung unabhängig von der Art der Erzeugung ’sowohl bei konventionellen als auch bei Bio-Lebensmitteln vorkommen‘.

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AbL: EU-Milchmenge nicht vorschnell erhöhen

Themen: EU,GAP,Milch,Verbände — info @ 14:12

Ob mit Quotenerhöhung oder Superabgaben-Senkung – Mehr Menge würde Erzeugerpreis wieder nach unten drücken

Hamm (agrar.de) – Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) warnt vor den Folgen derzeit diskutierter Vorschläge, die auf eine Ausdehnung der in der EU erzeugten Milchmenge hinauslaufen. Die EU-Kommission hat heute in Brüssel vorgeschlagen, die Milchquoten bereits zum 1. April 2008 um 2 Prozent zu erhöhen.

Die Bundesregierung, die Milchindustrie und der Deutsche Bauernverband plädieren für eine Absenkung der Superabgabe, also der Strafabgabe, die ein Betrieb bei Überlieferung seiner Quote an die EU zu zahlen hat.

‚Sowohl mit einer Quotenerhöhung um 2 Prozent als auch mit einer Senkung der Superabgabe wird das Ziel verfolgt, in Europa mehr Milch erzeugen zu lassen. Beide Maßnahmen drohen daher, die Erzeugerpreise für die Milchbauern wieder erheblich unter Druck zu setzen‘, warnt Maria Heubuch, AbL-Bundesvorsitzende und Milchbäuerin im Allgäu, vor den Folgen.

‚Gerade haben einige Ketten in Deutschland die Butterpreise mit der Begründung gesenkt, dass das Angebot an Butter die Nachfrage leicht übersteige, und das im laufenden Weihnachtsgeschäft. Das Beispiel zeigt, wie sensibel der Markt bereits auf geringfügige Mengenverschiebungen reagiert. Für uns Milcherzeuger ist daher klar, dass eine Mengenausdehnung – ganz gleich, über welche Instrumente sie erreicht werden soll – abzulehnen ist‘, so Heubuch weiter.

Bernd Voß, stellvertretender AbL-Vorsitzender, ergänzt: ‚Auch im internationalen Markt hängt der Markt am seidenen Faden. Die EU-Exporte in Drittländer machen mehr als ein Viertel aller international gehandelten Milchmengen im Umfang von gut 40 Mio. Tonnen aus. Wenn die EU ihre Menge um 2 Prozent, also um knapp 3 Mio. t erhöht, um diese Menge zu exportieren, dann erhöht sich damit das Angebot auf dem Weltmarkt um 7 Prozent. Auch international droht den Milcherzeugern also ein erheblicher Druck auf die Erzeugerpreise für Milch, wenn die EU ihre Mengen ausdehnen würde. Es drängt sich der Eindruck auf, dass einige Kräfte alles daran setzen, den Milchpreis zulasten der Milchbauern wieder schnell nach unten zu drücken‘, bewertet Voß, Milcherzeuger in der Wilstermarsch, die aktuellen Vorschläge.

Die AbL fordert die EU-Kommission und die Bundesregierung dazu auf, keine vorschnellen Beschlüsse zulasten der Milcherzeuger zu fassen. ‚Die bereits beschlossene Erhöhung der Quote um 0,5 Prozent sowie die Wirkung der bereits vollzogenen Absenkung der Superabgabe sollten abgewartet und ausgewertet werden. Das wird uns Milcherzeugern schon genug herausfordern. Wer noch mehr Menge fordert, handelt gegen die Interessen der Milcherzeuger‘, erklärt die AbL-Vorsitzende Heubuch abschließend.

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Rentenbank erweitert Unterstützung für Schweine haltende Betriebe

Themen: Banken,Förderung,Schweine,Wirtschaft — info @ 10:12

Frankfurt (agrar.de) – Aufgrund stark steigender Futterpreise bei gleichzeitig sinkenden Verkaufserlösen geraten Schweine haltende Betriebe zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Landwirtschaftliche Rentenbank erweitert deshalb das Kredittypenangebot ihrer Liquiditätshilfedarlehen.

Neben den beiden Varianten mit 4- bzw. 6-jähriger Laufzeit und Zinsbindung wird ab sofort ein Kredittyp mit 10-jähriger Laufzeit und 5-jähriger Zinsbindung angeboten. Ab dem 2. Januar 2008 wird es zusätzlich die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung geben. Bei den Liquiditätshilfedarlehen mit Laufzeiten von 4 und 6 Jahren ist dann eine jederzeitige Rückzahlung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich, bei einer Laufzeit von 10 Jahren ausschließlich innerhalb der ersten Zinsbindungsdauer von 5 Jahren. Bei allen Laufzeitvarianten und Kredittypen wird es die Möglichkeit geben, ein Tilgungsfreijahr zu wählen.

Die neue Rückzahlungsoption ist auf diese besondere Hilfsaktion begrenzt. Die Kreditkonditionen werden Anfang Januar auf der Basis der aktuellen Kapitalmarktzinsen kalkuliert und mit weiteren Details im Internet veröffentlicht.

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Das Weinjahr 2007 in Sachsen

Themen: Erntebericht,Sachsen,Statistik,Wein — info @ 09:12

Erstmals Erntemenge bei Rotwein von mehr als 4.000 Hektolitern erwartet

Dresden (agrar.de) – Die Ergebnisse der endgültigen Berichterstatterschätzung über die Weinmosternte im Monat Okto­ber lassen auf ansprechende Weinqualitäten des Jahrganges 2007 in Sachsen hoffen. So rechnen die Weinbauern mit einer Erntemenge von etwa 21.000 Hektolitern (hl) Weinmost, was einem Hektarertrag von 54,5 hl entspräche. Im Durchschnitt der letzten sieben Jahre wurden etwa 19.000 hl geerntet, das ergibt einen Ertrag von 45,8 hl je Hektar. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, wird erstmals seit Beginn der Durchführung der Ernteschätzung 1992 bei Rotwein eine Ernte­menge von mehr als 4.000 hl erwartet.

Die hohen Temperaturen im April führten zu einem Vegetationsvorsprung von mehr als zwei Wo­chen und somit im Mai zu einer sehr frühen Blüte der Reben. Warme Tage im Juli und die für den Wein günstigen Witterungsbedingungen im Spätsommer und Frühherbst mit warmen Tagen in Kombination mit kalten Nächten sorgten dafür, dass sich voll ausgereifte, mit feinen Aromen ausge­bildete Trauben entwickeln konnten. Sehr zeitig, bereits Ende August, begann die Weinlese in Sachsen mit der frühreifen Sorte Goldriesling, einer nur in Deutschlands östlichstem Wein­anbauge­biet angebauten Sorte. Mitte Oktober war die Lese weitgehend beendet, gerade noch rechtzeitig vor dem diesjährigen Beginn der feuchten Witterung und der damit einhergehenden Gefahr der Fäulnis des Lesegutes. Die größte Erntemenge je Hektar wurde beim Weißwein für die Sorte Elbling und bei den roten Rebsorten für die Sorte Dorn­felder geschätzt. Die höchsten durchschnittlichen Mostge­wichte lassen lt. Angabe der Winzer beim Weißwein die Sorte Ruländer und beim Rotwein die Sorte Blauer Spätburgunder erwarten.

Durchschnittlich 85,5 Öchsle-Grade (Maß für den Zuckergehalt des Weinmostes) und anspre­chende Säurewerte des Weinmostes bilden die Grundlage für die Produktion sehr guter Weine des Jahrganges 2007. Demzufolge schätzten die Berichterstatter ein, dass rund 97 Prozent des diesjährigen Weinmostes als Qualitätswein b. A. (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) veräußert werden können, darunter 47 Prozent als Prädikatswein. Prädikatsweine sind Qualitätsweine der Spitzenklasse, die sich durch eine besondere Reife und Leseart auszeichnen.

Im Rahmen der ‚Ernte- und Betriebsberichterstattung für Reben‘ melden freiwillig berichtende Winzer im Rahmen von drei Ernteschätzungen in den Monaten August bis Oktober zu erwartende Ern­temengen und -qualitäten.

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