30. November 2007

Ökolandbau in Deutschland wächst weiter

Bonn (agrar.de) – Der ökologische Landbau in Deutschland ist weiter auf Wachstumskurs.
Nicht nur die Zahl der Betriebe, auch die nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftete Fläche ist weiter gewachsen.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Ver­band (RLV) mitteilt, wurden nach Berechnungen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) 2004 in Deutschland noch 16.603 Biobetriebe gezählt, bis 2005 stieg ihre Zahl um 2,5 Prozent auf 17.020 Bio-Bauernhöfe.

Im vergangenen Jahr wirtschafteten bereits 17.557 Landwirte nach den Kriterien des ökologischen Landbaus, damit hat ihre Zahl um weitere rund 3,2 Prozent gegenüber 2005 zugenommen. Gemessen am Umfang der gesamten Landwirtschaft spielen die Ökobetriebe trotz der seit Jahren zu beobachtenden Wachstumsraten jedoch immer noch eine eher geringe
Rolle: Ihr Anteil an der gesamten Anzahl aller landwirtschaftlichen Betriebe lag 2006 bei 4,62 Prozent.

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche ist 2006 ebenfalls weiter gewachsen, und zwar um 2,2 Prozent auf nunmehr 825.539 ha. Damit wurde im vergangenen Jahr 4,87 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Die Anbaufläche von Biogetreide ist im vergangenen Jahr allerdings um 3,2 Prozent auf 179.000 ha geschrumpft, der Getreideanteil auf Deutschlands Bioflächen ist zuletzt auf 22 Prozent gesunken. Die deutlich höhere Nachfrage und die steigenden Preise könnten nach Ansicht von Marktbeobachtern im kommenden Jahr allerdings wieder mehr Biobauern zum Anbau von Getreide bewegen. Eingeschränkt wurde auch der Anbau von Hülsenfrüchten, und zwar um fast 7 Prozent auf 28.000 ha, während die Ökolandwirte den Anbau von Kartoffeln um 12 Prozent auf 7.500 ha ausweiteten. Der Ökoanteil an der deutschen Kartoffelanbaufläche beträgt mittlerweile rund
2,7 Prozent.

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