12. November 2007

Brandenburger Kartoffelernte besser als 2006

Potsdam (agrar.de) – Im Jahr 2007 werden in Brandenburg von rund 11.300 Hektar etwa 361.000 Tonnen Kartoffeln geerntet (2006: 285.000 Tonnen). Diese Erntemenge berechnete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg als Ergebnis aus den bislang vorliegenden Daten der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung.

Der vorläufige Kartoffelertrag von 320 Dezitonnen pro Hektar entspricht dem langjährigen Mittel (2001 bis 2006), liegt aber gleichzeitig deutlich über dem des Vorjahres. So rodeten Brandenburgs Bauern 2006 aufgrund ungünstiger Wachstumsbedingungen nur 252 Dezitonnen pro Hektar.

Nach ersten Schätzungen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung wird sich der Hektarertrag für Zuckerrüben auf 504 Dezitonnen pro Hektar belaufen. Dieses Ergebnis liegt 15 Prozent über dem von 2006.

Bei einer Anbaufläche von fast 9.000 Hektar ist mit einer Erntemenge von 452.000 Tonnen zu rechnen. Damit werden voraussichtlich rund 26 Prozent mehr Zuckerrüben als 2006 vom Acker geholt.

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09. November 2007

Müller: ‚Deutschland ist Landtechnik-Exportweltmeister‘

Themen: Landtechnik,Statistik,Wirtschaft — info @ 19:11

Berlin (agrar.de) – „Deutsche Agrartechnik ist derzeit auf der Erfolgsspur“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Dr. Gerd Müller, aus Anlass der am kommenden Montag den 12. November in Hannover beginnenden AGRITECHNICA.

‚Bei Ackerschleppern, Erntemaschinen, Bodenbearbeitungsgeräten, Düngerstreuern, Pflanzenschutzgeräten zeige die Inlandsnachfrage und der Export klar nach oben. Deutschland ist Landtechnik-Exportweltmeister – das schafft qualifizierte Arbeitsplätze in Deutschland‘, so Müller weiter. Der Staatssekretär stellte weiter fest, dass ohne eine schlagkräftige, angepasste Landtechnik die global steigenden Anforderungen an die Lebensmittel-, Futtermittel- und Biomasseproduktion nicht zu bewältigen seien. Die Erfolge der deutschen Landtechnikbranche seien daher ein gutes Zeichen.

Die deutsche Industrie repräsentiert allein etwa zehn Prozent der Landtechnik-Weltproduktion. Das Welthandelsvolumen im Bereich Landtechnik beträgt heute 28,7 Mrd. Euro. Daran hatte Deutschland als Exportweltmeister mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate im Export von elf Prozent pro Jahr in den zurückliegenden fünf Jahren maßgeblichen Anteil. Für 2007 wird erstmalig ein Exportwert von über 4 Mrd. Euro erwartet. Die aktuelle Exportquote der deutschen Produktion beträgt beachtliche 74 Prozent.

Wichtigste Absatzmärkte für Landtechnik aus Deutschland sind Frankreich, Russland, das Vereinigte Königreich, die USA, Österreich, die Niederlande und Spanien. In Russland konnten in den letzten drei Jahren Absatzsteigerungen von jährlich etwa 50 Prozent erreicht werden. In Frankreich sind die deutschen Landtechnikimporte in den ersten 8 Monaten des Jahres um über zehn Prozent, in Großbritannien sogar um nahezu 30 Prozent angestiegen. Für 2008 wird in allen drei Staaten weiteres Wachstum erwartet.

Im Inland wurde 2006 ein Landtechnik-Umsatz von rund 5,19 Mrd. Euro erzielt. In den ersten neun Monaten 2007 konnte die Industrie nochmal um 12 Prozent auf 4.6 Mrd. Euro zulegen und für das Gesamtjahr wird eine Steigerung auf 5,8 Mrd. Prozent erwartet.

Die alle zwei Jahre in Hannover stattfindende AGRITECHNICA ist als mittlerweile weltgrößte Landtechnik-Messe das Spiegelbild der Innovationskraft der Landtechnikindustrie in Deutschland.

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Neue Publikation zur Umsetzung der WRRL in der Landwirtschaft

Themen: Medien,Naturschutz,Umwelt,Wasser — info @ 19:11

Braunschweig (agrar.de) – Bis 2015 muss Grund- und Oberflächengewässer in der EU in einem guten quantitativen bzw. ökologischen und chemischen Zustand sein. Signifikante Belastungstrends sind umzukehren. So sieht es die 2000 in Kraft getretene EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) vor. Für die Erreichung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie stellen Gewässer­belastungen durch diffuse Stickstoffemissionen aus der Landwirtschaft eine besondere Herausforderung dar. Welche Wasserschutzmaßnahmen sollten künftig umgesetzt wer­den? Hierzu wurden am Institut für Ländliche Räume der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro INGUS eine Maßnah­menübersicht erarbeitet und vertiefende Analysen durchgeführt. Die Ergebnisse sind jetzt als Sonderheft der Landbauforschung Völkenrode publiziert worden. Aus­gangspunkt war das Projekt ‚Kosteneffiziente Maßnahmenkombinationen nach Was­serrahmenrichtlinie zur Nitratre­duktion in der Landwirtschaft‘, das von der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) finanziert wurde.

Der erste Beitrag des von Bernhard Osterburg und Dr. Tania Runge herausgegebenen Sonderhefts enthält standardisierte Maßnahmenbeschreibungen und Bewertungen, die für die Auswahl geeigneter Maßnahmen herangezogen werden können. Die Einschät­zung der ökologischen Wirksamkeit und der Kosten der Einzelmaßnahmen ermöglicht es, Maßnahmen mit günstiger Kostenwirksamkeit zu identifizieren. Da eine Maßnah­menauswahl nicht allein anhand der Kostenwirksamkeit vorgenommen werden sollte, werden ergänzende Angaben zur Umsetzbarkeit und zu anderen Umwelteffekten ge­macht. Darüber hinaus werden geeignete Maßnahmenkombinationen vorgestellt und eine Übersicht über die politischen Instrumente zur Umsetzung der WRRL im Bereich Landwirtschaft gegeben. Die gewählte Vorgehensweise gibt eine schnelle Übersicht über das bisher verfügbare Maßnahmenspektrum, dessen Wirksamkeit und Kosten.

Im zweiten Beitrag werden die Ergebnisse einer ausführlichen Literaturrecherche zur ökologischen Wirksamkeit und Eignung von Wasserschutzmaßnahmen vorgestellt. Demnach gibt es zwar eine Vielzahl von Publikationen zu möglichen Wasserschutzmaß­nahmen. Einer Systematisierung von Ergebnissen und der Quantifizierung statistisch signifikanter Wirkungen sind aber Grenzen gesetzt. Eine Expertenbefragung hat zur Ab­sicherung der Maßnahmenbewertung durch fachliche Einschätzungen und Erfahrungs­werte beigetragen. Systematische, statistische Nachweise der Maßnahmenwirkung un­ter Praxisbedingungen stehen bisher aber noch aus.

Vor diesem Hintergrund wurden zwei massenstatistische Analysen durchgeführt, mit deren Hilfe statistisch signifikante Minderungen der Stickstoff(N)-Belastung für die wichtigsten Grundwasserschutz-Maßnahmengruppen sowie für die Agrarumweltförderung nachge­wiesen werden konnten (dritter und vierter Beitrag des Sonderheftes). So ergab die statistische Auswertung langjähriger Herbst-Nmin-Werte aus der niedersächsischen Was­serschutzgebietsberatung deutliche Maßnahmenwirkungen. Die Ergebnisse der Be­triebsdaten-Analysen zeigen, dass Agrarumweltzahlungen dort besonders hohe Entlas­tungswirkungen bezüglich der Stickstoffbilanz und eine günstige Kostenwirksamkeit entfalten, wo sie nicht zur Extensivierung, sondern zur Steigerung der Stickstoff-Ausnutzung bei hoher Viehbesatzdichte und Produktionsintensität beigetragen haben. Der Steige­rung der gesamtbetrieblichen Stickstoff-Effizienz sollte daher künftig mehr Beachtung ge­schenkt werden, da sie im Vergleich zur meist auf Grenzstandorte konzentrierten Ex­tensivierung flächendeckend greifen kann. Gerade in Räumen mit hohen Belastungen bietet die Stickstoff-Effizienzsteigerung ein bedeutendes Potenzial zur Minderung von Stick­stoffemissionen.

Die Düngeverordnung nimmt bei der Reduzierung von Stickstoffeinträgen in Gewässer einen besonderen Stellenwert ein. Sie ist als die wichtigste grundlegende Maßnahme der WRRL im Landwirtschaftsbereich anzusehen. Daher werden im fünften Teil des Sonderheftes ausgewählte Aspekte der im Jahr 2006 novellierten Düngeverordnung und ihre zu erwartenden Auswirkungen auf die Stickstoffbilanzen analysiert.

‚Mit unserer Studie haben wir keine abschließende Bewertung von Wasserschutzmaß­nahmen in der Landwirtschaft vorgelegt.‘, so Projektleiter Bernhard Osterburg. ‚Syste­matische, auf ein umweltbezogenes Wirkungsmonitoring aufbauende und überregional geltende Wirkungsnachweise liegen bisher nicht in umfassender Weise vor. Zukünftig sollte – ausgehend von den Experteneinschätzungen zur Maßnahmenwirksamkeit – eine verstärkte statistische Überprüfung auf Basis vorhandener Daten erfolgen.‘ Die Imple­mentierung der novellierten Düngeverordnung und die Weiterentwicklung der Rahmen­bedingungen, beispielsweise der zunehmende Anbau nachwachsender Rohstoffe und der Wegfall der obligatorischen Flächenstilllegung können das Referenzsystem für die Bewertung von Wasserschutzmaßnahmen verändern und machen eine Fortschreibung der Maßnahmenbewertung notwendig.

Das Sonderheft 307 ‚Maßnahmen zur Reduzierung von Stickstoffeinträgen in Gewässer – eine wasserschutzorientierte Landwirtschaft zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie‘ kann über die Homepage der FAL zum Preis von 15 Euro bestellt werden und ist kostenlos als PDF-Datei erhältlich.

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Bundesrat zum Tierschutz-TÜV

Themen: Agrarrecht,Industrie,Landtechnik,Tierschutz — info @ 16:11

Stellungnahme zum Tierschutzgesetz

Berlin (agrar.de) – Der Bundesrat hat in sich seiner heutigen Plenarsitzung zum geplanten Prüfverfahren für Nutztierställe geäußert. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, das Inverkehrbringen von Haltungseinrichtungen für Nutztiere von einem Prüf- und Zulassungsverfahren abhängig zu machen.

In seiner Stellungnahme verweist der Bundesrat auf mehrere eigene Entschließungen, in denen er ein solches Verfahren für Legehennenhaltungssysteme bereits angeregt hatte. Zuletzt im April 2006 hatte der Bundesrat gefordert, ein obligatorisches Prüf- und Zulassungsverfahren zu entwickeln und so einzuführen, dass spätestens ab dem 1. Januar 2012 nur noch auf Tiergerechtheit geprüfte Stalleinrichtungen für Legehennen in den Verkehr gebracht werden.

Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes

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WLV: Veröffentlichung der Agrarbeihilfen verstößt gegen geltendes Recht

Themen: EU,Förderung,Verbände — info @ 11:11

Pseudo-Enthüllungen Instrument einer politischen Kampagne

Münser (agrar.de) – Die durch das Wochenmagazin Stern und mehrere Nichtregierungsorganisationen betriebene Veröffentlichung von Daten der Empfänger von Agrarbeihilfen aus Nordrhein-Westfalen trifft beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) auf starke Kritik.

Nach Ansicht des Verbandes verstößt bereits die Weitergabe der Daten durch das Düsseldorfer Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) an Dritte gegen geltende Persönlichkeitsrechte der Empfänger. Die ‚Aufbereitung‘ dieser Daten durch den Stern verzerre zudem die Realitäten und erwecke den falschen Eindruck, dass die aktuellen Agrarbeihilfen vor allem solchen Unternehmen zugute kämen, die diese gar nicht benötigten.

‚Es ist deutlich zu spüren, dass die Daten jetzt von interessierter Seite missbraucht werden, um die gesamte Landwirtschaftspolitik in Misskredit zu bringen und im Vorfeld der auf EU-Ebene anlaufenden Diskussion über eine Überprüfung der europäischen Agrarpolitik Stimmung zu machen‘, sagte WLV-Präsident Franz-Josef Möllers in einer ersten Reaktion.

Im August hatte das Verwaltungsgericht Düsseldorf die Klage einer Journalistin gegen das NRW-Landwirtschaftsministerium abgewiesen, welche die Herausgabe von Namen, Empfängerdaten sowie Förderbeträgen von Agrarbeihilfen in den Jahren 2002 bis 2006 verlangt hatte. Gleichwohl hatte das MUNLV Ende Oktober der ‚Initiative für Transparenz bei EU-Angelegenheiten‘ Dateien zukommen lassen, in denen die Agrarbeihilfen an juristische Personen und Gesellschaften bürgerlichen Rechts enthalten waren. Zuwendungen an Einzelunternehmen wurden zudem in anonymisierter Form weiter gegeben.

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband weist darauf hin, dass sich hinter den im Stern veröffentlichen Summen eine Vielzahl von Förderprogrammen mit sehr unterschiedlichen Zielsetzungen verbergen. Neben den Ausgleichszahlungen an Landwirte befinden sich darunter u. a. auch die verbilligte Abgabe von Milch an Schulen, Rekultivierungsmaßnahmen und Beihilfen für den Aufbau von Vermarktungsstrukturen oder Flurbereinigungsverfahren. Dies war dem Stern bekannt, doch spiegelt seine Berichterstattung dies nicht wieder.

‚Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband ist auch weiterhin für Transparenz, sofern dieser Maßstab für alle Wirtschaftsbeteiligten gilt und objektiv eine Vergleichbarkeit von Daten in der EU gegeben ist. Diese wird EU-weit 2009 erreicht sein, wenn die sogenannte Transparenz-Richtlinie für landwirtschaftliche Beihilfen in Kraft tritt. Das willkürliche Herausnehmen einzelner Daten lehnen wir ab, gegen eine transparente Gegenüberstellung vergleichbarer Daten auf EU-Ebene ist dagegen nichts einzuwenden,‘ sagte Möllers.

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Sachsen: 306.030 Gänseküken

Themen: Geflügel,Sachsen,Statistik,Tierbestände — info @ 10:11

Dresden (agrar.e) – Jährlich um den Martinstag (11. November) startet mit den Martinsgänsen die Hauptsaison der Gänseschlachtungen. Für die meisten Tiere beginnt das ‚Gänseleben‘ mit dem Schlupf in den Brutschränken der Brütereien und nicht unter dem warmen Gefieder der Elterntiere.

In Sachsen gingen im Jahr 2007 fünf Brütereien mit einem Fassungsvermögen von mindestens 1.000 Eiern einer wirtschaftlichen Tätigkeit nach. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, werden in diesen Betrieben Gänse- und Masthühnerküken erbrütet. Ausschließlich dem Gänsenachwuchs widmen sich in Sachsen vier Brütereien.

Im März begann die diesjährige Brutsaison mit dem Einlegen der ersten Gänseeier in die Brutmaschinen. Insgesamt kamen knapp 458 800 Bruteier zur Verwendung. Nach einer Brutdauer von 29 bis 33 Tagen schlüpften im April die ersten Gänseküken (Gössel). Die diesjährige Brutperiode endete im August mit dem Schlupf der letzten Gänseküken. Im Mai schlüpfte mit 104.000 Gösseln ein Drittel der sächsischen Nachzucht. Insgesamt schlüpften 2007 in Sachsen rund 306.000 Küken. Das sind 84 000 Gänseküken bzw. 38 Prozent mehr als im Vorjahr. 2006 kam es in Sachsen auf Grund der Vogelgrippe zu einem erheblichen Rückgang der geschlüpften Gänseküken.

Im Freistaat Sachsen wird ein beachtlicher Anteil der deutschen Gänseküken erbrütet. Von den 2006 rund 816.400 in Deutschland geschlüpften Gösseln erblickten 27 Prozent (222.100) in sächsischen Brütereien das Licht der Welt.

Ob die Gänse auch im Freistaat gemästet und letztendlich als Braten auf sächsischen Tafeln enden, ist nicht bekannt. In Sachsen existieren keine Geflügelschlachtereien mit einer Schlachtkapazität von mindestens 2.000 Tieren im Monat, die auch Gänse schlachten und der statistischen Berichtspflicht unterliegen.

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08. November 2007

Sachsen-Anhalt: Bestes Jahr für Kartoffeln und Zuckerrüben

Halle (agrar.de) – Nach Mitteilungen des Statistischen Landesamtes werden im Jahr 2007 überdurchschnittliche Erträge von 458,1 Dezitonnen je Hektar bei Kartoffeln und 560,7 Dezitonnen je Hektar bei Zuckerrüben erwartet. Die bisherigen Spitzenwerte betrugen im Jahr 2004 bei Kartoffeln 436,3 Dezitonnen je Hektar und im Jahr 2005 bei Zuckerrüben 542,7 Dezitonnen je Hektar.
Es wurde mit 564 Tausend Tonnen ein Viertel mehr an Kartoffeln geerntet als im Vorjahr. Die Erntemenge bei den Zuckerrüben wird auf 2 750 Tausend Tonnen geschätzt. Das ist fast die Hälfte mehr als im Vorjahr und gegenüber dem langjährigen Durchschnitt (2001/2006) ein Plus von 13 Prozent.

Die weitere Reduzierung der Kartoffelanbaufläche auf jetzt 12 300 Hektar wird durch den hohen Hektarertrag kompensiert. So wurden rund 113 Tausend Tonnen Kartoffeln mehr geerntet als im extrem schlechten Vorjahr. Der erreichte Hektarertrag von 458,1 Dezitonnen liegt um 32,1 Prozent über dem von 2006 und um 16,5 Prozent über dem vorangegangenen Sechsjahresdurchschnitt (393,2 Dezitonnen je Hektar). Dabei wurden in diesem Jahr auf den leichteren Böden sogar höhere Kartoffelerträge erzielt als auf den schweren Standorten.

Zuckerrüben werden in diesem Jahr von 49 000 Hektar geerntet. Sowohl eine Flächenausdehnung gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Fünftel als auch die um 18,6 Prozent höhere Ertragsleistung werden eine um 868 Tausend Tonnen höhere Erntemenge als 2006 bewirken. Durch die Niederschläge im August und September haben die Zuckerrüben an Masse zunehmen können, so dass der mit 560,7 Dezitonnen je Hektar geschätzte Ertrag um gut ein Zehntel über dem langjährigen Mittel (502,3 Dezitonnen je Hektar) liegen wird.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Schweine,Statistik,Wirtschaft — info @ 15:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 640 angebotenen Schweinen alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,34 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,33 Euro bis 1,35 Euro verkauft.

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Nordrhein-Westfalen: Liste der größten Agrarsubventionsempfänger veröffentlicht

Düsseldorf/Berlin (agrar.de) – Nordrhein-Westfalen hat als erstes Bundesland die Empfänger von Agrarsubventionen der EU benannt. Wie die ‚Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen‚ in Berlin mitteilte, ist NRW das erste Bundesland, das aufgrund eines Gerichtsurteils nach dem Informationsfreiheitsgesetz seiner Informationspflicht gegenüber den Steuerzahlern nachkommt. Spitzenreiter in der Empfängerliste ist die Landgard Obst und Gemüse GmbH im rheinischen Bornheim mit rund 3,8 Millionen Euro Beihilfen für das Jahr 2006.

Das Düsseldorfer Umweltministerium sei mit der Namensliste einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf nachgekommen, so Markus Fliege, Sprecher des Ministeriums. Das Gericht hatte der Klage einer Brüsseler Journalistin entsprochen, die Daten auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes herauszugeben.

Zu den Spitzenempfängern zählten 2006 auch die Molkereiunternehmen Campina (2,4 Millionen Euro) und Humana (700.000 Euro), die von hohen Zuschüssen für Schulmilch profitierten sowie die Gutsbetriebe des Grafen von Westphalen mit 516.518 Euro. Die RWE Power AG erhielt rund 472.000 Euro für die Rekultivierung ehemaliger Braunkohlegruben. Insgesamt seien zwischen Oktober 2006 und Oktober 2007 rund 525 Millionen Euro an Direktzahlungen aus Brüsseler Kassen in die NRW-Landwirtschaft geflossen, sagte Fliege. Hinzu kamen 38 Millionen Euro für den ländlichen Raum, die Bund und Land um 55,5 Millionen aufgestockt haben.

Die komplette Liste ist im Internet einzusehen. Privatpersonen sind laut Gerichtsbeschluss vor der Veröffentlichung geschützt. 2009 sollen auf Druck der EU die Zahlungen für ganz Deutschland bekannt gemacht werden.

‚In NRW erhalten 14 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe zusammen mehr als die Hälfte aller Direktzahlungen, die in das Land gehen‘, kritisierte Ulrich Jasper von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). 68 Großbetriebe erhielten mehr als 100.000 Euro. ‚Den überwiegenden Teil der Arbeitsplätze aber stellen die kleineren und mittleren Betriebe.‘ Sie müssten bei der Verteilung endlich berücksichtigt werden, sonst werde weiterhin ’nur Flächenbesitz statt Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung gefördert‘.

Am 20. November 2007 wird die EU-Kommission ihre Vorschläge für eine Reform (Health-Check) der europäischen Agrarpolitik ab 2009/2010 vorstellen. Die Kommission hat angekündigt, Korrekturen bei den Direktzahlungen u. a. durch eine Staffelung der Zahlungen vorzusehen. Gerade die deutsche Bundesregierung habe jedoch bisher eine umfassendere Agrarreform ausgebremst und eine Staffelung der Zahlungen in Abhängigkeit von Betriebsgröße und Arbeitsplätzen verhindert. Eine Strukturreform der Agrarsubventionen – weg von Zahlungen, die sich allein an der Hektargröße eines Betriebes orientieren und hin zu einer Förderung konkreter ökologischer und regionalwirtschaftlicher Leistungen – werde von der Bundesregierung abgelehnt, so die Initiative

‚Wir fordern von Agrarminister Seehofer, die Vorschläge der EU-Kommission nicht länger zu blockieren, sondern dafür zu sorgen, dass Agrarsubventionen, statt für Großgrundbesitz, in Zukunft für Leistungen gezahlt werden, die gesellschaftlich erwünscht sind, wie rückstandsfreie Lebensmittel, Arten- und Klimaschutz‘, so Reinhild Benning vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Die ‚Initiative für Transparenz bei EU-Agrarsubventionen‘ ist ein Zusammenschluss von 36 Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Umwelt, Verbraucherschutz, Tierschutz und bäuerliche Landwirtschaft.

Lesen Sie auch: Empfänger von EU-Agrarzahlungen in Deutschland

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Weltweite Weizenproduktion deckt Bedarf nicht

Themen: Getreide,International,Statistik,Wirtschaft — info @ 08:11

Trotz erwarteter Erntesteigerung entsteht Versorgungslücke – Vorräte schrumpfen

Hannover (agrar.de) – Die weltweite Weizenerzeugung wird auch in diesem Jahr nicht mit dem steigenden Bedarf Schritt halten können. Dabei rechnet das amerikanische Landwirtschaftsministerium nach Informationen des Landvolk-Pressedienstes für das laufende Produktionsjahr 2007/08 mit einer größeren Ernte als im Jahr zuvor.

Weltweit sollen die Landwirte 600,5 Mio. Tonnen (t) Weizen ernten, das wären 7,4 Mio. t oder 1,25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Den weltweiten Bedarf veranschlagen die Experten im Gegenzug jedoch auf 616,2 Mio. t. Damit überschreitet die weltweite Nachfrage die Erzeugung des wichtigsten Nahrungsgetreides zum wiederholten Mal. Dies war bereits in 2003/04 der Fall, als einer Erzeugung von 554,4 Mio. t ein Bedarf von 588,4 Mio. t gegenüberstand. Eine kurze ‚Atempause‘ gab es im Produktionsjahr 2004/05, als weltweit 626,9 Mio. t Weizen erzeugt und ’nur‘ 608,7 Mio. t verbraucht wurden. In 2005/06 erreichte die Erntemenge rund 621,7 Mio. t, die Nachfrage kletterte jedoch auf 624,4 Mio. t. Und in 2006/07 stand einer weltweiten Ernte von 593,1 Mio. t ein Verbrauch von 618,0 Mio. t gegenüber.

Die Washingtoner Agrarexperten haben ihre Ernteerwartungen für das aktuelle Produktionsjahr gegenüber dem Frühjahr noch einmal deutlich zurückgeschraubt. Maßgeblich für diese Korrektur war vor allem die anhaltende Dürre in Australien, durch deren Auswirkungen die dortigen Ernteaussichten auf 13,5 Mio. t geschrumpft sind. Als bedeutendster Weizenerzeuger gilt nach wie vor die EU mit 120,8 Mio. t, auch wenn das Ernteergebnis des Vorjahres aufgrund der Wetterkapriolen um 3,2 Prozent verfehlt wurde. Zu den größten Weizenproduzenten der Welt zählen außerdem China, dessen diesjährige Ernte auf 105,0 Mio. t veranschlagt wird, und die USA mit 56,2 Mio. t. Die EU und China weisen im weltweiten Vergleich mit 120,8 Mio. t beziehungsweise 100,5 Mio. t auch den größten Weizenverbrauch auf. Sowohl in der EU als auch in China soll der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr jedoch leicht sinken, was Experten vor allem auf die zuletzt deutlich spürbaren Preissteigerungen für Weizen zurückführen.

Anders gestaltet sich die Situation in Indien, das mit einem Bedarf von 75,9 Mio. t ebenfalls zu den größten Verbrauchern zählt, und dessen Nachfrage gegenüber dem Jahr zuvor sogar noch einmal um rund zwei Prozent steigen soll. Weltweit würden mit insgesamt 616,2 Mio. t zwar 1,8 Millionen t weniger Weizen nachgefragt werden als in 2006/07, dennoch zeichnet sich ein deutlicher Nachfrageüberhang ab. Dieser könnte nur durch einen erneuten Zugriff auf die ohnehin knappen Lagerbestände ausgeglichen werden. Die globalen Lagermengen werden nach der Ansicht von Marktexperten dementsprechend bis zum Ende des Produktionsjahres 2007/08 auf weniger als 107 Mio. t schrumpfen. Das wäre das niedrigste Niveau seit 32 Jahren.

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