28. November 2007

Grüne: Neue Export-Subventionen für Schweinefleisch belohnen Tierfabriken

Themen: EU,Fleisch,Förderung,Handel,Industrie,Schweine — info @ 14:11

Berlin (agrar.de) – Zu den Plänen der EU-Kommission, Exporterstattungen für Schweinefleisch wieder einzuführen, erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin der Grünen im Bundestag für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen:

‚Die Wiedereinführung von Subventionen zur Exporterleichterung von Schweinefleisch ist ein falsches Signal. Es kann nicht sein, dass das Fleisch aus den neuen Megamast-Anlagen den Markt überschwemmt und damit zu einem Preisverfall beiträgt, während gleichzeitig Geld der Steuerzahlerinnen und -zahler zur Beseitigung von deren Übermengen verwendet wird. Damit werden die Auswirkungen von Massentierhaltung und die in den Riesen-Mastanlagen verursachten Marktverzerrungen auch noch belohnt.

Stattdessen sollte die Bundesregierung sich dafür einsetzen, dass die bäuerliche, ökologische oder artgerechte Tierhaltung, wie auch ‚Neuland‘, durch vernünftige Qualitätssicherungsprogramme mit Mitteln aus der zweiten Säule der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik oder den Gemeinschaftsausgaben Agrarstruktur und Küstenschutz unterstützt wird. Denn diese Betriebe müssen dringend die notwendige Rückendeckung für ihre gestiegenen Betriebskosten wie Futter und Energie erhalten.

Wir fordern im Bundeshaushalt die Aufstockung um 195 Mio. Euro und unterstützen den Vorschlag der EU-Kommission zur Verbesserung der Finanzausstattung der zweiten Säule.

In den vergangenen Monaten wurden vor allem in Ostdeutschland gegen den großen Widerstand der Bevölkerung Tierfabriken mit bis zu 85.000 Mastplätzen gebaut.‘

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