21. Dezember 2007

Rheinland-Pfalz: Querschnittsveröffentlichung zur Situation der Landwirtschaft

Bad Ems (agrar.de) – Die Land- und Forstwirtschaft wird schon sehr lange statistisch erfasst, sodass der Wandel des Agrarsektors über einen ausgedehnten Zeitraum dokumentiert werden kann. Interessante Ergebnisse hierzu enthält der Band ‚Die Landwirtschaft 2006‘ des Statistischen Landesamtes. Er gibt auf rund 250 Seiten einen umfassenden Einblick in die Struktur und die Produktion der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft. Mithilfe von Zeitreihen wird die Entwicklung seit den 1950er Jahren aufgezeigt.

Wussten Sie zum Beispiel, dass in Rheinland-Pfalz

  • im Jahr 1949 noch 211.000 landwirtschaftliche Betriebe existierten und deren Zahl 2006 nur noch bei 25.900 lag?
  • die durchschnittliche Betriebsgröße von 4,2 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in diesem Zeitraum um das Sechseinhalbfache auf 27,4 Hektar anstieg?
  • rund 710.000 Hektar oder 36 Prozent der Landesfläche für die landwirtschaftliche Produktion genutzt werden?
  • knapp 42 Prozent der Landesfläche bewaldet sind und dieser Wert von keinem anderen Bundesland übertroffen wird?
  • inzwischen 14 Prozent der Landesfläche als Siedlungs- und Verkehrsflächen genutzt werden?
  • im Jahr 2006 die Siedlungs- und Verkehrsfläche jeden Tag um rund 54.000 Quadratmeter zugenommen hat?
  • im Jahr 1950 die wichtigste Anbaufrucht auf dem Ackerland der Hafer mit knapp 100.000 Hektar war, während 2006 diese Position mit 102.000 Hektar der Winterweizen einnahm?
  • Anfang der 1950er-Jahre im Durchschnitt 2,7 Tonnen Getreide von einem Hektar geerntet wurden? Heute ist es mit 5,8 Tonnen mehr als das Doppelte.
  • knapp zwei Drittel der deutschen Rebfläche liegen?
  • im Jahr 2006 auf 16.700 Hektar Freilandfläche 470.000 Tonnen Gemüse geerntet wurden?
  • die Viehhaltung immer mehr auf dem Rückzug ist?
  • im Jahr 2006 nur noch 384.000 Rinder gehalten wurden, etwa halb so viele wie im Jahr 1950 (678.000 Tiere)?
  • der Bestand an Schweinen mit 827.000 Tieren im Jahr 1970 seinen Höchststand erreichte und seither auf 301.000 Tiere zurückgegangen ist?

Die agrarstatistischen Ergebnisse werden, soweit sie nicht aus Stichprobenerhebungen stammen, zumeist auch für die kreisfreien Städte und die Landkreise, beim Weinbau für die Anbaugebiete und die Bereiche nachgewiesen. Die Veröffentlichung wird durch methodische Erläuterungen und Begriffsbestimmungen abgerundet. Sie kann als Printausgabe (11 Euro) oder auch als CD-Version im Excel-Format (15,30 Euro) erworben werden. Bestelladresse: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Vertrieb, 56128 Bad Ems, Telefon: 02603 71-2450, E-Mail: vertrieb@statistik.rlp.de. Darüber hinaus steht eine PDF-Datei (5.682 kB) zum kostenlosen Download im Internetangebot des Statistischen Landesamtes zur Verfügung.

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