07. November 2007

Martinstag ist Zahltag

Bonn (agrar.de) – Am Fest des heiligen St. Martin, am 11. November, zahlen die Landwirte, die nicht nur auf Eigentumsflächen, sondern auch auf Pachtflächen wirtschaften, traditionell den Pachtzins an die Grundstückseigentümer. War in früheren Zeiten an diesem Tag der Zehnte fällig, der in Form von Naturalien an den Grundherrn entrichtet werden musste, werden landwirtschaftliche Grundstücke heute fast ausschließlich gegen einen jährlich zu zahlenden Geldbetrag verpachtet. Dabei gewinnt die Zupachtung von Agrarflächen in der deutschen Landwirtschaft weiter an Bedeutung.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, ist der Anteil der Pachtflächen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche im früheren Bundesgebiet von 42,5 Prozent im Jahre 1998 auf 59,3 Prozent im Jahre 2005 angestiegen.

Im Durchschnitt des früheren Bundesgebietes sind die Pachten im letzten Jahrzehnt leicht teurer geworden. Von einem niedrigen Niveau ausgehend fiel der Anstieg der Pachtpreise in Ostdeutschland wesentlich stärker aus. Die für Neupachten gezahlten Preise in den neuen Ländern lagen 2005 mit 125 Euro je ha bei etwa der Hälfte des Pachtpreisniveaus in Westdeutschland (252 Euro je ha).

Die Höchstpachtpreise werden nach Angaben des RLV in Nordrhein-Westfalen gezahlt. Mit 394 Euro je ha Ackerland und 182 Euro je ha Grünland lag der Pachtpreis im Durchschnitt mehr als viermal so hoch wie in Brandenburg, wo mit 86 Euro/ha Ackerland und 64 Euro/ha Grünland die niedrigsten Pachten gezahlt werden mussten.

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Informationen zu Pachtpreisen in den Bundesländern.




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