17. Dezember 2007

Thüringen: Rinder- und Schweinebestände im November 2007

Erfurt (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Viehbestandserhebung vom November dieses Jahres standen in den landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens 347.300 Rinder und 775.600 Schweine. Die Rinderbestände lagen annähernd auf dem Niveau vom November 2006. Die Bestände an Schweinen sind leicht gesunken.

In den landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens standen nach dem vorläufigen Ergebnis der Viehbestandserhebung vom November dieses Jahres 347.300 Rinder.
Die Bestände an Rindern erreichten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik annähernd das Niveau des gleichen Stichtages vom Vorjahr (+ 600 Tiere bzw. + 0,2 Prozent).
Zurückzuführen ist der leichte Anstieg auf höhere Kälber- sowie Jungrinderbestände.
Dagegen fiel die Zahl der Rinder, die 1 Jahr und älter waren, niedriger als vor einem Jahr aus. Insbesondere lag der Bestand der weiblichen Zucht- und Nutztiere einschließlich Färsen unter dem Vorjahresniveau.

In den einzelnen Kategorien zeigte sich folgende Entwicklung:

Bei Kälbern war eine Bestandzunahme um 1.300 Tiere oder 2,4 Prozent auf 54.800 Tiere und bei Jungrindern bis unter 1 Jahr alt um 300 Tiere oder 0,7 Prozent auf 46.400 Tiere zu verzeichnen. Der Bestand an Rindern im Alter zwischen 1 bis unter 2 Jahren reduzierte sich zur Vorjahreserhebung um 300 Tiere bzw. 0,4 Prozent, so dass zum Stichtag 3. November 2007 insgesamt 70.500 Tiere dieser Kategorie ermittelt wurden. An Rindern der Kategorie 2 Jahre und älter wurden 175.500 Tiere (2006: 176.200 Tiere) ermittelt.

Hier nahm insbesondere die Zahl der zur Bestandsergänzung gehaltenen Nutz- und Zuchtfärsen ab. Ihre Anzahl sank um 1.700 Tiere bzw. 8,7 Prozent auf 18.000 Tiere. Bei den Milchkühen, deren Anzahl durch steigende Leistung der Bestände sowie durch die Quotierung der Milchanlieferung geregelt wird, setzte sich die rückläufige Entwicklung auf niedrigem Niveau fort. Mit 116.500 Tieren wurden knapp 300 Milchkühe (- 0,2 Prozent) weniger festgestellt als vor Jahresfrist. In der Ammen- und Mutterkuhhaltung ist eine leicht steigende Tendenz zu verzeichnen. Mit einer Zunahme um 2,6 Prozent wurden 38.100 Tiere ermittelt, 1.000 mehr als zur Erhebung vom November 2006.

An Schweinen hielten Thüringer Landwirte mit 775.600 Tieren insgesamt 3.400 Tiere bzw. 0,4 Prozent weniger als zur Erhebung vom November 2006.

Unterschiede waren jedoch auch hier in den Entwicklungen der einzelnen Nutzungskategorien zu verzeichnen. Die Zahl der Ferkel und Jungschweine blieb mit 439.100 Tieren zum vergleichbaren Vorjahresbestand konstant (- 0,1 Prozent). Die Mastschweinbestände mit 249.800 Tieren waren um 0,8 Prozent höher als vor einem Jahr. Stark abgenommen haben die Bestände an Zuchtsauen. Zur aktuellen Erhebung wurden knapp 86.200 Zuchtsauen (- 5,6 Prozent zum Vorjahr) ermittelt. Dabei lässt die Abnahme der Jungsauen (- 4.100 Tiere bzw. – 14,5 Prozent) auf 24.300 Tiere einen weiteren Rückgang in der Schweineproduktion als Folge der zurzeit schwierigen Vermarktungsbedingungen vermuten.

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Sachsen-Anhalt: 111.000 Tonnen Kompost für die Landwirtschaft

Halle (agrar.de) – Im Jahr 2006 wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt in den befragten 92 Kompostierungsanlagen fast 741.000 Tonnen Abfall zur Verwertung eingesetzt, das waren u.a. 253.000 onnen Schlämme aus der Behandlung von kommunalem Abwasser, 166.000 Tonnen Garten- und Parkabfälle sowie 47.000 Tonnen Abfälle aus der Biotonne.

Im Berichtsjahr wurden fast 417.000 Tonnen Kompost erzeugt und zur Verwertung abgegeben. In erster Linie wurde dieser Kompost zur Landschaftsgestaltung und -pflege (291.000 Tonnen) eingesetzt. Weitere Abnehmer waren die Land- und Forstwirtschaft (111.000 Tonnen) und die privaten Haushalte (15.000 Tonnen), das heißt überwiegend Kleingärtner.

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IVA begrüßt WTO-Position

Themen: Biolandbau,Industrie,International,Verbände — info @ 12:12

Frankfurt (agrar.de) – Ein klares Bekenntnis zur modernen Landwirtschaft hat jetzt der Generaldirektor der Welternährungsorganisation (FAO), Jaques Diouf, abgegeben.

‚Der Ökolandbau kann einen Beitrag zur Bekämpfung des Hungers leisten, aber er kann die Ernährung der Weltbevölkerung nicht sicherstellen‘, sagte Diouf. Er reagierte damit auf Medienberichte über eine FAO-Konferenz im Mai. In den Berichten heißt es, der Ökolandbau könne genug Nahrung für die heutige Weltbevölkerung produzieren. ‚Bei dem zitierten Papier handelt es sich nicht um ein Dokument der FAO. Unsere Daten und Modelle widersprechen der darin aufgestellten These‘, erklärte Diouf. ‚Der Ökolandbau lehnt chemische Hilfsmittel ab. Wir brauchen aber Mineraldünger, um die Welt zu ernähren.‘

‚Der Ökolandbau produziert gesunde Lebensmittel und ist eine wachsende Einkommensquelle für viele Landwirte. Aber man kann nicht sechs Milliarden Leute heute und neun Milliarden im Jahr 2050 ernähren ohne Mineraldüngung‘, sagte Diouf.

‚Wir begrüßen die Klarstellung durch die FAO‘, erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar (IVA) ‚Die Preisexplosion bei Agrarrohstoffen zeigt bereits, dass das Angebot der Nachfrage hinterherhinkt.‘ Die moderne Landwirtschaft könne auf der begrenzten Fläche auch eine stark wachsende Bevölkerung versorgen, wenn sie den technischen Fortschritt verantwortungsvoll nütze, so der Verbandschef.

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aid-Internetspecial: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln

Bonn (agrar.de) – Pestizidrückstände in Mandarinen, Weintrauben oder Paprika – fast wöchentlich werden Verbraucher durch derartige Meldungen aufgeschreckt. So wichtig solche Informationen sind, es wäre fatal, wenn die Verbraucher daraufhin ihren Gemüse- und Obstverzehr einschränken würden. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) überwiegt der gesundheitliche Nutzen von Gemüse und Obst das mögliche Risiko durch Pflanzenschutzmittelrückstände.

Jedes Pflanzenschutzmittel wird vor seiner Zulassung umfangreichen toxikologischen Tests unterzogen. Bei der Festlegung der Höchstmengen sorgt ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor (meistens 100) dafür, dass keine unerwünschten Wirkungen auftreten. Wer einmal oder gelegentlich ein Produkt isst, das höher belastet ist als die gesetzlichen Höchstmengen es zulassen, muss in der Regel nicht mit gesundheitlichen Gefahren rechnen.

Höchstmengenüberschreitungen kamen in den vergangenen Jahren bei etwa zehn Prozent aller Gemüse- und Obstproben vor, die von staatlichen Lebensmittelkontrolleuren untersucht wurden. Bioware kann hingegen als weitgehend rückstandsfrei bezeichnet werden, berichtet das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart nach vier Jahren Ökomonitoring. Wer keine Bioware einkaufen kann, sollte auf die Herkunft achten. Denn Produkte aus konventioneller Erzeugung sind meist am geringsten belastet, wenn sie aus der Region stammen und entsprechend der Saison angeboten werden. Die Rückstandsgehalte lassen sich weiter verringern, wenn Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich gewaschen wird. Da sich die meisten wertvollen Inhaltsstoffe in den Randschichten befinden, empfiehlt die DGE die Schale von Obst und Gemüse – soweit diese verzehrsfähig ist – mitzuessen.

Es ist nicht möglich, sich vollkommen schadstofffrei zu ernähren. Schadstoffe in der Nahrung spielen nach derzeitiger Einschätzung aber für die Gesundheit eine viel geringere Rolle als vielfach angenommen. Gemüse und Obst liefern dagegen viele wertvolle Nährstoffe und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Ein reichlicher Verzehr hilft, Übergewicht zu vermeiden und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck sowie bestimmte Krebserkrankungen zu senken. Diese Erkenntnisse stammen aus einer Vielzahl von Langzeituntersuchungen, in denen konventionelles Gemüse und Obst gegessen wurde.

Weitere Informationen: aid-Internetspecial zu Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln unter http://pflanzenschutzmittelrueckstaende.aid.de

13. Dezember 2007

Naturland fordert ökologische Kriterien für Biogas

Gräfelfing/München (agrar.de) – Auf der heute in München stattgefundenen Pressekonferenz forderte Naturland die Bundesregierung und die EU auf, die Produktion von Biogas an ökologische Kriterien zu knüpfen. Fehlentwicklungen der Vergangenheit, wie die Förderung von Maismonokulturen, müssen korrigiert werden. ‚Nimmt man die strengen Kriterien in der Lebensmittelproduktion als Grundlage, so dürfte Biogas die Vorsilbe ‚Bio‘ derzeit nicht verwenden‘, erläuterte Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland in München. Der Ökologische Landbau als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung sollte als Vorbild für die Rahmenbedingungen zur Biogas-Erzeugung gelten.

Fehlentwicklungen korrigieren

Naturland stellte in München sein Positionspapier zum Thema Biogas der Öffentlichkeit vor. Darin werden die Fehlentwicklungen der letzten Jahre zusammengefasst. Vermehrte Maismonokulturen mit negativen Auswirkungen auf Boden, Wasser und Artenvielfalt sowie die Verengung der Fruchtfolgen mit verstärktem Schädlingsdruck sind dabei Schwerpunkte. Hinzu kommen beispielsweise die Umwandlung von Feuchtgründland in Ackerland oder die Gründlandintensivierung, um fehlendes Grundfutter in der Tierhaltung oder Ko-Substrat für die Biogas-Anlagen zu liefern.

Positive Impulse nutzen

‚Der Ökologische Landbau setzt durch den Verzicht auf leichtlösliche Mineraldünger und Pestizide deutlich weniger Energie ein als der konventionelle Landbau‘, erklärte Prof. Dr. Kurt-Jürgen Hülsbergen von der Technischen Universität München (TUM). Kohlendioxid wird in der Humusschicht gebunden. Durch den gezielten Humusaufbau im Ökologischen Landbau können die ökologisch bewirtschafteten Böden mehr CO2 aufnehmen.

Die Produktion von Biogas muss deshalb an den Richtlinien des Ökologischen Landbaus ausgerichtet werden, damit die grundsätzlich positive Entwicklung der Energiegewinnung aus Biomasse nicht in einer Sackgasse enden soll.

Naturland fordert daher einen Bonus für Betriebe, die nach ökologischen Kriterien wirtschaften. Dazu gehören der Verzicht auf Pestizide und Agro- Gentechnik sowie ein Verbot des Grünlandumbruches. Es muss eine ausgewogene Fruchtfolge und eine ausgeglichene Humusbilanz vorliegen. Erneuerbare Energien sollen die Nahrungsmittelproduktion ergänzen und nicht verdrängen. Deswegen müssen Reststoffe aus der Nahrungsmittelproduktion sowie Restmaterialien aus der Landschaftspflege zur Biogas-Erzeugung verwendet werden. Kleinanlagen bis 100 Kilowatt sollen intensiver vergütet und Nahwärmenetze müssen eingerichtet werden, damit unnötiger Verkehr von Substraten vermieden und die ländliche Region gestärkt wird.

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Mecklenburg-Vorpommern: 9 Prozent mehr Getreide, 10 Prozent weniger Raps

Schwerin (agrar.de) – Nach Abschluss der Herbstbestellung liegen vorläufige Ergebnisse im Statistischen Amt vor. Demnach wurden zur Ernte im kommenden Sommer 566.900 Hektar Wintergetreide angebaut; das sind 9 Prozent mehr als zur Ernte 2007. Dagegen reduzierten die Landwirte den Anbau von Winterraps um 10 Prozent auf 229.600 Hektar.

Der Wachstumsstand der Winterkulturen zum jetzigen Zeitpunkt wird im Landesdurchschnitt mehr mit befriedigend als mit gut eingeschätzt. Bestellung und Wachstumsstand waren vielerorts beeinträchtigt durch Vernässung, Schnecken- und Mäusefraß.

Die mit Winterweizen bestellte Fläche vergrößerte sich gegenüber dem Anbau zur Ernte 2007 um 27.300 Hektar bzw. 9 Prozent auf fast 333.000 Hektar. Roggen erfuhr mit 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr die relativ größte Ausdehnung im Anbau. Er wurde auf 91.200 Hektar gedrillt, das sind 24.600 Hektar mehr als zur Ernte 2007. Die mit Wintergerste bestellte Fläche verringerte sich um 3 Prozent bzw. 3.700 Hektar auf knapp 126.000 Hektar. Der Anbau von Triticale, einer Kreuzung zwischen Weizen und Roggen, ist weiter rückläufig und erfolgte auf nur noch rund 17.000 Hektar, das sind 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Wintergetreide insgesamt entfiel somit ein Flächenzuwachs gegenüber diesem Jahr von 46.600 Hektar.

Erstmals seit Jahren wurde der Anbau von Winterraps eingeschränkt, und zwar um rund 26.000 Hektar bzw. ein Zehntel der bisherigen Fläche auf knapp 230.000 Hektar. Gründe dafür dürften die Aussetzung der Stilllegungsverpflichtung ab 2008, die vielerorts ungünstige Witterung zur Aussaat im August, Fruchtfolgeaspekte und die derzeit höhere Wirtschaftlichkeit des Getreideanbaus wegen der anhaltend hohen Preise sein.

Die Angaben zur Herbstbestellung sind vorläufig. Zudem bleibt abzuwarten, inwieweit sich Auswinterung und Schädlingsbefall auf die tatsächlichen Flächen zur Ernte 2008 auswirken.

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Rekordertrag bei Spargel 2007 in Brandenburg

Potsdam (agrar.de) – Brandenburgs Gemüseanbauer brachten in diesem Jahr bei den verschiedenen Gemüsearten sehr unterschiedliche Erträge vom Feld ein, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Spargel, als wichtigstes Gemüse Brandenburgs, wurde auf 2.681 Hektar gestochen. Der durchschnittliche Ertrag belief sich auf 49,5 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) und bedeutet das beste bisher erreichte Ernteergebnis für Spargel in Brandenburg. 2006 waren es 44,8 dt/ha.

Die Einlegegurken wurden auf einer Fläche von 606 Hektar angebaut, der größten seit 1991. Gegenüber 2006 ist das eine Steigerung um 6 Prozent. Der Ertrag lag 2007 mit 665,3 dt/ha rund 9 Prozent unter dem guten Ergebnis des Vorjahres. Auch bei Schälgurken wurde mit 335,6 dt/ha das Ergebnis von 2006 nicht erreicht.

Bei den Hülsenfrüchten spielten in Brandenburg die Buschbohnen (318 Hektar) und die Frischerbsen (737 Hektar) eine größere Rolle. Bei den Buschbohnen gab es eine deutliche Ertragssteigerung um 88 Prozent auf 97,0 dt/ha. Der Frischerbsenertrag war mit 28,2 dt/ha leicht rückläufig, Möhren und Karotten standen 2007 auf 769 Hektar. Von diesem Wurzelgemüse konnten 414,2 dt/ha geerntet werden. Dieser Ertrag entspricht einem Zuwachs um fast 16 Prozent im Vergleich zur Ernte 2006. Bei Rote Bete war eine Ertragsminderung um rund 23 Prozent auf 220,1 dt/ha zu verzeichnen.

Spinat stand 2007 auf 87 Hektar. Für dieses Blattgemüse ergab sich ein Ertrag von 138,0 dt/ha (+4 Prozent). Rotkohl wurde auf 113 Hektar geerntet. Bei diesem Kohlgemüse war der Ertrag mit 524,2 dt/ha um 10 Prozent rückläufig.

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Niedersachsen: Ökolandbau bietet gute Perspektiven

Fachforum in Verden informierte über Umstellungsmöglichkeiten

Verden (agrar.de) – Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten nimmt zu. Nicht nur der Naturkostfachhandel, sondern auch der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel und die Discounter haben sich zunehmend diesem Marktsegment verschrieben. Werner Hilse, Präsident des Landvolks Niedersachsen, zeigte sich erfreut darüber, dass aus der ‚kleinen Ecke Ökolandbau‘ eine große Nische geworden sei. Die Produktivität ließe sich noch weiter steigern und es gebe in Niedersachsen mit einer hervorragenden Infrastruktur genügend Raum für weitere Umsteller. Bei der Gentechnik rief er zu einer sachlichen Auseinandersetzung und einem fairen Dialog auf.

In Niedersachsen bewirtschaften rund 1.200 Biobetriebe mehr als 67.000 ha, im Durchschnitt sind das 57 ha pro Betrieb. Schwerpunkte bilden der Getreide- und Kartoffelanbau, die Produktion von Feld- und Feingemüse, die Milch- und Eiererzeugung sowie der Obstbau. Rund 950 Unternehmen verarbeiten Ökolebensmittel.

Welche Perspektiven der Markt für Öko-Lebensmittel bietet, stellte Prof. Dr. Ulrich Hamm von der Universität Kassel in Verden vor. In Deutschland seien die Umsätze mit Öko-Lebensmitteln von 2000 bis 2006 um 124 Prozent gestiegen, berichtete er. Dabei führten gesundheitliche Gründe die Liste der Argumente an, Öko-Lebensmittel zu kaufen. An zweiter Stelle folge der Geschmack. Für jüngere Personen sei die artgerechte Tierhaltung ebenso wichtig wie Umweltschutzgründe. Der wachsende Wettbewerb auf der Einzelhandelsstufe und insbesondere das Angebot in Discountern hätten wesentlich dazu beigetragen, dass die Handelsspannen für Öko-Lebensmittel und damit die Verbraucherpreise gesunken seien. Das Nachfragewachstum ist nach Aussage von Hamm jedoch durch Angebotsengpässe erheblich begrenzt. Knapp seien Hafer, Kartoffeln, viele Gemüse- und Obstarten, Eiweiß- und Konzentratfuttermittel, Schweine- und Geflügelfleisch, Eier und Milch.

Joachim Klopp, Landwirt aus Visselhövede, berichtete über seine praktischen Erfahrungen nach der Umstellung und sieht ökologisch wirtschaftende Betrieb unternehmerisch stärker gefordert. Im Ackerbau lägen die Hauptaufgaben in der Fruchtfolgegestaltung, dem Stickstoff-Management und der Unkrautregulierung. Erst das Zusammenspiel von Sommerungen und Winterungen, Bodenbearbeitung und Zwischenfrucht-Deckung führe zum Erfolg auch gegen Wurzelunkräuter wie Diestel und Quecke. In der Tierhaltung laute die erste Umstellungserfahrung: Jeder macht es anders. Welches Haltungssystem unter dem Gebot der Aufstallung auf Stroh das Richtige sei, hänge von zahlreichen Faktoren ab. Entsprechend groß sei die Anzahl der unterschiedlichsten Baulösungen in der Praxis und in den verschiedenen Forschungseinrichtungen.

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Futterpflanzenernte 2007 in Brandenburg besser als im Vorjahr

Themen: Brandenburg,Erntebericht,Pflanzen,Statistik — info @ 11:12

Potsdam (agrar.de) – Im Jahr 2007 belief sich die Futterfläche des Landes Brandenburg auf 478.000 Hektar. Gegenüber dem Jahr 2006 ging diese Fläche um 1 Prozent zurück, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Während im Vorjahr aufgrund teilweise sehr ungünstiger Witterungsverhältnisse meist nur unterdurchschnittliche Erträge erreicht wurden, waren die Bedingungen im Jahr 2007 besser.

Von den Mähweiden, die mit 198.200 Hektar den größten Anteil an der Futterfläche haben, wurde ein in Heu berechneter Ertrag von 55,9 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) geerntet. Der Ertrag der Dauerwiesen belief sich 2007 auf 58,5 dt/ha, ebenfalls alles in Heu berechnet (2006: 47,8 dt/ha) und erfolgte auf einer Anbaufläche von 59.900 Hektar.

Der Anbau von Silomais erstreckte sich in diesem Jahr auf 112.100 Hektar und vergrößerte sich damit gegenüber dem Vorjahr um rund 6 Prozent. Der endgültige Hektarertrag lag bei 391,8 dt/ha, das sind 82 dt/ha mehr als der Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Nur 1993 wurde mit 430,9 dt/ha ein höherer Silomaisertrag realisiert.

Der Grasanbau auf dem Ackerland erfolgte 2007 auf einer Fläche von 57.200 Hektar. Ein Jahr zuvor war Feldgras von 61.00 Hektar zu bergen. Es wurden 49,7 dt/ha geerntet, rund 31 Prozent mehr als 2006.

Der Anbau von Klee und Kleegras sank gegenüber dem Vorjahr um 500 Hektar auf 11.00 Hektar. Das Ernteergebnis lag mit 75,1 dt/ha deutlich über dem des Vorjahres (2006: 54,3 dt/ha). Auch der Luzerneertrag fiel mit 75,4 dt/ha deutlich höher aus (2006: 54,1 dt/ha).

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Internet,Schweine,Tiere — info @ 10:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 794 angebotenen Schweinen alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,35 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,34 Euro bis 1,35 Euro verkauft.

Die nächste Auktion findet aufgrund der Feiertage wieder am Mittwoch, den 2. Januar 2008 statt.

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