02. November 2007

Kostenlose Broschüre zum NRW-Programm Ländlicher Raum 2007-2013

Düsseldorf (agrar.de) – Das Landwirtschaftsministerium hat eine kostenlose Broschüre zum NRW-Programm ’Ländlicher Raum’ herausgegeben. Das Programm ist das Kernstück der nordrhein-westfälischen Förderpolitik für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den ländlichen Raum insgesamt und umfasst alle wesentlichen Förderaktivitäten des Landes in diesen Bereichen. Die neue Broschüre ermöglicht einen raschen Überblick über die Möglichkeiten und Maßnahmen des Programms.

Die Europäische Kommission hat das NRW-Programm Ländlicher Raum für die Jahre 2007-2013 Anfang September genehmigt, die Broschüre ist daher hochaktuell. Das Programm läuft über sieben Jahre bis Ende 2013. EU, Bund, Land und Gemeinden stellen hierfür knapp 800 Millionen Euro zur Verfügung.

Die neue Broschüre kann direkt beim Ministerium bestellt werden (Tel. 0211–4566666, E-Mail) oder im Internet heruntergeladen werden. Sie wird in Kürze aber auch bei den Beratungsstellen der Landwirtschaftskammer, den Forstämtern sowie bei den Bezirksregierungen und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz erhältlich sein.

NRW-Programm Ländlicher Raum 2007 – 2013

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Milchquotenbörse: Quotenpreis auf Tiefststand gesunken

Themen: Milch,Pacht&Besitz,Rinder,Statistik — info @ 14:11

Berlin (agrar.de) – Bei der 23. Milchbörse am 2. November 2007 ermittelte der Deutsche Bauernverband (DBV) einen gewogenen Quotenpreis für Deutschland von 35 Cent/kg. Gegenüber dem letzten Handelstermin ist dieser um 4 Cent/kg (10 Prozent) gesunken.

Damit stellt dieser einen historischen Tiefstand seit Einführung der Börse dar. Für den Übertragungsbereich West wurde ein Handelspreis von 37 Cent/kg errechnet. Auch dieser ist der niedrigste seit Börseneinführung. Im Vergleich zum Julitermin ist er um 5 Cent/kg gefallen. Der Handelspreis für den Übertragungsbereich Ost lag bei 25 Cent/kg und ist damit im Vergleich zum letzten Handelstermin um 2 Cent/kg gestiegen.

Insgesamt wurden rund 132 Millionen Kilogramm Milchquote gehandelt. Im Gegensatz zum letzten Handelstermin ist diesmal das Gesamtangebot an Milchquote mit rund 188 Millionen Kilogramm deutlich höher als die nachgefragte Milchquote mit 162 Millionen Kilogramm (Julitermin: Angebot 265 Millionen Kilogramm, Nachfrage 365 Millionen Kilogramm). Es wurden deutlich weniger Milchquoten nachgefragt als im langjährigen Vergleich.

Die Auswertung des Übertragungsbereiches West zeigt, dass in einigen Regionen wesentlich mehr Milchquote angeboten als nachgefragt wurde. Insbesondere in Hessen (fast das Vierfache), Baden-Württemberg sowie Rheinland-Pfalz (fast das Zweieinhalbfache) lag das Angebot über der Nachfrage. Im Übertragungsbereich West stellte nur Bayern eine Ausnahme dar, wo die Nachfrage leicht höher war als das Angebot. Die Anzahl der Nachfrager erreichte seit Börseneinführung einen der niedrigsten Werte. Von den 5.797 Gesamtnachfragern konnten 4.995 (86 Prozent) erfolgreich Quote kaufen. Von den insgesamt 4.120 Anbietern konnten 2.999. (73 Prozent) ihre Milchquote erfolgreich veräußern. Die Anzahl der Anbieter lag im Mittel der letzten Jahre.

Die Auswertung der Milchquotenzu- oder Abgänge der einzelnen Übertragungsstellen des Übertragungsbereiches West zeigt eine deutliche Quotenwanderung in Richtung Bayern mit rund 22 Millionen Kilogramm. Aber auch die Übertragungsstelle Niedersachsen (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg) konnte ein Plus von rund 749.000 Kilogramm verzeichnen. Damit hat sich der Trend des letzten Börsentermins umgekehrt, in dem deutlich mehr Quote in den Norden gegangen ist. Auch in Ländern wie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben die Nachfrager ca. 80 Prozent ihrer nachgefragten Milchquote kaufen können. Dies verdeutlicht nochmals die erheblichen Unterschiede zwischen der Angebots- und Nachfragemenge in diesen Übertragungsstellen.

Nach Auffassung des Deutschen Bauernverbandes steht dieser Börsentermin eindeutig im Zeichen des Milchquotenendes zum 31. März 2015. Der deutliche Angebotsüberhang und die gesunkenen Quotenpreise sind die klaren Anzeichen dafür, dass sich die Milcherzeuger auf ein Ende der Milchquotenregelung einstellen. Wichtig aus Sicht der aktiven Milcherzeuger ist auch, dass sich aus dem Gleichgewichtspreis von 37 Cent/kg für den Übertragungsbereich West ein Übernahmepreis für auslaufende Quotenpachtverträge von 25 Cent/kg ergibt (falls keine Einigung zu einem niedrigeren Preis erzielt wird). Dieser Übernahmepreis gilt für Milchquotenpachtverträge die Ende März 2008 enden.

Die Detailergebnisse finden Sie hier

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RLV: Landwirte bekennen sich zur Verantwortung für den Umweltschutz

Themen: Statistik,Umwelt,Verbände — info @ 11:11

Bonn (agrar.de) – Das Wirtschaften nach den hohen Umweltmaßstäben der guten fachlichen Praxis und nach den Anforderungen einer nachhaltigen Produktion ist für die moderne Landwirtschaft keine leere Worthülse, sondern Grundlage des täglichen Handelns.

Die Landwirte seien sich ihrer besonderen Verantwortung für den Umweltschutz bewusst, teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mit und weist darauf hin, dass in den vergangenen Jahren die Landwirte zahlreiche Erfolge beim Umweltschutz verbuchen konnten.

Als Beispiel nennt der Verband den deutlich sparsameren und umweltgerechteren Einsatz von ertragssteigernden Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. So habe der Stickstoffeinsatz in Deutschland im Wirtschaftsjahr 2005/06 mit 1,78 Mio. t um etwa 26 Prozent unter dem Stand des Jahres 1989/90 gelegen. Bei Phosphat und Kali beträgt der Rückgang nach RLV-Angaben jeweils über 70 Prozent.

Bei Pflanzenschutzmitteln habe sich zwischen 1987 und 2005 der Wirkstoffaufwand je Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche von 3,65 auf 1,73 kg verringert.

Landwirte trügen aber auch – so der RLV – auf anderen Gebieten zur nachhaltigen Entwicklung bei. Die Bindung von CO2 im Zuge des Pflanzenwachstums auf Feldern und Wäldern sei ein Beitrag zu einem aktiven Klimaschutz. Darüber hinaus erzeugten Landwirte nachwachsende Rohstoffe, die fossile und damit endliche Rohstoffe ersetzen könnten. Sie bauten Energiepflanzen an und seien eingebunden in Projekte, in denen aus Biomasse Wärme und Strom erzeugt werde. Außerdem praktizierten die Landwirte das Schließen von Stoffkreisläufen, indem sie zum Beispiel in Deutschland 40 Prozent des anfallenden Klärschlamms, der sonst mit hohen Kosten verbrannt werden müsste, und einen Großteil der 2 Mio. t Biokompost auf ihren Flächen verwerteten. Die Landwirtschaft helfe somit entscheidend mit, die Gesellschaft der Zukunft auf eine nachhaltige Basis zu stellen, betont der Verband.

Links zum Thema Verbände.

SPD will Ausrichtung der Agrarpolitik anpassen

Themen: Agrarstruktur,EU,Förderung — info @ 11:11

Mehr Mittel für Entwicklung ländlicher Räume

Berlin (agrar.de) – Zu den anstehenden Diskussionen um die künftige Agrarpolitik erklären der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Ulrich Kelber und die Sprecherin der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Waltraud Wolff:

‚Die SPD-Bundestagsfraktion will innerhalb der Agrarhaushalte umschichten. Die Direktzahlungen an die Landwirte sollen dort, wo die gestiegenen Preise nachhaltig für höhere Einkommen von Landwirten gesorgt haben, zugunsten der wirtschaftlichen Entwicklung der ländlichen Räume reduziert werden. Außerdem sollen Landwirte für gesellschaftlich gewünschte Leistungen wie dem Vertragsnaturschutz verlässlich entlohnt werden.

Die Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion hat sich damit im Vorfeld der für den 20. November 2007 erwarteten Vorschlag der Europäischen Kommission für deutliche Kurskorrekturen in der Agrarpolitik ab 2009/2010 ausgesprochen. Im Fokus der SPD stehen zusätzliche finanzielle Mittel für Infrastruktur im ländlichen Raum, darunter die Breitbandversorgung, die Förderung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Stärkung des ökologischen Landbaus und die gesicherte Finanzierung von gesellschaftlich gewünschten Leistungen durch die Landwirte.

Beim durch Bundeskanzlerin Merkel 2005 ausgehandelten Kompromiss zur Finanzierung der EU-Agrarausgaben waren die umgangssprachlich „Agrarsubventionen“ genannten Direktzahlungen an die Landwirte ungeschmälert geblieben, die Mittel für die Entwicklung ländlicher Räume insbesondere für Deutschland aber massiv reduziert worden. Viele Programme zur Förderung von Wertschöpfung im ländlichen Raum sind daher akut gefährdet oder schon zusammengestrichen worden. Hier will die SPD mit einer schrittweisen Umschichtung von einigen Prozenten der Finanzmittel für Direktzahlungen für eine stabile Entwicklung ländlicher Räume und die Bewältigung neuer Aufgaben, zum Beispiel im Umwelt- und Klimaschutz oder im Bereich der Milch, sorgen. Die begrenzte Kurskorrektur jetzt muss den Auftakt bilden für eine neue Agrarpolitik im nächsten Jahrzehnt, für einen neuen Vertrag der Gesellschaft mit dem ländlichen Raum.

Die EU-Kommission wird am 20. November 2007 ihre Vorschläge für einen „Gesundheitscheck“ (Health-Check) der Agrarpolitik vorlegen. Erwartet wird ebenfalls ein Vorschlag zur Umschichtung. Deutschlands Position dazu muss eine nachhaltige Entwicklung im Blick haben, nicht die Bewahrung von Besitzständen. Im Gegensatz zur SPD klammern sich CDU/CSU am Status quo ohne Perspektive fest, zum Nachteil deutscher Interessen und zum Nachteil der Zukunft der deutschen Landwirte. Die SPD wird darauf drängen, dass die Entscheidung in der EU mit guten Bedingungen für die ländlichen Räume in Deutschland verbunden werden wird.

Dazu gehört ein Verbleib der umgeschichteten Mittel in den Regionen, aus denen sie stammen. Dazu gehören aber auch eine Konzentration der Mittel auf die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen.‘

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01. November 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 10:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 555 angebotenen Schweinen 555 Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,34 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,34 Euro bis 1,35 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

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