21. Dezember 2007

Agrarstrukturerhebung 2007 in Schleswig-Holstein und Hamburg

Deutlicher Trend zu weniger und größeren Betrieben in Schleswig-Holstein; auch in Hamburg Abnahme der Betriebszahlen

Kiel (agrar.de) – Der Strukturwandel in der schleswig-holsteinischen Landwirtschaft setzt sich weiter fort. Nach Ergebnissen der im Mai 2007 durchgeführten umfassenden Agrarstrukturerhebung hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit einer Größe über zwei ha im nördlichsten Bundesland in den letzten zwei Jahren um 1.194 Betriebe oder 6,8 Prozent auf aktuell 16.470 Betriebe verringert. Diese bewirtschafteten insgesamt eine Nettofläche (LF) von 990.037 ha. Rein rechnerisch kommt dies einer durchschnittlichen Betriebsgröße von rund 60 ha pro Betrieb gleich.

Wie das Statistikamt Nord mitteilt, ist der Rückgang bei den Betrieben jedoch ungleich verteilt. Während in fast allen Größenbereichen zwischen zwei und 100 ha zum Teil deutliche Verringerungen der Betriebszahlen festzustellen sind, wuchs die Zahl der Betriebe, die mehr als 100 ha bewirtschaften, auf inzwischen 3.057 Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 533.684 ha an. Dies sind im Durchschnitt rund 175 ha pro Betrieb. Somit bewirtschaften 18 Prozent der Betriebe über die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Flächen.

57 Prozent der erfassten schleswig-holsteinischen Betriebe der Rechtsform Einzelunternehmen wirtschafteten als Haupterwerbsbetriebe mit einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 86 ha pro Betrieb, während die 43 Prozent Nebenerwerbsbetriebe durchschnittlich 17 ha bewirtschaften.

In Hamburg hat die Agrarstrukturerhebung 2007 insgesamt 982 Betriebe erfasst, die 14.049 ha LF bewirtschafteten. In dieser Betriebszahl sind wegen des starken gartenbaulichen Schwerpunktes in Hamburg auch Betriebe mit weniger als zwei ha LF erfasst, diese stellten mit 472 Betrieben 48 Prozent aller Betriebe. Der Anteil der von ihnen bewirtschafteten Fläche liegt mit 395 ha lediglich bei knapp drei Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Der Rückgang der Betriebszahlen von knapp sechs Prozent bzw. 58 Betrieben betraf wie in Schleswig-Holstein alle Größenbereiche unterhalb der 100-ha-Größe. Die Zahl der Betriebe über 100 ha und deren Flächen blieb unterdessen in den letzten Jahren relativ konstant (derzeit 26 Betriebe mit 4.707 ha). Die durchschnittliche Betriebsgröße hat sich im Vergleich zu den letzten Strukturerhebungen aus den Jahren 2003 und 2005 nur leicht erhöht, sie lag 2007 bei rund 14 ha.

Der Anteil der Haupterwerbsbetriebe an den landwirtschaftlichen Einzelunternehmen in der Hansestadt betrug zwei Drittel der Betriebe, ihre durchschnittliche Flächenausstattung lag bei 15 ha pro Betrieb. Dementsprechend bewirtschaftete ein Drittel der Betriebe durchschnittlich acht ha im Nebenerwerb.

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